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Ereignisse / Festspiele Mozartwoche Salzburg 21. bis 31.1.2027
Literatur+Sprache / Lesung David Mehlhart
Fr 5.6.2026, 19:00 Uhr
Literatur+Sprache / Vortrag Ecowin Verlag Salzburg, Lessingstraße 6
Literatur+Sprache | Lesung

Briefe und Musik:
„Meine liebe Mama“

Mozartwoche

Benjamin Herzl (Mozarts „Costa“-Violine) Carlos Goikoetxea (Mozarts „Walter“-Flügel) Stefan Wilkening (Rezitator) Briefe der Familie Mozart von den Reisen nach Italien sowie nach Mannheim und Paris Mozart: Aus Violinsonaten KV 454, KV 301, KV 304 & aus Serenade C-Dur KV 648 „Ganz kleine Nachtmusik“ Bearbeitung für Klavier und Violine: Carlos Goikoetxea Joseph Bologne, Chevalier de Saint-Georges: Adagio A-Dur für Violine und Klavier Wer war Mozarts Mutter? Die Briefe der Familie bringen uns Anna Maria, geb. Pertl, näher. Nur wenige Schriftstücke von ihrer Hand haben sich erhalten. Diese stammen von der Reise mit ihrem Sohn Wolfgang Amadé nach Mannheim und Paris, die hoffnungsfroh begann und tragisch endete. Briefe an die Mutter, Erwähnungen im Briefwechsel und die Musik, die sie umgab, tragen gleichermaßen dazu bei, diese faszinierende und vielseitige Frau kennen und schätzen zu lernen. Konzeption: Anja Morgenstern
Literatur+Sprache | Lesung

"Der Hagestolz" - Philipp Hochmair liest Adalbert Stifter

Musiksommer St. Leonhard

Premiere!: Salzburg´s Jedermann zu Gast beim Musiksommer St. Leonhard Philipp Hochmair liest Adalbert Stifter Die Österreichischen Salonisten Publikumsliebling und „Jedermann“ Philipp Hochmair liest einen Klassiker österreichischer Literatur – dazu kommt beseelte Kammermusik von Bruckner www.philipphochmair.com www.salonisten.at/produktion/der-hagestolz
Literatur+Sprache | Lesung

Gustavo Faverón Patriau:
Vivir abajo / Unten leben

Literaturhaus Salzburg

Die Kritiken überschlagen sich: „Dieser Roman ist ein Ereignis“ (FAZ), „eine fast körperliche Erfahrung“ (Ö1), „ein literarisches Meisterwerk Borges’scher Qualität“ (Der Freitag). Das Lob für das Buch „Vivir abajo“ des peruanischen Schriftstellers Gustavo Faverón Patriau gebührt auch seinem österreichischen Übersetzer Manfred Gmeiner, der für „Unten leben“ (Droschl Verlag, 2025) mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2026 für die beste Übersetzung des Jahres ausgezeichnet wurde. Gemeinsam stellen Autor und Übersetzer den Roman vor. „Unten leben“ ist ein Meilenstein der lateinamerikanischen Literatur im 21. Jahrhundert – ein Buch voller Abenteuer, ein Krimi, eine Geschichte, die aus tausend Geschichten besteht, und ein Reisebericht durch Länder, in denen Wahnsinn und Grauen herrschen. Es ist ein Roman mit quichoteskem Humor, in dem verrückte Künstler, gelehrte Spione und geisterhafte Dichter ihr Unwesen treiben. „Manfred Gmeiner übersetzt den Roman mit spielerischer Eleganz ins Deutsche und bewahrt dabei den Blick für eigensinnige Figuren und den Zauber der Poesie.“ (aus der Leipziger Jury-Begründung, 2026) Gustavo Faverón Patriau, geb. 1966 in Lima, ist Autor und Journalist und arbeitet derzeit als Professor für lateinamerikanische Literatur in Maine/USA. Sein preisgekröntes Werk aus Romanen wie nicht fiktionalen Büchern wurde mehrfach übersetzt. Eintritt € 12/10/8 Veranstalter: Droschl Verlag, Verein Literaturhaus
Literatur+Sprache | Lesung

