Veränderung und Erneuerung begleiten das Theater schon seit Jahrhunderten. Und nicht nur das Theater, nein, wir alle spüren die Herausforderungen, vor die uns das sich rasant verändernde Weltgeschehen derzeit stellt.
Für uns heißt Veränderung in den kommenden Jahren in erster Linie die Sanierung des Spielhauses am Goetheplatz und der dadurch notwendige Umzug in unsere Interimsspielstätten. So unterschiedlich die neuen Spielorte, so kreativ und vielfältig ist auch das Programm der einzelnen Sparten. Mit unseren herausragenden Ensembles und dem enormen Engagement und Einsatz aller Mitarbeiter*innen in Verwaltung, Technik und Werkstätten werden wir Ihnen auch in der Sanierungszeit qualitativ hochwertige Theatererlebnisse anbieten.
Choreografien von Ensemblemitgliedern des NTM Tanz
Premiere: 7.3.2026
Von der Idee zur Bühnenproduktion: In diesem beliebten Format kreieren Tänzerinnen und Tänzer aus dem Ensemble eigene Choreografien. Dabei dürfen sie experimentieren, sich ausprobieren und herausfordern.
Tanzintendant Stephan Thoss möchte seine Ensemblemitglieder fördern. Sie sollen nicht nur tanzen, sondern auch choreografieren, neue Bewegungen erforschen, frische Ausdrucksformen entwickeln und Verantwortung übernehmen. Aber es ist nicht so, dass sich Choreografen nur Bewegungen und Schritte ausdenken. Zum künstlerischen Prozess gehört viel mehr: Kostüme, Maske und Musik, Bühnenbild, Beleuchtung und Besetzung – das komplette Setting.
Wer also wertvolle Erfahrungen sammeln, seine Stärken erkennen, Stile und Techniken austesten möchte, erhält dafür im Tanzhaus Raum und Zeit, den nötigen Rückhalt sowieso. Denn es braucht auch Mut. »Das Tanzhaus ist ein denkender Organismus«, sagt Stephan Thoss. Fantasie und Leidenschaft bringen die jungen Choreografinnen und Choreografen immer mit. Und dabei entstehen unkonventionelle Werke.
Termine
Di 3.3.2026, 19:00 | Öffentliche Probe
Sa 7.3.2026, 19:00 | Premiere
So 8.3.2026, 19:00und weitere Termine
So 15.3.2026, 19:00
Ort
NTM Tanzhaus
Galvanistraße Tor 6A
D-68309 Mannheim
Konzertformat mit Musik von Felix Mendelssohn Bartholdy und Erich Wolfgang Korngold | Textfassung nach der Komödie von William Shakespeare
Premiere: 30.4.2026
Musik erzeugt Bilder, Stimmen erzählen Geschichten. In einem genreübergreifenden Konzertformat entführt Felix Mendelssohns berühmte Musik in eine Welt, in der merkwürdige Dinge vor sich gehen, die nur durch Zauber zu erklären sind…
In einem Wald vor den Toren Athens begegnen sich zwei Liebespaare, Feen, Elfen und eine Gruppe theaterbegeisterter Handwerker, die sich für eine Probe verabredet haben. William Shakespeares Komödie verknüpft mehrere Handlungsstränge und verwebt die Geschichte der jungen Athener Edelleute Hermia, Lysander, Demetrius und Helena mit den Machenschaften des Elfenkönigspaars Oberon und Titania. Auf der Bühne der Oper am Luisenpark entfaltet sich ein buntes Verwirrspiel, in dem ausgerechnet eine Figur die Geschicke des Abends lenkt und die Fäden in der Hand hält: Oberons durchtriebener Diener Puck.
Eine Ouvertüre zum »Sommernachtstraum« komponierte Mendelssohn bereits im Alter von 17 Jahren, nachdem er das Shakespeare-Stück in deutscher Übersetzung kennengelernt hatte. Zu einer kompletten Schauspielmusik vervollständigte er das Werk erst Jahre später und zwar auf Wunsch von König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen. Mendelssohns schillernder Partitur gegenübergestellt wird die ebenso farbenreiche und bildhafte Filmmusik von Erich Wolfgang Korngold, der sich in seiner 1935 für den Kinofilm Max Reinhardts entstandenen Fassung eng an musikalischen Motiven Mendelssohns orientiert, dabei aber zu einer eigenen und raumgreifenden Klangsprache findet. So kommen im OPAL packende Musik und große Stoffe zu einer Neufassung zusammen, die Shakespeares »Sommernachtstraum« zu einem spielerischen Abend über Liebe, Zauber und Intrige bündelt.
Sopran: Seunghee Kho
Mezzosopran: Julia Faylenbogen
Bariton: Nikola Diskić
Erzähler: Michael Ransburg
Nationaltheater-Orchester
Damenchor des Nationaltheaters
Musikalische Leitung: Jānis Liepiņš
Szenische Einrichtung: Luka Kjell Mahlmann
Licht: Daniel Scheunemann
Chordirektor: Alistair Lilley
Dramaturgie: Daniel Joshua Busche
Sprache: In deutscher Sprache
Termine
Do 30.4.2026, 19:30 | Premiere
So 3.5.2026, 15:00
Fr 8.5.2026, 19:30und weitere Termine
Sa 16.5.2026, 19:30
Ort
OPAL - Oper am Luisenpark
Theodor-Heuss-Anlage 10
D-68165 Mannheim
Treffpunkt OPAL-Foyer: Marie-Belle Sandis und Lorenzo Di Toro
Von der Straßensängerin zum Weltstar: Das Schicksal schien es zunächst nicht gut zu meinen mit Édith Giovanna Gassion, die in ärmlichsten Verhältnissen aufwuchs, bedroht von Hunger, Gewalt und dem Alkoholismus des Vaters. Mit 15 Jahren verlässt sie ihn, um zusammen mit einer Freundin als Straßensängerin nach Paris zu gehen. Schon bald wird sie entdeckt, Auftritte in Kabaretts folgen. Ihre geringe Körpergröße – 1, 47 Meter – trug ihr den Spitznamen »la môme piaf«, Spatzenmädchen, ein. Plattenaufnahmen schließen sich an, in den späten 1930er-Jahren gelingt schließlich der große Durchbruch.
