Das Staatsorchester Stuttgart ist das Hausorchester und Herzstück der Staatstheater Stuttgart. Es gehört es neben den Theaterorchestern in Dresden, München und Kassel zu den ältesten der Welt. In mehr als 230 Opern- und Ballettvorstellungen sorgt es im Littmannbau für den guten Ton. Darüber hinaus ist es mit seinen Sinfonie- und Kammerkonzertreihen in der Stuttgarter Liederhalle zu erleben, außerdem in Lunchkonzerten im Foyer der Oper. In Sitzkissenkonzerten und mit der Patenschaft für das Landesjugendorchester Baden-Württemberg engagieren sich die Musiker besonders auch für ein junges Publikum und den musikalischen Nachwuchs. 2002 wurde das Staatsorchester von der Zeitschrift Opernwelt als „Orchester des Jahres“ ausgezeichnet.
Dirigentenpersönlichkeiten wie Carlos Kleiber, Václav Neumann, Silvio Varviso, Dennis Russell Davies, Luis Antonio García Navarro, Gabriele Ferro, Lothar Zagrosek und Manfred Honeck haben das Orchester in den vergangenen Jahrzehnten geprägt. Sie stehen in einer Reihe mit Ferdinand Leitner, Herbert Albert, Carl Leonhardt, Fritz Busch und Max von Schillings, die das Orchester in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts leiteten. Daneben hat das Orchester stets eine intensive Zusammenarbeit mit bedeutenden Gastdirigenten gepflegt, so u. a. mit Richard Strauss, Ernest Ansermet, Karl Böhm, John Barbirolli oder Georg Solti. Die glänzenden Namen der Gastsolisten reichen von Clara Schumann und Johannes Brahms über Claudio Arrau und David Oistrach bis hin zu Keith Jarrett, Frank Peter Zimmermann, Gidon Kremer und dem Arditti Quartet.
Stummfilm mit Live-Orchester auf der großen Bühne des Opernhauses
Zwei Filmszenen, so legendär komisch wie sanft melancholisch: Charlie Chaplin als Tramp, der seinen Schuh verspeist. Und der ikonische Tanz von zwei auf Gabeln aufgespießten Brötchen. The Gold Rush, Chaplins Stummfilm aus dem Jahr 1925, erzählt von der fieberhaften Goldsuche in Alaska Ende des 19. Jahrhunderts, außerdem von unerwiderter Liebe, von Freundschaft, von Brutalität – und letztlich doch auch vom Lebensglück. Nach Modern Times und City Lights setzen Cornelius Meister und das Staatsorchester Stuttgart mit The Gold Rush ihren Chaplin-Stummfilm-Zyklus fort und bringen damit den Hollywood-Sound wieder direkt in den Littmann-Bau. Komponiert hat Chaplin die Musik selbst und lässt darin auch Klassiker anklingen wie Rimsky-Korsakows Hummelflug, Wagners „Oh, du mein holder Abendstern“ und Tschaikowskys Dornröschen-Walzer. Ein Filmerlebnis mit Live-Musik als dritter Dimension.
Regie, Drehbuch, Musik & Produktion: Charlie Chaplin
Kamera: Jack Wilson, Roland Totheroh
Dauer: ca. 90 Minuten
Uraufführung: 1925 in Los Angeles
Carlos Simon: Four Black American Dances
Erwin Schulhoff: Fünf Stücke für Streichquartett (Bearbeitung für Orchester von Manfred Honeck und Tomáš Ille)
Antonín Dvořák: Sinfonie Nr. 9 e-Moll op. 95 Aus der Neuen Welt
Der Tanz hat in allen Kulturen eine besondere Bedeutung. Mit seinen Four Black American Dances zeigt der US-amerikanische Komponist Carlos Simon auf, wie wichtig Tänze gerade für die schwarzen Communitys in den USA sind. Vier Beispiele hat Simon herausgegriffen: einen Ring Shout, einen Walzer, einen Stepptanz und schließlich einen Holy Dance, bei dem die überschwänglichen Ausdrucksformen schwarzer protestantischer Konfessionen aufleben. Gleichermaßen packend sind Erwin Schulhoffs Fünf Stücke für Streichquartett, in denen der in Prag geborene Komponist Modetänze der 1920er Jahre aufgreift. In der Fassung für großes Orchester von Manfred Honeck und Tomáš Ille zieht der rasante Klangrausch dieser Miniaturen unmittelbar in seinen Bann. Von Prag aus reiste Antonín Dvořák 1892 in die USA, um daran mitzuwirken, eine originär amerikanische Kunstmusik zu etablieren. Seiner Sinfonie Nr. 9 gab er nicht nur den Titel Aus der Neuen Welt, er verarbeitete darin auch harmonische und rhythmische Elemente der indigenen und schwarzen Musikkulturen. Als Gastdirigent kehrt Manfred Honeck, Generalmusikdirektor der Staatsoper Stuttgart von 2007 bis 2011, für dieses Konzert zurück ans Pult des Staatsorchesters Stuttgart.
