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Pierre Boulez SaalFranzösische Straße 33 D
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Akademiekonzert
Orchester der Barenboim-Said Akademie
Nabil Shehata, Musikalische LeitungStudierende der Barenboim-Said Akademie
Die beliebte Reihe der Akademiekonzerte bietet den Studierenden der Barenboim-Said Akademie die Möglichkeit, sich als Teil ihrer Ausbildung dem Publikum vorzustellen. Wie in den vergangenen Jahren gehören dazu auch zwei Auftritte des Orchesters der Barenboim-Said Akademie, das im Frühjahr 2023 von Daniel Barenboim ins Leben gerufen wurde. Im Jahr darauf übergab er die künstlerische Leitung an Nabil Shehata. Der deutsch-ägyptische Kontrabassist und Dirigent war Mitglied der ersten Stunde des West-Eastern Divan Orchestra und wirkte später als Solokontrabassist der Staatskapelle Berlin und der Berliner Philharmoniker sowie von 2019 bis 2024 als Chefdirigent der Philharmonie Südwestfalen. Der BarenboimSaid Akademie ist er seit 2019 als Professor für Kontrabass eng verbunden.
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Barbara Hannigan & Belcea Quartet
Quartette von Mozart, Hindemith, Webern und Schönberg
Barbara Hannigan, SopranBelcea Quartet:
Corina Belcea, Violine
Suyeon Kang, Violine
Krzysztof Chorzelski, Viola
Antoine Lederlin, Violoncello
Anton Webern: Fünf Sätze für Streichquartett op. 5
Wolfgang Amadeus Mozart: Streichquartett C-Dur KV 465 „Dissonanzen-Quartett“
Paul Hindemith: Melancholie / Vier Lieder für hohe Stimme und Streichquartett op. 13
Arnold Schönberg: Streichquartett Nr. 2 fis-moll mit Sopranstimme op. 10
Auf die Uraufführung von Arnold Schönbergs Zweitem Streichquartett im Dezember 1908 reagierte das Wiener Publikum mit Zwischenrufen und Tumult – zu radikal erschien diese Musik mit ihrer Aufhebung der Tonalität. Schon 120 Jahre zuvor wagte Mozart in den Einleitungstakten seines „Dissonanzen-Quartetts“ Klänge, die heute noch überraschend und fast revolutionär wirken. Im Pierre Boulez Saal stellen Barbara Hannigan und das Belcea Quartet diesen beiden wegweisenden Werken Hindemiths selten gespielten Vokalzyklus Melancholie und Weberns Opus 5 gegenüber.
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Trio con Brio Copenhagen
Klaviertrios von Rune Glerup, Prokofjew und Mendelssohn
Soo-Jin Hong, ViolineSoo-Kyung Hong, Violoncello
Jens Elvekjaer, Klavier
Sergej Prokofjew: Auszüge aus dem Ballett Romeo und Julia op. 64, Bearbeitung für Klaviertrio
Rune Glerup: Beschreibungen der Flüchtigkeit (Klaviertrio Nr. 2), Uraufführung
Felix Mendelssohn Bartholdy: Klaviertrio Nr. 2 c-moll op. 66
Dem Trio con Brio Copenhagen, das 2024 sein 25-jähriges Jubiläum feierte, gelingt es immer wieder, Repertoireklassiker so klingen zu lassen, als höre man sie zum ersten Mal – und umgekehrt musikalische Novitäten mit bestechender Souveränität aus der Taufe zu heben. Mit Kompositionen von Sergej Prokofjew und Felix Mendelssohn ist das dänische Ensemble nun zurück im Pierre Boulez Saal und präsentiert wie bei seinen vorherigen Auftritten auch wieder ein neues Auftragswerk aus seinem Heimatland.
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Elternzeitkonzert: Trio con Brio Copenhagen
Soo-Jin Hong, ViolineSoo-Kyung Hong, Violoncello
Jens Elvekjaer, Klavier
Die Elternzeitkonzerte richten sich an alle neu gewordenen Mütter und Väter (und Onkel, Tanten, Großeltern …), die mit ihren Babys in entspannter Atmosphäre Musik erleben möchten. Die Platzzahl ist begrenzt und im Foyer ist für alles gesorgt, um den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen. Diese etwa 45-minütigen Konzerte, in denen Künstler:innen des Pierre Boulez Saals Auszüge aus ihren Abendprogrammen präsentieren, sind ausschließlich für Besucher:innen mit Babys im Alter bis 12 Monate gedacht.