Lena Gorelik:
Preis der Literaturhäuser 2026

Literaturhaus Salzburg

Nach der Generalversammlung des Vereins „Salzburger Literaturhaus Eizenbergerhof“ (um 17.30 Uhr) liest die deutsche Autorin Lena Gorelik – ausgezeichnet mit dem Preis der Literaturhäuser 2026 für ihr engagiertes Werk und ihr öffentliches Auftreten – aus ihrem jüngsten Buch und spricht mit der Moderatorin Mirjam Zadoff. In ihrem neuen Roman „Alle meine Mütter“ (Rowohlt Verlag, 2026) erzählt Lena Gorelik von einer besonderen, oft lebenslang komplexen Beziehung und auch davon, welche Mütter wir selbst zu sein versuchen. Wie wir manchmal scheitern, zweifeln, stolpern. Welche Ängste uns begleiten. Was uns bindet und prägt, was uns abhält. Was es heißt, ungewollt Mutter oder nicht Mutter zu sein, ein Kind anzunehmen, zu verlieren oder nicht loslassen zu können. „Tief bewegend, brutal ehrlich: einfach wunderbar.“ (Doris Dörrie) Der Preis der Literaturhäuser wird u.a. durch unseren Kulturpartner ARTE ermöglicht. Eng vernetzt sorgen die Partner gemeinsam für den Erfolg anspruchsvoller Kulturformate – vor Ort in den Häusern, auf den Buchmessen, im Internet und im Fernsehen. So finden etwa bei den Buchmessen in Leipzig und Frankfurt Veranstaltungen des Netzwerks in Kooperation mit ARTE statt. In den Literaturhäusern werden regelmäßig Previews von ARTE-Filmen über Literatur und Literaten gezeigt. Darüber hinaus engagiert sich ARTE im Rahmen der Projekte des Netzwerks der Literaturhäuser so wie zum Beispiel beim Preis der Literaturhäuser. Lena Gorelik, geb. 1981 im sowjetischen Leningrad (seit 1991 St. Petersburg/Russland), kam 1992 mit ihren Eltern nach Deutschland und lebt in München. Für ihre Romane und Essays zu gesellschaftlichen Themen, die u.a. in der „Süddeutschen Zeitung“ und in „Die Zeit“ erscheinen, wurde die Autorin und Journalistin mehrfach ausgezeichnet. Eintritt € 12/10/8 (für Vereinsmitglieder frei) Veranstalter: literaturhaus.net, Verein Literaturhaus
Literatur+Sprache | Lesung

5. Salzburger Literaturquiz

Literaturhaus Salzburg

Bei seinen Fans hat der Quiz-Abend im Literaturhaus längst Kultstatus. Wir freuen uns also auf die vierte Ausgabe und empfehlen dringend unseren Kartenvorverkauf! Wie funktioniert das Literaturquiz? Gäste kommen allein, als Paare oder Gruppen, Teams werden gebildet, Singles integriert, denn Quiz-Spielende sind kommunikative Menschen. Natürlich gibt es außer einem unterhaltsamen Abend u.a. Lesestoff zu gewinnen – sowie die eine oder andere Erkenntnis. Mitzubringen sind Neugier und gute Laune, der Rest passiert vor Ort. Quizjockey Robert Presslaber gestaltet wieder den Abend gemeinsam mit Musiker Vitus Denifl. Gewinn- und Ratespiele, Rätsel aller Art und Quizsendungen in Radio und TV sind beliebt. Beim „Pubquiz“ – erfunden auf den britischen Inseln – treten in lockerer Atmosphäre mehrere Gruppen gegeneinander an. Es wird gelacht und gestaunt, getrunken und gewonnen … Beim Quiz im Literaturhaus Salzburg dreht sich natürlich alles um Bücher, Autor:innen und Anekdoten drumherum. Eintritt € 10
Literatur+Sprache