45 Minuten vor Beginn findet eine Einführung im Silchersaal statt.
Am Sonntag
Erst Workshop, dann Konzert: Nach einer
spielerischen und musikalischen Einführung
erleben Kinder zwischen 4 und 10 Jahren
den zweiten Teil des Sinfoniekonzerts. Eine Anmeldung im Voraus ist nicht notwendig. Sie finden unsere Ansprechpersonen vor Ort.
Ort
Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle
Beethovensaal Berliner Platz 1-3
D-70174 Stuttgart
5. Sinfoniekonzert: Simon, Schulhoff und Dvořák
bewerten:
Vielen Dank für Ihre Bewertung!
Bewertungen & Berichte 5. Sinfoniekonzert: Simon, Schulhoff und Dvořák
Kammerkonzert
6. Kammerkonzert: Mystisches Licht
Mit Lilian Heere, Jan Pas, Muriel Bardon, Nicola Lolli, Annette Köhler, Madeleine Przybyl, Jan Melichar, Zoltan Paulich u.a.
Klavier: Stefano Vismara, Yujin Bae
Niels Wilhelm Gade: Klaviertrio F-Dur op. 42
Ernest Bloch: Poème mystique. Violinsonate Nr. 2
George Enescu: Oktett C-Dur für Streicher op. 7
Hofkapellmeister – ein Titel, auf den Komponisten bis ins 19. Jahrhundert ungemein erpicht waren. Am dänischen Hof in Kopenhagen war es 1861 Niels Wilhelm Gade, der sich über seine Ernennung zu diesem Amt freuen konnte. In dieser Zeit entstand sein Klaviertrio F-Dur op. 42 – ein Werk, mit dem er sich hörbar an seine Lebensphase in Leipzig erinnert, in der er als Gewandhauskapellmeister mit Felix Mendelssohn Bartholdy und Robert Schumann verkehrte. Ein Versöhner und zugleich Mahner der Musik war Ernest Bloch, dessen Werke von jüdischen Musiktraditionen geprägt sind. Seine zweite Violinsonate mit dem Titel Poème mystique ist impressionistisch gefärbt und changiert zwischen meditativen und hoch expressiven Passagen. Bloch vereint darin jüdische Melodien und Synagogengesänge mit gregorianischen Chorälen der frühchristlichen Kirche. Das Streichoktett des 16-jährigen Felix Mendelssohn weckte 1899 den Ehrgeiz des damals nur wenig älteren George Enescu. Der rumänische Komponist reizt die Klangwucht dieser großen Streicherbesetzung mit weitschwingenden Melodiebögen und intensivem Furor aus.
30 Minuten vor Beginn findet eine Einführung im Mozartsaal statt.
Ort
Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle
Mozartsaal Berliner Platz 1-3
D-70174 Stuttgart
Mit Frank Bunselmeyer, Doris Erdmann, Alexandra Taktikos, Amelie Wünsche, Daniel Schwartz, Martha Casleanu-Windhagauer, Laurens Groll, Zoltan Paulich u.a.