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Nicole Mitchell
Sailing through the Inner Universe
Nicole Mitchell, Flöte, Elektronik, VocalsHélène Breschand, Harfe
Rihab Azar, Oud
Alexander Hawkins, Klavier
Neil Charles, Kontrabass
JoVia Armstrong, Schlagzeug
Die Flötistin und Komponistin Nicole Mitchell lädt das Publikum ein zu einer musikalischen Reise, bei der komplexe Melodien und improvisatorische Neugier Brücken schlagen zwischen der realen und unserer inneren Welt. Die Menschheit, sagt Mitchell, verfügt über ein enormes Potenzial jenseits dessen, was wir in unserem Leben erfahren haben. Mit ihrer Musik – und mit ihrem Debütprogramm im Pierre Boulez Saal – möchte sie unsere Aufmerksamkeit für die ungesehenen, ungehörten und ungefühlten Dimensionen des Lebens wecken.
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Alice Coote & Julius Drake
Musik von Bach bis Joni Mitchell
Alice Coote, MezzosopranJulius Drake, Klavier
Werke von Johann Sebastian Bach, Richard Wagner, Hugo Wolf, Irving Berlin, Francis Poulenc, Burt Bacharach, Nina Simone, Joni Mitchell und anderen
„Musik ist letztlich das beste Mittel, um Grenzen zu durchbrechen“, sagt Alice Coote. „Warum also begegnen wir ihr immer noch in eng definierten Genres und Kategorien? Warum versuchen wir, sie einzugrenzen?“ In ihrem Liederabend sucht die Mezzosopranistin gemeinsam mit Julius Drake unerwartete Wege und präsentiert ein kaleidoskopartiges Programm aus vielfältigen Traditionen, Epochen und Stilen von Bach bis Joni Mitchell. „In diesem Konzert möchten wir Werke einander gegenüberstellen, die das zum Ausdruck bringen, was uns vielleicht alle bewegt, unabhängig von ihrem ‚Genre‘.“
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Acid Pauli, Karl Ivar Refseth & Rodney Barreto
Terry Riley: In C und freie Improvisation
Albert Hofman Soundsystem:Acid Pauli, Live-Elektronik, Loopmachines
Karl Ivar Refseth, Vibraphon
Rodney Yllarza Barreto, Schlagzeug
Ob als ehemaliges Mitglied von The Notwist oder mit seinem Solo-Act Acid Pauli – Martin Gretschmann liebt musikalische Experimente. Mit dem norwegischen Jazzmusiker Karl Ivar Refseth und dem kubanischen Schlagzeuger Rodney Yllarza Barreto hat er sich zu einem Trio zusammengetan, dessen Mischung unterschiedlicher Einflüsse unkonventioneller nicht sein könnte. Gemeinsam bringen sie im Pierre Boulez Saal ihre Interpretation von Terry Rileys Minimal-Klassiker In C für Vibraphone, Schlagzeug und LiveElektronik auf die Bühne. Im frei improvisierten zweiten Teil des Abends entdecken sie gemeinsam mit dem Publikum musikalisches Neuland.
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Susan Zarrabi, Gerold Huber & Ulrike Folkerts
Tatort: Lied!
