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© Ralph Larmann
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Elbphilharmonie

Am 11. und 12. Januar 2017 wurde die Elbphilharmonie Hamburg feierlich eröffnet. Im Strom der Elbe, an drei Seiten von Wasser umgeben, ist das neue Konzerthaus ein Anziehungspunkt für alle Hamburger und für Gäste aus der ganzen Welt. Das spektakuläre Gebäude vereint drei Konzertsäle, einen großen Musikvermittlungsbereich, Gastronomie, ein Hotel und die öffentliche Plaza, die Besuchern einen einmaligen Panoramablick über die gesamte Stadt bietet. Künstlerische Qualität, Vielfalt und Zugänglichkeit prägen das musikalische Programm von Hamburgs neuem kulturellem Wahrzeichen.

Kontakt

Elbphilharmonie
Platz der Deutschen Einheit 4
D-20457 Hamburg

Telefon: +49 (0)40-357 666 0
E-Mail: info@elbphilharmonie.de

 

HamburgMusik gGmbH
Elbphilharmonie und Laeiszhalle Betriebsgesellschaft
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Bewertungschronik

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Konzert

Manchester Collective

»Albion, Now«

Christian Mason:
Muttos / aus: Sardinian Songbook
Eki Attar / aus: Tuvan Songbook
Edmund Finnis: Streichquartett Nr. 2
Dobrinka Tabakova: Insight
Jocelyn Campbell: 3AM: Lights and Places Flicker Endlessly, Passing By Alongside Old Memories That Evoke but Will Not Linger …
Errollyn Wallen: Five Postcards
Andrew Hamilton: In Beautiful May
Philip Glass: 2. Satz / aus: Streichquartett Nr. 4 »Buczak«
Anna Meredith: Tuggemo

Gefeiert für seine innovative und fantasievolle Programmgestaltung gelingt es dem Manchester Collective immer wieder aufs Neue spannende thematische Fäden aufzudecken und unerwartete Verbindungslinien herzustellen. In ihrem neuen Programm »Albion, Now« nehmen sie das Publikum mit auf eine Reise durch die zeitgenössische britische Musikszene. Christian Masons vor Lebendigkeit sprühendes »Sardinian Songbook« trifft auf Errollyn Wallens lyrische Klangsprache ihrer »Five Postcards«, auf Anna Meredith’ wild gewordenen Fliegenschwarm »Tuggemo«, in dem Streicher und Elektronika sich gegenseitig umschwirren, und auf weitere entdeckenswerte Neuschöpfungen aus Great Britain – formerly known as Albion. Das Manchester Collective knüpft damit an die reiche Mythen- und Sagenwelt des alten Englands an und überführt sie in ein zeitgemäßes Klanggewand.

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Konzert

NDR Elbphilharmonie Orchester / Lawrence Power / James Gaffigan

NDR Elbphilharmonie Orchester
Lawrence Power, Viola
Dirigent: James Gaffigan


Richard Strauss: Macbeth / Sinfonische Dichtung op. 23
Grażyna Bacewicz: Konzert für Viola und Orchester
Felix Mendelssohn Bartholdy: Ouvertüre zu »Ein Sommernachtstraum« op. 21
Sergej Prokofjew:
Suite Nr. 1 aus »Romeo und Julia« op. 64a (Auszüge)
Suite Nr. 2 aus »Romeo und Julia« op. 64b (Auszüge)
Suite aus »Romeo und Julia« op. 101 (Auszüge)

Shakespeare forever

Bei diesem Programm dreht sich fast alles um William Shakespeare. Schließlich hat der englische Dichter mit seinen unsterblichen und zeitlosen Dramen so viele Komponisten und Gattungen der Musikgeschichte inspiriert wie kaum ein zweiter. Der Amerikaner James Gaffigan, aktueller Generalmusikdirektor der Komischen Oper Berlin, geht bei seiner Rückkehr zum NDR Elbphilharmonie Orchester dieser Spur nach.

Den Anfang im Konzert macht ein vergleichsweise wenig bekanntes Frühwerk von Richard Strauss: Noch bevor er mit »Don Juan« den totalen Durchbruch als Komponist feierte, widmete sich der knapp über 20-Jährige in seiner allerersten Sinfonischen Dichtung dem gespenstischen Shakespeare-Drama über Aufstieg und Fall des mörderischen Königs Macbeth. Mit einer Musik von »sehr wilder Natur« (Strauss) gelang es dem späteren »Tondichtungs-Titanen« bereits hier, das Schicksal der Figuren des Stücks ungemein plastisch nachzuzeichnen. Von ganz anderer Natur ist dann die musikalische Shakespeare-Hommage, die den zweiten Teil des Konzerts eröffnet: Mit seiner Sommernachtstraum-Ouvertüre schuf der damals erst 17-jährige, ebenso frühreife Felix Mendelssohn den Prototyp jener leichtfüßigen, flirrenden »Elfen-Musik«, die fast zum Synonym für seinen gesamten Stil werden sollte.

Dass Shakespeare natürlich genauso dramatisch wie lustig konnte, zeigt dann wiederum das Werk zum krönenden Abschluss des Programms. Sergej Prokofjew war beileibe nicht der erste Komponist, der die wahrscheinlich berühmteste Liebesgeschichte der Welt in das Reich der Töne überführte, aber vielleicht derjenige mit dem größten Erfolg: Sein Ballett »Romeo und Julia« schildert die tragische Story so packend und eindringlich, dass man Shakespeares Worte kaum vermisst. Später formte Prokofjew aus seiner Ballettmusik eigenständige Suiten, die längst auch im Konzertsaal heimisch geworden sind.

Ausnahmsweise nichts mit Shakespeare zu tun hat das Stück, das einer der führenden Bratscher unserer Tage dem Hamburger Publikum vorstellt: Lawrence Power interpretiert das Violakonzert der polnischen Komponistin Grażyna Bacewicz. Geschrieben in ihrem letzten Lebensjahr und erst im Juni 1969 nach ihrem Tod uraufgeführt, gibt sich das Werk der bedeutenden Modernistin überwiegend introvertiert und nostalgisch. Oder verführt nur der warme Ton der Bratsche zu dieser Wahrnehmung? Egal – das nicht gerade breit gestreute Repertoire an Violakonzerten hat Bacewicz mit diesem Meisterwerk in jedem Fall ungeheuer bereichert!

19.3.: Einführung:
19:00 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal

22.3.: Einführung:
10:00 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal

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Kammerkonzert

Jewish Chamber Orchestra Hamburg

»Büschen Meschugge - Auf[er]stehen als Alltagskunst«

Zwischen Komik und Kontemplation, Stadt und Spirit: Büschen Meschugge – Auf[er]stehen reißt im Kleinen Saal der Elbphilharmonie die Türen auf – ein Abend, der Hamburgs Gegenwart durch jüdische Überlebenskunst, norddeutsche Gelassenheit und Mahlers frühen Klangkosmos frisch aufrührt. Das Jewish Chamber Orchestra Hamburg zündet ein Panorama von arrangierter Klassik bis Jazz, von liturgischem Atem bis Bühnenwitz – eine offene, pointierte Erzählung über Resilienz, Tikkun Olam und den Mut zum Aufbruch. Ein Abend, der Kontraste bewusst kollidieren lässt: Uraufführungen von heute treffen auf Arrangements aus 200 Jahren jüdischer Musikgeschichte, Chor auf Jazz-Set, Mahler-Miniaturen auf Poetry & Stand-up – geschichtet, gekreuzt, neu gedacht, mit jüdischem Humor und klarer norddeutscher Kante. Kuratiert. Gewagt. Überraschend. Und immer mit nur einem Ziel: Auf[er]stehen spürbar und erlebbar machen.

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Konzert

Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia / Daniil Trifonov / Daniel Harding

Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia
Daniil Trifonov, Klavier
Dirigent: Daniel Harding


Johannes Brahms: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 B-Dur op. 83
Antonín Dvořák: Sinfonie Nr. 7 d-Moll op. 70

Gespräch unter Freunden

»Aus seinen Abfällen könnte sich jeder andere die Hauptthemen zusammenklauben«, schwärmte Johannes Brahms vom melodischen Einfallsreichtum Antonín Dvořáks. 1973 hatte er erstmals Werke des jungen Böhmen kennengelernt – und war restlos begeistert. Er förderte Dvořák, wo er konnte, zudem entwickelte sich eine enge Freundschaft zwischen den beiden Komponisten. Äußerst passend also, dass im Konzert des Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia Werke von Brahms und Dvořák Seite an Seite stehen. Starpianist Daniil Trifonov spielt das beglückende zweite Klavierkonzert des Hamburgers, in der zweiten Konzerthälfte ertönt Antonín Dvořáks grandiose Siebte Sinfonie unter Leitung des frischgebackenen Orchesterchefs Daniel Harding.

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Kurs

Workshop: Kreativ Modular Synthesizer

für Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene

An die Regler, fertig, los!

Analoge Synthesizer haben die Popmusik im 20. Jahrhundert verändert – und sind heute wieder sehr beliebt. Angeleitet von einem echten Synthesizer-Spezialisten lernen die Teilnehmer:innen in diesem Workshop, wie man mit Strom spannende Klänge, Geräusche und Melodien erzeugt. Gleich zwölf analoge, modulare Synthesizer stehen bereit, auf denen man experimentieren, improvisieren und eine eigene Komposition erarbeiten kann.

Bitte beachten Sie: Dieses Angebot richtet sich an Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene.
Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren können an diesem Workshop nicht teilnehmen.

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Klavierkonzert

Talente entdecken: Junyan Chen / Klavierabend

Junyan Chen, Klavier

François Couperin:
Les barricades mystérieuses / aus: Pièces de Clavecin Deuxième Livre, 6ème Ordre
Le Tic-Toc-Choc ou Les Maillotins / aus: Pièces de Clavecin Troisième Livre, 18e Ordre
Les Ombres errantes / Pièces des Clavecin Quatrième livre, 25e Ordre
Les Tricoteuses / Pièces des Clavecin Quatrième livre, 23e Ordre
Olivier Messiaen:
La colombe / aus: Préludes
Un reflet dans le vent / aus: Préludes
Maurice Ravel: Le tombeau de Couperin
Amy Beach: Variations on Balkan Themes op. 60
Maurice Ravel: La valse / Poème chorégraphique (Fassung für Klavier)

Facettenreich

Komponistinnen, kulturelle Identitäten, zeitgenössische Musik: Die Interessen von Junyan Chen sind so breit gefächert wie ihr Talent eindrucksvoll ist. Bei der Leeds International Piano Competition 2024 erhielt sie nicht nur den zweiten Preis, sondern auch den Kammermusikpreis sowie den Alexandra Dariescu Award – ein Talent, das man im Blick behalten sollte! Bei ProArte begibt die junge Künstlerin sich mit einem facettenreichen Programm auf die Suche nach Verbindungen zwischen Zeiten und Orten: Werke von François Couperin stehen neben Maurice Ravels Hommage an seinen barocken Landsmann. Ravels berühmte »La valse« und Werke von Olivier Messiaen zeigen weitere Facetten französischer Klangwelten für Klavier solo. Und mit Amy Beachs »Variations on Balkan Themes« reiht sich eine transatlantische Kulturbegegnung in das Muster der Verbindungslinien ein.

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Konzert

Symphonieorchester & Chor des Bayerischen Rundfunks / Sir Simon Rattle

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Chor des Bayerischen Rundfunks
Louise Alder, Sopran
Beth Taylor, Mezzosopran
Dirigent: Sir Simon Rattle


Henry Purcell: Remember Not Lord Our Offences Z 50
Robert Schumann: Nachtlied für gemischten Chor und Orchester op. 108
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 2 c-Moll für Sopran, Alt, Chor und Orchester »Auferstehungssinfonie«

Weltenmusik

Hört man Sir Simon Rattle über Gustav Mahler sprechen wirkt es, als hätte er den Komponisten persönlich gekannt. Aber wahrscheinlich fühlt es sich genauso an, wenn man sich, wie der Chefdirigent des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks, seit mehr als 50 Jahren mit der tief persönlichen und autobiografischen Musik des Spätromantikers beschäftigt. Eine ganze Welt enthielten seine Sinfonien, hat Mahler einmal gesagt – und niemand kann Orchester und Publikum besser durch diese verschlungenen Welten führen als Sir Simon Rattle.

Die Welt, die Mahler in seiner »Auferstehungssinfonie« vertont, ist eine der existentiellen Fragen über den Sinn des Lebens. Vom ersten Satz, ursprünglich als »Totenfeier« bezeichnet, bis zum letzten Satz, in dem Solistin und Chor »Aufersteh’n wirst du!« singen, ringt Mahler mit Freuden und Leiden. Die Kontraste und Gefühlsausbrüche, gegossen in orchestrale Klangvielfalt und mit krönendem Chorfinale, machen Mahlers Zweite zu einer seiner beliebtesten Sinfonien.

Dem monumentalen Werk stellt Weltklassedirigent Rattle zwei Chorsätze voran, die die universellen Themen Leben und Tod im Kontext ihrer Jahrhunderte und auf ihre Weise verarbeiten. Henry Purcell bittet mit altenglischen Versen um Gnade und Milde für die menschliche Seele, Schumann vertont ein Gedicht Goethes voller Sehnsucht nach zeitloser Ruhe.

Einführung mit Marcel Klinke
19:00 Uhr / Elbphilharmonie, Foyer Nähe Haupt-Bar (nur Stehplätze)

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Kammerkonzert

Philharmonisches Kammerkonzert

Bogdan Dumitraşcu, Violine
Sawako Kosuge, Violine
Bettina Rühl, Viola
Yitong Guo, Viola
Tobias Bloos, Violoncello


Ernst von Dohnányi: Streichsextett B-Dur
Jörg Widmann: 180 Beats per Minute
Johannes Brahms: Streichsextett Nr. 1 B-Dur op. 18

Die Klangwelten der Kammerkonzerte des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg sind so unterschiedlich wie die Charaktere der Musiker:innen, die darin agieren. Die Anforderungen im Orchestergraben sind oft durch die Größendimension und die Vielfalt der Stimmen geprägt. Kammermusik hingegen reduziert diese Dimension auf kleinere Ensembles und ermöglicht eine intime musikalische Interaktion. Wie in einem Dialog treffen verschiedene Meinungen aufeinander, neue Ideen entstehen, entwickeln sich während des Spiels und eröffnen so einen kreativen Raum für spontane Entfaltung.

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Konzert

Echoes of Chagall / Leon Gurvitch / Alexander Roslavets

»Ein Konzert zwischen Traum und Erinnerung«

Leon Gurvitch, Klavier
Alexander Roslavets, Bass
Streichquartett, Streichquartett


Leon Gurvitch: Echoes of Chagall
sowie weitere Werke von Leon Gurvitch

Ein Konzertabend, der Geschichte, Kunst und Musik in einem eindrucksvollen Klangraum vereint. Im Mittelpunkt steht die Weltpremiere des vokalen Zyklus »Echoes of Chagall« für Bass und Klavier nach Gedichten von David Simanovich – ein neues Werk des Komponisten und Pianisten Leon Gurvitch.

Die Uraufführung wird vom renommierten Bassisten Alexander Roslavets, Solist der Hamburgischen Staatsoper, gestaltet. Roslavets, der auf bedeutenden Bühnen der Welt brillierte und in Projekten mit Künstler:innen wie Jewgeni Kissin überzeugte, verleiht dem Zyklus seine außergewöhnliche Ausdruckskraft.

Die Musik von »Echoes of Chagall« ist inspiriert von der traumhaften Bildwelt Marc Chagalls, eines der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts, und verbindet Klang und Poesie zu einem bewegenden, farbenreichen Erlebnis.

Ergänzt wird das Programm durch weitere bedeutende Werke von Leon Gurvitch, darunter ein Stück für Streichquartett und Klavier in Gedenken an Janusz Korczak, den mutigen Pädagogen, der sein Leben für seine Schützlinge gab, sowie die Anne-Frank-Suite, eine musikalische Hommage an das junge Mädchen, dessen Tagebuch die Welt bewegt hat.

Diese Kammermusikwerke mit herausragenden internationalen Musikern bilden eines der eindrucksvollsten kulturellen Ereignisse unserer Zeit: ein lebendiges Zeichen dafür, wie Musik Erinnerungen bewahrt, ihnen eine neue Gegenwart verleiht und Zukunft gestaltet.

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Konzert

Ensemble Resonanz / Alena Baeva / Riccardo Minasi

»faun & flamme«

Ensemble Resonanz
Alena Baeva, Violine
Dirigent: Riccardo Minasi


Claude Debussy: Prélude à l’après-midi d’un faune / Bearbeitung für Kammerorchester von Paolo Fradiani
Max Bruch: Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 g-Moll op. 26
Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie g-Moll KV 183
Maurice Ravel: Le tombeau de Couperin (Vervollständigte Fassung für Orchester von Gianluca Cascioli)

Riccardo Minasi und das Ensemble Resonanz haben mit ihren Mozart-Interpretationen bereits bewiesen, dass sie Klassik mit der Energie eines Rockkonzerts aufladen können und zeigen auch bei anderen Meisterwerken Temperament und Tiefgang. Zusammen mit der gefeierten Geigerin Alena Baeva entfachen sie ein Feuerwerk aus Klangfarben und Emotionen: von Debussys schillernden Farben über Bruchs leidenschaftliches Violinkonzert und Mozarts »kleiner g-Moll Sinfonie« bis hin zu Ravels eleganter Hommage an barocke Tanzformen.

Wie verbringt eigentlich der Faun seinen Nachmittag? Die schönen Nymphen, die er mit seinem Flötenspiel locken wollte, entwichen ihm, er sieht sich verschmäht – festhalten kann er sie nur in seiner erotisch aufgeladenen, kreisenden Fantasie. Doch Sehnsucht ist besser als Erfüllung, denn, sagt Pierre Boulez so schön, »nach der Flöte des Fauns atmet die europäische Musik anders« – und nahm auf die Bedeutung von Debussys Werk für die Moderne Bezug. Debussys Prélude versetzt den Konzertsaal in träumerische Schwingung, ein sanfter Rausch aus Licht und Farbe, in dem Zeit und Raum zu fließen scheinen.

Dann lodert das Feuer – eine Lovestory in drei Kapiteln: Herzklopfen, Hingabe, Ekstase. Max Bruchs Violinkonzert gehört zu den expressivsten Werken der Romantik – voller Sehnsucht, Leidenschaft und virtuos aufwallender Emotionen. Alena Baeva, eine der faszinierendsten Geigerinnen ihrer Generation, bringt mit ihrem unverwechselbaren Klang die tiefen Empfindungen dieses Meisterwerks hervor. Heiße Ohren und glühende Herzen garantiert. Auch Mozart kann brennen: Seine Sinfonie Nr. 25 g-Moll – oft als »kleine Schwester« der berühmten 40. Sinfonie bezeichnet – pulsiert vor ungestümer Dramatik, in der dunkle Leidenschaft und jugendliche Unruhe miteinander ringen. Ravels »Le Tombeau de Couperin« ist eine Hommage an barocke Tanzformen und zugleich ein liebevolles Gedenkstück an die im Ersten Weltkrieg gefallenen Freunde des Komponisten.

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Konzert

Ray Chen / Amsterdam Sinfonietta / Candida Thompson

Ray Chen, Violine
Amsterdam Sinfonietta
Candida Thompson, Violine und Leitung


Béla Bartók: Divertimento für Streichorchester Sz 113
Giuseppe Tartini: Sonate g-Moll »Teufelstriller-Sonate«
Pietro Locatelli: Concerto grosso à quattro è à cinque op. 1/11
Astor Piazzolla: Las cuatro estaciones porteñas (Vier Jahreszeiten von Buenos Aires) / Fassung für Violine und Orchester

Tango und Teufelstriller

Der Legende nach empfing Giuseppe Tartini die Inspiration für seine hochvirtuose Teufelstriller-Sonate im Traum – und zwar von niemand Geringerem als dem Teufel selbst. Dass sie buchstäblich teuflisch schwierig ist, versteht sich somit von selbst. Mit Stargeiger Ray Chen steht jedoch glücklicherweise ein Künstler auf der Bühne, dessen atemberaubende Technik dem Werk mehr als gewachsen ist. Und er befindet sich in bester Gesellschaft: Die Amsterdam Sinfonietta muss hier sicher niemandem mehr vorgestellt werden. In Béla Bartóks spritzigem Divertimento für Streichorchester lässt das niederländische Spitzenensemble den spitzbübischen Humor des ungarischen Großmeisters funkeln. Und nach der Pause erwartet das Publikum nicht nur das Concerto grosso von Pietro Locatelli, sondern erneut Ray Chen, der mit den Tango-Impressionen »Cuatro estaciones porteñas« von Astor Piazzolla den Saal aus den Angeln heben dürfte.