neue Veranstaltung

Literaturhaus Salzburg

Literatur+Sprache | Lesung

Elias Hirschl:
Schleifen

Literaturhaus Salzburg

Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet an einer seltsamen Krankheit, die sich bereits mehrmals in ihrer Familie gezeigt hat: Jedes Symptom, von dem sie liest oder hört, bekommt sie sofort – sei es die Pest, Cholera oder der Schmerz nach einem Ski-Unfall. Als Sprachwissenschafterin lernt sie, sich mit Wörtern aus toten Sprachen dagegen zu immunisieren. Gemeinsam mit Otto Mandl, einem begabten Mathematiker und ihrem Seelenverwandten, beginnt sie, an der Entwicklung einer neuen, perfekten Sprache zu arbeiten, von der sie zunehmend besessen scheint. „Schleifen“ (Zsolnay Verlag, 2026) erzählt von der Macht der Sprache, ihrer Verbindungskraft und ihren Grenzen. Elias Hirschl hebt dabei die Grenzen zwischen Fakt und Fiktion auf, und das zum großen Vergnügen seiner Leser:innen: „Der heimische Autorenjungstar verschleudert in seinem neuen Roman die Ideen nur so. Ein anregender, gescheiter, großer Spaß“ (Der Standard). Elias Hirschl, geb. 1994 in Wien, ist Autor, Musiker, Slam Poet und schreibt für Theater und Radio. Er erhielt 2020 den Reinhard-Priessnitz-Preis und 2022 den Publikumspreis beim Bachmannpreis. Zuletzt erschienen die Romane „Salonfähig“ (2021) und „Content“ (2024), beide Zsolnay Verlag. Eintritt € 12/10/8 Veranstalter: Literaturforum Leselampe
Literatur+Sprache | Lesung

Herwig Gottwald:
Doderer heute. Zugänge zu einem großen österreichischen Erzähler

Literaturhaus Salzburg

Doderer galt lange als bedeutendster Schriftsteller Österreichs, heute ist er weitgehend vergessen. Der Vortrag soll Wege zur Lektüre der erzählerisch innovativsten und sprachlich witzigsten Romane unserer Literatur erschließen helfen. Einerseits ins „tiefe Österreich“, in die verschlungenen Wege seiner Geschichte führend, zeigen sich seine Texte als Meisterwerke subtilen Humors und grotesk-komischer Figurenzeichnungen, erweisen sich aber zugleich als ausgefeilte Dokumente einer akribischen und kompromisslosen Suche nach authentischem Leben in der Moderne. Anhand von Textauszügen aus „Die Strudlhofstiege“ und „Die Dämonen“, seinen beiden Hauptwerken, gibt Literaturwissenschafter Herwig Gottwald beim Literaturfrühstück Einblicke in die Romankunst Doderers. Kaffee und Kipferl ab 9.45 Uhr und solange der Vorrat reicht. Herwig Gottwald ist Literaturwissenschafter und war Universitätsprofessor für Neuere Deutsche Literatur am Fachbereich Germanistik der Universität Salzburg. Eintritt € 9/7 Veranstalter: Literaturforum Leselampe
Literatur+Sprache | Lesung

Tanja Maljartschuk:
Ukrainische Bibliothek

Literaturhaus Salzburg

Es ist ein ambitioniertes Projekt, das Tanja Maljartschuk initiiert und gemeinsam mit Claudia Dathe realisiert hat: Klassiker ukrainischer Literatur in deutschen Übersetzungen zugänglich zu machen und damit Wahrnehmung zu schaffen für die Eigen- und Widerständigkeit der ukrainischen Literatur und für ihre Verankerung in der europäischen Geistesgeschichte. Jeder der auf acht Bände angelegten „Ukrainischen Bibliothek“ wird von namhaften Autor:innen (u.a. Serhij Zhadan, Katja Petrowskaja) herausgegeben und durch einführende literarische Essays ergänzt. Das Gesamtprojekt und die beiden ersten Bände stellt Tanja Maljartschuk in Lesungen und im Gespräch mit Petra Nagenkögel und Yevgeniy Breyger vor: „Flieg mein Lied, meine wilde Qual“ von Taras Schewtschenko (hg. v. Juri Andruchowytsch, Ü: Beatrix Kersten), das sich wie ein „Protestsong im Gewand eines Klassikers“ liest. Und „Am Meer“ (hg. v. Tanja Maljartschuk, Ü: Maria Weissenböck) von Lesja Ukrajinka, für die das Schreiben (in verbotener ukrainischer Sprache) ein Mittel des Widerstands gegen das russische Imperium ebenso wie gegen eine patriarchale Gesellschaftsstruktur war. Die „Ukrainische Bibliothek“ erscheint im Wallstein Verlag. Tanja Maljartschuk, geb. 1983 in Iwano-Frankiwsk, lebt als Autorin in Wien. Taras Schewtschenko (1814-1861), Leibeigener im Zarenreich, Dichter, Maler, Wegbereiter der modernen ukrainischen Literatur. Lesja Ukrajinka (1871-1913), Schriftstellerin, Dramatikerin, Übersetzerin, Vertreterin der Frauenbewegung. Eintritt € 12/10/8 Veranstalter: prolit
Literatur+Sprache | Lesung