Susan Zarrabi, MezzosopranGerold Huber, Klavier
Ulrike Folkerts, Rezitation
Alfred Döblin: Auszug aus Die beiden Freundinnen und ihr Giftmord, Lesung in deutscher Sprache
Friedrich Cerha: Du bist mein, ich bin dein (aus Ein Buch von der Minne)
Carl Loewe: Du Ring an meinem Finger (aus Frauenliebe op. 60)
Ludwig van Beethoven: Der Kuss op. 128
Franz Schubert: Die Liebe hat gelogen D 751
Kurt Weill: Wie man sich bettet, so liegt man (aus Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny)
Frank Wedekind: Auszug aus Lulu, Lesung in deutscher Sprache
Wolfgang Amadeus Mozart: Warnung KV 433
Kurt Weill: Die Ballade von der sexuellen Hörigkeit (aus der Dreigroschenoper)
Friedrich Hollaender: Oh Mond (aus Lieder eines armen Mädchens)
Georg Büchner: Auszug aus Woyzeck, Lesung in deutscher Sprache
Friedrich Cerha: Ihre Schönheit, das habe ich erkannt (aus Ein Buch von der Minne)
Franz Schubert: Der Zwerg D 771
Heinrich Heine: Mit deinen blauen Augen, Lesung in deutscher Sprache
Johannes Brahms: Dein blaues Auge op. 59 Nr. 8
Georg Kreisler: Herberts blaue Augen
Auszug aus dem Tagebuch von Karl Deutmann aus Adlershof bei Berlin, Lesung in deutscher Sprache
Friedrich Hollaender: Black Market (aus A Foreign Affair)
Auszug aus dem österreichischen Outdoor-Magazin Kompass, Lesung in deutscher Sprache
Georg Kreisler: Frühlingslied, Bericht aus der Regionalzeitung "Blick aktuell" vom 1. Juni 2021, Lesung in deutscher Sprache
Friedrich Hollaender: Die Kleptomanin
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Jörg Widmann & Heath Quartet
Widmann: Klarinettenquintett und Werke von Locke und Beethoven
Jörg Widmann, KlarinetteHeath Quartet:
Sara Wolstenholme, Violine
Maja Horvat, Violine
Gary Pomeroy, Viola
Christopher Murray, Violoncello
Matthew Locke: Suite Nr. 3 F-Dur (aus Consort of Four Parts)
Curtain Tune (aus The Tempest)
Lilk (aus The Tempest)
Ludwig van Beethoven: Streichquartett F-Dur op. 135
Jörg Widmann: Klarinettenquintett
Über drei Spielzeiten hinweg präsentierte Jörg Widmann im Pierre Boulez Saal die wichtigsten Klarinettenquintette der vergangenen Jahrhunderte – von Mozart über Weber und Brahms bis zu Reger und Rihm. Bei der Entstehung seines eigenen Quintetts waren ihm diese Vorbilder Inspiration und Bürde zugleich. 2017 schloss er die Komposition schließlich ab. Das Ergebnis präsentiert Widmann zum Abschluss der Reihe gemeinsam mit dem Heath Quartet, das außerdem Werke des englischen Barockkomponisten Matthew Locke und von Ludwig van Beethoven zur Aufführung bringt.
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Pierre-Laurent Aimard
Bach: Das wohltemperierte Klavier II
Pierre-Laurent Aimard, KlavierJohann Sebastian Bach: Das wohltemperierte Klavier, Band II BWV 870–893
Vor einigen Jahren nahm Pierre-Laurent Aimard eigens ein Sabbatical, um sich ohne Ablenkungen durch den Konzertbetrieb dem ersten Buch von Bachs Wohltemperiertem Klavier zu widmen. Nun hat er sich mit ähnlicher Hingabe den zweiten Teil des Meisterwerks vorgenommen und interpretiert im Pierre Boulez Saal die 24 Präludien und Fugen, in denen architektonische Strenge und grenzenlose kompositorische Fantasie eine atemberaubende Verbindung eingehen.
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Domen Marinčič
Solowerke für Viola da gamba von Sainte-Colombe, Dubuisson, Abel und anderen
Domen Marinčič, Viola da GambaJean Laquement Dubuisson: Suite e-moll
Monsieur de Sainte-Colombe le père: Suite D-Dur
Monsieur de Sainte-Colombe le fils: Tombeau pour Monsieur de Sainte-Colombe le père
Monsieur de Machy: Suite G-Dur
Johann Schenk: Sonate für Viola da gamba solo a-moll op. 9 Nr. 6 „L’Écho du Danube“
Anonymus: Allemanda, Couranta und Variatio in A-Dur, aus der Handschrift Ein neu reformierter Raitknecht, Universitätsbibliothek Ljubljana
Carl Friedrich Abel: Zwei Stücke für Viola da gamba solo d-moll
Domen Marinčič gilt als einer der führenden Experten für Geschichte und Repertoire der Viola da gamba – in Theorie und Praxis. Im Pierre Boulez Saal stellt der aus Slowenien stammende Musiker, der seit 2021 als Professor an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg lehrt, Werke bedeutender französischer Gambenvirtuosen des 17. Jahrhunderts vor. Als Kontrapunkt dazu sind Kompositionen aus dem deutschsprachigen Raum zu hören, darunter ein faszinierender Archivfund aus der Universitätsbibliothek Ljubljana und Musik von Carl Friedrich Abel, dem letzten großen Gambisten des 18. Jahrhunderts.