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Konzert

Orchestre de la Suisse Romande / Khatia Buniatishvili / Jonathan Nott

Orchestre de la Suisse Romande
Khatia Buniatishvili, Klavier
Dirigent: Jonathan Nott


Claude Debussy: Images für Orchester
Johannes Brahms: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 B-Dur op. 83

In allen Farben der Freiheit

Brahms und Buniatishvili – das ist eine geradezu himmlische Kombination. Die Offenheit und die Zeitlosigkeit, die in den großen Linien des Zweiten Klavierkonzerts von Johannes Brahms bereits angelegt sind, treffen in Khatia Buniatishvili auf eine Interpretin, die Freiheit als das höchste Gut betrachtet: »Man ist wie in Trance allein mit dem Klavier, folgt einfach der Musik und fühlt plötzlich eine große Harmonie in sich. Die Freiheit der Interpretation geht einher mit der Freiheit von sich selbst«, beschrieb sie einmal ihren Idealzustand. Künstlerin und Privatperson, Orchester und Solistin, Notentext und Klang verschmelzen auf diese Weise zu einer untrennbaren Einheit. Gelingen kann das, wenn man sich mit seinen musikalischen Partnern so blind versteht wie die Wahlpariserin mit dem Orchestre de la Suisse Romande, das in der zweiten Konzerthälfte mit Debussys »Images« für Orchester und seinem berühmten Mittelteil »Ibéria« das ganz große Klangfarbenset auspacken darf.

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Konzert

Rolando Villazón / PRJCT Amsterdam

Rolando Villazón, Tenor
PRJCT Amsterdam, Ensemble
Leitung: Maarten Engeltjes


Opernarien und Instrumentalstücke von Wolfgang Amadeus Mozart

Hommage an Mozart

Rolando Villazón ist nicht nur einer der führenden Sänger der Klassikwelt, sondern auch begeisterter Mozart-Interpret. In seinem ProArte-Konzert bereitet der Startenor dem Publikum ein Fest der Wiener Klassik mit Arien, Szenen und Instrumentalwerken aus den bekanntesten Opern des Salzburger Genies. Nicht fehlen dürfen dabei natürlich Nummern aus der Zauberflöte, Idomeneo und La clemenza di Tito. Mit frischer Leidenschaft widmen sich die jungen Musiker:innen des Ensembles PRJCT Amsterdam den Interpretationen dieser Meisterwerke. Als einer der aufsehenerregendsten neuen Klangkörper erobert das von Maarten Engeltjes gegründete Ensemble für Alte Musik seit 2017 die Musikszene und ist mit seiner abwechslungsreichen Programmgestaltung und spannenden Konzertprojekten mit renommierten Solist:innen mittlerweile auf vielen der großen Bühnen anzutreffen.

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Konzert

Iceland Symphony Orchestra / Kian Soltani / Eva Ollikainen

Iceland Symphony Orchestra
Kian Soltani, Violoncello
Dirigentin: Eva Ollikainen


Jean Sibelius: Pohjolas Tochter / Sinfonische Fantasie op. 49
Witold Lutosławski: Konzert für Violoncello und Orchester
Anna Thorvaldsdóttir: Archora
Igor Strawinsky: L’oiseau de feu (Der Feuervogel) / Suite (Fassung von 1919)

Strawinsky verleiht Flügel

Ein Album mit Filmmusik-Bearbeitungen, die großen Cello-Konzerte des Repertoires, Kammermusik mit Freunden und persische Musik mit seinem Vater: Kian Soltani ist ein unglaublich vielseitiger Künstler. Mit dem Cellokonzert von Witold Lutosławski gewann er zu Beginn seiner steilen Karriere den hochdotierten Paulo Wettbewerb in Finnland – nun bestreitet er mit dem anspruchsvollen Werk das dritte seiner Residenz-Konzerte in der Elbphilharmonie, begleitet vom Iceland Symphony Orchestra.

Einen großen Karriere-Durchbruch – allerdings als Komponist und nicht als Interpret – erlebte auch Igor Strawinsky, als 1910 sein Ballett »Der Feuervogel« in Paris uraufgeführt wurde. Frei nach dem russischen Märchen um einen magischen goldenen Vogel verleiht Strawinsky dem Orchester farbenprächtige Flügel, lässt es flattern, in der Sonne glitzern und sich hoch in die Luft erheben.

Das Iceland Symphony Orchestra und seine Chefdirigentin Eva Ollikainen, die in Reykjavik in einem architektonisch ähnlich spektakulären Gebäude residieren wie der Elbphilharmonie, flankieren Strawinsky mit mehr märchenhafter Musik: Jean Sibelius erzählt in »Pohjolas Tochter« eine Sage aus dem finnischen Nationalepos Kalevala und Anna Thorvaldsdóttir beschreibt eine raue Urwelt, in der sogar die Orgel des Großen Saals zu Wort kommt.

Einführung mit Tobias Knickmann:
19:00 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal

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Klavierkonzert

Pierre-Laurent Aimard / Klavierabend

Pierre-Laurent Aimard, Klavier

Johann Sebastian Bach: Das Wohltemperierte Klavier, Band 2 BWV 870–893

Wohltemperiert gespielt

Es gibt Werke, die überdauern Jahrhunderte, ohne zu altern: Johann Sebastian Bachs »Wohltemperiertes Klavier« ist so eines. Vor allem, wenn ein Klangperfektionist wie Pierre-Laurent Aimard am Flügel sitzt und die knapp 300 Jahre alte Musik zu neuem Leben erweckt. Der Franzose hat schon 2015 den ersten Teil in Hamburg gespielt, nun kehrt er 10 Jahre später mit dem zweiten zurück.

Aimard ist vor allem als herausragender Interpret für Neue Musik bekannt und gerade deshalb klingt sein Bach so modern. Wie viele Pianist:innen hat er diese Stücke schon in seiner Kindheit gespielt und seitdem faszinieren sie ihn. Mit dem zweiten Teil des Wohltemperierten Klaviers führt er die großen Klavier-Zyklen Bachs zu einem Ende. Seine Einspielungen des barocken Meisters wurden für ihren transparenten und geschliffenen Klang gerühmt.

Kaum zu glauben, dass Bach seine zwei bahnbrechenden Zyklen mit jeweils 24 kurzen Stücken vornehmlich als Übungsstücke für seine Schüler:innen komponierte. Während Bach den ersten Teil in jungen Jahren schrieb, entstand der zweite mit der Reife des erfahrenen Meisters. Bach schlängelt sich mit den Präludien und Fugen durch die zwölf Tonarten, abwechselnd Dur und Moll. Wohltemperiert sind die Stücke allerdings nicht wegen der angenehmen Wärme, die sie ausstrahlen. Vielmehr geht es um die Stimmung des Instruments: Es war vorher nicht möglich, alle Tonarten gleichklingend zu spielen. Erst mit der neu entwickelten »wohltemperierten« Stimmweise konnte Bach in die entlegendsten Klangwelten eintauchen.

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Konzert

Amelie Duchow

»Logos Mater« – ePhil

Amelie Duchow, live electronics

Fragmentierter Sprachklang

Jede Sprache hat ihren eigenen Klang, unabhängig von den Bedeutungen der Worte. Diesem Klang spürt die audiovisuelle Künstlerin Amelie Duchow mit ihrem Projekt »Logos Mater« nach. Aufgenommene Stimmen verfremdet sie elektronisch, verzerrt sie, zerlegt sie und setzt sie neu zusammen, begleitet von elektronischen Sounds und Lichteffekten. Wer möchte, kann selbst Teil dieses Soundexperiments werden, das einen völlig neuen Blick auf Sprache wirft.

Amelie Duchow lädt alle Interessierten ein, ihr online Sprachaufnahmen zu schicken, die dann Eingang in »Logos Mater« finden. Mit diesem Ansatz, der ganz nebenbei darauf aufmerksam macht, dass fast 40% der weltweit 7000 gesprochenen Sprachen vom Aussterben bedroht sind, gewann sie die Auschreibung »Soundtrack Europe 2025« initiiert von dem Elektronik Label raster media im Rahmen des Programms der europäischen Kulturhauptstadt 2025 Chemnitz.

Seit sie 2014 ihr Debütalbum »Tonstich« veröffentlicht hat, ist Amelie Duchow eine feste Größe in der experimentellen Elektronik-Szene. Solo, zusammen mit dem Medienkünstler Marco Monfardini im Duo »Schnitt« oder in anderen Kollaborationen entwickelt sie an Synthesizer und Computer feine, vielschichtige Klangkosmen, stets zusammengedacht mit spannenden Lichtkonzepten.

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Kurs

Kreativ BeatObsession – Weekend Edition

Offener Workshop ab 10 Jahren

Bis die Wände wackeln

Bei dem zweitägigen Wochenend-Workshop »Kreativ BeatObsession« – der kompakten Version des beliebten viertägigen Ferienprogramms – sammeln die Teilnehmenden mit Unterstützung des Hamburger Startups OCLEAN an zwei Tagen aussortierte Gegenstände in der Umgebung der Elbphilharmonie und entwickeln daraus ihr eigenes Instrumentarium. Mit viel Kreativität und Experimentierfreude wird geklopft, getrommelt und gebaut, bis die Fundstücke zu klingenden Unikaten werden. So entsteht eine einzigartige Installation, die mit Rhythmik bespielt wird – durch die Teilnehmenden selbst, aber auch durch elektronische Tools, die in dem Workshop vorgestellt werden.

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Konzert

Alex Paxton: How to Eat Your Sexuality

Klangforum Wien
Neue Vocalsolisten
Johanna Vargas, Sopran
Susanne Leitz-Lorey, Sopran
Truike van der Poel, Mezzosopran
Daniel Gloger, Countertenor
Martin Nagy, Tenor
Guillermo Anzorena, Bariton
Andreas Fischer, Bass
Dirigent: Vimbayi Kaziboni


Alex Paxton: How to Eat Your Sexuality für Stimmen, Ensemble und Elektronik

»Eine Klangparty, die klingt wie später Beethoven auf Speed«, meint die »Stuttgarter Zeitung« nach der Uraufführung von Alex Paxtons »How to Eat Your Sexuality« im Februar 2025. Niemals verkopft, sondern ganz unmittelbar, wild und bunt kommt das dreiteilige Werk des erfolgreichen Briten daher, dessen Musik die »New York Times« nicht ohne Grund als »den bestgelaunten Sound seit langer Zeit« bezeichnete.

Entstanden ist die Komposition für das Stuttgarter Neue-Musik-Festival »Eclat«, in dessen Rahmen das Klangforum Wien, die Neuen Vocalsolisten und eine Riege herausragender Solist:innen mit der Uraufführung im Februar 2025 für Begeisterung sorgten. Nur ein paar Wochen später brachten die Musiker:innen unter der Leitung von Vimbayi Kaziboni das Werk im Wiener Konzerthaus auf die Bühne, nun kommen sie in fast unveränderter Besetzung nach Hamburg. In der Elbphilharmonie ist der Komponist und Jazz-Posaunist Alex Paxton längst kein Unbekannter mehr: Als Gewinner des Claussen-Simon-Kompositionspreises komponierte er für das NDR Elbphilharmonie Orchester sein Werk »World Builder, Creature«, dessen Uraufführung beim Eröffnungskonzert von »Elbphilharmonie Visions« ebenfalls im Februar 2025 internationales Aufsehen erregte.

Mit dem Klangforum Wien und den Neuen Vokalsolisten treffen sich auf der Bühne zwei Top-Formationen für zeitgenössische Musik. 1985 gegründet, blickt das preisgekrönte Klangforum Wien bereits auf rund 600 Uraufführungen zurück, und auch die Neuen Vokalsolisten konzertieren sich mit internationalem Erfolg auf die Musik der Gegenwart. »Für die Interpret:innen ist dieses Werk ein virtuoser Drahtseilakt. Wer sich hörend auf ihn einlässt, genießt: So klingt die Utopie einer pluralistischen Gesellschaft«, verspricht die Stuttgarter Kritik.

Einführung mit Verena Mogl:
18:30 Uhr / Elbphilharmonie, Kleiner Saal

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Konzert

Bach: Johannes-Passion / Klaas Stok

NDR Vokalensemble
Concerto Köln
Sebastian Kohlhepp, Evangelist
N.N., Solist:innen
Leitung: Klaas Stok


Johann Sebastian Bach: Johannes-Passion BWV 245

Plastische Klangfarben und berückende Chorsätze

Es ist das erste Gerichtsdrama der Geschichte. In Johann Sebastian Bachs Johannes-Passion steht Jesus vor Pontius Pilatus und soll sich verantworten, während die draußen versammelten Juden seinen Tod fordern. Der Thomaskantor schuf aus dem kargen Evangelium eine ergreifende Tragödie, die bis heute zu den dramaturgisch effektvollsten Werken der Musikgeschichte gehört. Die beinahe szenische Handlung übersetzte Bach in plastische Klangfarben. Den unaufhaltsamen Ablauf von Gefangennahme, Verurteilung und Kreuzigung eröffnet bereits das Orchestervorspiel mit verstörenden Dissonanzen, um dann vorerst in einen berückenden Chorsatz zum Lob Gottes zu münden.

Während der Evangelist als Erzähler in den Worten des Alten Testaments durch das Geschehen führt, fügte Johann Sebastian Bach weitere Verse ein als Grundlage für expressive Arien und Chorsätze. Unter den Klängen des von Klaas Stok angeführten Alte Musik-Ensembles Concerto Köln treten die Mitglieder des NDR Vokalensembles aus den Chorreihen heraus. Wie schon bei der viel gelobten Aufführung von Bachs »Weihnachtsoratorium« im Großen Saal der Elbphilharmonie 2023 interpretieren sie hier erneut zahlreiche Solopartien. Als Evangelisten konnte der NDR erneut den gefragten Tenor Sebastian Kohlhepp gewinnen. Er trat schon 2025 für ein Abo-Konzert gemeinsam mit dem NDR Vokalensemble auf und ist regelmäßiger Gast der Salzburger Festspiele.

Einführung:
19:00 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal

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Konzert

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg / Konradin Seitzer / Aziz Shokhakimov

»ZeitSpiel Sieben«

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Konradin Seitzer, Violine
N.N., Viola
Dirigent: Aziz Shokhakimov


Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonia concertante KV 364 / Mit Überschreibungen des 2. und 3. Satzes von Sally Beamish (Uraufführung)
Hector Berlioz: Symphonie fantastique / Épisode de la vie d’un artiste op. 14

ZEITSPIEL SIEBEN

Die Philharmonischen Konzerte des Staatsorchesters Hamburg werden zu ZeitSpielen und überschreiten die Grenzen des Gewöhnlichen: In diesem Konzert erklingt Sally Beamish’ kompositorische Ergründung von Mozarts Spielregeln – denn der Zweite und Dritte Satz seiner Sinfonia concertante werden durch Neukompositionen aus ihrer Feder ersetzt, inspiriert vom Original. Mozart begegnet uns in unserer heutigen Zeit als Spiegel der Vergangenheit und zugleich durch Beamish als Teil des Hier und Jetzt. Dieses musikalische Spiel ohne Berührungsängste eröffnet neue Perspektiven auf unsere Musikkultur, unser Denken und Sein, auf unsere Art, Musik zu rezipieren.

»Mein Werk wird ganz sicher ›spielerisch‹ werden, denn auch Mozart ist oft sehr spielerisch, und ich werde Spaß haben an der Interaktion der beiden Solostimmen sowie zwischen Solist:innen und Orchester. Das Spiel mit musikalischen Ideen gehört zum Kern einer Komposition – indem man ein Fragment aufgreift und schaut, was man damit tun kann.« – Sally Beamish

Einführung:
10:00 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal

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Klavierkonzert

Stefan Bonev / Klavierkonzert

Zwischen Heimat und Weltbühne

Stefan Bonev, Klavier

Pancho Vladiguerov: Herbst-Elegie & Humoresque / aus drei Klavierstücke op. 15
Piotr I. Tschaikowsky: Die Jahreszeiten (Auswahl) / Zwölf Charakterstücke op. 37b
Ludwig van Beethoven: Sonate für Klavier C-Dur op. 53 »Waldstein-Sonate«
Franz Liszt: Sonate h-Moll S 178

Das Programm von Stefan Bonev verbindet bulgarische Klangfarben, slawische Romantik und europäische Meisterwerke zu einem dramaturgisch geschlossenen Konzertabend. Mit diesem Programm schlägt Stefan Bonev eine Brücke von den musikalischen Wurzeln seiner Heimat über die slawische Seele Tschaikowskys bis hin zu den großen europäischen Traditionen – ein Abend zwischen persönlicher Identität und universeller Musik.

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Konzert

NDR Elbphilharmonie Orchester / Alexander Melnikov / Tabita Berglund

NDR Elbphilharmonie Orchester
Alexander Melnikov, Klavier
Dirigentin: Tabita Berglund


Geirr Tveitt: Velkomne med æra / aus: Hundert Volkslieder aus Hardanger op. 151
Piotr I. Tschaikowsky: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 b-Moll op. 23

Herzlich Willkommen, Tabita Berglund!

Sie setzt sich mit Leidenschaft für die Werke ihrer skandinavischen Heimat ein: Die norwegische Dirigentin Tabita Berglund. 36 Jahre jung, hat sie bereits viele der bedeutendsten internationalen Orchester geleitet – beim NDR Elbphilharmonie Orchester aber war die gelernte Cellistin bisher nicht zu Gast. Buchstäblich »herzlich Willkommen« (»Velkomne med æra«) in Hamburg sagt die frisch gebackene Erste Gastdirigentin der Dresdner Philharmonie jetzt mit einem ihrer hierzulande eher wenig bekannten norwegischen Landsmänner: Wie seinerzeit Edvard Grieg interessierte sich auch der 1981 verstorbene Komponist Geirr Tveitt für die Volkslieder rund um seinen Wohnsitz am Hardangerfjord und bearbeitete sie in seinen »Hundert Volksliedern aus Hardanger« op. 151 stimmungsvoll für Orchester.

Danach spielt Alexander Melnikov, der wahrscheinlich klügste und individuellste Sprössling der berühmten russischen Klavierschule, ein echtes Highlight der Konzertliteratur für sein Instrument. Zumindest den – auch aus der Fernsehreklame bekannten – Beginn von Piotr Tschaikowskys Erstem Klavierkonzert dürfte jede und jeder mitsingen können. Dabei ist die wirkungsvoll inszenierte Ohrwurm-Melodie bei weitem nicht alles! Glänzend war es dem jungen Komponisten in seinem gewaltigen Konzert-Erstling gelungen, den virtuosen Klavierstil etwa eines Franz Liszt mit einer überwältigenden sinfonischen Orchestersprache und Einflüssen russischer Folklore zu vereinen.

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Konzert

NDR Elbphilharmonie Orchester / Tabita Berglund

NDR Elbphilharmonie Orchester
Dirigentin: Tabita Berglund


Geirr Tveitt: Velkomne med æra / aus: Hundert Volkslieder aus Hardanger op. 151
Jean Sibelius: Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 43

Herzlich Willkommen, Tabita Berglund!

Sie setzt sich mit Leidenschaft für die Werke ihrer skandinavischen Heimat ein: Die norwegische Dirigentin Tabita Berglund. 36 Jahre jung, hat sie bereits viele der bedeutendsten internationalen Orchester geleitet – beim NDR Elbphilharmonie Orchester aber war die gelernte Cellistin bisher nicht zu Gast. Ihren Einstand in Hamburg feiert die frisch gebackene Erste Gastdirigentin der Dresdner Philharmonie jetzt mit dem wohl größten sinfonischen Erfolgshit aus Finnland: mit Jean Sibelius’ Zweiter Sinfonie. »Wie ein Fluss aus kleinen Bächen« – so der Komponist einmal über seine organische Kompositionstechnik – wächst in diesem Stück aus einem simplen Dreitonmotiv ein Thema nach dem anderen bis hin zum breiten Melodiestrom im triumphalen Finale. Gleich nach der Uraufführung im Jahr 1902 wurde das Werk zum Vorbild vieler anderer skandinavischer Komponisten – und bis heute hat keine andere Sinfonie von Sibelius die Beliebtheit dieser genial zwischen romantischer Tradition und Innovation vermittelnden Zweiten schlagen können.

Aber Sibelius war und ist natürlich nicht der einzige Komponist aus dem Norden! Buchstäblich »herzlich willkommen« (»Velkomne med æra«) sagt Tabita Berglund in ihrem Debütkonzert daher mit einem ihrer hierzulande eher wenig bekannten norwegischen Landsmänner: Wie seinerzeit Edvard Grieg interessierte sich auch der 1981 verstorbene Komponist Geirr Tveitt für die Volkslieder rund um seinen Wohnsitz am Hardangerfjord und bearbeitete sie in seinen »Hundert Volksliedern aus Hardanger« op. 151 stimmungsvoll für Orchester.