Édith Piafs bewegtes Leben, ihre jahrzehntelange Freundschaft mit Marlene Dietrich, ihre zu tiefst berührende Musik – Stoff genug für Marie-Belle Sandis und Lorenzo Di Toro, die im Treffpunkt OPAL-Foyer zur Hommage an die große Künstlerin laden.
Mit: Marie-Belle Sandis
Klavier: Lorenzo Di Toro
Szenische Einrichtung: Claudia Plaßwich
Termin
Do 5.2.2026, 19:00
Ort
OPAL - Oper am Luisenpark
Foyer Theodor-Heuss-Anlage 10
D-68165 Mannheim
Melodramma in einem Prolog und zwei Akten von Gaetano Donizetti
Mythos oder Menschlichkeit: War Lucrezia Borgia wirklich eine Femme fatale – oder doch eine tragische Mutterfigur? Donizetti bricht mit der traditionellen Opera seria und erschafft ein psychologisch nuanciertes Porträt einer Frau, gefangen zwischen Macht, Schuld und Sehnsucht.
Eine Giftmischerin, Mörderin, Femme fatale, Intrigantin und Lügnerin, Tochter und Konkubine des Papstes und Geliebte ihres Bruders. Diese sagenhaften Zuschreibungen hat Lucrezia ihrem Nachnamen zu verdanken, denn die Borgias waren eine der wohl einflussreichsten und aus diesem Grund meistgehassten Familien der Renaissance – die erste Mafia des Vatikans. Bleibt da überhaupt Platz für die Vermutung, dass Lucrezia Borgia in Wirklichkeit eine zutiefst unglückliche Frau und eine leidenschaftlich liebende Mutter gewesen sein könnte?
Gaetano Donizetti nähert sich der Titelfigur seiner Oper mit psychologischer Präzision und erschafft eine der schönsten und facettenreichsten Belcanto-Rollen für Koloratursopran. Als dramatische Vorlage diente das gleichnamige Schauspiel von Victor Hugo, in dem Lucrezia Borgia zur unfreiwilligen Mörderin ihres eigenen Sohnes wird. Regisseurin Rahel Thiel (»Eugen Onegin«, »The Lighthouse«) erzählt in ihrer Mannheimer Inszenierung die Geschichte einer Alleingängerin in einer Männerwelt, die sich dem Verhängnis ihres Namens widersetzen will.
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Dauer: ca. 2 Std 40 Min, inkl. einer Pause
Die Produktion wird von 23.12.2025 bis 22.06.2026 auf der internationalen Streaming-Plattform OperaVision übertragen.
Streaming mit freundlicher Unterstützung von OperaVision und Opera Europa Next Generation, kofinanziert von der Europäischen Union. Das Streaming wird präsentiert von der BW Bank.
Termine
Fr 6.2.2026, 19:30
So 8.2.2026, 18:00
So 22.2.2026, 15:00und weitere Termine
Tragedia giapponese in drei Akten von Giacomo Puccini
Text von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica nach David Belasco
Nagasaki um das Jahr 1900: Der amerikanische Marineoffizier B. F. Pinkerton verheiratet sich mit der Geisha Cio-Cio-San, genannt Butterfly, ohne eine dauerhafte Verbindung zu beabsichtigen. Für Butterfly hingegen ist der Schritt eine mit ganzem Ernst und allen Konsequenzen getroffene Lebensentscheidung.
Puccinis 1904 uraufgeführte Oper zählt in ihrer emotionalen Wucht und musikalischen Dichte zu den beliebtesten Werken des Komponisten. Die Oper erzählt die Geschichte eines erbarmungslosen Aufeinanderprallens verschiedener Sehnsüchte, unterschiedlicher Erwartungen und gegensätzlicher Lebensentwürfe. So formuliert Pinkerton seinem Freund Konsul Sharpless gegenüber gleich zu Beginn, dass er nach seinem Abenteuer mit Cio-Cio-San in sein »wahres« Leben in Amerika zurückkehren werde. Butterfly hingegen hat sich für ihre Heirat mit Pinkerton von Familie und Herkunft lossagt. Zu Pinkertons Überraschung entwickeln sich auf seiner Seite echte Gefühle für Butterfly, doch auch diese halten ihn nicht davon ab, Cio-Cio-San zu verlassen und nach Amerika zurückzukehren. In fester Überzeugung seiner Wiederkehr wartet Butterfly auf Pinkerton, bevor die grausame Realität sie schließlich in den Selbstmord treibt.
Wolfgang Blum setzte die Oper 1969 für das Mannheimer Nationaltheater in Szene. Seine detailreiche und psychologisch ausgearbeitete Inszenierung in der klaren Raumgestaltung von Paul Walter, ist ein fester Bestandteil des Mannheimer Repertoires geworden. In neuer Einstudierung ersetzt die Produktion die ursprünglich geplante Premiere »The Greek Passion«.
Regie: Wolfgang Blum
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Claudia Plaßwich
Bühnenbild: Paul Walter
Kostüme: Gerda Schulte
Chor: Alistair Lilley
Sprache: Italienisch mit deutschen Übertiteln
Dauer: ca. 2 Stunden 50 Minuten, inkl. einer Pause
Termine
Fr 20.2.2026, 19:00
Di 24.2.2026, 19:30
Sa 28.2.2026, 19:00und weitere Termine
Fr 6.3.2026, 19:30
Do 12.3.2026, 19:30
Sa 14.3.2026, 19:00
Mi 18.3.2026, 19:30
Fr 20.3.2026, 18:00
Ort
OPAL - Oper am Luisenpark
Theodor-Heuss-Anlage 10
D-68165 Mannheim
Familienoper von Pierangelo Valtinoni
nach Lewis Carroll
Alles beginnt mit einem weißen Kaninchen: eine wunderbare Welt voll Kuriositäten, Zauber und skurriler Typen. Lewis Carrolls »Alice« verzaubert und fasziniert Generationen an Kindern und Erwachsenen gleichermaßen.