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Mojca Erdmann & Marmen Quartet
Werke für Sopran und Streichquartett
Mojca Erdmann, SopranJulia Hamos, Klavier
Marmen Quartet:
Johannes Marmen, Violine
Laia Valentin Braun, Violine
Bryony Gibson-Cornish, Viola
Sinéad O’Halloran, Violoncello
Felix Mendelssohn Bartholdy, Aribert Reimann: „...oder soll es Tod bedeuten?“ / Acht Lieder und ein Fragment nach Gedichten von Heinrich Heine, Bearbeitet für Sopran und Streichquartett von Aribert Reimann
Guillaume Lekeu: Nocturne (aus Trois Poèmes), Bearbeitung für Sopran und Klavierquintett
Ernest Chausson: Chanson perpétuelle op. 37, Bearbeitung für Sopran und Klavierquintett
Arnold Schönberg: Streichquartett Nr. 2 fis-moll mit Sopranstimme op. 10
Arnold Schönbergs Zweites Streichquartett war nicht nur als Vorbote der freien Atonalität ein revolutionäres Werk (das in dieser Saison im Pierre Boulez Saal gleich zweimal in unterschiedlichen Besetzungen zu erleben ist). Auch die Erweiterung des klassischen Ensembles um eine Gesangsstimme war bis dahin nur aus Liedbearbeitungen bekannt. Mojca Erdmann und das Marmen Quartet kombinieren Schönbergs Opus 10 mit solchen Arrangements von Guillaume Lekeu und Ernest Chausson, für die das Ensemble im Klavierpart durch eine:n Studierende:n der Barenboim-Said Akademie verstärkt wird. Außerdem zu hören sind HeineVertonungen von Felix Mendelssohn, die Aribert Reimann für Streichquartett bearbeitet und mit zeitgenössischen Intermezzi verbunden hat.
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Trio Orelon
Klaviertrios von Vasks und Dvořák
Trio Orelon:Judith Stapf, Violine
Arnau Rovira i Bascompte, Violoncello
Marco Sanna, Klavier
Peteris Vasks: Episodi e Canto Perpetuo für Klaviertrio
Antonín Dvořák: Klaviertrio f-moll op. 65
Als eines der aufregendsten jungen Kammermusikensembles ist das Trio Orelon – Gewinner des ARD-Musikwettbewerbs 2023 – inzwischen in einigen der bedeutendsten europäischen Konzertsäle zu Gast, darunter in der vergangenen Saison auch erstmals im Pierre Boulez Saal. Ihr neues Programm eröffnen die drei Musiker:innen mit Pēteris Vasks’ Episodi e Canto perpetuo aus dem Jahr 1985 – die musikalische Beschreibung „einer schweren Reise durch Elend, Enttäuschung und Leiden der Liebe entgegen“, wie der lettische Komponist erklärt hat. Dvořáks f-mollTrio von 1883 bildet dazu einen ebenso prägnanten wie anregenden stilistischen Kontrast.
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Fabian Müller
Klavierwerke von Ligeti und Chopin
Fabian Müller, KlavierGyörgy Ligeti: Études für Klavier (Auswahl)
Frédéric Chopin: Klaviersonate h-moll op. 58
Nach seinem gefeierten Zyklus mit sämtlichen Klaviersonaten Beethovens in der vergangenen Saison kehrt Fabian Müller mit einem Programm zurück, das unterschiedlicher nicht sein könnte. Im ersten Teil des Abends präsentiert er eine Auswahl aus György Ligetis faszinierenden Etüden – der Komponist schrieb sie nach eigener Aussage, um seine ungenügende pianistische Technik zu verbessern. Dass er sein Instrument in allen Facetten meisterhaft beherrscht, stellt Müller im Anschluss in Chopins hochvirtuoser h-moll-Sonate unter Beweis.