Klavier: Jens Niemeyer, Sonia Achkar
Nino Rota: Trio für Klarinette, Violoncello und Klavier
Ralph Vaughan Williams: Phantasy Quintet für Streichquintett
Erich Wolfgang Korngold: Klavierquintett E-Dur op. 15
Nino Rota hatte 1973 allen Grund zur Freude – jedenfalls kurzfristig: Seine Musik zu Francis Ford Coppolas Film Der Pate war zunächst für einen Oscar nominiert, wurde aber plötzlich wieder von der Liste gestrichen. In dieser Zeit schrieb der italienische Komponist sein Klarinettentrio, das ihn sowohl von einer romantisch-sehnsuchtsvollen wie von seiner humoristischen Seite zeigt. Den Oscar gewann Rota zwei Jahre später dann doch noch. Nebelverhangen wirken die Melodiebögen im Phantasy Quintet des Engländers Ralph Vaughan Williams. In diesen elegischen Klängen mischen sich Idiome des 16. und 17. Jahrhunderts und Momente des englischen Volkslieds. Ähnlich wie Vaughan Williams seine erfolgreichste Filmmusik zu Scott of the Antarctic in seine siebte Sinfonie ummünzte, hat Erich Wolfgang Korngold Musik aus vielen Filmen in seiner Konzertmusik verarbeitet. Die für seinen Stil so typische klangsatte Leidenschaft durchzieht auch sein groß angelegtes Klavierquintett E-Dur op. 15. Überbordende Intensität und Klangeruptionen wechseln hier auf engstem Raum mit zartester Lyrik und duftigem Sentiment.
30 Minuten vor Beginn findet eine Einführung im Mozartsaal statt.
Ort
Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle
Mozartsaal Berliner Platz 1-3
D-70174 Stuttgart
Bewertungen & Berichte 7. Kammerkonzert: Film ab!
Konzert
6. Sinfoniekonzert(e): Mahler-Zyklus
Musikalische Leitung: Cornelius Meister
Choreinstudierung: Manuel Pujol
Staatsopernchor Stuttgart
Staatsorchester Stuttgart
Sonntag, 21. Juni, 11 Uhr Mahler-Zyklus I
Joseph Haydn Sinfonie Nr. 7 C-Dur Hob. I:7 Le Midi
Gustav Mahler Sinfonie Nr. 1 D-Dur
Montag, 22. Juni, 19:30 Uhr Mahler-Zyklus II
Gustav Mahler Sinfonie Nr. 6 a-Moll
Samstag, 27. Juni, 19:30 Uhr Mahler-Zyklus III
Alexander Zemlinsky Psalm 23 für gemischten Chor und Orchester op. 14
Gustav Mahler Sinfonie Nr. 9 D-Dur
Mit drei Konzerten beschließen Cornelius Meister und das Staatsorchester Stuttgart ihren mehrjährigen Gustav-Mahler-Zyklus. Seit 2018 haben sie dann alle neun Sinfonien des Wiener Komponisten gemeinsam aufgeführt. Innerhalb nur einer Woche bietet sich in der Stuttgarter Liederhalle ein einmaliger Überblick über Mahlers sinfonisches Schaffen: von der weltumarmenden Ersten über die tragische Sechste bis hin zur nachdenklich-innerlichen Neunten.
Bereits mit der Uraufführung seiner ersten Sinfonie entfachte Mahler 1889 emotionsgeladene Tumulte. Anfangs präsentierte er das Werk als sinfonische Dichtung und gab ihm den Titel Titan, den er von Jean Pauls gleichnamigem Roman übernahm. Auch wenn Mahler die Komposition zehn Jahre später dann als Sinfonie und ohne Programm publizierte, macht die mitreißende Musik dem ursprünglichen Titel alle Ehre. Zum Auftakt dieses Sinfoniekonzerts erklingt Joseph Haydns siebte Sinfonie. Sie ist die einzige seiner über hundert Beiträge zu dieser Gattung, bei dem er selbst auf dem Autograph einen Titel notiert hat: Le Midi (Der Mittag).
Mit seiner sechsten Sinfonie löste Mahler besonders starke Kontroversen aus. Der Komponist bekennt sich darin in besonderem Maße zu seinen wechselnden Gemütslagen. Um auszudrücken, was ihn bewegte, brauchte Mahler ein höchst differenziertes Orchester – was eine riesige Besetzung nach sich zog. Für viele Zeitgenoss*innen überstieg dies die Grundsätze guten Geschmacks. Insbesondere beim Schlagwerk zieht Mahler alle Register. Für Überraschung sorgte seinerzeit vor allem ein ganzes Arsenal von Kuhglocken.
