Literatur+Sprache / Kulturveranstaltung
Literaturhaus Salzburg
Salzburg, Strubergasse 23
- Heute: Anna Felnhofer, Martin Prinz: Eingriffe am offenen Herzen. Die Wirklichkeitsüberprüfungsmaschine Literatur
- Morgen: Ilija Trojanow: Wo Europa endet und immer wieder beginnt
- Salzburg Connection
- SILENT READING & ¡lesen lassen!
- Barbi Markovic: Stehlen, Schimpfen, Spielen
- Das Gedicht ergibt sich nicht. Lyrik 2026
- Maxim Znak: Zekamerone
- Bettina Balàka, Patricia Brooks, Erika Kronabitter: Lyrik³
- Jelinek jetzt. Ein Abend in Lektüren
- Wolfgang Fels, Eva Löchli, Gerda Steingruber
- Luka Leben, Mario Petuzzi: Nachts nur das Rauschen / Winterschlaf
- Margarita Fuchs, Roswitha Klaushofer, O.P. Zier: Bunter Abend mit Lyrik, Prosa und Musik
- Franziska Füchsl, Tereza Krejčí
- Peter Henisch: Muttersuchen
- Il Corragio. Lieder und Balladen aus der Poesie von Pier Paolo Pasolini
- Zu Hause bei den Trakls
- aktuelle Lesungen und Veranstaltungen
Literatur+Sprache
| Lesung mit Musik
Literatur+Sprache
| Lesung mit Musik
Adventlesung mit Musik
Salzkammergut Festwochen Gmunden
Johannes Silberschneider & Musiker:innen der Landesmusikschule Gmunden Wenn die Tage kürzer werden und der Duft von Zimt und Tannengrün in der Luft liegt, wächst die Sehnsucht nach Momenten der Ruhe – nach Geschichten, Klängen und Gedanken, die uns innehalten lassen. Genau das schenkt Ihnen dieser besondere Abend im Stadttheater Gmunden. Johannes Silberschneider, einer der großen Stimmen und Gesichter des österreichischen Theaters und Films, wird Sie mit seiner einzigartigen Sprachkunst durch den Abend führen. Er ist bekannt für seine enorme Wandlungsfähigkeit und Tiefe – sei es auf der Bühne, im Kino (u.a. „Mahler auf der Couch“, „Jud Süß“, „Niemandsland“) oder im Fernsehen („Soko Donau“, „Tatort“). Mit seiner warmen, prägnanten Stimme verleiht er den adventlichen Texten von Selma Lagerlöf, Antoine de Saint-Exupéry, Peter Rosegger, Theodor Storm und anderen eine neue Intensität – feinfühlig, eindringlich und voller Poesie. Begleitet wird er von jungen, hochbegabten Musiker:innen der Landesmusikschule Gmunden. Mit einfühlsamen Arrangements und zarten Klangfarben verweben sie Musik und Wort zu einem poetischen Ganzen – mal still und verträumt, mal von leiser Freude erfüllt. Diese Adventlesung ist keine laute Weihnachtsshow. Sie ist eine Einladung zum Innehalten, ein Abend für Herz und Seele – und ein berührender Auftakt zur festlichen Zeit. Lassen Sie sich verzaubern von der Kraft der Worte, der Magie der Musik und einem Künstler, der wie kaum ein anderer Geschichten zum Leben erweckt.