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Akademiekonzert
Kammermusik mit Studierenden der Barenboim-Said Akademie
Studierende der Barenboim-Said AkademieDie beliebte Reihe der Akademiekonzerte bietet den Studierenden der Barenboim-Said Akademie die Möglichkeit, sich als Teil ihrer Ausbildung dem Publikum vorzustellen. In Kammermusikkonzerten geben sie direkten Einblick in das Repertoire, mit dem sie sich auf den Eintritt ins internationale Musikleben vorbereiten. Diese etwa einstündigen Programme, die sich besonders gut für den Besuch mit Schulklassen eignen, werden jeweils kurzfristig bekanntgegeben.
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Staatskapelle Berlin
Werke von Mozart, Weber und Gür
Tim Fluch, Musikalische LeitungStaatskapelle Berlin
Tibor Reman, Klarinette
Wolfgang Amadeus Mozart: Ouvertüre zu Die Entführung aus dem Serail KV 384
Carl Maria von Weber: Konzert für Klarinette und Orchester Nr. 2 Es-Dur op. 74
Ege Gür: Effaced Figures für Orchester
Wolfgang Amadeus Mozart: Symphonie Nr. 38 D-Dur KV 504 „Prager“
Im 18. Jahrhundert erfanden mitteleuropäische Komponisten wie Wolfgang Amadeus Mozart Klänge, die Assoziationen an „türkische Musik“ erwecken sollten – etwa in seiner Oper Die Entführung aus dem Serail, die im Juni 2026 an der Staatsoper Unter den Linden zur Premiere gelangt. Im zweiten Konzert der Staatskapelle Berlin leitet Tim Fluch neben Mozarts „Prager Symphonie“ auch das Orchesterwerk Effaced Figures des in Istanbul geborenen Ege Gür, der 2024 in Berlin mit dem Europäischen Kompositionspreis ausgezeichnet wurde und in seinen Werken Einflüsse der Musik des 20. Jahrhunderts mit den klanglichen und rhythmischen Traditionen der klassischen türkischen Musik verbindet. Außerdem steht Carl Maria von Webers Zweites Klarinettenkonzert auf dem Programm.
Eine Veranstaltung der Staatsoper Unter den Linden in Zusammenarbeit mit dem Pierre Boulez Saal. Kartenvorverkauf unter staatsoper-berlin.de
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La fonte musica & Michele Pasotti
Recordare: Vokalmusik von Dufay, Ockeghem, Josquin und anderen
Michele Pasotti, Musikalische Leitung und LauteLa fonte musica
Anonymus: Apollinis eclipsatur
F. Andrieu: Armes, Amours / O Flour des flours
Jacopo da Bologna: Oselletto Selvaggio
Francesco Landini: Sì dolce non sonò col lir’ Orfeo
Guillaume Dufay: Lamentatio Sanctae Matris ecclesiae Constantinopolitanae
Johannes Ockeghem: Mors tu as navré / Miserere
Guillaume Dufay: Ave regina caelorum
Antoine Busnoys: In hydraulis
Josquin des Prez: Nymphes de bois
Costanzo Festa: Quis dabit oculis
Jean Richafort: Introitus (aus dem Requiem in memoriam Josquin des Prez)
Nicolas Gombert: Musae Jovis
In der Renaissance galt das Herz als Sitz des Gedächtnisses. Etwas dem Herzen zurückzugeben – „re-cordare“ – bedeutete also, sich eines geliebten Menschen zu erinnern, seinen Tod zu beklagen oder ihm noch zu Lebzeiten Anerkennung und Respekt zu zollen. Michele Pasotti und sein Ensemble La fonte musica, alljährlich im Pierre Boulez Saal zu Gast, präsentieren bewegende musikalische Erinnerungsstücke aus dem 14. bis 16. Jahrhundert, mit denen Komponisten geschätzten Vorgängern und Kollegen die Ehre erwiesen – darunter Jean Richaforts Requiem für Josquin des Prez, der in Nymphes des bois wiederum Johannes Ockeghem ein musikalisches Denkmal setzte.