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Kammerkonzert

Chen Reiss / Sharon Kam / Yael Kareth

Chen Reiss, Sopran
Sharon Kam, Klarinette
Yael Kareth, Klavier


Robert Schumann: Fantasiestücke für Klarinette und Klavier op. 73
Clara Schumann: Sie liebten sich beide / aus: Sechs Lieder op. 13
Liebst du um Schönheit / aus: Zwölf Lieder aus F. Rückert’s Liebesfrühling op. 12
Robert Schumann: Myrthen op. 25 (Auswahl)
Gustav Mahler: Das himmlische Leben / aus: Des Knaben Wunderhorn (Bearbeitung für Sopran, Klarinette und Klavier)
Clara Schumann: Drei Romanzen für Violine und Klavier op. 22 / Bearbeitung für Klarinette und Klavier
Louis Spohr: Sechs deutsche Lieder op. 103 (Auswahl)
Elisabeth von Sachsen-Meiningen: Romanze
Franz Schubert: Der Hirt auf dem Felsen D 965

Diese drei international renommierten Ausnahme-Künstlerinnen teilen eine Leidenschaft für die Musik auf eindrucksvolle Weise, die einen Kammermusik-Abend auf höchstem Niveau erwarten lässt: Die israelische Sopranistin Chen Reiss, bekannt für ihre interpretatorische Tiefe und stilistische Vielseitigkeit im Liedrepertoire, trifft auf Sharon Kam, geboren auf der Krim, deren innovative Klarinettenkunstwerk eine Brücke zwischen Tradition und zeitgenössischen Klängen schlägt. Am Klavier komplettiert die vielseitige aus Israel stammende Pianistin und Professorin für Transkulturelle Musikpädagogik Yael Kareth dieses Trio. Individuelle Meisterschaft und harmonisches Zusammenspiel dieser Künstlerinnen versprechen einen großen und emotionalen Abend.

Künstlergespräch:
18:45 Uhr / Elbphilharmonie, Kleiner Saal

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Klavierkonzert

Louisa Sophia Jefferson, Klavier

Beethoven / Chopin / Bach

Louisa Sophia Jefferson, Klavier

Ludwig van Beethoven: Sonate für Klavier f-Moll op. 57 »Appassionata«
Frédéric Chopin: Ballade Nr. 4 f-Moll op. 52
Johann Sebastian Bach / Johannes Brahms: Chaconne für die linke Hand / aus: Partita Nr. 2 d-Moll BWV 1004
Sergej Prokofjew: Sonate Nr. 4 c-Moll op. 29
Igor Strawinsky: Drei Sätze aus Petruschka (Fassung für Klavier)

Die junge deutsch-peruanische Pianistin Louisa Sophia Jefferson hat bereits in sehr frühen Jahren Außergewöhnliches erreicht. Überall, wo sie auftritt, begeistert sie mit virtuoser Brillanz, technischer Souveränität und musikalischer Reife. Schon mit elf Jahren wurde sie als Jungstudentin an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg aufgenommen, mit sechzehn wechselte sie nach Paris, um ihr Studium bei Rena Shereshevskaya, einer der renommiertesten Klavierpädagoginnen unserer Zeit, fortzusetzen.

Ihr Programm spannt einen weiten Bogen durch die Musikgeschichte – von der Wiener Klassik bis in die Moderne. Igor Strawinskys Drei Sätze aus »Pétrouchka«, ein Werk von höchster pianistisch-rhythmischer Komplexität, erarbeitete sie in einem Meisterkurs mit Lang Lang, der ihre Interpretation ausdrücklich würdigte.

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Oper

Verdi: Messa da Requiem / Gianandrea Noseda

Orchester und Chor der Oper Zürich

Orchester der Oper Zürich
Chor der Oper Zürich
Marina Rebeka, Sopran
Agnieszka Rehlis, Mezzosopran
Joseph Calleja, Tenor
David Leigh, Bass
Dirigent: Gianandrea Noseda


Giuseppe Verdi: Messa da Requiem

Drama des Menschseins

Was könnte ein besserer Auftakt für das Passionszeit sein als eine spektakuläre Aufführung des Verdi-Requiems? Stardirigent Gianandrea Noseda und das Orchester der Oper Zürich sind ein eingespieltes Team im Orchestergraben und nutzen ihr Fingerspitzengefühl für dramatische Situationen, um diesem opernhaften Werk zu seiner vollen Durchschlagskraft zu verhelfen. Dabei unterstützt sie nicht nur das Kollektiv des großen Chores sondern auch eine Solist:innenriege von internationalem Kaliber.

Nur wenige religiöse Werke entfalten eine ähnlich überwältigende Wirkung wie die ergreifende Messa da Requiem von Giuseppe Verdi. Denn in seine monumentale Vertonung der lateinischen Totenmesse übertrug der italienische Meister die geballte Erfahrung von mehr als zwanzig großen Opern. Alle kompositorischen Mittel des Musiktheaters schöpfte er aus, um das urmenschliche Ringen mit der eigenen Sterblichkeit im Spannungsfeld zwischen düsterer Verzweiflung und leuchtender Hoffnung in einer atemberaubenden Eindrücklichkeit darzustellen. Das weltberühmte Hölleninferno des Jüngsten Gerichts bildet dabei nur eines der zahlreichen Gesichter dieses abendfüllenden Oratoriums, das alles enthält, was das Menschsein ausmacht.

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Konzert

The Trumpet Shall Sound

Von Barock bis Jazz

Trompetenensemble Matthias Höfs

Werke von Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel, Erik Morales, Itaru Sakai, Samuel Scheidt u.a.

Das Trompetenensemble Matthias Höfs setzt sich zusammen aus Studierenden und Absolvent:innen seiner Trompetenklasse an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Unter den Trompeter:innen dieser internationalen Besetzung finden sich Preisträger internationaler Wettbewerbe, die zum Teil schon Spitzenpositionen in den führenden Sinfonie- und Opernorchestern wie den Berliner Philarmonikern, dem Tokyo Symphony und den großen deutschen Rundfunkorchestern innehaben.

Unter dem Label Berlin Classics sind bereits vielbeachtete Einspielungen dieser Ausnahmebesetzung veröffentlicht worden. Mit eigenen Arrangements und Kompositionen bietet das Ensemble in den Konzerten ein Programm, das alle Klangfarben der unterschiedlichsten Trompeteninstrumente mit Musik von Barock bis Blues aufzeigt. Unter dem Motto »The Trumpet Shall Sound« erklingen Werke von Scheidt und Bach bis zur Moderne.

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Konzert

Orchester der Oper Zürich / Regula Mühlemann / Gianandrea Noseda

Orchester der Oper Zürich
Regula Mühlemann, Sopran
Dirigent: Gianandrea Noseda


Joseph Haydn: L’Introduzione / aus: Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze Hob. XX:1A
Wolfgang Amadeus Mozart: Et incarnatus est / aus: Große Messe c-Moll KV 427
Joseph Haydn: Il terremoto / aus: Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze Hob. XX:1A
Giovanni Battista Pergolesi: Cuius animam gementem / aus: Stabat mater
Antonio Vivaldi: Sinfonia h-Moll RV 169 »a Santo Sepolcro«
Giovanni Battista Pergolesi: Vidit suum dulcem natum / aus: Stabat mater
Joseph Haydn: Consummatum est! / aus: Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze Hob. XX:1A
Wolfgang Amadeus Mozart: Exsultate, jubilate / Motette für Sopran F-Dur KV 158a
Sergej Prokofjew: Suiten aus dem Ballett »Romeo und Julia« op. 64 (Auszüge)

Panoptikum der Passion(en)

Gianandrea Noseda und das Orchester der Oper Zürich – ein bestens eingespieltes Team, das sich meisterhaft auf die intensive Darstellung großer Gefühle und die Unterstützung berühmter Stimmen versteht. Gemeinsam mit Starsopranistin Regula Mühlemann präsentieren sie in der Elbphilharmonie zu Ostern eine Collage von Werken mit Passionsbezug, die die Figur der leidenden Gottesmutter in den Blick nimmt.

Joseph Haydns rein instrumentale Vertonung der »Sieben Letzten Worte« Jesu am Kreuze trifft auf die barocken Schmerzensbilder von Giovanni Battista Pergolesis »Stabat mater«. Die Auszüge aus beiden Werken werden mit Musik von Wolfgang Amadeus Mozart ergänzt. Sein groß angelegtes »Exultate, jubilate« steht am Ende der ersten Hälfte und setzt einen freudvollen und stimmgewaltigen Schlusspunkt.

Nach der Pause geht es mit Sergej Prokofjews Ballettmusik »Romeo und Julia« um ganz andere, aber nicht weniger heftige Passionen. Die wohl berühmteste Liebesgeschichte der Weltliteratur inspirierte Prokofjew wiederum zu seinem wohl berühmtesten Werk. Kein Wunder, stand ihm von tänzerischer Verve über scharfkantige Dramatik bis zum lyrischen Herzschmerz alle Mittel zur Verfügung, die eine ergreifende Darstellung von Shakespeares Tragödie erfordern. Die faszinierende Originalität und Frische seiner Tonsprache verhindert jede billige Gefühlsduselei und lässt die Geschichte in ihrer ungefilterten Dramatik erleben.

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Konzert

Staatsphilharmonie Nürnberg / Elena Bashkirova / Nabil Shehata

Matinee am Gründonnerstag

Staatsphilharmonie Nürnberg
Elena Bashkirova, Klavier
Dirigent: Nabil Shehata


Wolfgang Amadeus Mozart: Ouvertüre zu »La clemenza di Tito« KV 621
Robert Schumann: Konzert für Klavier und Orchester a-Moll op. 54
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 36

Die Staatsphilharmonie Nürnberg ist das zweitgrößte Opern- und Konzertorchester Bayerns und zählt zu den großen Spitzenorchestern Europas. Die Geschichte des traditionsreichen Orchesters begann vor fast 650 Jahren. Nun feiert die Staatsphilharmonie Nürnberg unter der Leitung des bedeutenden Dirigenten Nabil Shehata ihr Debüt im Großen Saal der Elbphilharmonie.

Nabil Shehata gewann als Kontrabassist bereits sehr früh den Ersten Preis sowie den Publikumspreis beim ARD-Musikwettbewerb und war von 2004 bis 2008 Erster Solokontrabassist bei den Berliner Philharmonikern. Später begann er sich auch dem Dirigieren zu widmen und war Chefdirigent der Philharmonie Südwestfalen. Auf seinem Weg als Dirigent wurde er u.a. von Maestro Daniel Barenboim begleitet, dessen Assistent Nabil Shehata an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin war.

Solistischer Höhepunkt der Matinee am Gründonnerstag ist die herausragende Pianistin Elena Bashkirova, die regelmäßig mit renommierten Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, Münchner Philharmonikern, Wiener Symphonikern, dem Orchestre de Paris und Chicago Symphony Orchestra konzertiert. Elena Bashkirova ist die Gründerin und künstlerische Leitung des bedeutenden Jerusalem International Chamber Music Festival. In der Elbphilharmonie präsentiert die beeindruckende Solistin das beliebte Klavierkonzert von Robert Schumann. Als Abschluss der Matinee am Gründonnerstag erklingt die mitreißende Zweite Sinfonie von Ludwig van Beethoven.

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Konzert

Bach: Matthäus-Passion

Chor & Orchester des Collegium Vocale Gent 
Dirigent: Philippe Herreweghe


Johann Sebastian Bach: Matthäus-Passion BWV 244

Unvergleichliches Meisterwerk

Mendelssohn sei Dank! Hätte der damals gerade 20-jährige Felix Mendelssohn im Jahr 1829 nicht Bachs Matthäus-Passion aus der Versenkung geholt, in der sie seit ihrer Uraufführung hundert Jahre zuvor verschwunden war – uns würde heute nicht nur ein unvergleichliches musikalisches Meisterwerk im Konzert- und Kirchenrepertoire fehlen: Nein, eine ganze Renaissance der Bach’schen Musik trat der junge Komponist damit los, die bis heute nicht an Schwung verloren hat. Eines der Herzstücke dieser Bach-Begeisterung ist die Matthäus-Passion, deren dramatische Dichte und geniale musikalische Faktur das Publikum damals wie heute in ihren Bann ziehen. In der Elbphilharmonie bringt ein Team von ausgewiesenen Bach-Spezialisten den österlichen Klassiker zu Gehör: Philippe Herreweghe mit dem Collegium Vocale Gent sowie einem handverlesenen Solisten-Ensemble. Ein musikalisches Erlebnis, das mit Sicherheit unvergesslich bleibt.

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Konzert

LEVI.SCT

Levi Schechtmann, Klavier

LEVI.SCT (Levi Schechtmann) ist ein genreübergreifender deutscher Pianist, der im Begriff ist, das klassische Konzerterlebnis wie wir es kennen neu zu definieren. Scheinbar mühelos gelingt es ihm die emotionale Tiefe klassischer Komponisten mit der rohen Energie von Hip-Hop und House verschmelzen zu lassen.

Mit seiner herausragenden Technik und seinem unbekümmerten Zugang zu scheinbar konträren Stilen steht LEVI.SCT an der Spitze einer neuen Welle von Künstler:innen, die klassische Musik für eine neue Generation relevant und mitreißend machen will. Mit über 1.000.000 Followern auf Instagram ist der Aufstieg von LEVI.SCT geradezu phänomenal. Seine Konzerte verbinden dabei, ähnlich wie sein Content bei Social Media, Virtuosität, Rhythmus und Emotion zu einem cineastischen und immersiven Erlebnis.

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Konzert

Le Concert des Nations / Jordi Savall

Le Concert des Nations
La Capella Nacional de Catalunya, Vokalensemble
Elionor Martínez, Sopran
Lara Morger, Mezzosopran
Ilker Arcayürek, Tenor
Manuel Walser, Bariton
Dirigent: Jordi Savall


Joseph Haydn: Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze Hob. XX:2
Ludwig van Beethoven: Christus am Ölberge / Oratorium für Soli, Chor und Orchester op. 85

Christus, ganz menschlich

Karfreitag, einer der höchsten Feiertage des Christentums, erlebt mit Alte-Musik-Koryphäe Jordi Savall und seinem Ensemble Concert des Nations mit zwei ausdrucksstarken Passionsoratorien eine Würdigung, wie sie in keiner Kathedrale eindrucksvoller sein könnte. In Charakter und Entstehungsgeschichte grundverschieden, sind die Werke von Haydn und Beethoven doch durch unmittelbar berührende Musik und die Osterbotschaft geeint.

»Christus am Ölberge« zeigt einen ängstlichen, von seinen Jüngern verlassenen Jesus nach dem letzten Abendmahl betend im Garten Gethsemane. Beethoven wollte sich mit einem Oratorium an das Opern-Genre herantasten – dementsprechend dramatisch und bildhaft sind die Szenen. Die sehr menschliche Darstellung von Christus ist eng mit Beethovens seelischer Verfassung verknüpft: Einerseits verzweifelt er über die voranschreitende Schwerhörigkeit und ist andererseits voller Schaffensdrang. Die Oratoriums-Erzählung endet vor der Kreuzigung, also gewissermaßen offen.

Haydns »Sieben letzten Worte« führen die Geschichte fort und stehen im Konzert trotzdem an erster Stelle. Ursprünglich ausschließlich für Orchester komponiert, kommentiert die Musik die Kreuzigungsmomente der vier Evangelien, deren lateinischer Text Grundlage für die Instrumentalmusik war. Von der Musik beeindruckt, arbeitete ein Passauer Kantor die sieben langsam-intensiven Sätze in ein Oratorium um, was wiederum Haydn zu einer eigenen – und besseren, wie er selbst fand – Version mit Chor und Solist:innen inspirierte. Die Musik endet mit einem gewaltig in Töne gesetztem Erdbeben, das laut Evangelien eine Vorahnung auf das Beben des Jüngsten Gerichts gibt.

Einführung mit Jordi Savall:
19:00 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal

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Jazz

Gondwana Records presents

Ancient Infinity Orchestra, Jazzensemble
Ambre Ciel, Singer-Songwriter
Chip Wickham, Saxofon


»Gondwana Records Presents« ist der mittlerweile wohl traditionsreichste Konzertabend des Labels, den es jedes Jahr gemeinsam mit der Konzertdirektion Palme kuratiert und zu dem jedes Mal drei der fesselndsten Künstler:innen aus dem Label-Programm eingeladen sind. 2026 findet bereits die fünfte Ausgabe der Werkschau statt. Headliner ist eines der langjährigsten Mitglieder der Gondwana-Familie ist: der Saxofonist, Flötist und Komponist Chip Wickham. Mit dabei sind auch die verträumten Klänge der Kanadierin Ambre Ciel, die ein spezielles Set mit Streichern spielt, und spiritueller Jazz vom Ensemble Ancient Infinity Orchestra aus Leeds.

Chip Wickham wirft einen beeindruckenden Schatten auf die britische Jazzszene. Der aus Brighton stammende Chip Wickham wurde erstmals in der britischen Breakbeat-Szene bekannt, als er mit Nightmares On Wax und Graham Massey spielte. Er hat sich mit einer Reihe wunderschön gestalteter Soloalben einen Namen gemacht, die gleichermaßen von hart swingendem Spiritual Jazz, den klassischen Klängen des britischen Jazz der 60er Jahre und den zeitgenössischeren Klängen von Künstlern wie Jazzanova, The Cinematic Orchestra und Nicola Conte geprägt sind. Chips neues Album »The Eternal Now« ist seine bisher progressivste Aufnahme und eine herzliche Ode an die Hingabe an die Kunst und die Freiheit, die sich aus dem Loslassen ergibt. Er spricht über seinen Weg, das Album zu verwirklichen.

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Konzert

Hamburg Stage Ensemble

La noche del Tango – Wenn Engel mit dem Teufel Tango tanzen

Hamburg Stage Ensemble
Arsen Zorayan, Violine
Michael Dolak, Bandoneon


Astor Piazzolla:
Las cuatro estaciones porteñas (Die vier Jahreszeiten von Buenos Aires)
Oblivion
Concierto del Ángel
Concierto del Diablo

In der Dunkelheit der Nacht erklingt der Tango Nuevo von Astor Piazzolla – voller Leidenschaft, Sehnsucht und Rebellion. Ein Engel und ein Teufel begegnen sich auf dem Parkett. Ihr Tanz ist ein Spiel der Gegensätze: sanft und fordernd, zärtlich und herausfordernd, ein ständiges Ringen zwischen Himmel und Hölle. Das Bandoneon singt von Liebe und Schmerz, während die Schritte eine Geschichte von Hingabe und Widerstand erzählen. In dieser Nacht verschmelzen Gut und Böse zu einer einzigen, atemberaubenden Melodie – la noche del Tango.

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Familienkonzert

Mischpoke / Familienkonzert

Eine Stunde Klezmer für Kids

Mischpoke
Cornelia Gottesleben, Violine
Frank Naruga, Gitarre
Maria Rothfuchs, Kontrabass
Magdalena Abrams, Klarinette
Marta Winnitzki, Klavier


Weltmusik für die ganze Familie

Eine wild tanzende Geige und eine Klarinette, die lachen und weinen kann. Ein beschwingt schlenderndes Klavier und ein Bass, der auch mal wie ein anfahrender Zug klingt. Mit ihrem unnachahmlichen Mix aus Klezmer, Jazz, Tango, Weltmusik und Klassik lädt die Hamburger Band Mischpoke Groß und Klein ein, gemeinsam handgemachte Musik zu erleben, zusammen zu klatschen, zu singen, zu tanzen und zu lauschen.

Ob kleine oder große Bühnen, ob Grundschule oder Oberstufe, ob internationale Festivals oder Berliner Philharmonie: Mischpoke begegnet jedem Publikum aufrichtig und mit Augenzwinkern. Mit ihrem energiegeladenen und hoch virtuosen Spiel entsteht dabei jedes Mal diese kollektive Energie, die Herz und Hüfte in Schwingung versetzt.

»In den Konzerten für Kinder reißt Mischpoke alle mit, da sie mit Leib und Seele auf hohem Niveau musizieren, singen, tanzen und moderieren.« – Gabriela Huslage, Leiterin des Projekts »Jedem Kind ein Instrument«

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Konzert

Mischpoke

»Tsukunft«

Mischpoke
Cornelia Gottesleben, Violine
Frank Naruga, Gitarre
Maria Rothfuchs, Kontrabass
Magdalena Abrams, Klarinette
Marta Winnitzki, Klavier


Mischpoke ist eine Hamburger Klezmerband, die sich längst ein internationales Publikum erspielt hat. Und wer die spannungsgeladene Performance dieser fünf starken Künstlerpersönlichkeiten erlebt, spürt sofort diese kollektive Live-Energie, die Herz und Hüfte in Schwingung versetzt.