Literatur+Sprache
| Lesung
Il Corragio. Lieder und Balladen aus der Poesie von Pier Paolo Pasolini
Il Corragio. Lieder und Balladen aus der Poesie von Pier Paolo Pasolini
Literaturhaus Salzburg
Literarisches Konzert mit Fabrizio Consoli & Fausto Beccalossi „Il Corragio. Lieder und Balladen aus der Poesie von Pier Paolo Pasolini” Veranstalter: Società Dante Alighieri, Verein Literaturhaus Eintritt € 25/20/15
Literatur+Sprache
| Lesung
Peter Henisch:
Peter Henisch:
Muttersuchen
Literaturhaus Salzburg
Lesung & Gespräch In seinem neuen Roman „Muttersuchen“ (Residenz Verlag, 2026) erzählt der bekannte österreichische Schriftsteller Peter Henisch die bewegende Geschichte einer widerständigen Frau in schwierigen Zeiten. Der Autor liest und spricht mit Moderator Tomas Friedmann. In diesem so zärtlichen wie realistischen Buch geht Peter Henisch auf die Suche nach seiner Mutter Rosa. Ausgehend von Erinnerungen an die Wirren des Kriegsendes und sein Aufwachsen in der Nachkriegszeit folgt er den Spuren ihres Lebens. „Muttersuchen“ verbindet Zeitgeschichte mit Familiengeschichte bis in die 1980er- Jahre. Peter Henisch erzählt von einem nicht alltäglichen Frauenschicksal, von der Geschichte einer Frau, die sich nach und nach aus der ambivalenten Beziehung und Abhängigkeit von ihrem Mann, einem bekannten Kriegs- und Pressefotografen, zu befreien versuchte. Geschrieben ohne Scheu vor Tabus. Und trotzdem eine Hommage. Peter Henisch, geb. 1943 in Wien, wo er als Autor und Musiker lebt. Er studierte Philosophie und Psychologie, war Mitbegründer der Zeitschrift „Wespennest“ und ist seit den 1970er-Jahren freier Schriftsteller. 1975 erschien sein erster, preisgekrönter und verfilmter Roman „Die kleine Figur meines Vaters“, seitdem zahlreiche Bücher und Auszeichnungen. Eintritt € 12/10/8
Literatur+Sprache
| Lesung
Franziska Füchsl, Tereza Krejčí
Literaturhaus Salzburg
Lesungen & Gespräch Zwei Autorinnen bewegen sich durch ein Grenzgebiet, durch den Böhmerwald und das Siedlungsgebiet seiner Flüsse, der Mühl und der Moldau, „Müh“ und Vltava. Eine literarische Neuentdeckung und -vermessung des Böhmerwalds, moderiert vom Journalisten und Historiker Johannes Jetschgo. Franziska Füchsl tastet sich in ihrem Buch „Am Rande der Müh“ über Ortsnamen und deren Geschichte, vor allem aber über die Mühlviertler Mundart durch die Zeit- und Raumzonen. Sie verwendet „Heimatliteratur“ ebenso wie Zeitungsreportage, erschließt Historie und Natur durch den Wechsel zwischen Hochsprache und Dialekt. Tereza Krejčís Essay „Der Pfarrer des Waldes“ folgt der Spur des tschechischen „Nationalschriftstellers“ und Grenzgängers Karel Klostermann (1848–1923). Als Böhmerwalddeutscher entschied er sich für das Schreiben in tschechischer Sprache, verwahrte sich aber gegen den aufflammenden Nationalismus. Er lenkte den Blick auf soziale Verwerfungen infolge von Naturkatastrophen und Raubbau in der Forstwirtschaft. Ein Moralist, der frühzeitig die Auswirkungen des Anthropozäns erkannte. Franziska Füchsl wurde für „Am Rande der Müh“ (Edition Thanhäuser, 2026) mit dem Deutschen Preis für Nature Writing ausgezeichnet. Tereza Krejčí ist Schriftstellerin, Regisseurin, Dramaturgin, Kuratorin und Kulturmanagerin. Veranstalter: Literaturforum Leselampe mit freundlicher Unterstützung des Czech Literary Centre Eintritt € 12/10/8
Literatur+Sprache
| Lesung
Margarita Fuchs, Roswitha Klaushofer, O.P. Zier:
Margarita Fuchs, Roswitha Klaushofer, O.P. Zier:
Bunter Abend mit Lyrik, Prosa und Musik
Literaturhaus Salzburg