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Juilliard String Quartet
Werke von Beethoven, Schostakowitsch und Ross
Juilliard String Quartet:Areta Zhulla, Violine
Leonard Fu, Violine
Molly Carr, Viola
Astrid Schween, Violoncello
Dmitri Schostakowitsch: Streichquartett Nr. 7 fis-moll op. 108
Michelle Ross: Birds on the Moon für Streichquartett
Ludwig van Beethoven: Streichquartett a-moll op. 132
Nach seinem unvergesslichen Debüt in der vergangenen Saison mit Beethovens Opus 130 und der „Großen Fuge“ bringt das Juilliard String Quartet ein weiteres Werk aus den letzten Jahren des Komponisten auf die Bühne des Pierre Boulez Saals. Die vier Musiker:innen kombinieren das a-moll-Quartett von 1825 mit Schostakowitschs Siebtem Streichquartett aus dem Jahr 1960 und einer neuen Komposition, die das Ensemble bei der amerikanischen Geigerin und Komponistin Michelle Ross in Auftrag gegeben hat.
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Linda Fredriksson
feat. Tuomo Prättälä, Mikael Saastamoinen, Olavi Louhivuori
Juniper:Iro Haarla, Harfe
Anni Elif Egecioglu, Violoncello, Gesang
„Musik war für mich oft ein Ort, an dem ich den Dingen entfliehen konnte, eine eigene Welt, in der ich atmen kann und sein, wer ich bin“, sagt Linda Fredriksson, Saxophonist:in und Komponist:in aus Finnland. „In dieser musikalischen Welt können all das Schreckliche und der Schmerz neue Formen annehmen, ich kann Dinge verarbeiten und sie sich verändern lassen.“ Fredrikssons Arbeit verschmilzt experimentelle Strukturen mit kraftvollen Melodien und atmosphärischen Klanglandschaften. Im Pierre Boulez Saal präsentiert Linda Fredriksson zusammen mit langjährigen Partner:innen und Gästen zwei eigenständige musikalische Sets aus älteren und neuen Stücken.
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Elisabeth Leonskaja, Mihály Berecz & Signum Quartett
Werke von Dmitri Schostakowitsch
Elisabeth Leonskaja, KlavierMihály Berecz, Klavier
Signum Quartett:
Florian Donderer, Violine
Annette Walther, Violine
Xandi van Dijk, Viola
Thomas Schmitz, Violoncello
Dmitri Schostakowitsch:
Concertino für zwei Klaviere op. 94
Klaviersonate Nr. 2 h-moll op. 61
Klavierquintett g-moll op. 57
Als ausgezeichneter Pianist setzte Dmitri Schostakowitsch sein eigenes Instrument immer wieder in unterschiedlichen Kontexten in Szene. Nur wenige Monate nach dem 50. Todestag des Komponisten gibt Elisabeth Leonskaja einen abwechslungsreichen Einblick in sein vielfältiges Klavierwerk. Neben der zweiten Solosonate aus dem Jahr 1943 präsentiert sie gemeinsam mit Mihály Berecz das Concertino für zwei Klaviere, das Schostakowitsch selbst oft mit seinem Sohn aufführte. Das Signum Quartett ist Leonskajas Partner im bewegenden g-moll-Klavierquintett von 1940.
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Pavel Haas Quartet
Streichquartette von Dvořák, Martinů und Kaprálová
Pavel Haas Quartet:Veronika Jarůšková, Violine
Marek Zwiebel, Violine
Šimon Truszka, Viola
Peter Jarůšek, Violoncello
Vítězslava Kaprálová: Streichquartett op. 8
Bohuslav Martinů: Streichquartett Nr. 5
Antonín Dvořák: Streichquartett As-Dur op. 105
Nach längerer Pause kehrt das Pavel Haas Quartet mit Werken aus seinem Heimatland in den Pierre Boulez Saal zurück. Neben Dvořáks Opus 105 steht das Fünfte Streichquartett von Bohuslav Martinů auf dem Programm, das ein Biograf des Komponisten als „das größte tschechische Streichquartett des 20. Jahrhunderts“ bezeichnete. Den Abend eröffnet Musik von Vítězslava Kaprálová, einer hochbegabten Kompositionsschülerin Martinůs, der nach ihrem frühen Tod im Alter von nur 25 Jahren zu einem der wichtigsten Förderer ihrer Musik wurde.