Mit »Tsukunft« führt Mischpoke ihren unverwechselbaren Sound aus Klezmer, Jazz, Weltmusik und Klassik konsequent weiter – und richtet den Blick bewusst nach vorn. Traditionelles Material wird transformiert und zu einer offenen, genreübergreifenden Klangsprache weiterentwickelt, in der Virtuosität, Spielfreude und klangliche Neugier spielerisch ineinandergreifen.

Ob im kleinen Club oder in der Berliner Philharmonie: Mischpoke zieht das Publikum in einen Sog aus treibenden Rhythmen, poetischen Texten, feinen Klangfarben und entfesselter Improvisation.

Die Musik von Mischpoke wurzelt in der jüdischen Kultur – einem kulturellen Kontext, der in aktuellen Debatten immer wieder auch politisch gelesen wird. Umso wichtiger ist der Band ein musikalischer Raum, in dem Vielfalt, Kontraste und Reibung nicht als Gegensatz erscheinen, sondern als Energie: lebendig, produktiv und verbindend.

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Jazz

Till Brönner

»Italia«

Till Brönner, Trompete

Musikalische Eleganz, stilistische Raffinesse und künstlerische Vielseitigkeit – all das vereint der Jazz-Trompeter, Komponist, Produzent und Arrangeur Till Brönner. Er ist nicht nur einer der bekanntesten, sondern auch international erfolgreichsten Jazzmusiker Europas. Seine mehrfach mit Gold und Platin ausgezeichneten Alben haben sich allein in Deutschland mehr als eine Million Mal verkauft, er wurde mehrfach mit dem Echo ausgezeichnet und für einen Grammy nominiert. Mit seinem neuen Album »Italia« taucht Till Brönner tief in die 60er bis frühen 80er Jahre ein – eine Zeit, in der die italienische Musik den Sound für ganz Europa lieferte und mit ihm ein kollektives Lebensgefühl.

Der international gefeierte Jazzmusiker Till Brönner hat die musikalische Landschaft weit über Deutschland hinaus geprägt – als Brückenbauer zwischen Genres, Generationen und sogar Kontinenten. Seine immerwährende Neugier und Lust, musikalisches Neuland zu erkunden, sind Antrieb und Brennstoff für seine Kreativität. Das gilt für seine 19 Alben – und noch mehr für seine außergewöhnlichen Live-Performances, in denen sich Brönners unvergleichliches Ausnahmetalent in voller Tiefe zeigt.

Mit müheloser Virtuosität und lässiger Eleganz verbindet der charismatische Virtuose Jazz mit Mainstream, Hochkultur mit Popästhetik zu seinem ganz eigenen unverwechselbaren Sound. Brönner ist ein vielseitiges Multitalent, das experimentiert, Grenzen überschreitet und offen bleibt, ohne dabei seine Wurzeln aus den Augen zu verlieren. Und so ist Till Brönners neues Album »Italia« nicht nur eine Hommage an die italienische Popkultur der 60er bis frühen 80er Jahre, sondern zugleich eine emotionale Zeitreise in seine eigene Kindheit, die er zu großen Teilen in Rom verbrachte – ein Ort, der ihn sehr geprägt hat.

Das Album enthält viele bekannte Hits – Klassiker von Lucio Battisti, Paolo Conte und Tony Renis – aber auch Überraschungen und Raritäten italienischer Popgeschichte: Lieder großer Cantautori, ikonische Filmmusik ergänzt und abgerundet durch Brönners Eigenkompositionen. Ein Repertoire, das geradezu danach verlangt, live auf eine Bühne gebracht zu werden, weil es das Lebensgefühl einer ganz besonderen Zeit noch einmal auferstehen lässt. Eine Zeit, in der Musik die Hoffnung auf eine bessere Zukunft spiegelte und Pop zugleich leichtfüßig sein durfte, ohne dabei die Komplexität und Tiefe des Lebens auszusparen: »Italien lieferte eine Art Europa-Sound und schuf eine Atmosphäre, die für eine ganze Generation wegweisend war«, erklärt Brönner.

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Konzert

Johann Christian Bach: Amadis de Gaule

Internationales Bachfest Hamburg

CPE.Bach.Chor.Hamburg
B’Rock Orchestra
Lenneke Ruiten, Oriane
Julia Sophie Wagner, Arcabonne
Ilker Arcayürek, Amadis
Krešimir Stražanac, Arcalaus
Leitung: Hansjörg Albrecht


Johann Christian Bach: Amadis de Gaule, W. G39

Wege zu Mozart & Gefährliche Liebschaften

Was geschieht, wenn sich Hass, Missgunst und Eifersucht in die Liebe zweier Menschen mischen? Wenn die lichte Seite im Menschen auch eine dunkle in sich trägt? Die Oper beginnt auf der Kehrseite der Liebe, auf der Seite des Bösen und mit der Verwirrung der üblichen Ordnung. Die böse Zauberin Arcabonne gesteht ihre Scham, ein für sie unvertrautes Gefühl zu empfinden: die Liebe für den Ritter Amadis, der ihren Bruder ermordet hat. Nun entspinnt sich ein Psychogramm vierer Figuren in zwei Paaren: dem bösen Geschwisterpaar Arcalaus und Arcabonne auf der einen und der Prinzessin Oriane und Ritter Amadis auf der anderen Seite.

Gefangen zwischen ihrem Tötungstrieb und dem Begehren sät Arcabonne angestachelt durch ihren Bruder Arcalaus zwischen die beiden Liebenden Unfrieden, Zwietracht und Misstrauen und bewirkt die Entzweiung der beiden. Oriane wendet sich im Fortgang von ihrem Geliebten Amadis ab, weil sie ihn enttäuscht der Untreue bezichtigt. Amadis hingegen fühlt sich unverstanden und zurückgewiesen.

Die Handlung ist einfach, ein klassischer Ritterroman, mit Drachen, Zauberern, Rittern und einer befreiten Prinzessin. Aber die wahre Handlung ist bei Johann Christian Bach nicht die sichtbare. Es ist die fortschreitende Veränderung der beiden Personen Amadis und Oriane, deren innere Wandlung zum eigentlichen Sujet der Oper wird. In Prüfungen, wie in der Zauberflöte, wohnt der Zuschauer der Entwicklung eines idealen Mittlerpaares bei.

Warum aber fiel die leichtfüßige Oper – wie ein frischer, früher Mozart klingend – bei ihrer Uraufführung in Paris durch? War die Zeit noch nicht reif für eine solche Musik, war es die Unentschiedenheit zwischen italienischer und französischer Operntradition oder war es der Rückgriff auf ein traditionelles Sujet? Die Oper »Amadis de Gaule« des jüngsten Sohnes von Johann Sebastian Bach, der wie Händel in London Karriere machte und als Komponist und Konzertveranstalter das Publikum in seinen Bann zog, legt den Finger in die Wunde des Pariser Opernpublikums im vorrevolutionären Jahr 1779: Es ist die Kritik an Wollust und Gier, an Hass und Missgunst, an Oberflächlichkeit und Heuchelei, die hier vor Augen geführt wird und für die der Opernbetrieb Sinnbild ist. Es ist eine der ersten aufklärerischen Opern für ein bürgerliches Publikum, die Oper aber war im Jahr 1779 noch ein Forum des Adels. So werden denn auch, als zehn Jahre später die Revolution losbricht, die Opernhäuser symbolhaft durch das revoltierende Volk geschlossen.

Die Liebe hingegen, die die böse Zauberin empfindet, trägt den Tod in sich. Und so stirbt, weil sie Amadis nicht lieben und nicht töten kann, die Zauberin Arcabonne den ersten Liebestod in der Geschichte der Oper. Am Ende aber siegt das Erhabene, die göttliche, reine Liebe der beiden Protagonisten Oriane und Amadis. Sind es aber wirklich zwei Paare gewesen oder doch eher ein einziges Paar in zwei Bildern?


Einführung mit Michael Maul
19:00 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal

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Konzert

Orchester Wiener Akademie / Johanna Falkinger / Martin Haselböck

Orchester Wiener Akademie
Johanna Falkinger, Sopran
Dirigent: Martin Haselböck


Georg Philipp Telemann: Konzert für drei Trompeten, Pauken und Orchester
Heinrich Ignaz Franz Biber: Battalia à 10
Johann Sebastian Bach:
Jauchzet Gott in allen Landen / Kantate BWV 51
Konzert d-Moll BWV 1060 / Rekonstruktion der ursprünglichen Fassung für Violine, Oboe und Streicher
Orchestersuite Nr. 3 D-Dur BWV 1068

Das Orchester Wiener Akademie zählt zu den bedeutendsten Orchestern Österreichs. Weltweit wird das traditionsreiche Orchester mit seinem Gründer Martin Haselböck als eines der besten Orchester für Originalklang gefeiert. Von Wien aus, wo sie im legendären Goldenen Saal des Wiener Musikvereins einen Konzertzyklus gestalten, tragen sie die originalen Klänge in die weite Welt hinaus – wie nach New York, Chicago, Madrid, Tokyo, Tel Aviv, Buenos Aires und Santiago de Chile.

In 2026 präsentiert das Wiener Spitzenorchester in der Elbphilharmonie ein mitreißendes Barock-Programm mit Werken von Bach, Biber und Telemann. Solistischer Höhepunkt des Abends ist die aufstrebende Sopranistin Johanna Falkinger, die bereits bei den Salzburger Festspielen, in der Philharmonie de Paris und im Wiener Musikverein debütierte. Bei ihrem mit Spannung erwarteten Elbphilharmonie-Debüt ist die junge Solistin nun mit der beliebten Kantate »Jauchzet Gott in allen Landen« von Bach zu erleben.

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Klavierkonzert

Alexander Krichel, Klavier

Alexander Krichel, Klavier

Franz Schubert: Sonate A-Dur D 664
Felix Mendelssohn Bartholdy: Variations sérieuses op. 54
Sergej Rachmaninow: Variationen über ein Thema von Corelli op. 42
Sergej Prokofjew: Sonate Nr. 7 B-Dur op. 83

Alexander Krichel, auf den großen internationalen Bühnen verankert, gehört zu jenen Pianisten, die ein Publikum nicht nur musikalisch, sondern auch erzählerisch mitnehmen. Seine moderierten Konzerte haben längst Kultstatus: kleine musikalische Reisen, bei denen erfahrene Klassik-Kenner ebenso auf ihre Kosten kommen wie neugierige Neulinge. Krichel gilt als Künstler mit klarer Haltung, feinstem Klanginstinkt und einer seltenen Verbindung aus analytischer Tiefe und poetischem, leidenschaftlichen Herzen. Die Presse urteilt entsprechend: NDR Kultur spricht von der idealen Balance »zwischen Intellekt und Gefühl, Kopf und Herz«, die FAZ lobt seinen »persönlichen, singenden, nachdenklichen Ton.« Sein für diesen Abend konzipiertes Programm führt durch zwei Welten, die Krichel wie kaum ein anderer verbindet: Die strahlende, perlende kleine A-Dur-Sonate von Schubert und Mendelssohns »Variations sérieuses« leuchten die deutsche Romantik aus, ehe nach der Pause Rachmaninoffs Corelli-Variationen den Weg in die russische Tradition weisen. Den Schluss bildet Prokofjews eruptive siebte Sonate – ein Finale, das kaum atemloser und halsbrecherischer sein könnte.

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Jugendprogramm

HipHop Academy & Ensemble Resonanz

»Masters of Ceremony«

Ensemble Resonanz
Barbara Bultmann, Violine
Corinna Guthmann, Violine
Skaiste Diksaityte, Violine
Tom Glöckner, Violine
Tim-Erik Winzer, Viola
Maresi Stumpf, Viola
Saskia Ogilvie, Violoncello
Saerom Park, Violoncello
John Eckhardt, Kontrabass
HipHop Academy Hamburg
Franklyn (Slunch) Kakyire, Hip Hop Tanz
Andy Calypso, Hip Hop Tanz
Jenny Love, Hip Hop Tanz
Marco (Mallekid) Baaden, Breaking
Merve (Mer-C) Can, Breaking
Grace (Gege) Owusu, Gesang
Sebastian (Sebó) Bosum, Rap
Amir (Amir 107) Dacic, Rap
Marlene Schleicher, Regie
Professor Niels (Storm) Robitzky, Choreografie
Tobias Schwencke, Komposition
George Brenner, Producing
Thorben Schumüller, Bühne, Kostüm
Charlotte Beinhauer, Dramaturgie
Tim Dollmann, Music Advisory Hip Hop


Ein szenischers Konzert mit Hip Hop und Musik von Igor Strawinsky (»Apollon musagètes«), George Brenner und Tobias Schwencke

Streicherensemble trifft Hip-Hop-Crew: Ausgehend von Igor Strawinskys Ballett »Apollon musagète« entwickeln die Musiker:innen des Ensemble Resonanz mit Profis der HipHop Academy in Hamburg Billstedt das neue, genreübergreifende Stück »Masters of Ceremony«. Zusammen fragen sie, was das 1928 uraufgeführte Ballett, in dem der Gott Apollon mit drei Musen tanzt, heute mit uns zu tun hat und erschaffen aus dem Original neue Musik. Aus dem Zusammenspiel von Breakdance, Rap und Streichermusik entsteht so eine außergewöhnliche Produktion, die mit einem Bühnenbild und Visuals im Großen Saal in Szene gesetzt wird.

11 Uhr: Klasse 7–13
18 Uhr: Jugendkonzert ab 14 Jahren

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Konzert

CPE Bach Orchester Hamburg / Albrecht Mayer / Hansjörg Albrecht

Internationales Bachfest 2026

CPE Bach Orchester Hamburg
Albrecht Mayer, Oboe
Leitung: Hansjörg Albrecht


Carl Philipp Emanuel Bach: Zwei Oboenkonzerte
Carl Philipp Emanuel Bach: Vier Orchester-Sinfonien mit zwölf obligaten Stimmen Wq 183

Mitte des 18. Jahrhunderts: Das Berliner Publikum konnte gar nicht genug von den Konzerten des Hofcembalisten Friedrichs II. bekommen, so fasziniert war es von CPE Bach, einem der ersten »Originalgenies« der Musikgeschichte. Für die Solisten gilt es, die vielfältigen Facetten seiner raffiniert ausgearbeiteten und damals neuartigen Tonsprache geschickt zu meistern: Eine Herausforderung, die der Weltstar Albrecht Mayer mit Bravour besteht, wenn er von den großartigen MusikerInnen des neu ins Leben gerufenen und der historisch informierten Aufführungspraxis verpflichteten CPE Bach Orchesters Hamburg in dessen Debut-Konzert kongenial begleitet wird.

Neben einem Original-Oboenkonzert von CPE Bach steht auch eine Bearbeitung in Form eines neu entstandenen Oboenkonzertes des Berliner & Hamburger Bach auf dem Programm. Den Rahmen für die beiden Solokonzerte bilden die vier großen Hamburger Sinfonien (Wq 183) Carl Philipp Emanuel Bachs. Nach den 6 Streichersinfonien Wq. 182, die der Diplomat Gottfried van Swieten 1773 bei Bach in Hamburg in Auftrag gegeben hatte - mit der ausdrücklichen Maßgabe, dass sich dieser »ganz gehen ließ, ohne auf die Schwierigkeiten Rücksicht zu nehmen, die daraus für die Ausübung nothwendig entstehen« – stellte sich Bach mit seinen vier Orchestersinfonien Wq. 183 nicht nur der Herausforderung, Sinfonien für ein aus Streichern und Bläsern zusammengesetztes Orchester zu schreiben, vielmehr waren seine Kompositionen mit ihren höchst emotionalen Erregungs- und Entspannungszuständen richtungsweisend was den Einsatz von Klangfarbe, Lautstärke und Harmonik als zentrale musikalische Gestaltungselemente anbelangte.

Bachs vier große Hamburger Sinfonien sind ein Gefühlsfeuerwerk: Spannungsvoll, tieftraurig sowie überbordend fröhlich und mitreißend. Das Publikum erwartet eine fulminante musikalische Reise von Berlin nach Hamburg und ein Konzert der Extreme – dargeboten von einem der weltweit führenden Oboisten, dem neu gegründeten CPE Bach Orchester Hamburg sowie dem Bach-Spezialisten Hansjörg Albrecht.

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Konzert

Quatuor Arod

Quatuor Arod
Jordan Victoria, Violine
Alexandre Vu, Violine
Tanguy Parisot, Viola
Jérémy Garbarg, Violoncello


Joseph Haydn: Streichquartett B-Dur op. 76/4 »Sonnenaufgang«
Béla Bartók: Streichquartett Nr. 5 Sz 102
Piotr I. Tschaikowsky: Streichquartett Nr. 1 D-Dur op. 11

Was Tolstoi zu Tränen rührte

Ein erster Preis beim ARD-Musikwettbewerb brachte schon so manche Karriere ins Rollen – so auch beim Quatuor Arod, das nach seinem Sieg 2016 international durchstartete und 2019 als »Rising Star« in der Elbphilharmonie debütierte. Der Bayerische Rundfunk schreibt: »Dieses Streichquartett spielt technisch auf überragendem Niveau – in einer Liga mit den allerbesten.« Ob dazu wohl ein Faible für Bach-Choräle beiträgt? Bereits 36 Videos mit den kurzen barocken Stücken, mal als Zugabe und mal als Ritual zu Probenbeginn, haben die vier Franzosen veröffentlicht.

In der Elbphilharmonie präsentieren sie nicht nur Musik vom Quartett-Urvater Haydn, sondern auch von Tschaikowsky, der damit den Autor von »Krieg und Frieden« zum Weinen gebracht haben soll. Der Zweite Satz zitiert wunderschön ein ukrainisches Volkslied, das über eine unerwiderte Liebe sinniert. Dass Leo Tolstoi im Konzert die Tränen kamen, hatte Tschaikowsky eine gehörige Portion Selbstvertrauen verliehen und ihn inspiriert, den Satz für Solo-Cello und Streichorchester zu arrangieren – in dieser Version ist das Andante cantabile heute bekannter als das Original.

Zuvor erklingt das »Sonnenaufgangs-Quartett« von Joseph Haydn, das die typische lässige Eleganz seiner späten Streichquartette ausstrahlt. Mit Béla Bartók beweist das Quatuor Arod schließlich, dass es sich stilistisch in allen Epochen wohlfühlt – auch die energischen Rhythmen, die Bartók in der bulgarischen Volksmusik fand, liegen den vier Musikern.

Einführung mit Marvin Deitz
18:30 Uhr / Elbphilharmonie, Kleiner Saal

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Konzert

Klangzeit

für Menschen mit und ohne Demenz

Ensemble Resonanz
Gregor Dierck, David Schlage, Franziska Stolz, Constantin Zill, Konzept


»Die Spieluhr«
Werke von Gioachino Rossini, Camille Saint-Saëns und Claudio Monteverdi
Piotr I. Tschaikowsky: Der Nussknacker
Gioachino Rossini: Sonate a Quattro Nr. 3
Biagio Marini: Sonata sopra »la Monica« / Arr. Gregor Dierck
Dionisio Aguado: Estudio Nr. 3
Erich Wolfgang Korngold: Streichquartett Nr. 2 Es-Dur op. 26
Philip Glass: Streichquartett Nr. 3 »Mishima«
Reinhold Moritzewitsch Glière: Huit Morceaux op. 39
Wiegenlied aus Ostafrika: Lala mtoto lala
Claudio Monteverdi: L’incoronazione di Poppea / Dramma in musica in Prolog und drei Akten
Dario Castello: Sonata X à 4 »In ecco«
Volkslied: Es klappert die Mühle am rauschenden Bach
John Rutter: Suite for Strings
Dmitri Schostakowitsch: Fünf Stücke für zwei Violinen und Klavier / Bearb. Benedict Ziervogel
Reinhold Moritzewitsch Glière: Huit Morceaux op. 39
Lied: Tulpen aus Amsterdam / Bearbeitung von Gregor Dierck und David Schlage
Camille Saint-Saëns: Le cygne (Der Schwan) / aus: Le carnaval des animaux (Der Karneval der Tiere)

Musik hören und Mitsingen

Live-Musik zu hören ist ein wunderbares Erlebnis. Bei den »Klangzeit«-Konzerten kann man die Augen schließen und für einen Moment dem Alltag entfliehen. In den kurzweiligen, etwa einstündigen Konzerten mit den Streichern des Ensemble Resonanz kann man in entspannter Atmosphäre zuhören, sich äußern, bekannte Lieder mitsingen und sich frei bewegen. Hier dürfen alle sein, wie sie sind. Damit eignet sich das Format besonders auch für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen. Die Spielorte sind alle barrierefrei.

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Kurs

Workshop: Klassiko Orchesterinstrumente

für Familien mit Kindern ab 6 Jahren

Vielfalt der Orchesterinstrumente

Einmal quer durch das klassische Sinfonieorchester geht es in diesem Workshop. Ob Geige, Cello und Kontrabass, Trompete oder Flöte: Verschiedene Streich-, Blas- und Schlaginstrumente können hier ausprobiert werden. Und sowohl für die Kleinsten als auch die Erwachsenen gibt es Instrumente in den passenden Größen. Dass diese miteinander harmonieren, zeigt sich beim gemeinsamen Musizieren zum Abschluss.