Lesungen & Musik Roswitha Klaushofer liest Gedichte aus dem Zyklus „Im Sog der Worte“, eine musikalische Folge von mehreren, inhaltlich in sich geschlossenen Texten, die von sprachlichen Klängen und Rhythmen bestimmt sind. Durch Laut und Metrum der Sprache bekommen die Gedichte eine Melodie und wirken wie Musik. „Wohlverhalten und Chaos, Bürgerlichkeit und Anarchie waren bereits zu hoch gegriffen, um damit klarzukommen“, konstatiert Marlene, Protagonistin in Margarita Fuchs´ neuer Erzählung „Paula tanzt“. Zwei Frauen und ein Mann, die in einem Altbau in Salzburg eine SeniorInnen-WG gründen und sich den Chancen und Widrigkeiten eines neuen Lebensabschnitts stellen. Und dann kommt Paula … O. P. Zier wird aus „Berichte eines Landeis“ lesen sowie neue Gedichte „frisch von der Festplatte serviert“. Für die musikalische Umrahmung sorgt Franziska Strohmayr (Violine). Veranstalter: Salzburger Autor:innengruppe (SAG), Stadt:Bibliothek Eintritt frei
Literatur+Sprache
| Lesung
Luka Leben, Mario Petuzzi:
Luka Leben, Mario Petuzzi:
Nachts nur das Rauschen / Winterschlaf
Literaturhaus Salzburg
Lesungen & Gespräche In der Reihe „Neue Bücher österreichischer Autor*innen“ werden zwei Debütromane aus dem Herbst 2026 vorgestellt. Moderation: Birgit Birnbacher und Matthias Gruber. „Nachts nur das Rauschen“ (Otto Müller Verlag) von Luka Leben ist ein intensiver Roman über Widersprüche moderner Elternschaft, über Mutterschaft als Ort tiefer Verbundenheit und zugleich von Schuldgefühlen. Jule und Elias haben ein Kind, das sich anders entwickelt als die meisten. Eine Diagnose gibt Jules Suche eine Richtung – und in digitalen Räumen findet sie, was im Alltag fehlt: Austausch, Resonanz, ein Gefühl von Zugehörigkeit, und immer wieder die Erfahrung, nicht allein zu sein. „Winterschlaf“ (Diogenes Verlag) von Mario Petuzzi erzählt eine ungewöhnliche Familiengeschichte in den Alpen. Mit der Schneeschmelze werden die Zwillinge vom Großvater in den Keller geschickt, um die Mutter zu wecken. Mit dem Aufwachen beginnen das Jahr und die Arbeit aufs Neue: die Niederschriften der Träume aus dem Winterschlaf – in Erwartung der Besucher, die ins Tal kommen, um die Prophezeiungen der Mutter zu hören. Doch diesmal wird alles anders … Luka Leben, geb. 1989 in Salzburg, wo sie Kreatives Schreiben, Kunst und Gestaltung unterrichtet sowie Bücher illustriert. Mario Petuzzi, geb. 1989, lebt bei Innsbruck. Er studierte Wirtschaft und Management sowie Vergleichende Literaturwissenschaft. Veranstalter: Verein Literaturhaus Eintritt € 12/10/8
Literatur+Sprache
| Lesung
Wolfgang Fels, Eva Löchli, Gerda Steingruber
Wolfgang Fels, Eva Löchli, Gerda Steingruber
Literaturhaus Salzburg
Lesungen & Musik Das Motto: Paracelsus Buchhandlung & Verlag: Der Name ist Programm. Es ist eine Kombination aus Handel und Produktion, beide Teile haben denselben Stellenwert. Seit nunmehr 31 Jahren führt Sebastian Gutmann das Geschäft in der Steingasse in Salzburg. Hier versucht er, Leserinnen und Leser nach deren Gusto zu bedienen. Beinahe jedes Buch kann aufgetrieben werden, sollte es auch vergriffen sein oder aus einer Eigenproduktion stammen. Wolfgang Fels liest einen Prosatext aus „Wenn schräge Blitze donnern“ und Gedichte aus „Z’Foastnau und Hintersee“, Eva Löchli wird ihre aktuelle Publikation „Fremd im Raum“ vorstellen, die Erzählungen und Gedichte zu Bildern von Edward Hopper beeinhaltet, Gerda Steingruber wird Lyrik lesen und eine Geschichte aus Afrika. Peter Reutterer & Thomas Müller begleiten die Veranstaltung musikalisch. Veranstalter: Salzburger Autor:innengruppe (SAG) Eintritt € 12/10/8
Literatur+Sprache
| Lesung
Jelinek jetzt. Ein Abend in Lektüren
Literaturhaus Salzburg