Mercedes Spannagel:
Crashtest Dummies

Literaturhaus Salzburg

„Ich bin mir sicher, das hängt hier alles nur mehr an einem sehr dünnen Faden, der gerne Seide wäre, aber es ist 100 Prozent Polyester.“ In ihrem neuen Buch schreibt Mercedes Spannagel poetisch und präzise über den Firmenalltag im Spätkapitalismus und den Kampf der Geschlechter. In Ihrem Roman „Crashtest Dummies“ erzählt die Autorin von einer jungen Frau, die als Ingenieurin in der Automobilindustrie in einer Männerdomäne arbeitet. Cleo ist clever, lässig und nicht der Überzeugung, als Frau in der Technik etwas repräsentieren zu müssen. Dann tritt sie jedoch in eine Konkurrenzsituation mit ihrem Arbeitskollegen Martin. Um diese Karrierechance zu ergreifen, muss sie sich selbst ganz neu definieren. Mercedes Spannagel schreibt temporeich, bitterböse und rasiermesserscharf. „Gnadenloser Firmenalltag. Ein tolles Buch. Spooky und extrem unterhaltend!“ (Barbi Marković) Mercedes Spannagel, geb. 1995 in Wien, aufgewachsen in Salzburg, lebt in Berlin. 2020 Nominierung ihres ersten Romans „Das Palais muss brennen“ (Verlag Kiepenheuer & Witsch) für den Debütpreis des Österreichischen Buchpreises. „Crashtest Dummies“ erschien 2026 im Blessing Verlag. Eintritt € 12/10/8 Veranstalter: Literaturforum Leselampe
Literatur+Sprache | Lesung

Leopold Federmair, Fritz Popp:
Neue Poesie

Literaturhaus Salzburg

Mit „Ein Schrein auf dem Kaufhausdach“ legt der in vielen Sprachen und Kulturen versierte Autor Leopold Federmair, der seit 2006 zwischen Hiroshima und Wien pendelt, einen Lyrikband vor, in dem er versucht, der japanischen Kultur, ihrem Geist und Lebensstil auf die Spur zu kommen, ohne dabei Postkartenmotive auch nur zu streifen, und sie in Beziehung zu setzen zu eigener Lektüre und Erinnerungen. Fritz Popp, als politischer Schriftsteller, Satiriker und Kabarettautor bekannt, versammelt in „Kein Festland. Nirgends“ Gedichte, die aktuelle Bedrohungsszenarien und Ängste zum Ausdruck bringen, aber auch Glücksmomente – stets im Bewusstsein um die prinzipielle Ungesichertheit des Menschen. Es sind Gedichte mit einem ganz besonderen Sound, angesiedelt zwischen äußerster Genauigkeit und bewusster Unschärfe. Für die musikalische Begleitung sorgt Leonore von Stauss an der Harfe. Leopold Federmair: geb. 1957 in Wels, lebt in Wien und Hiroshima; Romane, Essays; Österreichischer Staatspreis für Übersetzung. Fritz Popp: geb. 1957 in Vöcklabruck, lebt in Salzburg und Schwarzenberg; Romane, Lyrik, Satiren. Eintritt € 12/10/8 Veranstalter: GAV Salzburg
Literatur+Sprache | Lesung