Bitte beachten Sie: Dieses Angebot richtet sich an Familien mit Kindern ab 6 Jahren. Kinder dürfen nur in Begleitung einer erwachsenen Bezugsperson mit Ticket teilnehmen.

Kinder unter 6 Jahren können an diesem Workshop nicht teilnehmen. Bitte weichen Sie daher ggf. auf den Workshop für Kinder ab 4 Jahren aus.

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Familienprogramm

Workshop: Kosmos Klang

für Familien mit Kindern ab 6 Jahren

Musik kann man nicht nur mit den Ohren hören – man kann sie auch intensiv mit dem ganzen Körper und allen Sinnen erleben. Im Workshop »Kosmos Klang« stehen hierfür viele besondere Instrumente wie Klangstühle und Wasserspringschalen bereit. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfahren die entspannende Wirkung der erzeugten Schwingungen und machen Klänge sogar sichtbar.

Bitte beachten Sie: Dieses Angebot richtet sich an Familien mit Kindern ab 6 Jahren. Kinder dürfen nur in Begleitung einer erwachsenen Bezugsperson mit Ticket teilnehmen.

Kinder unter 6 Jahren können an diesem Workshop nicht teilnehmen.

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Konzert

Gustav Frielinghaus / Jaan Ots

»Frühlingsklänge – Erwachen und Vergehen«

Gustav Frielinghaus, Violine
Jaan Ots, Klavier


Ludwig van Beethoven: Sonate für Violine und Klavier F-Dur op. 24 »Frühlingssonate«
Joachim Schweppe: Zweite Violinsonate
Johannes Brahms: Sonate für Violine und Klavier d-Moll op. 108

Mit dem Programm »Frühlingsklänge – Erwachen und Vergehen« spannen Gustav Frielinghaus und Jaan Ots einen musikalischen Bogen vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts – von zartem Aufbruch bis zu reifer Leidenschaft.

Ludwig van Beethovens berühmte »Frühlingssonate« F-Dur eröffnet den Abend mit ihrer heiteren, lichtdurchfluteten Klangsprache – ein Werk voller Energie, Optimismus und poetischer Frische. Es folgt die Zweite Violinsonate von Joachim Schweppe (1954), ein selten gespieltes Stück, das die lyrische Seite der Nachkriegsmoderne zeigt und sanft den Dialog zwischen Tradition und Erneuerung sucht. Den Abschluss bildet Johannes Brahms’ Sonate d-Moll, deren kraftvolle Emotionen und tief empfundene Melodik in eindrucksvoller Intensität die Themen des Erwachens und Vergehens beschließen.

So entsteht ein Abend, der den Frühling nicht nur als Jahreszeit, sondern als Symbol des Lebens in all seinen Wandlungen musikalisch erlebbar macht – ein Spiel zwischen Licht und Schatten, Aufbruch und Vollendung.

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Jazz

Omer Klein & The Poetics

Tineke Postma, saxophone
Omri Abramov, saxophone, flute
Omer Klein, piano
Haggai Cohen-Milo, bass
Tupac Mantilla, percussion
Amir Bresler, drums


Mit doppeltem Einsatz

Wenn die Musik des 1982 in Israel geborenen Jazzpianisten Omer Klein als »grenzenlos« (New York Times) bezeichnet wird, dann ist dies durchaus wörtlich gemeint: Klein komponiert für Soloklavier und Bigband, für Jazztrio und Orchester, für Theater, Tanz und Film. Mit dem Omer Klein Trio sorgte er in den letzten Jahren in Hamburg regelmäßig für Begeisterung. Jetzt verdoppelt er den Einsatz – und kehrt mit seinem neu gegründeten Sextett, The Poetics, mit zwei Saxofonen und Percussion in den Großen Saal zurück.

Die Basis des neuen Sextetts bilden seine langjährigen Trio-Kollegen: Bassist Haggai Cohen-Milo und Drummer Amir Bresler, die er beide schon seit der Schulzeit kennt. Mit ihnen schuf er seine unverwechselbare Musik, die von so vielen Stilen geprägt ist – von traditioneller jüdischer Musik ebenso wie von zeitgenössischem Jazz und Klassik – und die mit vielen Preisen prämiert wurde.

The Poetics, die erstmals im Frühjahr 2025 bei Kleins Residenz in der Alten Oper Frankfurt auf die Bühne trat, führt die Musik nun in neue Klangwelten. Die ansteckenden Grooves und einprägsamen Melodien, die Kleins Musik seit jeher auszeichnen, bleiben jedoch bestehen. Und auch seine Liebe zur Musik Brasiliens und Afrikas spiegelt sich in den neuen Kompositionen.

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Konzert

Simeon-Orchester / Liv Migdal / Vilmantas Kaliunas

Simeon-Orchester
Liv Migdal, Violine
Dirigent: Vilmantas Kaliunas


Max Bruch: Schottische Fantasie für Violine und Orchester op. 46
Felix Mendelssohn Bartholdy: Sinfonie Nr. 3 a-Moll op. 56 »Schottische«

Max Bruchs »Schottische Fantasie« und Felix Mendelssohns Dritte Sinfonie, auch bekannt als die »Schottische«, sind beide tief in der Musik und Kultur des Landes verwurzelt. An diesem schottischen Abend spielt das Simeon Orchester aus Hamburg unter der Leitung von Vilmantas Kaliunas.

Mendelssohns Dritte Sinfonie ist eine viersätzige Sinfonie in a-Moll, die die Eindrücke des Komponisten von Schottland während seine Reise 1829 widerspiegelt. Die düstere Natur des Landes zog Mendelssohn unmittelbar an. Mendelssohn verwendet in seiner Sinfonie keine direkten Zitate schottischer Melodien, sondern schafft eine musikalische Landschaft, die die Natur Schottlands widerspiegelt.

Im Gegensatz dazu ist Bruchs »Schottische Fantasie« aus dem Jahr1880 ein Konzertstück für Violine und Orchester, das direkt auf schottischen Melodien und Volksliedern basiert. Während Mendelssohns Werk eher eine sinfonische Dichtung ist, die die Landschaft und die Stimmung Schottlands einfängt, ist Bruchs Werk ein virtuos gestaltetes Konzertstück, das die technischen Fähigkeiten des Solisten hervorhebt und gleichzeitig die Schönheit der schottischen Melodien zur Geltung bringt. Die großartige Violinistin Liv Migdal ist hier ganz in ihrem Element.

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Konzert

Asya Fateyeva / Aris Quartett

Asya Fateyeva, Saxofon
Aris Quartett:
Anna Katharina Wildermuth, Violine
Noémi Zipperling, Violine
Caspar Vinzens, Viola
Lukas Sieber, Violoncello


Daniel Schnyder: Werke für Saxofon und Streichquartett
Dmitri Schostakowitsch: 24 Präludien op. 34 (Auswahl)
Anders Koppel: Quintett für Mezzosopransaxofon und Streichquartett

Eine »Lange Nacht des Streichquartetts« hat sie zusammengeführt: die großartige, allerorten gefeierte Saxofonistin Asya Fateyeva und das ebenso fulminant in die Konzertwelt gestartete Aris Quartett haben sogleich eine besondere künstlerische Anziehung gespürt und prompt gemeinsame Pläne geschmiedet. Ihr Quintett-Debüt feiern sie nun bei den Hamburger Kammermusikfreunden in der Elbphilharmonie und bereiten dafür ein hochspannendes Programm mit deutlich jazzigem Einschlag vor.

Herausragende Kompositionen für Saxofon und Streichquartett von dem in der New Yorker Musik-Szene etablierten Daniel Schnyder sowie dem in Kopenhagen lebenden Anders Koppel bringen eine berauschende Fusion klassischer Formen und jazziger Inhalte. Und Arrangements von Werken von Dmitri Schostakowitsch zeigen, dass auch der russische Meister eine große Verehrung für den Jazz entwickelte.

Künstlergespräch:
18:45 Uhr / Elbphilharmonie, Kleiner Saal

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Konzert

Sona Jobarteh

Around the World

Sona Jobarteh, kora
Eric Appapoulay, vocals, guitar
Andi McLean, bass guitar
Sidiki Jobarteh, balafon
Anselm Netto, percussion
Yuval Wetzler, drums


Alte Traditionen, erfrischt und aufgepeppt

In der afrikanischen Musik ist sie das Gesicht der Emanzipation schlechthin: Im Alleingang hat Sona Jobarteh eine reine Männerdomäne, das Spiel auf der Stegharfe Kora, für die Frauen erobert – und eine jahrhundertealte Musik gleichzeitig mit Zukunftsvisionen aufgepeppt.

Aufgewachsen in England, verwurzelt in Gambia: Mit ihrem zweifachen kulturellen Hintergrund pflegt Jobarteh eine frische Sichtweise auf die 800 Jahre alte Kultur des Mande-Reichs. Seit damals wirkte der Klan der Jobartehs als Geschichtenerzähler und Preissänger, aber auch als Mahner am Königshof. Die 21-saitige Stegharfe Kora spielten nur männliche Vertreter. Doch dann kam sie: »Ich wollte meinem Herzen folgen, nicht einfach in die herkömmlichen Schemata hineinpassen«, betont Sona Jobarteh.

Ihr Programm ist ein atemberaubender Schaukasten dafür: Perfekte, dichte Arrangements, seelenvoller Sologesang, perkussives Flechtwerk, sowie Soloarbeit auf der Kora und dem Balafon (eine Xylofon-Art) prägen die Stücke. Packender Afro-Pop vermählt sich mit den Sounds der Savanne und bluesigen Einschüben – umgesetzt mit einer Band, die ihren Sohn Sidiki umfasst sowie den Gitarristen Eric Appapoulay, der schon für Neneh Cherry und Yusuf Islam gewirkt hat. »Die Tradition muss sich entwickeln, mit der Menschheit weiterwachsen«, sagt Jobarteh. »Dass ich heute als Frau die Kora spiele, ist absolut notwendig, damit das Instrument in unserer modernen Gesellschaft noch Relevanz hat.« Ein musikalischer Quantensprung der selbstbestimmten afrikanischen Weiblichkeit.

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Konzert

Blind Date

Überraschungskonzert in der Elbphilharmonie

Ob jazzige Live-Improvisation, klassische Musik oder Folk – beim Blind Date in der Elbphilharmonie ist alles möglich! Sicher ist nur: Es wird unterhaltsam, spannend und sicherlich ein unvergesslicher Abend, nicht zuletzt durch den gemeinsamen Austausch von Publikum und Künstler:innen an der Bar, wofür ein Freigetränk bereitsteht.

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Konzert

The Knights / Martynas Levickis

The Knights
Martynas Levickis, Akkordeon
Leitung: Eric Jacobsen


Caroline Shaw: Entr’acte
George Gershwin: Rhapsody in Blue / Bearbeitung für Akkordeon und Orchester
Aaron Copland: Appalachian Spring / Suite für Orchester
Martynas Levickis: Lithuanian Folk Songs

Mitreißende Spielfreude

Akkordeonstar Martynas Levickis reist einmal quer über den Atlantik und wieder zurück nach Europa. Mit Philip Glass und Aaron Copland verbinden ihn die litauischen Wurzeln, mit George Gerswhin die Faszination für den Jazz. Für die musikalische Reise nach Nordamerika stehen ihm mit dem New Yorker Ensemble The Knights rund um die Brüder Colin und Eric Jacobsen die denkbar besten Partner zur Seite: Spiel- und experimentierfreudig lieben sie es, genau wie Martynas Levickis Klassik mit Folk- und Jazz-Elementen zu mischen und spannungsgeladene Programme zu gestalten. Im Zentrum steht Gershwins Rhapsody in Blue, die als eins der ersten Werke den Jazz konzertsaalfähig machte. Heute ein absoluter Klassiker!

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Klavierkonzert

Rafał Blechacz, Klavier

»Pianomania« – Mazurken und andere Tänze von Frédéric Chopin

Rafał Blechacz, Klavier

Frédéric Chopin:
Deux Polonaises op. 40
Quatre Mazurkas op. 41
Trois Mazurkas op. 63
Trois Valses op. 64
Quatre Mazurken op. 24
Trois Mazurkas op. 50
Polonaise As-Dur op. 53

Chopins Erbe

Mit keinem anderen Komponisten ist die Mazurka so eng verbunden, wie mit Frédéric Chopin. Im Alter von 15 Jahren schrieb er seine erste Mazurka, fast 60 weitere sollten im Laufe seines Lebens folgen. In ihnen drückte Chopin sein Heimatgefühl und seinen Nationalstolz aus, seine Sehnsucht nach Polen und seiner Familie. Zugleich überführte er den Tanz in die Kunstmusik. Mit dem Chopin-Wettbewerb-Gewinner von 2005, Rafał Blechacz, konnte zum Abschluss von »Pianomania« der denkbar beste Interpret für dieses Repertoire gewonnen werden.

Der polnische Pianist gilt seit jeher als absoluter Spezialist für die Musik seines Landsmannes Chopin, die er mehrfach auch auf CD aufgenommen hat. Als Blechacz den Chopin-Wettbewerb gewann – als erst zweiter Pole nach Krystian Zimerman – wurde zum ersten Mal in der Geschichte des Wettbewerbs kein Zweiter Preis vergeben, um den Abstand zu seinen Konkurrenten deutlich zu machen. In Hamburg verbindet er nun ausgewählte Mazurken Chopins mit Walzern und Polonaisen des Komponisten.

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Konzert

Orchestre Philharmonique de Radio France / Carolin Widmann / Jörg Widmann

Orchestre Philharmonique de Radio France
Carolin Widmann, Violine
Dirigent: Jörg Widmann


Ludwig van Beethoven: Konzert für Violine und Orchester C-Dur WoO 5 (Fragment)
Jörg Widmann:
Étude Nr. 2 / aus: Études
Étude Nr. 3 / aus: Études
Con brio / Konzertouvertüre für Orchester
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 7 A-Dur op. 92

Übermütige Orchesterfurore

Heiter, schwungvoll, tänzerisch – in kaum einem anderen Werk zeigt sich Ludwig van Beethoven so ausgelassen wie in seiner Siebten Sinfonie. Sie sprüht nur so vor überraschenden Einfällen, gut gelaunten Melodien und mitreißenden Rhythmen. Auch klanglich lässt das Orchester mit beinahe übermütig schmetternden Hörner und tönenden Pauken nichts zu wünschen übrig. Für den Dirigenten und Komponisten Jörg Widmann ist die Siebte daher jedes Mal ein besonderes Ereignis: »Beethoven entfesselt hier einen Furor, der uns noch heute durch Mark und Bein geht«, staunt er.

Ohne sie seien auch seine Geigen-Etüden nicht entstanden, sagt Widmann – am Küchentisch haben die beiden allerlei Details über die Geige ausgetauscht und die spieltechnischen Möglichkeiten des Instruments ausgelotet. Widmanns Orchesterstück »Con Brio«, das Elemente aus der Siebten und Achten Sinfonie Beethovens zu einer Art Meta-Komposition vereint, stimmt sodann auf das große Finale in der zweiten Hälfte ein.

Einführung mit Oliver Wille
19:00 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal

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Kinderkonzert

Funkelkonzert XS / Elfi-Babykonzert

Babykonzert: 0–1 Jahr

Ensemble Resonanz
Ulla Kulenkamp, Ausstattung, Kostüm
Gregor Dierck, David Schlage, Franziska Stolz, Constantin Zill, Konzept


Konzerte für Schwangere und Eltern mit Babys bis 1 Jahr
»Die Spieluhr«
Werke von Gioachino Rossini, Camille Saint-Saëns und Claudio Monteverdi
Piotr I. Tschaikowsky: Danse de la Fée-Dragée (Tanz der Zuckerfee) / aus dem Ballett »Der Nussknacker« op. 71
Gioachino Rossini: Sonata a Quattro Nr. 3
Karl Karow: Uhrenkanon
Erich Wolfgang Korngold: Streichquartett Nr. 2 Es-Dur op. 26
Philip Glass: Streichquartett Nr. 3 »Mishima«
Reinhold Moritzewitsch Glière: Canzonetta / aus: Huit Morceaux op. 39
Wiegenlied aus Ostafrika: Lala mtoto lala
Claudio Monteverdi: L’incoronazione di Poppea / Dramma in musica in Prolog und drei Akten
Benjamin Britten: Simple Symphony op. 4
Gregor Dierck: Concertino für Klangbäume und Streicher
Trad.: Es klappert die Mühle am rauschenden Bach
Dmitri Schostakowitsch: Fünf Stücke für zwei Violinen und Klavier
Joe Raposo: If You’re Happy and You Know It
Juan García Esquivel: Mini Skirt
Camille Saint-Saëns: Le cygne (Der Schwan) / aus: Le carnaval des animaux (Der Karneval der Tiere)

Konzert für die Kleinsten

Auf runden Krabbeldecken können es sich Eltern mit Babys bis ein Jahr und Schwangere gemütlich machen und den Streicherklängen des Ensemble Resonanz lauschen. Bekannte Melodien laden zwischendurch zum Mitsingen ein. Kinderwagenstellplätze und Wickelkommoden sind sowohl in den Stadtteilen als auch in der Elbphilharmonie vorhanden.

Bitte beachten Sie: Für die Elfi-Babykonzerte benötigt jeder Konzertgast ein eigenes Ticket – auch die Babys.

Die Funkelkonzerte bringen die beliebtesten Produktionen für Kinder aus ganz Europa nach Hamburg – mit wunderbarer Musik, erstklassigen Künstlern und liebevollen Inszenierungen. Alle Konzerte sind mit einer Altersempfehlung versehen: von XS bis XL, von den beliebten Elfi-Babykonzerten bis hin zu starken Konzerten für Jugendliche.

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Jazz

Amaro Freitas Trio

FAST LANE – Junge Spitzenmusiker:innen auf der Überholspur

Amaro Freitas Trio
Amaro Freitas, piano
Sidiel Vieira, double bass
Rodrigo Braz, drums


The Percussion Pianist

Amaro Freitas beschreibt sich selbst in einem Interview als »Percussion Pianist« und tatsächlich gewinnt er dem Klavier in seinen flirrenden brasilianischen Jazzkompositionen Trommel-Qualitäten ab. Und noch so viel mehr! Zwei Themen liegen Freitas besonders am Herzen: Die Bewahrung der einzigartigen Natur seiner Heimat Brasilien und die »Dekolonialisierung des Jazz«, wie er seine musikalischen Reisen in die indigenen Musikkulturen Brasiliens und Afrikas nennt.

Für sein letztes Album »Y’Y« verbrachte Freitas einige Monate im Amazonas-Dschungel – und lässt mit Klavier, Percussion und Elektronik Vögel singen und die berühmten rosa Flussdelfine sprechen. Für die B-Seite der Platte – der Pianist geht tatsächlich von der klassischen Vinyl-LP aus – hat er sich die spannendsten jungen Köpfe der globalen Schwarzen Jazzkultur an seine Seite geholt, darunter die New Yorker Harfenistin Brandee Younger, den kubanischen Bassisten Aniel Someillan oder den Saxofonisten Shabaka Hutchings aus London.

Mit seinen Triokollegen löst der Tastenvirtuose in Hamburg ein, was die New York Times über ihn schreibt: »Freitas lässt die Tasten tanzen und klappern, als ob die Noten aneinander abprallen und dabei Energie und Schwung aus dem Schwarm um sie herum aufnehmen würden.«

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Konzert

Wiener Johann Strauss Orchester / Johannes Wildner

Werke der Strauss-Dynastie

Wiener Johann Strauss Orchester
Dirigent: Johannes Wildner


Johann Strauß (Sohn): Ouvertüre zu »Die Fledermaus«
Eduard Strauss: Unter der Enns / Polka schnell op. 121
Johann Strauß (Sohn): Nordseebilder / Walzer op. 390
Josef Strauß: Die Libelle / Polka-mazurka op. 204
Johann Strauß (Sohn):
An der Elbe / Walzer op. 477
Vom Donaustrande / Polka schnell op. 356
Wiener Blut / Walzer op. 354
Ouvertüre zu »Eine Nacht in Venedig«
Leichtes Blut / Polka schnell op. 319
Josef Strauß:
Aquarellen / Walzer op. 258
Moulinet / Polka française op. 57
Johann Strauß (Sohn):
Orpheus-Quadrille op. 236
Im Krapfenwaldl / Polka française op. 336
An der schönen blauen Donau / Walzer op. 314

Das einzigartige Wiener Johann Strauss Orchester setzt seit 1966 das künstlerische Erbe der legendären Wiener Strauss-Kapelle fort, nachdem diese von Eduard Strauss I. im Jahr 1901 in New York aufgelöst worden war. Der Enkel und letzte Profi-Musiker der Strauss-Dynastie Eduard Strauss II. küsste mit der Gründung des Wiener Johann Strauss Orchester den Gedanken der familieneigenen Kapelle wieder wach. Seither gastiert das Orchester auf der ganzen Welt und präsentiert dabei die Werke der Strauss-Dynastie – allen voran die feierlichen Melodien ihrer künstlerischen Vorfahren, der beiden »Walzerkönige«, Johann Strauss (Vater) und Johann Strauss (Sohn).