Als Mahlers Neunte im Juni 1912, ein Jahr nach seinem Tod, uraufgeführt wurde, war die Spannung im Publikum groß: Welche Klänge würde es vernehmen? Der Komponist wendet sich in diesem Werk den letzten Dingen zu. Wie ein großer auskomponierter Abschied klingt diese Sinfonie. Doch bei diesem Verklingen überwiegt nicht Trauer, sondern ein großer innerer Frieden. Der findet sich auch in der Vertonung des 23. Psalms durch Alexander Zemlinsky. „Gutes und Barmherzigkeit“, so insistiert hier der Chor.
45 Minuten vor Beginn findet eine Einführung im Silchersaal statt.
Am Sonntag
Erst Workshop, dann Konzert: Nach einer
spielerischen und musikalischen Einführung
erleben Kinder zwischen 4 und 10 Jahren
den zweiten Teil des Sinfoniekonzerts. Eine Anmeldung im Voraus ist nicht notwendig. Sie finden unsere Ansprechpersonen vor Ort.
Mahler-Zyklus I, II und III:
Beim Kauf von Tickets für mind. zwei Termine im Paket 20 % Ersparnis auf die Einzeltickets
Jetzt buchen
Ort
Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle
Beethovensaal Berliner Platz 1-3
D-70174 Stuttgart
Wolfgang Amadeus Mozart:
Sinfonie Nr. 32 G-Dur KV 318
„Bella mia fiamma, addio“ – „Resta, oh cara“, Rezitativ und Arie KV 528
„Vado, ma dove? oh Dei!“, Arie KV 583
Anton Bruckner Sinfonie Nr. 7 E-Dur
Mozarts Sinfonie Nr. 32 G-Dur ist einer seiner kürzesten Beiträge zu dieser Gattung. Er verwendete sie vermutlich als Ouvertüre für die Oper La villanella rapita seines italienischen Zeitgenossen Francesco Bianchi. Nicht nur Ouvertüren, auch Arien steuerte Mozart zu Bühnenwerken anderer Komponisten bei. Zwei davon präsentiert die Sopranistin Claudia Muschio gemeinsam mit dem Dirigenten Lothar Zagrosek, der fast zwanzig Jahre nach seinem Abschied als Generalmusikdirektor neuerlich das Staatsorchester Stuttgart leitet. Von Mozarts traumwandlerischem Können schwer beeindruckt war Anton Bruckner: „Ich bewundere Mozart zutiefst und versuche, in meinem eigenen Schaffen seine Klarheit und Schönheit zu bewahren.“ Mit diesem Bekenntnis überraschte der österreichische Romantiker seine Zeitgenoss* innen. Denn zeit seines Lebens hielt man Bruckner vor, er strukturiere seine Kompositionen nicht klar genug. So kam es, dass er fast alle seiner neun Sinfonien mehrfach umarbeitete. Eine seltene Ausnahme bildet seine Siebte, die auf Anhieb gut ankam. Bruckner gelang damit ein ausgesprochen ausgewogenes Werk – mit eindrucksvollen Themen und dramatischen Verläufen.
45 Minuten vor Beginn findet eine Einführung im Silchersaal statt.
Am Sonntag
Erst Workshop, dann Konzert: Nach einer
spielerischen und musikalischen Einführung
erleben Kinder zwischen 4 und 10 Jahren
den zweiten Teil des Sinfoniekonzerts. Eine Anmeldung im Voraus ist nicht notwendig. Sie finden unsere Ansprechpersonen vor Ort.
Ort
Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle
Beethovensaal Berliner Platz 1-3
D-70174 Stuttgart
7. Sinfoniekonzert: Mozart und Bruckner
bewerten:
Vielen Dank für Ihre Bewertung!
Bewertungen & Berichte 7. Sinfoniekonzert: Mozart und Bruckner
Familienkonzert
Die kleine Hexe
Szenisches Familienkonzert für die ganze Familie
Kleine Hexe: Josefin Feiler
Staatsorchester Stuttgart
Regie: Verena Silcher
Musik von Alma Mahler-Werfel, Ethel Smyth, Lili Boulanger u.a.