Karl-Markus Gauß:
Die Liebe kommt immer zu spät

Literaturhaus Salzburg

Die wegen Krankheit abgesagte Buchpremiere im Februar wird jetzt nachgeholt: Alle bereits gekauften Tickets sind gültig! Der bekannte Schriftsteller und Literaturkritiker Karl-Markus Gauß stellt sein neues Buch „Die Liebe kommt immer zu spät“ (Zsolnay Verlag 2026) in Lesung und Gespräch mit Moderator Tomas Friedmann vor. Karl-Markus Gauß, der literarische Kartograf der europäischen Ränder, ist wieder auf Reisen gegangen. In Bosnien sucht er nach den Spuren einer multikulturellen Welt und findet sie bei seinem verstorbenen Freund Dževad Karahasan. In Slowenien folgt er den Lebenswegen zweier tapferer Frauen, einer legendären Anwältin, die sich die Freiheit nahm, bald als Frau, bald als Mann zu leben, und einer kleinwüchsigen Schriftstellerin, deren Bücher auf der ganzen Welt gelesen wurden und die in der Stadt, die sie jetzt feiert, völlig verarmt gestorben ist. Und warum das obersteirische Bruck an der Mur und Beloiannisz in der ungarischen Puszta eigentlich auf dem Peloponnes liegen und Österreich auch eine griechische Geschichte hat, ist aus der dritten Geschichte des Bandes mit Reiseerzählungen zu erfahren. Karl-Markus Gauß, geb. 1954 in Salzburg, wo er als Autor und Kritiker lebt. Seine Bücher sind in viele Sprachen übersetzt und ausgezeichnet, z.B. mit dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung (2022). Zuletzt erschienen die Bücher „Schiff aus Stein“ (2024), „Schuldhafte Gewissheit: Essays wider Zeitgeist und Judenhass“ und „Gedankenspiele über die Gelassenheit“ (beide 2025). Eintritt € 14/12/10
Literatur+Sprache | Lesung mit Musik

Über den Wolken ist der Himmel offen

Literaturhaus Salzburg

Die Gesellschaft der Lyrikfreunde ist eine Literaturgemeinschaft im deutschen Sprachraum. Die Salzburger Repräsentanz gestaltet diesen Abend mit Lyrik und Kurzprosa zur Jahreszeit. Der Frühling öffnet seine Türen, Sonnenstrahlen legen sich wie Samenkörner in unsere Augen und streuen Lichter in unsere Tage. Vielleicht lassen sie die Schatten verblassen, die sich über uns zu erheben scheinen. Andere Tage werden kommen, verstehen wird man das Schweigen der Pflanzen und Planeten, und so viele lautere Dinge werden sein! Nach Mond duften werden die Violinen! (Pablo Neruda) Es lesen: Irmgard Bogme, Franz Dürnberger, Elisabeth Graf, Renate Katzer, Ingeborg Kraschl, Valerie Pichler, Georg Weigl, Gudrun Winklhofer Musik: Wolfgang Pullmann (Klavier) Veranstalter: Gesellschaft der Lyrikfreunde/Repräsentanz Salzburg
Literatur+Sprache | Lesung