Zum 80. Geburtstag von Elfriede Jelinek wird der Bühnenraum im Literaturhaus aufgehoben und die Sprachkunst der großen Autorin über individuelle, auch persönliche Lektüren erlebbar gemacht. Christa Gürtler (Literaturwissenschafterin), Kai Ohrem (Professor für Schauspiel), Mercedes Spannagel (Autorin) und Kinga Tóth (Autorin, Performancekünstlerin) als Expert:innen aus den Bereichen Literatur, Theater und Literaturwissenschaft sowie die Germanistik-Studierenden Anja Stein und Tamara Matuschek führen das Publikum mit ihren Beiträgen in Jelineks Werk. Über kurze Impulse und künstlerische Interventionen, ausgehend von ihren eigenen Leseerfahrungen, eröffnen sie dabei verschiedene neue Zugänge zu den Texten. Linda Bokshi, Mars Romeo Haferer und Laurenz Lindtner, Studierende des Thomas Bernhard Instituts der Universität Mozarteum, bringen außerdem ausgewählte Passagen aus Jelineks Werk zu Gehör. Auf diese Weise entsteht ein „Abend in Lektüren“ als facettenreiche und immersive Collage. Veranstalter: Fachbereich Germanistik, Literaturforum Leselampe, Thomas Bernhard Institut Eintritt € 12/10/8
Literatur+Sprache
| Lesung
Bettina Balàka, Patricia Brooks, Erika Kronabitter:
Bettina Balàka, Patricia Brooks, Erika Kronabitter:
Lyrik³
Literaturhaus Salzburg
Die GAV Salzburg lädt immer wieder auch Autor:innen aus anderen Bundesländern ein, um dem hiesigen Publikum die große Bandbreite der österreichischen Literatur näherzubringen. Diesmal sind es drei Lyrikerinnen, die ihre jüngsten Gedichtbände vorstellen und sich der Diskussion unter der Moderation von Christoph Janacs stellen: Bettina Balàka liest aus „Die glücklichen Kinder der Gegenwart“ (Gedichte und Kurzprosa, Haymon 2024), Patricia Brooks stellt „Luna Park“ (Gedichte, fabrik.transit, 2024) vor und Erika Kronabitter ihre „Delfine vor Venedig“ (Gedichte, Melos 2024). Ein poetischer Abend mit drei unterschiedlichen lyrischen – weiblichen – Stimmen! Veranstalter: GAV Salzburg Eintritt € 12/10/8
Literatur+Sprache
| Lesung
Barbi Markovic:
Barbi Markovic:
Stehlen, Schimpfen, Spielen
Literaturhaus Salzburg
Lesung & Musik Die österreichische Schriftstellerin Barbi Marković – ausgezeichnet mit dem Helena-Adler-Preis für rebellische Literatur 2026 – liest aus ihrem ausgezeichneten Buch „Stehlen, Schimpfen, Spielen“ (Rowohlt Verlag, 2025) und spricht mit Literaturhaus-Leiter Tomas Friedmann. Musikalische Gestaltung von Martin Köb (Kontrabass und Querflöte) unter dem Titel „miserere“. Außerdem stellt E. Thomas Stadler vom Verein Literaturlobbyland das neue Buch der 2024 verstorbenen Schriftstellerin vor: „Helena Adler. Die Atmung der Liebenden mit Anomalien“ (Korrektur Verlag, 2026). „Schreiben ist für Barbi Marković ein Machtakt der kleinen, in die Ecke gedrängten Seelen. Dieser Moment schafft eine wesentliche Verbindung mit Helena Adler. Mehr noch: Beide schreiben sich, wenn auch stilistisch unterschiedlich, aus ihrer Herkunft heraus, ohne diesen Umstand je zu verleugnen. Genau daraus generieren sie eine ungeheure transformative literarische Kraft, die nicht vordergründig feministisch anmutet, sondern zutiefst selbstermächtigend agiert.“ (aus der Jurybegründung) Barbi Marković, geb. 1980 in Belgrad, lebt in Wien und schreibt Romane, Hörspiele, Theaterstücke etc. Bekannt wurde sie mit „Superheldinnen“ (2016); für „Minihorror“, eine Sammlung surreal-humorvoller Kurzgeschichten, erhielt sie den Preis der Leipziger Buchmesse 2024. Ihr „Piksi-Buch“ wurde als Fußballbuch des Jahres 2025 ausgezeichnet und als Theaterstück 2026 uraufgeführt. 2026/27 ist sie Hausautorin am Nationaltheater Mannheim. Veranstalter: Literaturlobbyland, Stadtgemeinde Oberndorf, Verein Literaturhaus Eintritt frei
Literatur+Sprache
| Lesung
SILENT READING & ¡lesen lassen!