Trotz ihrer 127 Jahre ist die kleine Hexe für Hexenverhältnisse noch sehr jung. Und auch in der Hexenausbildung steckt sie noch in den Kinderschuhen: Im großen Hexenbuch ist sie erst auf Seite 213! Da ist es eigentlich kein Wunder, dass die „echten“ Hexen die kleine Hexe zur Walpurgisnacht nicht einladen. Dabei würde sie doch so gerne! Nicht nur auf dem Blocksberg mittanzen, sondern auch eine wirklich gute Hexe sein. Doch genau da liegt das Problem: Denn unter einer guten Hexe versteht die kleine Hexe keine Hexe, die gut hext, sondern vor allem eine, die Gutes hext. Und das sieht nicht nur die Wetterhexe Rumpumpel vollkommen anders … Otfried Preußlers wunderbare Geschichten von den Abenteuern der kleinen Hexe, die eine echte und gute Hexe wird, erzählen wir als Vorbühnenstück im Opernhaus. Mit viel Musik und natürlich auch mit dem sprechenden Raben Abraxas: „Heia Walpurgisnacht!“
Sommerliche Konzerte des Staatsorchesters Stuttgart
Die hinreißende Symbiose an einem lauen Sommerabend: klassische Musik unter freiem Himmel! Das Staatsorchester Stuttgart bietet ein Klangfest für die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt. Einfach lauschen und genießen!
Sommerliche Konzerte des Staatsorchesters Stuttgart bewerten:
Vielen Dank für Ihre Bewertung!
Bewertungen & Berichte Sommerliche Konzerte des Staatsorchesters Stuttgart
Konzert
Lunchkonzert
Musikalische Leckerbissen
Genießen Sie eine musikalische Mittagspause im Foyer des Opernhauses – das Überraschungsprogramm persönlich gestaltet von den Musiker*innen des Staatsorchesters Stuttgart bzw. den Mitgliedern des Staatsopernchors.
Eintritt frei, Einlasskarten sind vor Ort erhältlich. Bitte beachten Sie, dass die Platzkapazität ab sofort auf 141 Personen begrenzt ist.
Ort
Oper Stuttgart
Foyer I. Rang Oberer Schloßgarten 3
D-70173 Stuttgart
Das Staatsorchester Stuttgart ist das Hausorchester und Herzstück der Staatstheater Stuttgart. Es gehört es neben den Theaterorchestern in Dresden, München und Kassel zu den ältesten der Welt. In mehr als 230 Opern- und Ballettvorstellungen sorgt es im Littmannbau für den guten Ton. Darüber hinaus ist es mit seinen Sinfonie- und Kammerkonzertreihen in der Stuttgarter Liederhalle zu erleben, außerdem in Lunchkonzerten im Foyer der Oper. In Sitzkissenkonzerten und mit der Patenschaft für das Landesjugendorchester Baden-Württemberg engagieren sich die Musiker besonders auch für ein junges Publikum und den musikalischen Nachwuchs. 2002 wurde das Staatsorchester von der Zeitschrift Opernwelt als „Orchester des Jahres“ ausgezeichnet.
Dirigentenpersönlichkeiten wie Carlos Kleiber, Václav Neumann, Silvio Varviso, Dennis Russell Davies, Luis Antonio García Navarro, Gabriele Ferro, Lothar Zagrosek und Manfred Honeck haben das Orchester in den vergangenen Jahrzehnten geprägt. Sie stehen in einer Reihe mit Ferdinand Leitner, Herbert Albert, Carl Leonhardt, Fritz Busch und Max von Schillings, die das Orchester in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts leiteten. Daneben hat das Orchester stets eine intensive Zusammenarbeit mit bedeutenden Gastdirigenten gepflegt, so u. a. mit Richard Strauss, Ernest Ansermet, Karl Böhm, John Barbirolli oder Georg Solti. Die glänzenden Namen der Gastsolisten reichen von Clara Schumann und Johannes Brahms über Claudio Arrau und David Oistrach bis hin zu Keith Jarrett, Frank Peter Zimmermann, Gidon Kremer und dem Arditti Quartet.