Es ist eine große Ehre, in diesem traditionsreichen Orchester mitspielen zu dürfen. So sind die Musiker:innen des Wiener Johann Strauss Orchester Mitglieder der bedeutendsten österreichischen Spitzenorchester wie den Wiener Symphonikern, dem Bruckner Orchester Linz, dem Tonkünstlerorchester Niederösterreich, dem Radiosymphonie Orchester Wien und dem Philharmonischen Orchester Graz.

Am Pult des Orchesters wird der ehemalige Wiener Philharmoniker Johannes Wildner dirigieren, der als einer der bedeutenden Dirigenten Österreichs neben dem Wiener Johann Strauss Orchester mit weiteren namhaften Orchestern zusammenarbeitet wie der Arena di Verona, der Prager Staatsoper, dem London Philharmonic, dem Royal Philharmonic Orchestra, den Dresdner Philharmonikern, den Wiener Symphonikern und dem Tokyo Philharmonic.

Auf dem Programm von diesem Konzert in der Elbphilharmonie Hamburg stehen die schwungvollen Melodien der Strauss-Dynastie wie der Wiener Walzer »An der schönen blauen Donau« von Johann Strauss (Sohn). Etwa 200 Jahre nachdem sich der Wiener Walzer als ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens von der Musikstadt Wien ausgehend in die weite Welt hinaustanzte, wurde 2017 der Wiener Walzer nun als immaterielles UNESCO Weltkulturerbe anerkannt.

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Konzert

Tage von Bohuslav Martinů – Prolog

Prag – Hamburg

Ivo Kahánek, Klavier
Niklas Liepe, Violine
Jan Novák, Violine
Amber Pan, Viola
Petr Nouzovský, Violoncello
Irvin Venyš, Klarinette
Christian Kunert, Fagott
Tim Kadlec, Flöte
Jan Souček, Oboe
Joseph Longstaff, Horn
Hyeounjun Lee, Trompete


Bohuslav Martinů: Duo für Violine und Violoncello Nr. 1 H 157
Gideon Klein: Trio für Violine, Viola und Violoncello WV 23
Pavel Haas: Bläserquintett op. 10
Bohuslav Martinů:
Sonate für Klavier H. 350
Les Rondes H. 200

Bohuslav Martinů zählt zu den bedeutendsten tschechischen Komponisten des 20. Jahrhunderts. Als Künstler zwischen Mähren, Paris und den USA prägte er die Musikszene weit über seine Heimat hinaus. Die politischen Ereignisse seiner Zeit verhinderten jedoch, dass seine Werke in der Tschechoslowakei über viele Jahre hinweg frei aufgeführt werden konnten. Seit seiner Emigration im Jahr 1938 kehrte Martinů nicht mehr in sein Geburtsland zurück.

Das Festival »Tage von Bohuslav Martinů« würdigt das beeindruckende Œuvre des Komponisten und bringt dafür renommierte Partner zusammen: die Bohuslav Martinů Stiftung, die Vereinigung der Konzertkünstler, die Musik- und Tanzfakultät der AMU, das Prager Konservatorium sowie die Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Die internationale Ausrichtung dieses Projekts spiegelt Martinůs eigene Lebenswege und kulturelle Verbindungen eindrucksvoll wider.

Das Konzert richtet den Blick zudem auf zwei herausragende jüdische Komponisten aus Martinůs Umfeld, Gideon Klein und Pavel Haas, die der nationalsozialistischen Verfolgung zum Opfer fielen. Ihre Musik steht heute für künstlerische Originalität und eine Stimme, die zu früh verstummte – und deren Wiederentdeckung ein wichtiges Anliegen der Veranstalter ist.

Neben etablierten Interpretinnen und Interpreten treten an diesem Abend auch junge Musikerinnen und Musiker auf, die am Beginn ihrer Karriere stehen. Unter ihnen ist Jan Novák, ein vielversprechender Pianist und Namensvetter eines weiteren großen tschechischen Komponisten. Bereits mit siebzehn Jahren wurde er beim internationalen Wettbewerb Prager Frühling ausgezeichnet.

Ein Programm, das Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbindet – und Brücken schlägt zwischen künstlerischen Welten, Generationen und Ländern.

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Konzert

NDR Elbphilharmonie Orchester / Johan Dalene / Jukka-Pekka Saraste

NDR Elbphilharmonie Orchester
Johan Dalene, Violine
Dirigent: Jukka-Pekka Saraste


Jean Sibelius: Der Barde op. 64
Thomas Adès: Konzert für Violine und Orchester op. 23 »Concentric Paths«
Piotr I. Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 6 h-Moll op. 74 »Pathétique«

Sibelius: Zeitloses Künstlerportrait

»Der Barde« nannte Jean Sibelius eine seiner vielen Sinfonischen Dichtungen. Um was genau es in dem Stück geht, erfährt man nicht. Nur eben, dass ein wandernder Dichter und Sänger im Mittelpunkt steht, so wie er in vielen Legenden auch der nordischen Mythologie vorkommt. Und dieser Barde bekommt natürlich sein Instrument verpasst: die Harfe, die in Sibelius’ Partitur eine wichtige Rolle spielt. Wahrscheinlich ging es Sibelius einfach um ein zeitloses Künstlerportrait – denn sind nicht auch er selbst und seine Interpreten im Grunde alles »Barden«?

Einer davon ist sein Landsmann, der Finne Jukka-Pekka Saraste, der als Dirigent zu den einfühlsamsten Sibelius-Barden der Szene gehört. Das hat er beim NDR Elbphilharmonie Orchester in Aufführungen von dessen Sinfonien eindrucksvoll bewiesen. Ganz ohne Sibelius geht’s nicht, aber diesmal belässt der aktuelle Chef des Helsinki Philharmonic Orchestra es bei dem knapp achtminütigen Eröffnungsstück und widmet sich ansonsten einem absoluten Schwergewicht der russischen Romantik: Piotr Tschaikowskys hochemotionaler »Pathétique«. Mit leidenschaftlichen Klängen entrollt der Komponist in seiner letzten und wahrscheinlich populärsten Sinfonie vor unseren Ohren ein gewaltiges musikalisches Panorama menschlicher Sorgen, Freuden, Leiden und Hoffnungen. Bis das möglicherweise auch autobiografische Werk am Schluss tieftraurig in der Tiefe versinkt…

Die Sechste von Tschaikowsky also hat ein emphatisches Ende – eine Kategorie, die Thomas Adès in seinem Violinkonzert »Concentric Paths« eigentlich vermeiden will. Denn entsprechend dem Titel ging es dem erfolgreichen Briten bei der Komposition 2005 um die Idee des ziellosen konzentrischen Kreisens um einen Mittelpunkt – und eben ohne Anfang und Ende. Das lässt sich in der linearen Kunstform Musik natürlich nicht ganz realisieren, immerhin aber ist in diesem Fall mal der ausdrucksvolle mittlere Satz der längste und wichtigste des Konzerts. Mit über 1.000 Aufführungen weltweit ist es übrigens längst zu einem Klassiker der Gegenwart geworden und fasziniert die größten Geiger:innen unserer Zeit – darunter den schwedisch-norwegischen Überflieger Johan Dalene, dem man einen ungemein singenden Ton nachsagt. Eben ein echter »Barde«.

Einführung 16.4.:
19:00 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal

Einführung 19.4.:
10:00 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal

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Kinderkonzert

Funkelkonzert S / Rund zum Quadrat

für Familien mit Kindern von 1–3 Jahren

Jihun Choi, Tanz
Jin Lee, Tanz
Duo Duor
Hila Ofek, Harfe
André Tsirlin, Saxofon
Ceren Oran, Regie, Choreografie
Ragna Heiny, Kostüme
Anna Kohlweis, Illustration


Eine musikalische Tanzperformance über geometrische Formen in der Natur

Vom Kreis bis zum Quadrat, vom Dreieck bis zum Trapez: Diese geometrischen Formen kommen in der Natur ebenso vor wie in der Kunst. Und in dieser Tanzperformance werden sie spielerisch in Bewegung versetzt. Nicht zuletzt hat auch die Musik mit Farben und Formen zu tun. Wer die Augen und Ohren weit öffnet, wird überall Verbindungen spüren und staunen, wenn die Formen zu tanzen beginnen, im unendlich Großen und im unendlich Kleinen.

»Funkelkonzerte« heißt die Kinderkonzertreihe der Elbphilharmonie. Sie bringt die erfolgreichsten Produktionen aus ganz Europa an die Elbe. Mal witzig und verspielt, mal sensibel und nachdenklich eröffnet sie Kindern auf besondere Weise die Welt der Musik

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Konzert

Cembalomania: Mahan Esfahani

Mahan Esfahani, Cembalo

Hans Werner Henze
Six Absences für Cembalo
Drei Miniaturen:
Jinwook Jung: Les Lotophages für Cembalo solo
Marcus Rock: Codex
Poul Ruders: Quickstep Rag
Luc Ferrari: Programme Commune für Cembalo und Tonband
György Ligeti: Hungarian Rock / Chaconne für Cembalo
Nilufar Habibian: Virani für Cembalo und Tape (Uraufführung)
Miroslav Srnka: Triggering für Cembalo (mit zwei E-Bows)

Cembalist der Gegenwart

Prunk, Schnörkel und Perücken – beim Cembalo denken viele vor allem an die Barockzeit. Doch Anfang des 20. Jahrhundert erlebte das zwischenzeitlich vergessene Instrument eine wahre Renaissance. Mahan Esfahani präsentiert Klassiker aus dieser Zeit und noch viel aktuellere Werke, die das Cembalo aus der Vergangenheit in die Gegenwart katapultieren.

Mit zahlreichen Auftragskompositionen sorgt Esfahani wie kein anderer Cembalist für die stetige Erweiterung des Repertoires und fördert regelmäßig aufstrebende Komponist:innen mit neuen Aufträgen. Auch bei seinem Konzert in der Elbphilharmonie wird er ein neues Werk der iranisch-britischen Komponistin Nilufar Habibian präsentieren, mit der Esfahani schon öfters zusammengearbeitet hat. Hinzu kommen Werke der führenden Komponisten des 20. Jahrhunderts: Bei György Ligeti wird das Cembalo zur Rock-Gitarre und bei Luc Ferrari mit zusätzlicher Technik nach einem »sozialistischen Sound« gesucht.

Egal ob klassisch gespielt, mit Gegenständen präpariert oder elektronisch bearbeitet – Esfahani beweist, dass mehr in dem Cembalo steckt als man denkt. Der Erfolg gibt ihm Recht: Seine Alben sind preisgekrönt, seine Konzerte umjubelt und er selbst gilt als einer der besten Cembalisten seiner Generation.

Einführung mit Ivana Rajič
18:30 Uhr / Elbphilharmonie, Kleiner Saal

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Konzert

Jonathan Tetelman / Enigma Classica / Anna Handler

Belcanto d’Amore – Opern-Arien, Neapolitanische Lieder und mehr

Jonathan Tetelman, Tenor
Enigma Classica, Orchester
Dirigentin: Anna Handler


Arien und Lieder von Bizet, Wagner, Tosti, De Curtis, Leoncavallo u.a. sowie Orchesterwerke von Mozart, Tschaikowsky, Haydn, Mascagni u.a.

Belcanto d’Amore

»Dieser Stimme gehört die Zukunft« war jüngst in den Salzburger Nachrichten über Star-Tenor Jonathan Tetelman zu lesen. »Umwerfend gut, der Mann«, stimmte auch das Hamburger Abendblatt nach seinem Elbphilharmonie-Konzert im Juli 2025 in den Lobesreigen ein. Der Sänger, dem die Herzen von Publikum und Kritik in der ganzen Welt zufliegen, kehrt mit einem Belcanto-Abend in die Hansestadt zurück:

Italienische Sehnsucht, deutsche Innigkeit, französische Glut: Mit Hits aus der Opernwelt und internationalen Liebesliedern von Bizet, Wagner, Tosti, Cilea, Cardillo, Leoncavallo und anderen will Tetelman sein Hamburger Publikum erneut verzaubern.

Nach ihrem großen Erfolg mit dem Los Angeles Philharmonic in der Hollywood Bowl gibt die junge deutsch-kolumbianische Dirigentin Anna Handler nun am Pult des Ensembles Enigma Classica und am Flügel ihr Elbphilharmonie-Debüt. Handler hat in Ergänzung zu Tetelmans betörendem Gesang unter anderem sinfonische Leckerbissen von Mozart, Haydn, Mascagni und Tschaikowsky im Gepäck – ein Abend zwischen Lied und Klang, der zum Träumen einlädt.

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Kurs

Workshop: Klassiko Tasteninstrumente

für Familien mit Kindern ab 10 Jahren

Ran an die Tasten! Im Workshop »Tasteninstrumente« werden verschiedene Instrumente vorgestellt: klassische Vertreter wie Klavier, Celesta oder Cembalo, aber auch elektroakustische Tasteninstrumente und Synthesizer. Unter Anleitung können die Instrumente probiert werden, am Ende wird auch gemeinsam in der Gruppe gespielt.

Bitte beachten Sie: Dieses Angebot richtet sich an Familien mit Kindern ab 10 Jahren. Kinder dürfen nur in Begleitung einer erwachsenen Bezugsperson mit Ticket teilnehmen.

Kinder unter 10 Jahren können an diesem Workshop nicht teilnehmen.

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Konzert

Michael Schulte

»Sanfte Töne, besondere Orte«

Das Zauberwort ist akustisch: Michael Schulte lässt mit der »Sanfte Töne, besondere Orte«-Tour den Unplugged-Vibe aufleben, der schon Bands von Nirvana bis zu den Fantastischen Vier ikonische Shows beschert hat – nun ist der deutsche Popstar und Sänger von Hits wie »Waterfall« und »You Let Me Walk Alone« dran, seine eigene Marke in diesem Genre zu setzen. Zusammen mit seiner Band packt er seine Songs in ein akustisches Gewand und das in exklusiver, ungewohnter Umgebung.

Back to the start: Der Musiker aus Eckernförde ist für euphorische Hallen- und Festivalgigs bekannt und dafür, mit seiner ansteckenden Art die Fans abheben zu lassen. Dass er auch anderes kann, zeigte er schon zu Beginn seiner Karriere, als er mit nichts als einer Gitarre und akustischer Performance die Pop-Welt in Erstaunen versetzte – der Rest ist Geschichte. Den Spirit der frühen Tage hat sich Michael Schulte bewahrt, nun ist es Zeit, seinem besonderen Talent einen eigenen Platz zu geben.

Beautiful reason: Um die Tour möglichst magisch zu gestalten, wurden – von der Elbphilharmonie bis zum Prinzregententheater – beeindruckende Kulissen gewählt, die mit einem eigens designten Bühnenbild die Konzerte zu außergewöhnlichen Shows werden lassen. Hier vereint sich intimer Club-Charakter mit besonderem Ambiente und lässt leise Töne große Wellen schlagen: Zum ersten Mal spielt Michael Schulte mit seiner Band seine Songs in rein akustischem Gewand, das die gefühlvolle Qualität der Texte unterstreicht und das Publikum in den Unplugged-Sound eintauchen lässt.

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Konzert

Älice

»Wo die Mango wächst« – Made in Hamburg

Geh doch dahin, wo die Mango wächst

Aufgewachsen in Hamm und inzwischen nicht weit von der Sternschanze beheimatet, ist die Rapperin Älice durch und durch Hamburgerin – mit polnischen und karibischen Wurzeln. Als Frontfrau von Moop Mama und ehemalige Sängerin von Chefboss hat sie bereits einen Namen in der Hiphop- und Dancehall-Szene. Und ihr im Frühjahr 2025 erschienenes zweites Solo-Album »Wo die Mango wächst« wird von Fans und Kritik gefeiert.

»Die anspruchsvollen Rhythmen, die einladende Sexyness der Breakbeats, die Unberechenbarkeit, wohin es mit dem nächsten Song geht, die offen gezeigte Verletzlichkeit – all das macht Älices neues Album so besonders. Jeder Song ist eigen, aber trotzdem nicht isoliert, denn eine Konstante gibt es: die satte, weiche Stimme von Älice«, so schreibt das feministische Magazin Missy.

Älices Songs mit genreübergreifendem Sound zwischen R’n’B, Dancehall und Latin-Pop sind gut gelaunt und sonnig, intelligent und angriffslustig getextet, kraftvoll und poetisch. Vielfältige kulturelle Einflüsse finden ganz authentisch und selbstverständlich Eingang in die Songs – gleichzeitig Hamburg und große weite Welt.

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Kammerkonzert

Philharmonisches Kammerkonzert

Glinka

Hibiki Oshima, Violine
Kostas Malamis, Violine
Yitong Guo, Viola
Christine Hu, Violoncello
Hannes Biermann, Kontrabass
Michael Dorner, Klavier


William Jay Sydeman: Trio für zwei Violinen und Klavier
Michail Glinka: Klaviersextett Es-Dur »Gran Sestetto originale«
Glenn Stallcop: Fuego
Felix Weingartner: Klaviersextett e-Moll op. 33

Die Klangwelten der Kammerkonzerte des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg sind so unterschiedlich wie die Charaktere der Musiker:innen, die darin agieren. Die Anforderungen im Orchestergraben sind oft durch die Größendimension und die Vielfalt der Stimmen geprägt. Kammermusik hingegen reduziert diese Dimension auf kleinere Ensembles und ermöglicht eine intime musikalische Interaktion. Wie in einem Dialog treffen verschiedene Meinungen aufeinander, neue Ideen entstehen, entwickeln sich während des Spiels und eröffnen so einen kreativen Raum für spontane Entfaltung.

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Jazz

Frank Meiller Quartett

»Klezmer meets Jazz«

Frank Meiller Quartett
Frank Meiller, clarinet, saxophone
Alex Schöppl, piano, accordion
Adrian Branz, guitar, bass guitar
Raphael Pfeiffer, drums, percussion
Carly Power, vocals
Arne Horstmann, bass


Das Frank Meiller Quartett zu einem besonderen musikalischen Abend ein: »Klezmer meets Jazz« – ein spannendes Zusammentreffen zweier Musikwelten, die auf den ersten Blick unterschiedlich scheinen, aber auf überraschende Weise miteinander verschmelzen. Die ausdrucksstarke, oft tief berührende Klezmermusik trifft dabei auf die Improvisationsfreude und rhythmische Vielfalt des Jazz. Was daraus entsteht, ist keine einfache Mischung, sondern ein lebendiges Spiel mit Gegensätzen, ein Dialog zwischen Kulturen, Tradition und Moderne.

Frank Meiller ist Saxofonist, Klarinettist, Komponist und kreativer Kopf des Quartetts. Mit sicherem Gespür für Klangfarben und großer Spielfreude bewegt er sich zwischen den Stilen und öffnet dabei Räume für neue musikalische Begegnungen. Sein Ziel ist es, Brücken zu bauen – zwischen Genres, Generationen und Geschichten. Das Frank Meiller Quartett wurde 2022 gegründet. Seitdem hat sich die Band mit ihrem feinfühligen, aber zugleich energiegeladenen Spiel einen Namen gemacht.

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Konzert

Le Concert Olympique / Kit Armstrong / Jan Caeyers

Le Concert Olympique
Kit Armstrong, Klavier
Dirigent: Jan Caeyers


»1812: Abschied – Das Ende einer Ära«
Johann Sebastian Bach: Präludium und Fuge Es-Dur BWV 852 / aus: Das wohltemperierte Klavier, Band 1
Ludwig van Beethoven:
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 5 Es-Dur op. 73
Sonate für Klavier Es-Dur op. 81a »Les Adieux«
Sinfonie Nr. 7 A-Dur op. 92

Ein drittes Mal in dieser Saison kehren Pianist Kit Armstrong und Dirigent Jan Caeyers mit ihrem Projekt »BEETHOVEN27« in die Elbphilharmonie zurück. Zwischen 1809 und 1812 komponierte Beethoven Werke, die das Ende seiner »heroischen Periode« markieren. Das Fünfte Klavierkonzert ist nicht nur das einzige Klavierkonzert, das Beethoven nie selbst gespielt hat, sondern auch das erste, das er für einen neuen Typus von Konzertpianisten konzipierte – der per definitionem nicht mehr mit dem Komponisten identisch war und sofort mit einer brillanten Solo-Kadenz in Erscheinung trat. In der Siebten Sinfonie – wie auch in der fast zeitgleich komponierten Achten Sinfonie – stößt Beethoven an die Grenzen seiner Orchestersprache. Er entwickelt eigenwillige Strukturen und fordert die Spieler auf, über ihre physischen und instrumentalen Grenzen hinauszugehen.