Wie nahe doch das Wunderbare und die Realität beieinanderliegen: Alice folgt einem weißen Kaninchen und plötzlich steht alles Kopf. Das Wunderland funktioniert nach eigenen Gesetzen – oder viel eher nach gar keinen. Zwiddeldum und Zwiddeldei, eine ziemlich verrückte Teestunde, eine Grinsekatze – die merkwürdigen Begegnungen wollen kein Ende nehmen. Schließlich kommt Alice zum Hof der bedrohlichen Herzkönigin und trifft endlich einen Bekannten: Das weiße Kaninchen geriert sich in einem Prozess um einen Törtchendiebstahl als Gerichtssprecher und verliest die Anklage. Ziemlich heftig, wie es in diesem Wunderland doch so zugeht! Doch selbstbewusst bahnt sich Alice ihren Weg durch die aberwitzigen Begegnungen, widersinnigen Vorfälle und spannenden Abenteuer. Lewis Carroll wusste seinen 1865 erschienenen Roman eben mit der nötigen Portion Nonsens und Absurdität anzureichern. Pierangelo Valtinonis Oper bündelt die gleichermaßen bunt schillernde wie wundersam rätselhafte Welt der jungen Alice zu einem spannenden Abend für Jung und Alt.
Der Herzog von Brabant ist tot, seine Tochter Elsa wird des Mordes an ihrem Bruder bezichtigt. Verzweifelt erträumt sie sich himmlische Rettung, die in Gestalt des Schwanenritters Lohengrin erscheint. Doch seine Hilfe ist an eine Bedingung geknüpft – nie darf sie ihn nach Namen oder Herkunft fragen.
Die frühmittelalterliche Welt von Wagners Oper »Lohengrin« ist eine des Umbruchs: Die alte Ordnung wird von einer neuen herausgefordert. Während Elsa zwischen Hingabe und Zweifel schwankt, intrigiert die zauberkundige Ortrud, um die Macht in Brabant zu gewinnen und den germanischen Glauben wiederherzustellen. Und Lohengrin? Ist er Erlöser, Instrument einer fremden Macht oder Vermittler? Was bedeutet sein letztliches Verschwinden? Roger Vontobels Neuinszenierung schafft eine Welt, in der Glaube, Macht und Widerstand unauflöslich ineinander verwoben sind; Generalmusikdirektor Roberto Rizzi Brignoli wird die seinerzeit neuartigen Klangwelten Wagners differenziert und mit rhythmischer Prägnanz zum Ausdruck bringen. In einer Zeit, in der kulturelle Identitäten und ideologische Konflikte in den Mittelpunkt globaler Debatten rücken, zeigt »Lohengrin« die Tragik des Wandels – und stellt grundlegende Fragen zu Religion, Kolonialisierung und Naturbeherrschung.
Regie: Roger Vontobel
Videodesign: Clemens Walter
Bühne: Fabian Wendling
Kostüm: Martina Lebert
Licht: Florian Arnholdt
Chordirektor: Alistair Lilley
Dramaturgie: Jan Dvorak
In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln
Dauer ca. 4 Std 30 Min, inkl. 2 Pausen
Termine
So 8.3.2026, 17:00
So 15.3.2026, 18:00
Ort
OPAL - Oper am Luisenpark
Theodor-Heuss-Anlage 10
D-68165 Mannheim
Treffpunkt OPAL-Foyer: eine musikalisch-humoristische Annäherung mit Joachim Goltz, Estelle Kruger und Naomi Schmidt
Vom ersten Kennenlernen über einen Bauch voller Schmetterlinge bis zum Ja-Wort für die Ewigkeit: Ein ganz normales Wohnzimmer und die unterschiedlichsten Phasen und Stimmungen innerhalb der einst in unendlicher Liebe geschlossenen Ehe, die sich alltäglich darin abspielen. Freude, Traurigkeit, Liebe, Hass, sich entzweien und wieder zu einem verschmelzen – kurz: die Höhen und Tiefen »bis dass der Tod sie scheidet«.
Dies alles erleben Sie bei »Szenen einer Ehe«, szenisch und musikalisch präsentiert von Estelle Kruger und Joachim Goltz, beide glücklich – wenn auch privat nicht miteinander – verheiratet und begleitet von Naomi Schmidt am Flügel. Charmant und gelegentlich auch schlichtend mediativ führt Alexander Wischnewski das traute Paar und das Publikum durch den Abend. Sowohl Oper als auch Operette und Musical bieten unendliches Material, um all die genannten Stimmungen musikalisch auszudrücken; von »Wer uns getraut« über »Lippen schweigen« bis zu »Der Hölle Rache« – es gibt nur wenige Melodien, die sich nicht irgendwo in einer Ehe wiederfinden – mit Sicherheit auch in der Ihren, liebes Publikum.
Sopran: Estelle Kruger
Bariton: Joachim Goltz
Moderation: Alexander Wischniewski
Musikalische Leitung am Klavier:Naomi Schmidt
Ausstattung: Jodie Fox
Termine
Fr 13.3.2026, 19:30
Do 26.3.2026, 19:30
So 12.4.2026, 19:30
Ort
OPAL - Oper am Luisenpark
Foyer Theodor-Heuss-Anlage 10
D-68165 Mannheim
Choreografien von Anat Oz, Stephan Thoss und Rebecca Laufer & Mats van Rossum
Rhythmisch, melodisch, leidenschaftlich: 1928 als Ballettmusik komponiert, inspiriert Ravels Boléro bis heute jede Choreografen-Generation aufs Neue. Um dieser besonderen Anziehungskraft Raum zu geben, bündelt »Boléro, Boléro« drei Versionen zu einem Tanzabend.
Ein Rhythmus, eine Melodie und ein einziges, leidenschaftlich anwachsendes Crescendo. Diese einfache wie archaische musikalische Struktur von Ravels Meisterwerk ist womöglich der Energiekern und Anreiz, sich dem Werk immer wieder anzunähern.
Der erste Tanzabend der neuen Spielzeit porträtiert diese Faszination und fordert gleich vier Choreografinnen und Choreografen heraus, ihre individuelle Version auf die Bühne zu bringen. Während das Duo Rebecca Laufer & Mats van Rossum, das erst 2024 mit »Clay« in »Just a Game» am NTM begeisterte, und Anat Oz jeweils eine Kreation für das Mannheimer Ensemble erarbeiten, bedeutet Boléro Nr. 3 ein Wiedersehen mit der Interpretation von Tanzintendant Stephan Thoss. 1999 entstanden und an zahlreichen Theatern gefeiert, kommt es nun aktualisiert zurück ins Programm. Ausgefeilter Witz und Humor neben bestechender Musikalität sind die Zutaten dieser originellen Fassung: Sechs ältere Damen treffen sich zum Kaffeekränzchen und geraten zwischen Petits Fours und Jukebox in sehr persönliche Ekstase.