Anja Kampmann:
Die Wut ist ein heller Stern

Literaturhaus Salzburg

Die deutsche Autorin Anja Kampmann erzählt in ihrem Roman „Die Wut ist ein heller Stern“ (Hanser Verlag, 2025) vom Mut einer Frau in einer Welt, die ihr keinen Platz lassen will. Moderation: Marlen Mairhofer. Hedda hat sich ihren Traum erkämpft: Artistin im „Alkazar“ auf der Reeperbahn. Doch nichts zählt mehr, als in den 1930er-Jahren Uniformen wie selbstverständlich im Publikum auftauchen. Die Freiräume werden enger, für die Mädchen im Varieté wird es gefährlich. Wem kann Hedda noch trauen? Ihr Bruder Jaan heuert als Harpunenschmied auf einem Walfänger für eine Antarktis-Fahrt an – und auch Hedda sucht für sich und ihren kleinen Bruder Pauli nach Auswegen. Anja Kampmann erzählt in einer unvergleichlich atmosphärischen Sprache, der es auch an Leichtigkeit nicht fehlt, eine Geschichte weiblicher Selbstbehauptung aus einer ganz und gar von Männern dominierten Zeit. „Kampmanns neuer Roman schildert virtuos den nationalsozialistischen Umbau der Gesellschaft. Die statische Sprache und die Dynamik der Ereignisse ergänzen sich zu fast filmischen Bildern. Man meint, alles ganz genau vor sich zu sehen“ (NZZ) Anja Kampmann, geb. 1983 in Hamburg, lebt als Autorin in Leipzig. Sie schreibt Lyrik und Prosa, wurde mehrfach ausgezeichnet, 2026 mit dem Hans-Fallada-Preis. Zuletzt erschienen die Bücher „Wie hoch die Wasser steigen“ (2018), „Der Hund ist immer hungrig“ (2021) und „Die schmutzige Wäsche des schmelzenden Schnees. Adam Zagajewski – Poet der Zärtlichkeit und des Staunens“ (2024). Eintritt frei, Anmeldung unter www.literaturfest-salzburg.at Veranstalter: Literaturfest Salzburg, Verein Literaturhaus
Literatur+Sprache | Lesung

Tomer Gardi:
Liefern

Literaturhaus Salzburg

Lesung im Rahmen der Stefan-Zweig-Poetikvorlesung Tomer Gardi, der mit seinem Roman „Broken German“ für Aufsehen gesorgt hat, kreist als 16. Dozent der Salzburger Stefan Zweig Poetikvorlesung in den drei Vorlesungen „Lektoriert“, „Übersetzt“ und „Verzungert. Akzentuiert“ um Fragen nach Identität und Sprache – der Autor formuliert es so: „Eine Frage wird es geben, die wiederkehrt. Wie ein Running Gag. Dessen Aufbau längst verloren ist. Und doch wird sie im Raum stehen. An mich. An euch. An uns. An Sie. Wer ist wir? Ha?“ Tomer Gardi liest aus „Liefern“ (Klett Cotta 2026), für den er in sechs Städten recherchiert hat. „Liefern“ ist ein globaler, episodischer Roman über Menschen am Rand des Wohlstands, die sich mit Arbeit als Essenslieferanten über Wasser halten. In Tel Aviv, Delhi, Istanbul, Buenos Aires und Berlin verfolgt der Roman ihre Wege. Moderation: Petra Nagenkögel Tomer Gardi, geb. 1974 im Kibbuz Dan in Galiläa, lebt als Schriftsteller in Berlin. Sein Debüt „Stein, Papier“ erschien 2011 auf Hebräisch und 2013 in deutscher Übersetzung. 2016 erschien sein Roman „Broken German“. Für den Roman „Eine runde Sache“ erhielt er 2022 den Preis der Leipziger Buchmesse. Seine Arbeiten wurden mehrfach mit renommierten Stipendien ausgezeichnet. Vorlesungstermine: 4. Mai, 6. und 7. Mai jeweils 17 bis 19 Uhr, Unipark Nonntal Eintritt frei; Anmeldung: office@stefan-zweig-zentrum.at Veranstalter: Fachbereich Germanistik, Literaturforum Leselampe, Stefan Zweig Zentrum, Universität Salzburg
Literatur+Sprache | Lesung