Zwischen den beiden Orchesterwerken steht die Klaviersonate Nr. 26. Diese steht in engem Zusammenhang mit dem Fünften Klavierkonzert: Sie entstand zur gleichen Zeit, steht in der gleichen Tonart und ist Beethovens kaiserlichem Kompositionsschüler, dem Erzherzog Rudolph, gewidmet. Es ist ein Abschiedsstück, komponiert anlässlich seiner Abreise aus Wien im Mai 1809, und hat einen eindeutig programmatischen Inhalt.

Wie in allen Konzerten des BEETHOVEN27-Projekts wird Kit Armstrong das Konzert mit einem Präludium und einer Fuge aus Bachs Wohltemperiertem Klavier eröffnen. Dies ist nicht nur ein Verweis auf die wichtige Bedeutung, die diese ikonische Klaviermusik für Beethoven hatte, sondern dient auch als Eröffnungsritual, um Musiker:innen und Publikum in die richtige Stimmung zu versetzen.

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Konzert

Yixuan Hu

Portraitkonzert – 10 Jahre Komponieren

Yusheng Frauenchor
Chunyu Jiang, Leitung
Min Jiang, Pipa
Jiayi Shao, Pipa
Iiris Piri, Violoncello
Yanhao Yang, Klavier
Mengwen Ma, Klavier
Xavier Ricarte, Klavier
Joanna Sielicka, Klavier
Cheng-Ju Chang, Marimba
Yixu Wang, Percussion
Oscar Tudge, Percussion
Anna Senda-Pimentel, Sopran


Yixuan Hu:
The Poetry from Wind and Rain
Icarus II
Guangdong Suite
Taraxacum mongolicum
Elizabeth’s Decision
Glowing
Spirit

Dieses Portraitkonzert der Komponistin Yixuan Hu im Kleinen Saal der Elbphilharmonie markiert einen wichtigen Meilenstein ihres zehnjährigen kompositorischen Schaffens. Das Programm bündelt zentrale Fragestellungen ihrer Arbeit: das Verhältnis von Klang und Körper, individuelle Erzählformen und kollektive Stimmen sowie den Dialog zwischen ostasiatischen musikalischen Erfahrungen und zeitgenössischen westlichen Kompositionskontexten.

Yixuan Hu absolvierte ihr Studium an der Zentralen Musikhochschule in Peking und setzte ihre künstlerische Ausbildung an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg (HfMT) fort, wo sie das Konzertexam Komposition abschloss. Ihre Werke wurden von verschiedenen Festivals und Institutionen in Europa und China in Auftrag gegeben und aufgeführt. Ihr Œuvre umfasst Solo-, Kammer-, Vokal- und Schlagzeugwerke und zeichnet sich durch eine klare formale Sprache sowie eine ausgeprägte klangliche und körperliche Präsenz aus.

Das Konzert vereint Klavier, Schlagzeug, Chor sowie westliche und ostasiatische Instrumente. In einer bewusst gestalteten Dramaturgie entfaltet sich im intimen Raum des Kleinen Saals eine verdichtete musikalische Spur ihres kompositorischen Weges. Das Projekt wird durch den National Arts Fund of China (2026) gefördert.

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Konzert

Symphoniker Hamburg / Clara-Jumi Kang / Sylvain Cambreling

Symphoniker Hamburg
Clara-Jumi Kang, Violine
Dirigent: Sylvain Cambreling


Ludwig van Beethoven:
Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 61
Sinfonie Nr. 6 F-Dur op. 68 »Pastorale«

Mit einem Programm von außergewöhnlicher Geschlossenheit und Intensität lädt Dirigent Sylvain Cambreling zu einem unvergesslichen Beethoven-Abend ein. Das Konzert verknüpft zwei Meilensteine der Beethoven’schen Klangwelt miteinander: das Violinkonzert in D-Dur und seine Sechste Symphonie mit dem Beinamen »Pastorale«. Beide Werke, so unterschiedlich sie auf den ersten Blick erscheinen mögen, eint eine für Beethoven zentrale Idee: Musik als humanistischer Raum, in dem sich innere Empfindung und äußere Natur wechselseitig spiegeln.

Im Mittelpunkt des ersten Konzertteils steht das Violinkonzert – ein Werk von strahlender Klarheit und fast poetischer Innigkeit. Beethoven legt den Solopart nicht als virtuoses Schaustück an, sondern als groß angelegte, gesangliche Rede. Clara-Jumi Kang ist eine ideale Interpretin dieses Konzerts, das weniger die Virtuosin als vielmehr die musikalische Erzählerin verlangt. Mit feinem Gespür für Klangfarben und einer unverwechselbaren Mischung aus Ruhe und Intensität bringt sie mit ihrer Stradivari Linien zum Atmen und entfaltet selbst in den leisen Passagen eine kraftvolle Präsenz.

Nach der Pause öffnet sich mit der Sechsten Symphonie – »Pastorale« ein anderer, doch eng verwandter Klangraum. Beethoven entwirft hier keine Programmmusik im engeren Sinn, sondern eine atmosphärische Annäherung an Naturerfahrung – von der friedvollen Ankunft auf dem Lande über das murmelnde Bachidyll bis zum kraftvollen Gewitter und der dankbaren Rückkehr zur Ruhe. Es entsteht ein symphonischer Bogen, der das zuvor Gehörte aufnimmt und zugleich in weite klangliche Horizonte führt: ein besonderes Konzert in der Elbphilharmonie, das zwischen Aufbruch und innerer Einkehr von der Suche nach dem Ewigen erzählt.

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Kammerkonzert

NDR Kammerkonzert / Martin Fröst

Mozart

Mitglieder des NDR Elbphilharmonie Orchesters
Martin Fröst, Klarinette


Wolfgang Amadeus Mozart:
Klarinettenquintett A-Dur KV 581 »Stadler-Quintett«
Serenade B-Dur KV 370a »Gran Partita«

»Als Klarinettist ist Mozart dein Leben«, sagt der aktuelle Artist in Residence des NDR Elbphilharmonie Orchesters. Schließlich war es die Begegnung mit dem Klarinettenkonzert des großen Wiener Klassikers, die Martin Fröst im Alter von neun Jahren überhaupt zu seinem Instrument führte. Seither hat der Schwede ein enormes Repertoire erschlossen, zahlreiche neue Werke uraufgeführt, Ausflüge in entlegene Regionen des Klassikbetriebs unternommen – und doch kehrt er immer wieder zu Mozart zurück. Wie kaum ein anderer hat dieser in seinen »späten« Werken für die Popularität und Aura des Klarinettenklangs gesorgt. Und das nicht nur im berühmten Klarinettenkonzert, sondern auch im wunderbaren Quintett für Klarinette und Streicher, das Fröst in diesem Kammerkonzert mit Mitgliedern des NDR Elbphilharmonie Orchesters zur Aufführung bringt. Da der Ausnahmekünstler mit Erfolg und Leidenschaft aber auch immer wieder gern das Instrument gegen den Taktstock tauscht, darf auch ein größer besetztes Werk von Mozart im Programm nicht fehlen: Fröst dirigiert die »Gran Partita« für Bläser-Ensemble, vielleicht das Stück mit dem schönsten Mozart-Adagio überhaupt – neben dem Klarinettenkonzert natürlich ...

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Konzert

Tschechische Philharmonie / Sol Gabetta / Semyon Bychkov

Tschechische Philharmonie
Sol Gabetta, Violoncello
Dirigent: Semyon Bychkov


Antonín Dvořák: Karneval / Konzertouvertüre op. 92
Edward Elgar: Konzert für Violoncello und Orchester e-Moll op. 85
Igor Strawinsky: Le sacre du printemps / Bilder aus dem heidnischen Russland

Liebe auf den zweiten Blick

»Das Elgar-Konzert liebe ich besonders«, gesteht Sol Gabetta 2023 in einem Interview. Die Farben, die Gesanglichkeit – der Witz und die Lebendigkeit, die immer wieder überraschend aufblitzen: Für die Starcellistin stimmt hier einfach alles. Dabei hatte das Werk einen durchaus holprigen Start ins musikalische Leben: Eine schlecht geprobte Uraufführung im Jahr 1919 beschädigte seinen Ruf, der erst 1965 durch die blutjunge Cellistin Jacqueline du Pré überwältigend wiederhergestellt wurde. Das Schicksal des Erfolgs »beim zweiten Versuch« teilt Elgars Cellokonzert übrigens mit dem zweiten Hauptwerk des Programms der Tschechischen Philharmonie: Auch Igor Strawinskys »Le sacre du printemps« erlebte zunächst einen krachenden Skandal als Ballett, bevor es seinen Siegeszug auf den Konzertbühnen der Welt antrat.

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Klavierkonzert

Talente entdecken: Svetlana Andreeva, Klavier

Svetlana Andreeva, Klavier

Thierry Escaich: Les Litanies de l’ombre
Leoš Janáček: Im Nebel / Vier Stücke für Klavier
Karol Szymanowski: Masken / Drei Stücke für Klavier op. 34
Alexander Skrjabin: Sonate Nr. 9 F-Dur op. 68 »Schwarze Messe«
Tristan Murail: La Mandragore
Maurice Ravel: Oiseaux tristes / aus: Miroirs
Alexander Skrjabin: Sonate Nr. 7 op. 64 »Weiße Messe«

Doppelgänger: Schatten des Ichs

»Doppelgänger: Schatten des Ichs«. In ihrem so überschriebenen Programm begibt sich Svetlana Andreeva auf die Suche nach dem Selbst in der Musik. Dazu ist vorweg zu sagen, dass sie ihr (künstlerisches) Selbst längst gefunden hat – was nicht zuletzt ihr fulminanter Sieg beim Concours international de piano d’Orléans 2024 beweist. Der Wettbewerb ist ganz der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts gewidmet – ein Heimspiel für die Ukrainerin, die leidenschaftliche Interpretin zeitgenössischer Werke ist und neben Klavier auch noch Komposition studierte. In ihrem Programm setzt Svetlana Andreeva den Fokus fast ausschließlich auf Repertoire des frühen 20. Jahrhunderts: Mit Leoš Janáček tastet sie sich durch die Nebel seines gleichnamigen Zyklus, wirft einen Blick hinter Karol Szymanowksis Masken, erlebt Höllenfahrt und Erlösung in Alexander Skrjabins »schwarzer« und »weißer« Messe. Eine spannende Musik-Reise an die Grenzen des Bewusstseins.

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Konzert

Tschechische Philharmonie / Semyon Bychkov

Tschechische Philharmonie
Stefanie Irányi, Mezzosopran
Eric Finbarr Carey, Tenor
Jongmin Park, Bass
Dirigent: Semyon Bychkov


Felix Mendelssohn Bartholdy Sinfonie Nr. 4 A-Dur op. 90 »Italienische«
Igor Strawinsky: Pulcinella / Ballett in einem Akt mit drei Solostimmen

Faszination Italien

Nur wenige können den eigenwilligen Organismus eines großen Orchesters allein mit der Spitze ihres Taktstocks zu solchen Höchstleistungen anstacheln, wie Semyon Bychkov. Gemeinsam mit der Tschechischen Philharmonie, der er seit 2018 als Chefdirigent vorsteht, macht sich Bychkov auf eine musikalische Reise Richtung Süden – auf dem Programm steht italienisch inspirierte Musik von Felix Mendelssohn-Bartholdy und Igor Strawinsky.

Als Kind aus gutem Hause ging der junge Mendelssohn auf mehrere Bildungsreisen und war unter anderem in Italien unterwegs. Eine Entschlossenheit zum Genuss, zum Aufsaugen aller Klänge, Farben und Gerüche trug ihn auf seiner Reise und floss direkt ein in den Anfang der »Italienischen« – ausgelassener beginnt vielleicht keine andere große Sinfonie. Aber dieses Feuer wird sogar übertroffen von dem atemlosen Wirbelwind des tänzerischen Schlusssatzes, also gut anschnallen!

Igor Strawinsky wiederum wurde nach den spektakulären Erfolgen seiner großen Ballettmusiken vom Leiter der legendären Kompanie Balletts Russes um ein weiteres Werk gebeten: Eine Musik basierend auf barocken Vorlagen von Giovanni Battista Pergolesi sollte es sein, zu der bekannte Figuren des italienischen Volkstheaters kunstvolle Tänze und derbe Späße vollführen könnten. Strawinsky überführte Pergolesis Melodien geschickt in seine Tonsprache und gab den alten Vorlagen so eine ganz neue Ebene bei.

Einführung mit Nina Paul:
19:00 Uhr / Elbphilharmonie, Foyer Nähe Haupt-Bar (nur Stehplätze)

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Konzert

NDR Elbphilharmonie Orchester / Vadim Gluzman / Martin Fröst / Sakari Oramo

NDR Elbphilharmonie Orchester
Vadim Gluzman, Violine
Martin Fröst, Klarinette
Dirigent: Sakari Oramo


Richard Strauss: Serenade für Blasinstrumente Es-Dur op. 7
Sally Beamish: Distans / Konzert für Klarinette, Violine und Orchester
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 4 B-Dur op. 60

Richard Strauss’ Serenade op. 7 ist das Werk eines 17-Jährigen. Der Jungmeister ging noch ans Gymnasium, als er sein Stück vollendete. Doch der berühmte Dirigent Hans von Bülow setzte sich für das Werk ein und legte den Grundstein zu Strauss’ Erfolg. Der junge Komponist platze nach der Aufführung denn auch vor Stolz und Selbstbewusstsein: »Also, die Serenade hat gefallen«, schrieb er seinem Vater, »sie hatte fast denselben Erfolg wie die [Streicherserenade] von Weingartner, die sehr hübsch ist, trotzdem nach Bülow die meinige das beste von den drei Stücken [des Konzerts] ist.«

Mit ihrem Doppelkonzert »Distans« hat die lange Zeit in Schottland lebende, englische Komponistin Sally Beamish ein Distanzen überbrückendes, völkerverbindendes Werk geschaffen. Sie integrierte in ihr Konzert Elemente der schottischen, holländischen und schwedischen Musik. »Halb erinnerte und halb erfundene Stränge von Volksmusik und -tanz« (Beamish) ziehen sich durch das Werk, das Beamish u.a. für den schwedischen Klarinettisten und Artist in Residence 2025/26 des NDR Elbphilharmonie Orchesters Martin Fröst komponierte. Den Violinpart übernimmt der ukrainisch-israelische Geiger Vadim Gluzman, der zuletzt mit Schostakowitschs Zweitem Violinkonzert beim NDR Elbphilharmonie Orchester geglänzt hat.

Eine »griechisch schlanke Maid zwischen zwei Nordlandriesen« nannte Robert Schumann die von der mächtigen »Eroica« und der tragischen Schicksalssinfonie umrahmte Vierte Sinfonie von Beethoven. Sie ist kürzer, kecker, klassischer als ihre gewichtigen Schwesterwerke. Damit war die Vierte schon immer etwas für Kenner und Genießer. Als Felix Mendelssohn sein Kapellmeisteramt am Leipziger Gewandhaus antrat, wählte er für sein Debüt die Vierte. Und Hector Berlioz befand, deren langsamer Satz könne nur das Werk eine Erzengels und nicht das eines Menschen sein.

Einführung:
19:00 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal

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Liederabend

Magdalena Kožená / Liederabend

Magdalena Kožená, Mezzosopran
Azul Lima, Theorbe, Romantikgitarre


Henry Purcell:
Music for a While / Arie aus der Oper »Oedipus« Z 583
Sweeter Than Roses / aus dem Schauspiel »Pausanias, the Betrayer of His Country« Z 585
John Dowland: In Darkness Let Mee Dwell
Azul Lima: Improvisation
Tarquinio Merula: Canzonetta spirituale sopra la Nanna »Hor ch’è tempo di dormire«
Azul Lima: Improvisation
Brett Dean: Gertrude Fragments
Henry Purcell: When I Am Laid in Earth / Rezitativ und Arie der Dido aus »Dido and Aeneas« Z 626
Barbara Strozzi: Lagrime mie / Lamento
Johannes Hieronymus von Kapsberger: Toccata arpeggiata
Giulio Caccini: Odi, Euterpe, il dolce canto
Marc Antonio Cesti: Disseratevi abissi
Alessandro Piccinini: Toccata VIII
Luciano Berio: Sequenza III für Frauenstimme
Tarquinio Merula: Quando io voisi l’atra sera

Von Melancholie und Primadonnen

Seit mehr als zwei Jahrzehnten begeistert Magdalena Kožená als eine der weltweit führenden Stimmen ein globales Publikum. Die New York Times beschrieb ihre einzigartige Präsenz einmal so: »Stimmlich elegant, emotional direkt und stilistisch versiert.« In der privaten Atmosphäre des Kleinen Saales präsentiert die singende Verwandlungskünstlerin, nur begleitet von Azul Limas einfühlsamem Theorbenspiel, ein Programm mit barocken Klassikern wie Purcells weltberühmten Klagegesang »When I Am Laid in Earth« oder Arien der Komponistin und Primadonna Barbara Strozzi.

Bitte beachten Sie: Ursprünglich sollte Daniele Caminiti Magdalena Kožená bei diesem Konzert auf der Laute begleiten. Caminiti musste seine Mitwirkung aufgrund einer Handverletzung jedoch leider absagen. Für ihn springt der Theorbist Azul Lima ein. Das Programm bleibt unverändert.

Der Abend pendelt zwischen den Hotspots für frühbarocke Opern- und Liedproduktion England und Italien. John Dowland und Henry Purcell haben sich vor allem mit ihren melancholischen Gesängen einen Namen gemacht – und auch die italienische Seite steuert eher klagende Affekte, also Opern-Gefühle, bei.

Doch Kožená, stets auf der Suche nach Kontrasten und bereichernden Spannungen, streut auch Höhepunkte jüngeren Datums ein. Brett Deans »Gertrude fragments« übertragen die barocken Ausdrucksgesten von Stimme und Laute fantasievoll in unsere Gegenwart und in Luciano Berios »Sequenza« kann Kožená zeigen, dass sie auch ganz ohne Begleitung die schillerndsten Klangwelten entstehen lassen kann.

Einführung mit Meike Pfister
18:30 Uhr / Elbphilharmonie, Kleiner Saal

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Kurs

Workshop: Kreativ Klangsafari

für Familien mit Kindern ab 8 Jahren

Mit gespitzten Ohren gehen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch die Elbphilharmonie und fangen mit ihrem Mikrofon spannende Klänge ein. Welche Geräusche finden sich im Konzerthaus, wenn keine Konzerte gespielt werden? Mit einem Tablet samt App nehmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Klangschnipsel auf, die sie später bearbeiten und zu einem kleinen Musikstück zusammenstellen können.

Bitte beachten Sie: Dieses Angebot richtet sich an Familien mit Kindern ab 8 Jahren. Kinder dürfen nur in Begleitung einer erwachsenen Bezugsperson mit Ticket teilnehmen.

Kinder unter 8 Jahren können an diesem Workshop nicht teilnehmen.

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Klavierkonzert

Yutong Sun, Klavier

Yutong Sun, Klavier

Ludwig van Beethoven
Sonate für Klavier As-Dur op. 110

Johann Sebastian Bach / Ferruccio Busoni: Chaconne / aus: Partita Nr. 2 d-Moll BWV 1004
Claude Debussy:
Masques
L’isle joyeuse
Modest Mussorgsky: Bilder einer Ausstellung

Der rasant aufstrebende junge chinesische Pianist Yutong Sun, dessen Spiel für seine außergewöhnliche strukturelle Klarheit, innere Spannung und eine Klanggestaltung von Weltklasse von der internationalen Presse gefeiert wird, gilt als einer der bemerkenswertesten musikalischen Erzähler seiner Generation.

In seinem Debüt im Kleinen Saal der Elbphilharmonie entwirft Yutong Sun einen programmatischen Bogen über drei Jahrhunderte, in dem sich die großen Themen Innerlichkeit, Transformation und Bildhaftigkeit spiegeln. Von Beethovens spätwerklicher Selbstbefragung über Busonis romantisch gefilterte Re-Imagination der Bach’schen Chaconne bis hin zu Debussys irisierender Welt aus Licht und Maskenspiel – schließlich mündend in Mussorgskys ikonischem Zyklus Bilder einer Ausstellung, der Klang, Erinnerung und visuelle Imagination in eine mitreißende Synthese führt.