Sprache mit wenig oder ohne Sprache
Dauer 2 Std 15 Min, inkl. zwei Pausen
Termine
Di 24.2.2026, 19:30
Mi 25.3.2026, 19:30
Ort
Altes Kino Franklin
Abraham-Lincoln-Allee 1
D-68309 Mannheim
Er steckt voller Ohrwürmer, treibender Rhythmen und geradezu berauschender Vokalartistik: Im Mittelpunkt von Maren Schäfers Inszenierung von »Der Barbier von Sevilla« steht Rosina, die sich aus ihrer Gefangenschaft befreit und beginnt, ihr eigenes Leben zu leben. Angeregt durch Charaktere und Typen der italienischen Komödie, lässt Ernesto Lucas HO Rossinis Sevilla in handgezeichneten Animationen lebendig werden.
Nähere Informationen zur Neuinszenierung und zum Konzept der »White Wall Oper« erhalten Sie auf dem Alphabet-Blog (www.alphabet-oper.de/).
Zu dieser Produktion bieten wir Einführungs- und Nachbereitungsworkshops an. Bei Interesse kontaktieren Sie gerne Oliver Riedmüller (E-Mail: oliver.riedmueller@mannheim.de / Tel.: 0621 1680 488).
Dauer 1 Std 30 Min, keine Pause
Sprache In italienischer Sprache mit deutschen und türkischen Übertiteln
Termine
Sa 31.1.2026, 19:00 | Wiederaufnahme
So 15.2.2026, 19:00
Sa 21.2.2026, 19:00und weitere Termine
Di 10.3.2026, 19:30
So 15.3.2026, 16:00
Do 19.3.2026, 19:30
Mi 25.3.2026, 19:30
Ort
OPAL - Oper am Luisenpark
Theodor-Heuss-Anlage 10
D-68165 Mannheim
Drama in zwei Akten und einem Prolog
von Ruggero Leoncavallo
»Die Komödie ist aus« – Die Aufführung einer Komödiantentruppe endet mit einem brutalen Mord auf offener Bühne. Leoncavallos radikales Musikdrama von 1892 spielt mit Szene und Wirklichkeit.
Alles ist bereit für den großen Abend: Die Komödiantengruppe von Canio hat sich im Dorf eingefunden und lädt alle zur großen Aufführung ein. Seine Frau Nedda allerdings, ebenfalls Teil der Gruppe, will mit ihrem heimlichen Geliebten Silvio entkommen. Als Canio davon erfährt, greift er, rasend vor Eifersucht, zum Messer. Tonio beruhigt ihn und rät, sich lieber für die Vorstellung fertig zu machen. Ruggero Leoncavallo trifft mit seinem scharfen Eifersuchtsdrama ins Schwarze: »Pagliacci« zählt heute zu den bekanntesten Werken des Verismo.
Regie: Roland Velte
Szenische Leitung: Claudia Plaßwich
Bühne & Kostüm: Wolfgang Gussmann
Chordirektor: Alistair Lilley
Kinderchorleitung: Anke-Christine Kober
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Dauer ca. 1 Stunde 15 Minuten
Termine
Di 24.3.2026, 19:30
Sa 28.3.2026, 19:00
So 5.4.2026, 18:00und weitere Termine
Sa 11.4.2026, 19:30
Ort
OPAL - Oper am Luisenpark
Theodor-Heuss-Anlage 10
D-68165 Mannheim
Darf ein Fürstensohn eine Chansonette heiraten? Spielt das wirklich eine Rolle, wenn sowieso die ganze Welt Kopf steht? Wo soll das alles hinführen? Sicher ist: »Man lebt ja nur einmal! Und einmal ist keinmal!«
Im Mittelpunkt von Emmerich Kálmáns berühmtester und meistgespielter Operette steht eine Beziehung, die aufgrund gesellschaftlicher Unterschiede unmöglich ist. Sylva, die gefeierte Varieté-Diva des Orpheums, ist auf dem Weg nach Amerika, um dort Karriere zu machen, denn auf ihren Geliebten Edwin wartet im fürstlichen Palast dessen Verlobte und Cousine Stasi. Edwins Eltern halten sie für die geeignetere Wahl, doch Rettung naht. Graf Bóni, der sich zu amüsieren weiß, und Feri bácsi, der alle Liebestricks des Orpheums kennt, eilen ihrer Favoritin Sylva zu Hilfe, damit sie Edwin wiedersehen kann. So beginnt ein rasantes Spiel voller Risiken und Missverständnisse, Geheimnisse und Versprechungen, bei dem alle etwas zu verlieren haben. Operetten-Spezialistin Stephanie Schimmer, deren »Fledermaus« im letzten Jahr den vollbesetzten Rosengarten zum Beben brachte, nimmt Kálmáns Figuren und ihre Verhältnisse genau unter die Lupe und sorgt so für schwungvolle Unterhaltung mit echtem Tiefgang.
Musiktheater von Cordula Däuper und Johannes Müller (Buch)
Eine Erinnerung in mehreren Stimmen
Als sich fünf junge Sänger und ein Pianist 1927 in einer Berliner Dachgeschosswohnung zusammenfinden, haben sie Großes vor: Sie wollen einen völlig neuen Gesangsstil entwickeln und damit die Bühnen der Welt erobern.
Inspiriert von der Musik der US-amerikanischen Gesangsgruppe »The Revelers« gründen Harry Frommermann, Robert Biberti, Erich A. Collin, Roman Cycowski, Ari Leschnikoff und Erwin Bootz ein Gesangsquintett, das unter dem Namen »Comedian Harmonists« zu einer der erfolgreichsten Musikgruppen aller Zeiten werden sollte. Auch ein knappes Jahrhundert später kann man sich der Brillanz, dem Humor und der Virtuosität dieser Musik kaum entziehen.
Der Erfolg der Gruppe war nicht nur das Ergebnis harter Arbeit, sondern fand auch vor dem Hintergrund eines sich radikalisierenden politischen Klimas und der Machtübernahme durch die Nationalsozialsten statt. Das wird zum Ausgangspunkt einer vielstimmigen musikalischen Erzählung, die Cordula Däuper und Johannes Müller auf Basis von Erinnerungen und dokumentarischem Material zu einem dichten Musiktheaterabend zusammengeführt haben. Sie zeichnen die Lebenswege der sechs »Comedians« von den Anfängen bis zu Trennung und Exil nach und erwecken ihre Musik zu neuem Leben – von Innigkeit bis Roaring Twenties.