EUROPA ERZÄHLEN 1:
Michal Hvorecky, Robert Menasse

Literaturhaus Salzburg

Von EUROPA ERZÄHLEN bedeutet von Sehnsüchten und Hoffnungen zu erzählen, von Krisen und kultureller Vielfalt. Europa braucht neben dem prägenden EU-Narrativ von Einheit und Frieden – konterkariert durch Aufrüstung, Nationalismus und Rechtsruck? – mehr denn je Erzählungen: wie von Robert Menasse und Michael Hvorecký. Moderation: Tomas Friedmann Der österreichische Autor Robert Menasse liest aus seiner Novelle „Die Lebensentscheidung“ (Suhrkamp Verlag, 2026), in der ein persönliches Schicksal mit großer Politik verknüpft wird. Erzählt wird vom Überlebenskampf eines frustrierten EU-Beamten (mit Krebsdiagose) zwischen Brüssel und Wien, der seinen Job hinwirft und nicht vor seiner Mutter sterben möchte. Der slowakische Autor Michal Hvorecký verfolgt in seinem Sachbuch „Dissident“ (Klett-Cotta Verlag, 2026) den Weg Europas vom Fall des Eisernen Vorhangs bis zur Rückkehr autoritärer Ideologien. Der engagierte Intellektuelle verwebt Erinnerungen und Erfahrungen mit einer scharfen Analyse der politischen Gegenwart und fordert unser aller Einsatz für die Demokratie. Robert Menasse, geb. 1954 in Wien, wo er als preisgekrönter Autor und europäischer Kulturkritiker lebt. Michal Hvorecký, geb. 1976 in Bratislava, wo er als Autor und Journalist lebt und sich für Meinungsfreiheit und die Freiheit der Kunst einsetzt. Veranstalter: Verein Literaturhaus
Literatur+Sprache | Lesung

Mutter und Tochter am Schreibtisch. Christine Haidegger und Meta Merz

Literaturhaus Salzburg

Literaturfrühstück Seit 2024 verwahrt das Literaturarchiv Salzburg den Nachlass von Christine Haidegger (1942–2021) und ihrer Tochter Christina Haidegger (1965–1989), die den Großteil ihrer Texte unter dem Pseudonym Meta Merz veröffentlicht hat. Christine Haidegger, die mit ihrem 1979 erschienenen Debütroman „Zum Fenster hinaus“ für Aufsehen gesorgt hatte, war eine wichtige Integrationsfigur im Salzburger literarischen Leben: als Vermittlerin und Ermöglicherin von Literatur, als Herausgeberin und Mentorin für junge Autorinnen. Auch ihr Ehemann Eberhard Haidegger (1940–2025) war neben seiner Arbeit als Bahnbediensteter literarisch tätig. Als Meta Merz bereits als Schülerin zu schreiben begann, war der ‚literarische Haushalt‘ Haidegger komplett: Bemüht, sich künstlerisch von ihrem Elternhaus zu emanzipieren, fand Meta Merz dort zugleich gute Voraussetzungen für eine Karriere als Autorin: zwar wenig ökonomisches Kapital, aber ein literaturaffines Umfeld – und nicht zuletzt Verständnis für ein Leben abseits von Konventionen. Harald Gschwandtner, Literaturwissenschafter am Literaturarchiv Salzburg, stellt die beiden Autorinnen vor und beleuchtet dabei verschiedene Dimensionen familiären Schreibens. Kaffee und Kipferl ab 9.45 und solange der Vorrat reicht. Veranstalter: Literaturforum Leselampe
Literatur+Sprache | Lesung

EUROPA ERZÄHLEN 2:
FLO, Federica Manzon

Literaturhaus Salzburg

Der zweite Abend im Rahmen des Festivals „Europa der Muttersprachen“ blickt nach Italien – und verbindet literarisch-musikalisch Triest und Neapel. Die Lesung wird von Giorgio Simonetto moderiert, der auch übersetzt; deutsche Lesung: Ulrike Arp. Die Lieder des Konzerts sind in italienischer bzw. neapolitanischer Sprache. Die italienische Schriftstellerin Federica Manzon siedelt ihren Roman „Alma“ (Verlag Pfaueninsel, 2026, Ü: Verena von Koskull) zwischen Ost und West an. Nach dem Tod ihres Vaters kehrt die Journalistin Alma in ihre Heimatstadt Triest zurück und begegnet ihrer Jugendliebe. Erinnerungen tauchen auf sowie Fragen nach Herkunft und Identität – und der Krieg in Jugoslawien wirft Schatten über die Grenze. Um 21 Uhr tritt erstmals in Salzburg die italienische Singersongwriterin FLO auf – begleitet von Ernesto Nobili auf der Gitarre. Ihre Konzerte sind eine packende Mischung aus mitreißenden Melodien, tiefgründigen Texten und vor allem Ausdruck einer unbeugsam-weiblichen Stimme aus dem Herzen Neapels. Federica Manzon, geb. 1981 in Pordenone, lebt als Verlegerin und Autorin von bisher fünf Romanen in Mailand. Floriana Cangiano (alias FLO), geb. 1983 in Neapel, wo sie als Sängerin, Autorin, Liedermacherin und Schauspielerin lebt. Veranstalter: Società Dante Alighieri, Verein Literaturhaus
Literatur+Sprache | Lesung