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Konzert

Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen / Mao Fujita / Paavo Järvi

Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen
Mao Fujita, Klavier
Dirigent: Paavo Järvi


Franz Schubert: Sinfonie Nr. 1 D-Dur D 82
Wolfgang Amadeus Mozart: Konzert für Klavier und Orchester F-Dur KV 459
Franz Schubert: Sinfonie Nr. 3 D-Dur D 200

Eitel Sonnenschein

Seit mehr als zwei Jahrzehnten ist Paavo Järvi künstlerischer Leiter der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und gemeinsam hat das musikalische Dreamteam einen Staffellauf an die Spitze der internationalen Musikwelt hingelegt. In diesem Konzert verbinden sie die Energie des jungen Schubert mit feinsinnigem Mozart und haben mit Mao Fujita einen Pianisten als Partner, der mit Mitte 20 schon als führender Mozart-Interpret seiner Generation gehandelt wird.

Gerade mal 16 Jahre alt war Schubert, als er mit seiner ersten Sinfonie eine äußerst selbstbewusste Musik aufs Papier warf. Das Werk orientiert sich deutlich am Vorbild Mozarts und besticht mit einer mitreißenden Energie und Frische im Ausdruck. Zwei Jahre später schrieb Schubert mit seiner Dritten eine weitere Sinfonie in D-Dur, die einer eigenen Klangsprache noch einen Schritt näherkommt – ein kraftstrotzendes und humorvolles Stück, das auf der Bühne wie im Publikum gute Laune verbreitet.

Dazu passt Mozarts Klavierkonzert KV 459, das fast durchweg die lächelnde Seite seines Komponisten zeigt. Die feinsinnige Eleganz dieser Musik ist bei Mao Fujita in den besten Händen, denn der junge Japaner veröffentlichte als sein Debütalbum bei Sony Classical 2022 eine preisgekrönte Gesamtaufnahme von Mozarts Klaviersonaten. Über das Spiel des damals gerade mal 24-Jährigen jubelte das Grammophone Magazine: »Fujitas Klangwelt ist eins mit der von Mozart!«

Einführung mit Klaus Wiegmann
19:00 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal

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Konzert

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg / Julian Rachlin

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Julian Rachlin, Violine und Leitung


»ZeitSpiel Acht«

Felix Mendelssohn Bartholdy: Konzert für Violine und Orchester e-Moll op. 64 / Mit Überschreibung des zweiten Satzes von Richard Dubugnon (Uraufführung)
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 1 D-Dur

ZEITSPIEL ACHT

Die Philharmonischen Konzerte des Staatsorchesters Hamburg werden zu ZeitSpielen und überschreiten die Grenzen des Gewöhnlichen: In diesem Konzert erklingt Richard Dubugnons kompositorische Interpretation der Essenz Mendelssohns – denn der Zweite Satz dessen Violinkonzerts wird durch eine Neukomposition aus seiner Feder ersetzt, inspiriert vom Original. Mendelssohn Bartholdy begegnet uns in unserer heutigen Zeit als Spiegel der Vergangenheit und zugleich durch Dubugnon als Teil des Hier und Jetzt. Dieses musikalische Spiel ohne Berührungsängste eröffnet neue Perspektiven auf unsere Musikkultur, unser Denken und Sein, auf unsere Art, Musik zu rezipieren.

» Ich werde versuchen, die Essenz von Mendelssohns Violinkonzert einzufangen und mir vorzustellen, wie sie in der Zukunft klingen könnte, so als ob Mendelssohns Geist mir die neue Version durch ein Medium diktieren würde.« – Richard Dubugnon

Einführung
10:00 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal

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Konzert

Lydie Auvray Trio

Salut! Et Merci - Abschiedstournee

Lydie Auvray Trio
Lydie Auvray, Akkordeon und Gesang
Eckes Malz, Klavier und Percussion
Markus Tiedemann, Gitarren, Ukulele, Bouzouki und Bass


Nach dem ersten Gastspiel 2019 in der Elphi nun also zum letzten Mal: Ein »Best-Of«, das sich niemand entgehen lassen sollte. Auf Abschiedstour in dieser Besetzung kann das Hamburger Publikum noch einmal Zeuge von Lydie Auvrays beeindruckender Vielseitigkeit werden – von schwingender Musette über feurige Tangos zu ihren ganz persönlichen Chansons; von weltmusikalischen und jazzigen Klängen zu den filmmusikartigen Werken des fantastischen Trios, die im Kopf einen wahren Bilderrausch auslösen, gefühlvoll und dicht.

Viele dieser Stücke haben für ihre Fans längst Kultstatus. »Ich möchte auf dieser letzten Tournee mit unserem Trio Lieblingsstücke von mir, meinen Musikern und dem Publikum spielen, aus all meinen Schaffensphasen. Das ist wie ein musikalischer Blick in und auf mein ganzes Leben.« Lydie Auvray wird begleitet von ihren langjährigen Komplizen und Wegbegleitern, den hervorragenden Musikern Markus Tiedemann und Eckes Malz.

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Konzert

Chamber Orchestra of Europe / Sir Simon Rattle

Chamber Orchestra of Europe
Dirigent: Sir Simon Rattle


Béla Bartók: Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta Sz 106
Ferruccio Busoni: Sarabande / aus: Zwei Studien zu »Doktor Faust« op.  51
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98

Mathematische Präzision und Volkstanz

Sir Simon Rattle und das Chamber Orchestra of Europe: Seit der ersten Zusammenarbeit 2020 sind sie ein Dreamteam – mittlerweile hat der internationale Klangkörper den Stardirigenten zum Ehrenmitglied erhoben. Ihr zweites gemeinsames Elbphilharmonie-Konzert stellt das Orchester ganz in den Mittelpunkt mit einem rhythmischen Feuerwerk von Bartók und der Klangfülle von Brahms’ Vierter Sinfonie.

Erst 2024 hat das Chamber Orchestra of Europe eine Aufnahme aller Brahms-Sinfonien veröffentlicht. Das Orchester zelebriert die kammermusikalischen Seiten der Musik, schafft größte Transparenz und wird doch von der mitreißenden Energie von Sir Simon zum großen sinfonischen Ganzen verschmolzen.

Perfektes Zusammenspiel verlangt auch Béla Bartók, damit seine vertrackten Rhythmen für die ungewöhnliche Besetzung aus Saiteninstrumenten – also Streichern, Klavier und Harfe –, Celesta und viel Schlagwerk so federleicht und schwungvoll klingen wie ein Volkstanz aus Bartóks ungarischer Heimat. Damit machen Rattle und das Chamber Orchestra of Europe auch die Gemeinsamkeiten der beiden Komponisten hörbar: Brahms und Bartók komponierten so strukturiert und beinahe mathematisch wie voller Leidenschaft, sie liebten die ungarische Volksmusik und eroberten mit dieser Kombination die Herzen von Publikum und Musiker:innen.

Einführung mit Dominik Bach:
19:00 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal

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Konzert

Chloe Flower

Chloe Flower, Klavier

Die US-amerikanische Pianistin, Komponistin und Aktivistin Chloe Flower gastiert für eine exklusive Deutschlandshow im Kleinen Saal der Elbphilharmonie. Sie präsentiert ihr gefeiertes Crossover-Programm zwischen Klassik, Pop und politischem Bewusstsein. Chloe Flower steht wie kaum eine andere Musikerin für die Verbindung aus Virtuosität, Haltung und Zeitgeist. Ob als viraler Star bei den Grammy’s mit Cardi B, als gefeierte Solistin mit Orchestern wie dem English National Opera Chorus oder als Komponistin für Netflix, Estée Lauder und internationale Kampagnen – sie bewegt sich mühelos zwischen den musikalischen Welten und bringt Klassik in die Gegenwart.

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Konzert

Württembergisches Kammerorchester Heilbronn / Herbert Schuch / Risto Joost

Württembergisches Kammerorchester Heilbronn
Herbert Schuch, Klavier
Dirigent: Risto Joost


Erkki-Sven Tüür: Passion.Illusion
Wolfgang Amadeus Mozart: Konzert für Klavier und Orchester Es-Dur KV 271 »Jeunehomme«
Ottorino Respighi: Antiche Danze ed Arie Suite Nr. 3 P 172
Joseph Haydn: Sinfonie fis-Moll Hob. I:45 »Abschiedssinfonie«

Illusion und Passion

»Illusion« und »Passion« sind zwei Grundvoraussetzungen für die Entstehung musikhistorischer Meilensteine. Eingeleitet von den gleichnamigen, das unendliche Texturpotenzial des Streichorchesters hervorragend ausnutzenden Sätzen Erkki-Sven Tüürs, spannt sich der musikalische Bogen über die Suite Nr. 3 aus Respighis »Danze ed Arie antiche« – eine Verbindung historischer Elemente mit der Farbenpracht des 20. Jahrhunderts – bis hin zu Haydns Sinfonie in fis-Moll. Das kraftvolle, auch als »Trauersinfonie« bekannte, Werk drückt sowohl tiefgründige Melancholie, als auch dramatische Spannungen aus. Im Mittelpunkt steht Mozarts Klavierkonzert mit dem Beinamen »Jeunehomme«, das durch seine elegante Form und die brillante Klavierpartiem besticht. Es ist ein Meisterwerk der Wiener Klassik, das der dem Württembergisches Kammerorchester Heilbronn eng verbundene Pianist Herbert Schuch getreu seines Credos »nicht nur zum Klingen, sondern auch zum Sprechen« bringt.

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Konzertante Aufführung

Monteverdi: L’Orfeo / Leonardo García Alarcón

Cappella Mediterranea
Chœur de Chambre de Namur
Valerio Contaldo, Orfeo
Mariana Flores, Euridice, La Musica, Proserpina
Giuseppina Bridelli, La Messaggiera, La Speranza
Edward Grint, Plutone
Salvo Vitale, Caronte
Alessandro Giangrande, Pastore, Apollo
Leandro Marziotte, Pastore, Apollo
Matteo Bellotto, Pastore
Nicholas Scott, Pastore, Spirito, Eco
Estelle Lefort, Ninfa
Philippe Favette, Spirito 2
Dirigent: Leonardo García Alarcón


Claudio Monteverdi: L’Orfeo / Favola in musica
Konzertante Aufführung in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Das Konzert findet mit einer Pause statt.

Die Geburt der Oper

Mit einer Einführung durch La Musica, die Musik höchstpersönlich, beginnt die Geschichte der Oper: Claudio Monteverdi eröffnet mit dem Prolog seine Version der antiken Liebesgeschichte von Orfeo und Eurydike, dem Sänger, dessen Stimme sogar den Tod erweichen konnte. Dirigent Leonardo García Alarcón hat das epochale Werk mit seiner auf Alte Musik spezialisierten Cappella Mediterranea fest im Repertoire und sagt: »Wenn Leben, Tod, Liebe und Musik die treibenden Kräfte der Menschheit sind, dann ist L’Orfeo vielleicht die Oper, die sie am besten verkörpert.«

Bemerkenswert ist das Orchester, das Monteverdi klangmalerisch einsetzt: Zinken für prächtige Fanfaren und Ritornelle, Flöten für die tanzenden Hirten, düstere Posaunen und Orgel für Hades, den Gott der Toten, sowie Harfe, Lauten und Streicher, die Chöre und Soloarien reichhaltig unterfüttern.

In die Gesangspartien legt Monteverdi große Gefühle, in der damaligen Opernsprache »Affekte « genannt. Ob die Freude über die Hochzeit oder der Schock und die herzzerreißende Trauer über den plötzlichen Tod Eurydikes – das Solist:innenensemble um Valério Contaldo und Mariana Flores in den Titelpartien zeigt mit 400 Jahre alter und doch unglaublich lebendiger Musik, wie universell verständlich Emotionen sind.

Einführung mit Michael Sangkuhl
19:00 Uhr / Elbphilharmonie, Foyer Nähe Haupt-Bar (nur Stehplätze)

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Konzert

Orchester PRJCT Amsterdam / Flemish Radio Choir / Maarten Engeltjes

Barockabend: »Brockes-Passion« von Georg Friedrich Händel

PRJCT Amsterdam Orchester
Flemish Radio Choir
Julia Lezhneva, Sopran
Carolyn Sampson, Sopran
Benedikt Kristjánsson, Tenor
Fabio Trümpy, Tenor
Edward Grint, Bass
Maarten Engeltjes, Countertenor und Leitung


Georg Friedrich Händel: Der für die Sünden der Welt gemarterte und sterbende Jesus / Passion nach Barthold Hinrich Brockes

310 Jahre nach der Entstehung erklingt Händels beliebte »Brockes-Passion« erstmals mit Starbesetzung im Großen Saal der Elbphilharmonie. Die »Brockes-Passion« ist das einzige geistliche Werk von Händel in deutscher Sprache. Mit seinem opernhaften und mitreißenden Charakter ist Händels Komposition auch musikalisch eine wahre Rarität unter den Passionen.

Das Libretto der Passion stammt aus der Feder von Barthold Heinrich Brockes, einem bedeutenden Hamburger Dichter, der außerdem Ratsherr und Senator in Hamburg war. Seine Passion mit dem Originaltitel »Der für die Sünde der Welt gemarterte und sterbende Jesus« machte den Hamburger weltberühmt. Mit mehr als zehn Vertonungen ist die »Brockes-Passion« der am häufigsten vertonte Passionstext in deutscher Sprache.

Die Vertonung von Georg Friedrich Händel ist die berühmteste und beliebteste Vertonung dieser Passion. So wurde Händels »Brockes-Passion« u.a. auch von Joseph Haydn in Wien und von Johann Sebastian Bach in Leipzig aufgeführt. Bach ließ sich sogar eine Abschrift von dem Werk anfertigen, die heute eine von fünf noch erhaltenen Abschriften ist. Zum Glück – denn die Originalpartitur aus Händels Feder ist verschollen.

Die Erstaufführung in der Elbphilharmonie wird von einer hochkarätigen Starbesetzung präsentiert. Starsopranistin Julia Lezhneva wird international gefeiert. Die New York Times lobt ihre Stimme als »engelsgleich«. Opernstar Carolyn Sampson tritt u.a. regelmäßig bei den BBC Proms auf. Außerdem mit dabei sind die bedeutenden Solisten Benedikt Kristjánsson, Fabio Trümpy und Edward Grint.

Das Orchester PRJCT Amsterdam unter der Leitung seines Gründers Maarten Engeltjes begeistert seit 2017 mit seiner erfrischenden Spielfreude das Publikum und zählt zu den spannendsten Orchestern für Alte Musik. Der Flemish Radio Choir ist einer der renommiertesten Chöre Europas und feiert bald sein 90-jähriges Jubiläum.

Das Konzert findet mit einer Pause statt.

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Klavierkonzert

Sofiane Pamart

Sofiane Pamart, Klavier

Sofiane Pamarts musikalisches Universum liegt irgendwo zwischen großartiger Filmmusik und Abenteuergeschichten. Sein Werk, das sowohl düster als auch poetisch ist, verkörpert eine emotionale Genauigkeit, die ein breites Publikum anspricht; es ist ein großartiges Werk, das für alle zugänglich ist.

Pamart gehört zu den meistgestreamten Klassik-Künstler:innen der Welt. Seine drei Soloalben belegten 2024 die ersten drei Plätze der Charts für klassische Alben in Frankreich. Er tritt regelmäßig auf renommierten Bühnen in Frankreich und international auf und ist der erste Pianist in der Geschichte, der in der Accor Arena Bercy auftrat und den legendären Veranstaltungsort bis auf den letzten Platz ausverkaufte. Eine enorme Leistung, die er während seiner ersten Solotournee vollbrachte.

Als Goldmedaillengewinner des Nationalkonservatoriums von Lille begann Sofiane Pamart seine Solokarriere im Jahr 2019. Sofiane ist bekannt für seine präzise und hochwertige visuelle Arbeit. Seine Positionierung, die die Eleganz der Mode mit Street-Codes verbindet, macht ihn zu einem einzigartigen Musiker, einem Haute-Couture-Pianisten mit der Mentalität und dem Image eines Rappers. Eine Mischung, die ihm 2024 auch die große Ehre einbrachte, bei der Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele aufzutreten. Und so findet sich neben einem typischen Klassikpublikum auch eine Hörerschaft, die man auf den ersten Blick nicht in einem Konzertsaal erwarten würde.

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Jazz

Miles 100 Marathon

Pop-up-Bar auf dem Sounddeck im Kaispeicher / Elbphilharmonie PLUS

Miles! Miles! Miles! Die Elbphilharmonie wird eine Woche lang zum internationalen Hotspot für alle Jazzfans. Am Rande des Miles-Davis-Schwerpunkts im Konzertsaal entsteht vom 1. bis 6. Mai eine Pop-up-Bar im 5. OG des alten Kaispeichers. Das Besondere: In der Bar, die nur sechs Tage geöffnet hat, werden alle Alben von Miles Davis gespielt. Von »Kind of Blue«, einem der besten Jazz-Alben aller Zeiten, bis zu den treibenden Grooves von »Bitches Brew«: ein echter Marathon mit mehr als 50 Stunden guter Musik und über 50 Stunden Gelegenheit, den wohl exklusivsten und schönsten Blick der ganzen Stadt über den Hamburger Hafen zu genießen. Für feine Drinks und gemütliche Stimmung sorgt die Pacific Bar aus der Hamburger Schanze, die nicht zuletzt wegen ihrer handverlesenen Cocktails über das Szeneviertel hinaus bekannt ist. Der Eintritt ist frei, der Platz vor Ort leider beschränkt, weshalb es beim Einlass zu Wartezeiten kommen kann.

Das Programm lautet an diesem Abend wie folgt:

16:30 Uhr: Birth of the Cool, 1957
17:08 Uhr: The New Sounds, 1951
17:33 Uhr: Dig, 1956
18:10 Uhr: Blue Period, 1953
18:30 Uhr: Young Man with a Horn, 1953
18:55 Uhr: The Compositions of Al Cohn, 1953
19:17 Uhr: Miles Davis Volume 2, 1953
19:40 Uhr: Miles Davis, Volume 3, 1954
20:08 Uhr: Miles Davis Quartet, 1954
20:38 Uhr: Miles Davis Quintet, 1954
20:57 Uhr: Walkin’, 1957
21:37 Uhr: Miles Davis All Star Sextet, 1954
22:01 Uhr: Miles Davis with Sonny Rollins, 1954
22:24 Uhr: Miles Davis All Stars, Volume 1 / 2, 1955
23:06 Uhr: Bags’ Groove, 1957
23:53 Uhr: Musings of Miles, 1955
00:31 Uhr: Blue Moods, 1955

Das vollständige Programm und wichtige Informationen zum Einlass gibt es hier: Miles 100 Marathon auf dem Sounddeck

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Bewertungen & Berichte Miles 100 Marathon

© Ralph Larmann
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Elbphilharmonie

Am 11. und 12. Januar 2017 wurde die Elbphilharmonie Hamburg feierlich eröffnet. Im Strom der Elbe, an drei Seiten von Wasser umgeben, ist das neue Konzerthaus ein Anziehungspunkt für alle Hamburger und für Gäste aus der ganzen Welt. Das spektakuläre Gebäude vereint drei Konzertsäle, einen großen Musikvermittlungsbereich, Gastronomie, ein Hotel und die öffentliche Plaza, die Besuchern einen einmaligen Panoramablick über die gesamte Stadt bietet. Künstlerische Qualität, Vielfalt und Zugänglichkeit prägen das musikalische Programm von Hamburgs neuem kulturellem Wahrzeichen. HamburgMusik gGmbH
Elbphilharmonie und Laeiszhalle Betriebsgesellschaft
Platz der Deutschen Einheit 4
D 20457 Hamburg

Telefon: +49 (0)40-357 666 0
E-Mail: info@elbphilharmonie.de

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Bewertungen & Berichte Elbphilharmonie

Konzerte / Konzerthaus Elbphilharmonie Hamburg Hamburg, Platz der Deutschen Einheit 4
Konzerte / Konzerthaus Laeiszhalle Hamburg Hamburg, Johannes-Brahms-Platz
Konzerte / Konzert Nordwestdeutsche Philharmonie
Konzerte / Konzert Gutshauskonzerte
VHS Glinder KuB
Glinde, Möllner Landstraße 53
Konzerte / Konzert Staats­phil­har­mo­nie Nürnberg
Ereignisse / Festival Internationales Musikfest Hamburg 1.5. bis 3.6.2026
Konzerte / Musikensemble Hamburger Camerata Hamburg, Katharinenstraße 30
Konzerte / Orchester Symphoniker Hamburg Hamburg , Dammtorwall 46
Konzerte / Orchester NDR Elbphilharmonie Orchester Hamburg Hamburg, Rothenbaumchaussee 132
Konzerte / Orchester Junge Philharmonie Elbe-Weser Stade, Im Johanniskloster
Konzerte / Jazz Jazzclub im Stellwerk Hamburg, Hannoversche Str. 85
Konzerte / Konzerthaus Halle4.24 Hamburg, Stockmeyer Str. 41
Konzerte / Orchester Haydn-Orchester Hamburg Hamburg, Prätoriusweg 9
Konzerte / Neue Musik Konzertreihe Neue Musik Eckernförde Eckernförde,

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