Musikalische Leitung und Einstudierung: Jörg Daniel Heinzmann
Regie: Cordula Däuper
Bühne: Friedrich Eggert
Kostüm: Sabine Hilscher
Licht: Damian Chmielarz
Dramaturgie: Cordula Demattio
Dauer: ca. 3 Std, inkl. einer Pause
Sprache: In deutscher Sprache
Termine
Do 26.3.2026, 19:00
Fr 27.3.2026, 18:00
So 29.3.2026, 18:00und weitere Termine
Mo 30.3.2026, 19:00
Mi 1.4.2026, 19:00
Do 2.4.2026, 19:00
Ort
Schloss Schwetzingen
Schloss Schwetzingen
D-68723 Schwetzingen
Fassung und Text von Loriot | Musik von Richard Wagner
Richard Wagners 16-stündiges Opus summum gekonnt zu einem einzigen Abend zusammengeführt? Humor-Urgestein Loriot macht’s möglich.
Im Jahr 1992 wird das Mannheimer Nationaltheater unter der Intendanz von Klaus Schultz saniert. Eine geplante Ring-Inszenierung war nicht mehr möglich. Da erinnert sich Schultz an die Idee seines Freundes Loriot: Wagners Welttheater zu einem Abend zusammenzufassen. Durch große Kenntnis von Wagners Kunst, aber auch jede Menge Witz und Raffinesse gelingt es Loriot, einen unterhaltsamen Ring für alle zu schmieden – für Wagner-Verehrer*innen wie Wagner-Scheue. In Zeiten der Generalsanierung des Nationaltheaters findet die legändere Fassung Loriots wieder auf die Bühne des NTM.
Dauer: 3 Std 20 Min, inkl. einer Pause
Sprache: In deutscher Sprache
Termine
So 22.3.2026, 17:00
So 29.3.2026, 17:00
Ort
OPAL - Oper am Luisenpark
Theodor-Heuss-Anlage 10
D-68165 Mannheim
Hans Schülers legendäre Inszenierung von Wagners »Parsifal« ist zurück im Repertoire. Seit 1957 erscheint das gewaltige Musikdrama in zeitloser Schlichtheit.
Wagners Bühnenweihfestspiel schafft eine immersive Mythenwelt aus religiösen, philosophischen und künstlerischen Motiven. Sie erzählt die Geschichte des »reinen Toren« Parsifal, der von sich und seiner Berufung noch nichts weiß. Er ist zerrissen zwischen zwei Welten – der weihevoll asketischen Welt der Gralsritter und der sinnlich aufgeladenen Lustwelt Klingsors. Nur Parsifal vermag Amfortas zu erlösen und den heiligen Gral wieder zu enthüllen. Den unermesslichen musikalischen Reichtum, in dem Wagner die Sphären von Himmel und Hölle, religiösen Vorstellungen und reinstem Überwältigungstheater zusammenführt, machen dieses Musikdrama zum Vermächtnis.
Musikalische Leitung: Alexander Joel
Regie: Hans Schüler
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Claudia Plaßwich
Bühnenbild: Paul Walter
Kostüme: Gerda Schulte
Chordirektor: Alistair Lilley
Sprache: In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln
Dauer: 5 Std 15 Min, inkl. zwei Pausen
Wir danken dem RIchard-Wagner- Verband Mannheim Kurpfalz e. V. für die Förderung der Restaurierung des Bühnenbildes.
Termine
Fr 3.4.2026, 17:00
Mo 6.4.2026, 17:00
Ort
OPAL - Oper am Luisenpark
Theodor-Heuss-Anlage 10
D-68165 Mannheim
Über 2000 Mal kommt das Wort »Love« in den Werken Shakespeares vor. Er erfasst das Phänomen Liebe mit einer Tiefe und Komplexität, dass kaum ein Aspekt unbeleuchtet bleibt. Der neue Orchester-Tanzabend entwirft ein Kaleidoskop der Liebe auf Shakespeares Spuren.
»Wie Schatten flieht die Lieb, indem man sie verfolgt; sie folgt dem, der sie flieht, und flieht den, der ihr folgt.« Shakespeares Zeilen, die geradezu danach rufen, in Tanz übersetzt zu werden, und preisgeben, wie unberechenbar die Liebe ist. Sie ist grenzenlos in ihren Ausdrucksformen, wagt, tröstet, täuscht und verletzt, ist flüchtig, tief, leidenschaftlich und romantisch – dabei immer regellos, unordentlich, chaotisch.
»Shakespeare & Love« widmet sich den unzähligen Facetten der Liebe in freier Assoziation und lässt Figuren und Motive etwa aus »Romeo und Julia«, »Othello« oder »Ein Sommernachtstraum« lebendig werden.
Auch die musikalische Landschaft des Abends reflektiert die Irrfahrt durch die Höhen und Tiefen der Liebe – von intimer Kammermusik und dem vibrierenden, zeitgenössischen Orchesterwerk »Unknown Touch« von Henrik Schwarz weiter zur 3. Sinfonie Lepo Sumeras bis zum »Adagietto« aus Gustav Mahlers 5. Sinfonie, das in seiner traumverlorenen Schönheit selbst als Liebeserklärung gilt.
Musikalische Leitung: Markus L. Frank
Choreografie / Bühne: Stephan Thoss
Bühne / Kostüm: Romy Liebig
Licht: Nicole Berry/Stephan Thoss
Dramaturgie: Stephan Thoss/Susanne Wiedmann
Sprache: mit wenig oder ohne Sprache
Passend zu dieser Produktion zeigt das Cinema Quadrat am Di, 23.06.2026 um 19.30 Uhr den Film »Shakespeare in Love«. Tanzintendant und Chefchoreograf Stephan Thoss gibt eine Einführung zum Film. Mit ihrer Theaterkarte für eine »Shakespeare and Love« Vorstellung erhalten Sie Rabatt auf den Kino-Eintritt.
Termine
Fr 30.1.2026, 19:30
So 1.2.2026, 15:00
Mi 4.2.2026, 19:30
Ort
OPAL - Oper am Luisenpark
Theodor-Heuss-Anlage 10
D-68165 Mannheim
Ein schicksalhafter Marsch durchläuft Mahlers sechste Symphonie als Vorbote des unheilvollen Endes. Eindringliche Momente, die im Innersten berühren, und spektakuläre Höhepunkte erzeugen.