Literaturhaus Salzburg
Der dritte Abend zum 35. Literaturhaus-Geburtstag ist der Förderung von stillem Lesen und von lautem Vorlesen sowie der Auseinandersetzung mit Texten gewidmet. Ab 17.30 Uhr laden wir erstmals zum SILENT READING ein. Leser*innen – und solche, die es werden wollen – sind willkommen, mit einem Buch hereinzuspazieren oder aus vorhandenem Lesestoff auszuwählen und in gemütlicher Atmosphäre still gemeinsam zu lesen (und sich im Café zum Austausch zu begegnen). Um 19.30 Uhr startet das bewährte Format ¡lesen lassen! Autorinnen und Autoren aus Salzburg und Umgebung lesen aus eigenen Manuskripten vor Publikum und diskutieren über ihre unveröffentlichten Texte. Und am Ende gibt es eine Siegerin bzw. einen Sieger. Wie funktioniert diese Form des Wettlesens? Interessierte Autor:innen melden sich bis 12. Oktober per E-Mail mit Name und Kontakt bei erostepost@erostepost.at an. Sieben werden zur Teilnahme eingeladen, die anderen zum neugierigen Dabeisein. Wir sind gespannt auf die Texte sowie das Gespräch und werden alle Auftretenden mit einem kleinen Geschenk überraschen. Veranstalter: erostepost, Verein Literaturhaus Eintritt frei
Literatur+Sprache
| Lesung
Salzburg Connection
Literaturhaus Salzburg
Lesungen & Musik Beim zweiten Literaturhaus-Geburtstagsabend stellen vier mit Salzburg verbundene Autor*innen neue Bücher bzw. Gedichte vor. Bettina Balàka präsentiert ihren jüngsten Erzählband „Die Abgängigen“ (Haymon Verlag, 2026) und Wolfgang Wenger nach Jahren wieder einen Roman: „Die Schiffe des Kolumbus“ (Edition Tandem, 2026); nach der Pause lesen Robert Kleindienst und Christopher Schmall poetische Texte. Musik: Nane Frühstückl „What is love?“ fragt Bettina Balàka in ihren Geschichten. Sie thematisiert das Flüchtige in Beziehungen im Zeitalter von Social Media und zunehmender Entfremdung, in dem Beziehungen einbrechen und doch ein erstrebenswertes Ideal bleiben. Es geht also um Liebe in Zeiten des Vergänglichen. Mit Veränderung und dem Umgang mit dem Fremden in einer Welt, in der bald alles auf dem Kopf steht und doch Hoffnung keimt, beschäftigt sich auch Wolfgang Wenger in seinem Roman. Eine Pandemie breitet sich aus, immer mehr Menschen kündigen ihre Jobs und versuchen, als Selbstversorger durchzukommen. Plötzlich werden unbekannte Radiowellen aus dem All empfangen … Veranstalter: GAV Salzburg, Salzburger Autor*innengruppe, Verein Literaturhaus Eintritt € 12/10/8
Literatur+Sprache
| Lesung
Ilija Trojanow:
Ilija Trojanow:
Wo Europa endet und immer wieder beginnt
Literaturhaus Salzburg
Lesung mit Fotografien & Live-Musik Zum 35. Literaturhaus-Geburtstag wurden von 14. bis 16. Oktober unter dem Motto „laut & leise“ drei Veranstaltungen organisiert. Der erste Abend widmet sich literarisch-musikalisch dem Balkan. Der bekannte Schriftsteller Ilija Trojanow stellt sein neues Buch „Wo Europa endet und immer wieder beginnt“ (bahoe books, 2026) in Lesung mit Fotografien vor. Musikalisch begleitet wird er von den virtuosen Brüdern Alexander und Konstantin Wladigeroff. Basierend auf vielen Reisen entführen der Fotograf Christian Muhrbeck und Ilija Trojanow in die faszinierenden Welten des Balkans, zu ungewöhnlichen Festen, archaischen Zeremonien, vergessenen Orten und den Echos einer vielschichtigen Geschichte. Gleichzeitig geht es um einen Kulturraum, in dem wesentliche Fragen unserer Identität verhandelt werden, wie der Umgang mit Minderheiten, das Verhältnis zum Islam und die Folgen von Krieg und Migration. Trojanows Texte – verzahnt mit den Fotos – hinterfragen die Stereotypen des Balkans und vertiefen mit poetischer Kraft die abgebildeten Realitäten dieser fernen und doch so nahen Halbinsel in Südosteuropa. Eintritt € 14/12/10