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Kunal Lahiry
The Journey to Softness: Klavierwerke von Beethoven, Ligeti, Glass, Radiohead und anderen
Kunal Lahiry, KlavierWerke von Ludwig van Beethoven, Alexander Skrjabin, Maurice Ravel, György Ligeti, Luciano Berio, George Crumb, Helmut Lachenmann, Philip Glass, Meredith Monk, Radiohead und anderen
Der indisch-amerikanische Pianist Kunal Lahiry, der in der vergangenen Saison einen faszinierenden Liederabend mit Fleur Barron im Pierre Boulez Saal gestaltete, begibt sich mit seinem Solodebüt auf eine musikalische Selbstsuche, die traditionelle Interpretationen des klassischen Klavierrepertoires hinter sich lässt. Von der unerbittlich um sich selbst kreisenden Wendeltreppe in Ligetis L’Escalier du diable als Symbol patriarchaler Strukturen führt der Weg zur Schlussfuge aus Beethovens vorletzter Klaviersonate als Manifest queerer Befreiung. Dazwischen widmet sich Lahiry Werken verschiedenster Komponist:innen in einem sehr persönlichen Programm, das der dringenden Notwendigkeit eines Paradigmenwechsels Ausdruck verleiht.
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Magdalena Kožená & Azul Lima
Vokalwerke von Purcell, Strozzi, Berio und anderen
Magdalena Kožená, MezzosopranAzul Lima, Theorbe und Gitarre
Henry Purcell: Music for a While (aus Oedipus Z 583), Sweeter than Roses (aus Pausanias Z 585)
John Dowland: In Darkness Let Me Dwell
Azul Lima: Improvisation
Tarquinio Merula: Canzonetta spirituale sopra alla nanna
Azul Lima: Improvisation
Brett Dean: Gertrude Fragments
Henry Purcell: When I Am Laid in Earth (aus Dido and Aeneas Z 626)
Barbara Strozzi: Lagrime mie (aus Diporti di Euterpe op. 7)
Giovanni Girolamo Kapsberger: Toccata arpeggiata
Giulio Caccini: Odi, Euterpe, il dolce canto (aus Le nuove musiche)
Pietro Antonio Cesti: Disseratevi abissi (aus L'Argia)
Alessandro Piccinini: Toccata VIII
Luciano Berio: Sequenza III für Solostimme
Tarquinio Merula: Quando io volsi l'atra sera
Magdalena Kožená ist bekannt für ihr weitgefächertes Repertoire von Lully bis Kurt Weill. Im Pierre Boulez Saal kehrt sie nun zu einer frühen Leidenschaft zurück und interpretiert italienische Vokalwerke aus Renaissance und Frühbarock, mit denen sie sich schon zu Studienzeiten intensiv beschäftigte. „Ich bin mit dieser Musik aufgewachsen und wollte mich wieder darauf zurückbesinnen“, erklärt die Mezzosopranistin. Ihr Programm mit dem Lautenisten Azul Lima, der auch eigene Improvisationen beisteuert, verbindet die Liebe zur Alten Musik mit Koženás ebenso großer Begeisterung für Zeitgenössisches, darunter Berios berühmte Sequenza III für Solostimme.
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Emmanuel Pahud & Studierende der Barenboim-Said Akademie
Werke von Milhaud, Gounod, Zemlinsky und Raff
Emmanuel Pahud, Flöte und musikalische LeitungStudierende der Barenboim-Said Akademie
Darius Milhaud: La Cheminée du Roi René für Bläserquintett op. 205
Charles Gounod: Petite Symphonie für Blasinstrumente
Alexander Zemlinsky: Humoreske für Bläserquintett
Joachim Raff: Sinfonietta für Blasinstrumente op. 188
Bereits in den vergangenen Jahren hat Emmanuel Pahud, Solo-Flötist der Berliner Philharmoniker und Professor an der Barenboim-Said Akademie, mehrfach gemeinsam mit Studierenden außergewöhnliche Programme erarbeitet und im Pierre Boulez Saal präsentiert. Diesmal sind echte Raritäten für Holzbläser zu erleben: Farbenreiche Miniaturen von Darius Milhaud und Alexander Zemlinsky treffen auf ausgewachsene Bläsersymphonien von Charles Gounod und seinem deutschen Zeitgenossen Joachim Raff, dessen Musik erst allmählich wiederentdeckt wird.