Gustav Mahler (1860–1911): Symphonie Nr. 6 a-Moll
Termine
Mo 2.2.2026, 20:00 | Ticket
Di 3.2.2026, 20:00 | Ticket
Das Nationaltheater-Orchester im Mozartsaal des Mannheimer Rosengartens
Liebe Freundinnen und Freunde der Mannheimer Fasnacht,
am Sonntag, 08. Februar 2026 ist es soweit:
Tradition trifft Lebensfreude, wenn die 43. Mannheimer Fasnachtsmatinee den Mozartsaal im Rosengarten wieder in ein Meer aus Musik, Frohsinn und festlicher Stimmung verwandelt.
Unter der bewährten musikalischen Leitung und charmanten Moderation von Karl-Heinz Bloemeke präsentiert das Nationaltheater-Orchester ein schwungvolles Programm voller musikalischer Überraschungen und heiterer Momente.
Besondere Glanzpunkte bereiten in diesem Jahr die Gesangssolisten Irakli Kakhidze und Seunghee Kho, die mit ihren ausdrucksstarken Stimmen und ihrer Bühnenpräsenz für berührende wie beschwingte Augenblicke sorgen.
Freuen Sie sich auf einen Vormittag, der ganz im Zeichen der Mannheimer Fasnacht steht – mit Musik, Esprit und jener einzigartigen Atmosphäre, die diese Matinee Jahr für Jahr zu einem unvergesslichen Erlebnis macht.
Der Veranstalter ist die Musikalische Akademie in Kooperation mit dem NTM
Sopranistin: Estelle Kruger
Klavier: Gábor Bartinai
Moderation: Albrecht Puhlmann
»Alles überstrahlend gleitet die Sopranistin aus dem Mannheimer Ensemble so geschmeidig und selbstverständlich durch die anspruchsvolle Koloraturpartie, dass es ein stimmliches Vergnügen ist.« - So schrieb kürzlich die Rhein Neckar Zeitung über Estelle Krugers Debüt als Lucrezia Borgia. Seit 2013 ist die Südafrikanerin Teil des Mannheimer Solistenensembles und in vielen großen Rollen zu erleben: von Mozarts Königin der Nacht bis zu Mayerbeers Marguerite de Valois und von Strauß’ Rosalinde bis Hans Thomallas Uraufführung »Dark Fall«. Höchste Zeit, Estelle Kruger bei den Begegnungen der Freunde und Förderer einmal näher kennenzulernen!
Für die »Begegnung« ist eine Kartenreservierung über die Theaterkasse empfohlen: per E-Mail unter nationaltheater.kasse@mannheim.de oder per Telefon unter 0621-1680 150.
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Bewertungen & Berichte Begegnung der Freunde und Förderer des NTM
Familienkonzert
Die Steinsuppe
Ein leckeres Orchestermärchen / ab 5 Jahren
Nationaltheater-Orchester
Musikalische Leitung: Anton Legkii
Moderation: Philipp Roosz
Ein hungriger Fremder kommt in ein verschlossenes, misstrauisches Dorf. Er klopft an Türen, bittet um ein wenig Essen und um Hilfe, doch niemand will ihm etwas geben. Und so beginnt der Mann mit nichts weiter als einem Topf, Wasser und einem gewöhnlichen Stein mitten auf dem Dorfplatz eine geheimnisvolle »Steinsuppe« zu kochen und damit das Interesse des Dorfes zu wecken.
Begleitet von der schwungvollen Musik von Johann Strauß erscheinen nach und nach die verschiedenen Instrumente des Orchesters und erschaffen gemeinsam einen köstlichen Klang. Ein Konzert zum Zuhören, Staunen, Mitmachen und vor allem zum Genießen der ganz besonderen »musikalischen Steinsuppe«, bei der jedes Instrument eine Zutat zur Geschichte beisteuert.
Sie liebten sie beide: Mit vielen Hindernissen hatten Robert Schumann und die Klaviervirtuosin Clara Wieck zu kämpfen, bis sie zueinander fanden und 1840 schließlich heirateten. Doch auch der vom Ehepaar Schumann herzlich aufgenommene Johannes Brahms verspürte eine tiefe Zuneigung zu Clara. Besonders in den schweren Jahren von Robert Schumanns Krankheit stand er der Familie bei.
Im Valentinstags-Konzert widmen sich zwei aktuelle und zwei ehemalige Mitglieder des Internationalen Opernstudios am Nationaltheaters dieser ganz besonderen Begegnung zwischen drei Menschen, ihren Geschichten von Liebe und Sehnsucht – und ihrer Musik, die davon Zeugnis ablegt. Auf dem Programm stehen die »Liebeslieder-Walzer« op. 52 von Johannes Brahms, die »Spanischen Liebeslieder« op. 183 von Robert Schumann sowie ausgewählte Lieder aus der Feder Clara Schumanns.
Eintritt frei - Spenden zugunsten des Internationalen Opernstudios erbeten
Anmeldung erforderlich über: 0621 893417
Veranstaltung des Richard Wagner-Verbandes Mannheim-Kurpfalz e. V.
in Kooperation mit dem Nationaltheater Mannheim
Termin
Sa 14.2.2026, 20:00
Ort
OPAL - Oper am Luisenpark
Foyer Theodor-Heuss-Anlage 10
D-68165 Mannheim
Musiksalon // Klassik: Farbenprächtige Ensemblewerke des 20. Jahrhunderts
Querflöte: Charlotte Kuffer
Oboe: Georg Lustig
Klarinette: Arabella Purucker, Patrick Koch
Horn: Teodor Blagojevic
Fagott: Antonia Zimmermann
Violine: Thurid Pribbernow
Viola: Jihye Han
Violoncello: Hoang Nguyen
Kontrabass: Thomas Keim
Schlagwerk: Lorenz Behringer
Wenn Sie Lust haben, gleich zu Beginn der zweiten Saisonhälfte tief in den Optimismus und die Experimentierfreude des 20. Jahrhunderts einzutauchen, dann ist dieses Programm genau richtig. Vier Komponisten, vier Handschriften – und Instrumentenkombinationen, die man nicht alle Tage hört.