Literatur+Sprache
| Lesung
Marlen Mairhofer:
Marlen Mairhofer:
Alice
Literaturhaus Salzburg
„Darum gräbt Alice jetzt ein Loch. Das Loch hat schon zwei Nächte überdauert, und es wird immer tiefer. Es wird das tiefste Loch der Welt. So tief, dass Alice als Ganzes hineinpassen wird, […] und wenn Alice fertig ist, kommt sie am anderen Ende der Welt wieder heraus.“ In ihrem Debütroman lässt Marlen Mairhofer ihre Leser*innen in die geheimnisvolle Welt eines Mädchens – aller Mädchen – eintauchen. Dieses Mädchen lebt in einer Welt, die anderen verschlossen ist, und wer dieser entwachsen ist, blickt darauf zurück, als wäre sie ein Traum voller Schrecken und geheimnisvoller Erscheinungen gewesen. Dabei ist es harte Realität, kein Wunderland. Eine Geschichte allerpersönlichster Erlebnisse, die es mit allen anderen Mädchen teilt – ein virtuoses Sprachkunstwerk. Alice erscheint auf der Bühne des Literaturhauses, ein Dialog zwischen Text, Autorin und Puppe: Puppenspielerin Michaela Obermayr erweckt Alice und Kaninchen zum Leben. Marlen Mairhofer, geb. 1991 in Steyr, lebt in Salzburg. Studium der Germanistik, 2025 Veröffentlichung ihrer Dissertation im Sonderzahl Verlag, außerdem Auszeichnung des Manuskripts „Alice“ mit dem Theodor Körner Förderpreis. Ihr Debütroman „Alice“ erschien 2026 im Jung und Jung Verlag. Veranstalter: Literaturforum Leselampe mit freundlicher Unterstützung des Salzburger Marionettentheaters Eintritt € 12/10/8
Literatur+Sprache
| Lesung
Literaturklasse des Musischen Gymnasiums: Poesie und Performance
Junges Literaturhaus
Zu schreiben bedeutet, sich selbst zu ermächtigen, neue Perspektiven einzunehmen, zu experimentieren und Geschichten zu erzählen, die zum Reflektieren anregen. Nach Jahren intensiver Auseinandersetzung mit Sprache präsentieren die Schüler*innen der Literaturklasse ihr „Best Of“: sprachspielerisch & „slammend“, erzählerisch & essayhaft, poetisch & performativ. Seit mehr als einem Vierteljahrhundert überzeugen, überraschen und begeistern die Literatur-Musen bei ihrer „Abschluss-” Lesung im Literaturhaus Salzburg. Something Blue Ich glaube, dass die Linie, die das Wasser vom Himmel trennt, die Welt zusammenhält wie eine Naht, und würden wir sie auftrennen, wir würden langsam im Blau ertrinken. Violetta Koblinger Es lesen Maira Hawelka, Violetta Koblinger, Pia Nowotny, Maxi Ortner, Magdalena Rakuscha, Hannah Schwarz, Katharina Spring, Julia Stolzlechner und Madita Würz Leitung: Ulrike Ramsauer Veranstalter: Junges Literaturhaus, Musisches Gymnasium
Literatur+Sprache
| Lesung
Das Gedicht ergibt sich nicht. Lyrik 2026
Literaturhaus Salzburg
Zeitschriftenpräsentation mit Lesungen „Das Gedicht ergibt sich nicht“ ist der von Margret Kreidl gewählte Titel für die von ihr kuratierte Lyrik-Ausgabe der Literaturzeitschrift SALZ. Es verweist nicht zuletzt darauf, dass Lyrik genaue Spracharbeit ist. Margret Kreidl, die als bemerkenswerte Lyrikerin (zuletzt „Mehr Frauen als Antworten. Gedichte mit Fußnoten“, Edition Korrespondenzen 2023) einen ganz eigenen Ton geschaffen hat, verweist in ihren Texten auf die Literatur von anderen Schriftsteller:innen. Und dieses einzigartig weite Netzwerk findet sich im aktuellen SALZ wieder. 