EUROPA ERZÄHLEN 3:
Dana Grigorcea, Maria Larrea

Literaturhaus Salzburg

Aus „Europa erzählen“ die rumänisch-schweizerische Autorin Dana Grigorcea und die baskisch-französische Autorin Maria Larrea. Es geht um Liebe und Heimat, um Verlust und Sprache. Moderation: Ines Schütz, die auch aus dem Französischen übersetzt. Deutsche Lesung: Irina Blaul. Die Schriftstellerin Maria Larrea geht in ihrem autobiografischen Debütroman „Die Kinder von Bilbao“ (Verlag Kein & Aber, 2025, Ü: Corinna Rodewald) der Frage nach, was es bedeutet, wenn plötzlich die Wurzeln gekappt werden. Als Maria Ende 20 erfährt, dass sie adoptiert ist, begibt sie sich auf Spurensuche nach ihrer Identität zwischen Paris und Bilbao – und gewinnt Satz für Satz die Macht über ihr Leben zurück. Die Schriftstellerin und engagierte Europäerin Dana Grigorcea entwirft in ihrem Roman „Tanzende Frau, blauer Hahn“ (Penguin Verlag, 2026) ein Kaleidoskop der Liebe. Sommer für Sommer treffen sich Camil und Roxana im kleinen Ort Buşteni in den rumänischen Bergen, um die Liebe zu ergründen. Davon erzählt Abend für Abend eine Autorin auf Lesereise durch Deutschland – doch wer erzählt hier wessen Geschichte? Maria Larrea, geb. 1979 in Bilbao, lebt in Paris als preisgekrönte Filmregisseurin und Drehbuchautorin. Dana Grigorcea, geb. 1979 in Bukarest, lebt als vielfach ausgezeichnete Autorin, Germanistin und Nederlandistin in Zürich. Veranstalter: Verein Literaturhaus
Literatur+Sprache | Lesung

Walter Müller - Wolfram Paulus:
Luzifers Traum / Geisterspiele

Literaturhaus Salzburg

Der Salzburger Filmemacher Wolfram Paulus („Heidenlöcher“, „Die Ministranten“) ist vor sechs Jahren gestorben. In den Gesprächen, die Walter Müller in den letzten vier Wochen vor seinem Tod mit ihm geführt hat, erzählte Paulus von seinen unvollendeten Plänen und Träumen, die er unbedingt verwirklicht wissen wollte. Walter Müller hat posthum seine Gespräche mit ihm in seinem noch unveröffentlichten Roman „Luzifers Traum“ fortgeführt und in einem herausfordernden Dialog Themen wie das Vergessenwerden, die Schubladisierung der Kunst und der Künstler:innen oder die Ablösung der analogen durch die digitale Welt intensiv beleuchtet. Besonders am Herzen lagen Paulus die Projekte „Berghof“ und „Geisterspiele“. Letzteres ist eine beißende Satire auf das Festspielgeschehen in Salzburg, die zur Zeit eines einstigen Intendanten spielt, aber durchaus auch in unserer Zeit denkbar wäre. Szenenausschnitte sind zu hören. Walter Müller, geb. 1950 in Salzburg, veröffentlichte bisher zwei Dutzend Bücher („Die Häuser meines Vaters“, „Schräge Vögel“, „Wenn es einen Himmel gibt“), ebenso viele Theaterstücke und mehr als 500 Trauerreden. 2023 wurde ihm der Berufstitel „Professor“ verliehen. Veranstalter: erostepost

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