Bohuslav Martinů (1890-1959) eröffnet den Abend mit einem Quartett, das Klarinette, Horn, Cello und eine kleine Trommel in eine überraschende Konversation bringt. Leoš Janáček (1854-1928) steuert mit seiner Suite »Mládi« Erinnerungen an die eigene Jugend bei – farbig, luftig, manchmal verschmitzt.
Dann wieder Martinů, diesmal in großer Besetzung: sein Nonett, ein raffiniertes Geflecht aus neun Stimmen, die sich stützen, necken und antreiben. Zum Schluss Nino Rota (1911-1979). Ja, der mit den Filmmusiken – aber hier zeigt er, wie viel Charme und Erfindungskraft er auch jenseits der Leinwand besitzt. Sein Nonett verbindet italienische Melodik mit kammermusikalischer Präzision und hat dabei eine Leichtigkeit, die fast unverschämt ist.
Vier sehr verschiedene Sichtweisen auf ein turbulentes Jahrhundert – und ein Abend, der zeigt, wie viel Freiheit Kammermusik haben kann.
Passend zu dieser Produktion zeigt das Cinema Quadrat am Fr, 27.02.2026 um 19.00 Uhr den Film »Alexis Sorbas«. Operndramaturg Daniel Joshua Busche gibt eine Einführung zum Film. Mit ihrer Konzertkarte für »Im Nonett« erhalten Sie Rabatt auf den Kino-Eintritt.
Musiksalon // Klassik: Solidarität, Erinnerung und Hoffnung
Violine: Mark Johnston
Klavier: Andrey Doynikov
Am Sonntag, den 22. Februar 2026, jährt sich der Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine zum vierten Mal – ein Datum, das kaum ohne Beklemmung vorübergeht. Das Konzert »Der Klang des Ostens« für Violine und Klavier antwortet darauf mit einem Programm, das die musikalische Vielfalt Osteuropas hörbar macht und zugleich zeigt, wie stark ukrainische Musikgeschichte über Jahrzehnte hinweg überdeckt, vereinnahmt oder falsch zugeordnet wurde.
Im Zentrum stehen Werke von Komponisten, deren Lebenswege von Migration, politischem Druck und kultureller Verschiebung geprägt sind. Die Violinsonate op. 26 von Leo Ornstein (1892–2002), geboren im heutigen Kremenchuk, verbindet expressionistische Schärfe mit kantabler Energie. Ornstein emigrierte früh in die USA, wo er als Pianist und Komponist wirkte. Musik von Nikolai Roslavets (1875–1944) steht exemplarisch für eine osteuropäische Avantgarde, die zwischen Tradition und radikaler Neuerung oszillierte und später durch kulturpolitische Gleichschaltung nahezu ausgelöscht wurde.
Einen bewussten Kontrapunkt setzt Claude Debussys Violinsonate g-Moll, 1917 im vom Ersten Weltkrieg gezeichneten Paris entstanden: ein spätes, hochkonzentriertes Werk zwischen klassischer Form und brüchiger Moderne. Der Blick öffnet sich noch weiter mit Frederic Rzewski (1938–2021), politisch engagiertem amerikanischem Komponisten und Pianisten polnischer Herkunft, dessen Musik für Widerstand, Wachheit und Verantwortung steht.
Komplettiert wird das Programm durch Werke von Valentyn Silvestrov (geb. 1937), dessen fragile, nach innen gewandte Klangsprache heute als eine der eindringlichsten Stimmen der ukrainischen Gegenwart gilt, sowie durch drei kurze Stücke von Julij Mejtus.
Ein Konzertvormittag der Erinnerung, der Einordnung – und der leisen Hoffnung.
Nicht nur lauschen, sondern eintauchen – die Sitzkissenkonzerte laden dazu ein, Musik ganz unmittelbar zu erleben. In direktem Kontakt mit den Musiker*innen des Nationaltheater-Orchesters entdecken wir gemeinsam die verschiedenen Klänge und Farben, die durch die besondere Zusammensetzung der Instrumente entstehen. Diesmal nehmen uns Hoang Nguyen am Violoncello und Lorenz Behringer am Schlagwerk mit auf eine klangvolle Reise: Wie entsteht eigentlich ein Ton? Was unterscheidet einen gezupften Klang von einem gestrichenen? Hell, dunkel, warm und kühl: Mit spannenden Klangexperimenten, mitreißenden Musikstücken und träumerischen Momenten entdecken wir gemeinsam, wie unterschiedlich Cello und Marimba klingen können.
Termine
So 1.3.2026, 11:00 | Ticket
So 29.3.2026, 11:00 | Ticket
Ort
OPAL - Oper am Luisenpark
Foyer Theodor-Heuss-Anlage 10
D-68165 Mannheim
Bedřich Smetana (1824–1884): Die Moldau, aus: Má vlast
Thorsten Encke (*1966): Konzert für Violine und Orchester (UA),
Auftragskomposition der Musikalischen Akademie Mannheim
Antonín Dvořák (1841–1904): Symphonie Nr. 8 G-Dur op. 88
Termine
Mo 2.3.2026, 20:00 | Ticket
Di 3.3.2026, 20:00 | Ticket
Rafael Helbig-Kostka, Alphabet-Chor
Leitung Alphabet-Chor: Veronika Žgela
Festivalleitung, Klavier: Jan Dvořák
Wer singt denn nicht gern? Allein macht es Spaß, gemeinsam noch mehr. Für den Mannheimer Sommer 2026 suchen wir Sängerinnen und Sänger für Festivalproduktionen wie die »Orchesterkaraoke« und zwei szenische Projekte. Eine offene Chorprobe – das Motto: »Lasst euch entgrenzen!«.
Flöte: Anissa Baniahmad
Violoncello: Gabriel Faur
Klavier: Lorenzo Di Toro
Die Querflöte, in ihrer heutigen Gestalt ein Kind des 19. Jahrhunderts, entfaltet ihre ganze Magie in der französischen Musik der Jahrhundertwende: schillernde Farben, ein Hauch von Duft in jeder Phrase. Genau dort fühlt sich Anissa Baniahmad, seit 2020 Solo-Flötistin am NTM, hörbar zuhause. Ihre Ausbildung erhielt sie u. a. bei Paul Dahme am Dr. Hoch’s Konservatorium in Frankfurt und war vor ihrem Engagement in Mannheim Solo-Flötistin der Hamburger Symphoniker. Rund um diese Virtuosin, unseren Solocellisten Gabriel Faur und den Pianisten Lorenzo Di Toro entfaltet sich ein Programm, das die französische Kammermusik in ihren schönsten Facetten zeigt. Claude Debussys (1862-1918) Trio in G-Dur – ein frühes Werk, voll Transparenz und überraschender harmonischer Wendungen – trifft auf die lyrische Eleganz von Philippe Gaubert (1879-1941), dessen »Trois Aquarelles« und »Pièce romantique« zu den funkelndsten Preziosen des Repertoires gehören. Dazwischen leuchtet die deutlich ältere Louise Farrenc (1804-1875) mit ihrem Trio op. 45 auf: klassische Form, romantische Wärme, französische Noblesse.