21 Lyriker:innen hat Margret Kreidl in SALZ mit neuen Gedichten versammelt – vom Großmeister Gerhard Rühm bis zur Neuentdeckung Carla Lorenz. Zwei Autor:innen sind zur Präsentation eingeladen – der Autor und Redakteur der Zeitschrift perspektive, Stefan Schmitzer, und Birgit Kempker, die mit ihrem vielfältigen Werk weit über Texte hinausreicht. Die Präsentation finden in der Ausstellung „Neugier im Fluss – Salzburger Kunst zwischen Aufbruch und Erinnerung“ statt. Dort ist auch der Künstler Thomas Hörl vertreten, dessen Arbeiten am Cover und im Bildteil der SALZ-Ausgabe zu sehen sind. Veranstalter: Literaturforum Leselampe Eintritt frei zzgl. Mönchsberg Aufzug
Literatur+Sprache
| Lesung
Helene Maimann:
Helene Maimann:
Theodor-Kramerpreis 2026
Literaturhaus Salzburg
Lesung & Gespräch „Helene Maimann ist die scharfsinnige Erzählerin unserer Generation, deren Eltern uns beigebracht haben, den Kopf hochzuhalten und uns mit der Welt auseinanderzusetzen“, schreibt Robert Schindel über Helene Maimann – ausgezeichnet mit dem Theodor Kramer-Preis für Schreiben im Widerstand und Exil 2026. Die Autorin liest aus ihrem Werk und spricht mit Moderator Vladimir Vertlib. Einleitung: Karl Müller. Helene Maimann hat sich früh mit Exil und Widerstand auseinandergesetzt. Sie kommt aus einem Milieu, heißt es in der Jurybegründung, „dem in der Nachkriegszeit kaum Beachtung geschenkt wurde: den Rückkehrern aus der Emigration.“ Ihre Eltern waren jüdische Flüchtlinge, der Vater kam als britischer Besatzungssoldat nach Wien zurück. Über das lebenslange Trauma und die Schoah herrschte Schweigen. Es galt, nach vorne zu schauen und auf ein besseres Leben zu hoffen. Maimann ging den Spuren der Eltern nach und schrieb Essays über die sozialen, kulturellen und sprachlichen Probleme von Verfolgung, Flucht und Exil, aber auch über die Möglichkeiten, die ein stürmisches Leben eröffnen kann. Helene Maimann, geb. 1947 in Wien, ist österreichische Historikerin, Ausstellungskuratorin, Filme- und Radiomacherin sowie Autorin. 2023 erschien im Zsolnay Verlag ihre autobiographische Erzählung „Der leuchtende Stern. Wir Kinder der Überlebenden“. Für ihre Arbeiten wurde sie mehrfach ausgezeichnet. Veranstalter: Theodor Kramer Gesellschaft, Verein Literaturhaus
Literatur+Sprache
| Lesung
¡lesen lassen!
Literaturhaus Salzburg
Schreiber:innen aller Altersgruppen haben die Möglichkeit, außerhalb ihres Freundeskreises unterschiedliche Reaktionen und konstruktive Kritik zu erhalten. erostepost lädt nach Feierabend zu dieser freundlich erdnahen Runde ein! ¡lesen lassen! ist seit über 30 Jahren eine Salzburger Veranstaltungs-Serie des Literaturvereins erostepost. Teammitglieder sowie Neuankömmlinge werden dazu angeregt, ihren Gedanken Form zu geben. Kurze Ideen, kleine Geschichten und Verdichtung sind Herangehensweisen an das Schreiben, die das weite Feld der Kreativität öffnen. Dazu wird angeregt: Wofür steht Literatur? Was bewegt uns? Die Lesenden melden sich eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn mit 2 vorbereiteten Texten von jeweils 5 & 10 Minuten Lesezeit im Café des Literaturhauses an. In der ersten Runde lesen die Autor:innen den kurzen Text. Danach stimmen alle Anwesenden darüber ab, wer in die zweite Runde kommen soll. Nach einer Diskussion wird mittels Stimmzettel ein:e Sieger:in ermittelt. Hinein ins Vergnügen: ¡Lesen und lesen lassen! Veranstalter: erostepost
Literatur+Sprache
| Lesung