Emmanuel Pahud & Studierende der Barenboim-Said Akademie bewerten:
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Elias Aboud, Martin Barth & Dominic Oelze
Musik für Schlagzeug
Elias Aboud, SchlagzeugMartin Barth, Schlagzeug
Dominic Oelze, Schlagzeug
Alina Pronina, Klavier
Giuseppe Mentuccia, Klavier
Michael Laurello: Spine für Percussion und Klavier
Ivan Trevino: Into the Air für zwei Marimbas
Thierry De Mey: Silence Must Be für Solo-Dirigent:in
Iannis Xenakis: Rebonds B für Percussion solo
Evan Chapman: Sympathie für zwei Vibraphone
Alejandro Viñao: Dance Groove Drifting für zwei Marimbas
Elias Aboud: Neues Werk für Percussion-Trio, Uraufführung
Benjamin Holmes: Crossing für Percussion-Duo
Elias Aboud: Neues Werk für Percussion solo, Uraufführung
Michael Laurello: Big Things für zwei Schlagzeuger:innen und zwei Klaviere
Wer Schlagzeug spielt, hat alle Hände voll zu tun – auch im übertragenen Sinn. Denn neben den klassischen Schlaginstrumenten müssen auch sämtliche anderen denkbaren Klangerzeuger gemeistert werden, vom Glockenspiel bis hin zu Topfdeckeln und sonstigen Alltagsgegenständen. In einem mitreißenden Programm präsentieren Dominic Oelze und Martin Barth, die beiden Solo-Schlagzeuger der Staatskapelle Berlin, gemeinsam mit Elias Aboud, der bei Oelze an der Barenboim-Said Akademie studierte, aktuelle Musik für Schlaginstrumente in allen Spielarten.
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Pierre Boulez Saal
Der Pierre Boulez Saal hat ein unverwechselbares architektonisches Profil. Er repräsentiert den Geist der Barenboim-Said Akademie und bereichert das Musikleben Berlins mit einem hochkarätigen Saisonprogramm mit bis zu 100 Kammermusikkonzerten pro Jahr.Pierre Boulez Saal bewerten:
Bewertungen & Berichte Pierre Boulez Saal
- Schulkonzerte: Musikalische Zeitreise
- Barock_ Plus: In Freundschaft
- Thorsten Hülsemann: Verbindungen
- Vincent Dubois: Träume und Legenden
- Christian Redl & Christian Poltéra: Mara
- Die Klosterkonzerte Maulbronn bestehen seit über 50 Jahren und gehören zu den bedeutenden Musikfestivals in Baden-Württemberg.
- Präludium
- Sinfoniekonzert
- Stylus phantasticus - Gestern und Morgen I
- Fake News - War Beethoven eine Frau?
- »Er war schon längst daran gewöhnt, keinen eigenen Willen zu haben«
- Stylus phantasticus - Gestern und Morgen II
- Lunchtime Concerts I
- Die Freiheit zu singen
- Indomabile - Freiheitskampf
- Brahms Night Lounge I
- Stylus phantasticus – Gestern und Morgen III
- Lunchtime Concerts II
- FAE - FAF
- »May you be for ever free«
- Stylus phantasticus - Gestern und Morgen IV
- Lunchtime Concerts III
- »Friede auf Erden: Quasi una fantasia«
- Stylus phantasticus - Gestern und Morgen V
- Lunchtime Concerts IV
- Aus des Knaben Wunderhorn
- One Eyed Starfisch
- Lunchtime Concerts V
- »Ich bin eine Engländerin, zur Freiheit geboren«
- Brahms Night Lounge II
- Spiel & Spaß