Musiksalon // Extra: Neue CDs mit Musik von Mahler bis Eisler in Konzert & Gespräch
Mezzosopran: Shachar Lavi
Bariton: Ilya Lapich
Bassbariton: Marcel Brunner
Kavier: Doriana Tchakarova
Klavier: Lorenzo Di Toro
Moderation: Cordula Demattio/Albrecht Puhlmann
Zwei Neuerscheinungen aus dem Umfeld des NTM, zwei ganz unterschiedliche musikalische Welten – und ein Vormittag, der beide zusammenführt. Chefdramaturgin Cordula Demattio und Opernintendant Albrecht Puhlmann laden zu einer Mischung aus Gespräch und Live-Musik, bei der die beteiligten Künstler selbst zu Wort kommen. Auf der einen Seite stehen die »Wunderhorn«-Lieder von Gustav Mahler (1860–1911), auf CD interpretiert von der Mezzosopranistin Shachar Lavi und dem Bariton Ilya Lapich gemeinsam mit Pianist Lorenzo Di Toro – zwei prägende Stimmen des NTM, die Mahlers höchstpersönliche Volksliedwelt mit großer stilistischer Klarheit durchmessen.
Auf der anderen Seite »Remembrance«, das Album des ehemaligen NTM-Bassbaritons Marcel Brunner und der Pianistin Doriana Tchakarova mit Werken von Hanns Eisler (1898–1962), Rudi Stephan (1887–1915), Charles Ives (1874–1954) und Robert Kahn (1865–1951). Gerade Kahn, der aus Mannheim stammt, später als Jude ins Exil musste und ein beeindrucken umfangreiches, heute zu Unrecht selten gespieltes Werk hinterließ, erhält hier eine verdiente Würdigung. Ein Abend zwischen Salon, Tonstudio und Bühne!
Gioacchino Rossini (1792–1868): Ouvertüre aus Semiramide
Carl Maria von Weber (1786–1826): Konzert für Fagott und Orchester F-Dur op. 75
Ludwig van Beethoven (1770–1827): Symphonie Nr. 7 A-Dur op. 92
Termine
Mo 13.4.2026, 20:00 | Ticket
Di 14.4.2026, 20:00 | Ticket
Musiksalon // Extra: Kammermusik, Lied und Tanz in ungewöhnlichen Räumen im Werkhaus des Nationaltheaters
Das Werkhaus des Nationaltheaters ist ein verwinkeltes Gebäude. 1911 als Liselotte-Schule gebaut, wird es in der »Langen Nacht der Künste« zur Spielwiese für alle Formen der Musik und Bewegung.
Überall im Haus – auf Probebühnen, Fluren, in Treppenhäusern und Lobbys – begegnen sich Kammermusik, Gesang, Tanz und Elektronik, manchmal nur für wenige Minuten, manchmal in konzentrierten Programmen. Wer zwischen den Räumen promeniert, erlebt die Übergänge als eigene Kunstform: Tuba, Flöte, Chor oder Violinen erklingen auf Treppenstufen, kleine Tanzimprovisationen und Miniaturen verzaubern die Flure. Auch Schülerinnen und Schüler des heutigen Liselotte-Gymnasiums sind zu Gast und geben in einer Theater-Performance Einblick in das Leben der Namenspatronin Liselotte von der Pfalz.
Ab 19.00 Uhr beginnt die Nacht mit feierlichen Fanfaren in der sogenannten Ladezone, bevor die ersten Promenadenmusiken und Konzerte in allen Winkeln des Hauses erklingen. Das Finale gehört dann unseren Blechbläsern, bevor man den Abend nach 23.00 Uhr im Casino bei Jazz, Blues und Drinks ausklingen lassen kann.
Die »Lange Nacht der Künste« lädt dazu ein, jeden Raum als Bühne zu erleben. Ein Abend voller Überraschungen, kleiner Wunder und großer Kunst – mitten in Mannheim, aber doch ein bisschen außerhalb des Gewohnten.
Seit Jahren sind sie ein Garant für gute Laune und beschwingte Nachmittage: Das Ensemble »Salonissimo« um Wolfram Koloseus, Sorin Strimbeanu, Frank Ringleb und Michael Steinmann kann auf einen schier unerschöpflichen Schatz an virtuoser Unterhaltungsmusik vergangener Zeiten zurückgreifen. Neuer Veranstaltungsort der beliebten Reihe wird das Untere OPAL-Foyer.
Termine
Sa 31.1.2026, 14:30 | Ticket
Sa 7.2.2026, 14:30 | Ticket
Sa 14.3.2026, 14:30 | Ticketund weitere Termine
Sa 28.3.2026, 14:30 | Ticket
Sa 4.4.2026, 14:30 | Ticket
Ort
OPAL - Oper am Luisenpark
Foyer Theodor-Heuss-Anlage 10
D-68165 Mannheim
Veränderung und Erneuerung begleiten das Theater schon seit Jahrhunderten. Und nicht nur das Theater, nein, wir alle spüren die Herausforderungen, vor die uns das sich rasant verändernde Weltgeschehen derzeit stellt.
Für uns heißt Veränderung in den kommenden Jahren in erster Linie die Sanierung des Spielhauses am Goetheplatz und der dadurch notwendige Umzug in unsere Interimsspielstätten. So unterschiedlich die neuen Spielorte, so kreativ und vielfältig ist auch das Programm der einzelnen Sparten. Mit unseren herausragenden Ensembles und dem enormen Engagement und Einsatz aller Mitarbeiter*innen in Verwaltung, Technik und Werkstätten werden wir Ihnen auch in der Sanierungszeit qualitativ hochwertige Theatererlebnisse anbieten.