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Literatur+Sprache / Vortrag Ecowin Verlag Salzburg, Lessingstraße 6
Literatur+Sprache | Lesung mit Musik

Andrea Eckert

Salzkammergut Festwochen Gmunden

Andrea Eckert Konzept: André Heller Sprachresonanzen I: Zum Weinen schön, zum Lachen bitter Mit der Reihe Sprachresonanzen erinnern sich die Salzkammergut Festwochen Gmunden 2027 an herausragende Künstler:innen, die das literarische Profil des Festivals in den vergangenen vier Jahrzehnten geprägt haben. Gemeinsam mit André Heller, dem 2016 der Literaturschwerpunkt gewidmet war, entwickelte Andrea Eckert diesen besonderen Abend, der Sprache, Literatur und Musik zu einem eindringlichen künstlerischen Erlebnis verbindet. In ihrem facettenreichen Gesangs- und Rezitationsprogramm widmet sich Andrea Eckert Werken bedeutender jüdischer Dichter, Komponisten und Kabarettisten. Texte und Lieder von Friedrich Hollaender, Georg Kreisler, Kurt Weill, Randy Newman, André Heller, Barbara, Thomas Brasch und Else Lasker-Schüler verschmelzen zu bewegenden Kabinettstücken zwischen Melancholie und Humor, Sehnsucht und Lebensklugheit. Begleitet wird sie von Philipp Jagschitz am Klavier sowie Otmar Klein an Akkordeon, Saxofon und Klarinette. Im Anschluss an die Aufführung spricht Peter Grubmüller, Kulturchef der OÖ Nachrichten, mit Andrea Eckert über ihre Zusammenarbeit mit André Heller, die Entstehung des Programms und die zeitlose Aktualität seiner Themen. André Heller über Andrea Eckert und dieses Programm: „Andrea Eckert ist ein kostbares österreichisches Bühnenwunder. Auftritte der Ausnahmekünstlerin zu versäumen, gilt unter Kennern zu Recht als Unterlassungssünde. Ihr Programm „Zum Weinen schön, zum Lachen bitter“ ist eine tiefberührende Hommage an die jüdische Seele von zeitloser Aktualität.“ Ein Abend voller Poesie, Musik und Menschlichkeit – bewegend, klug und von jener Kraft, die Kunst entfalten kann, wenn sie weit über den letzten Ton und das letzte Wort hinaus nachwirkt.
Literatur+Sprache | Lesung

Geschichte in der Geschichte einer Geschichte

Literaturhaus Salzburg

Ineinander verschachtelte Texte erinnern an Babuschka-Puppen, deren Reiz ja im Staunen über Verborgenes liegt. Im Auseinandernehmen der nächsten Hüllen spielt dann schon die Erwartung mit, ob ein weiteres Püppchen zum Vorschein kommen wird, und so weiter. Auch Erzählungen beinhalten sehr oft eine oder weitere Ebenen. Wolfgang Danzmayrs Kurzprosatext „Zwiesprache, zweifellos“, greift diese Überlegungen auf und diente als Impulstext für eine Ausschreibung unter den SAG-Autor:innen. In ihren Texten darauf Bezug genommen haben Klaus Papula, der in „Gino der Spieler“ das Schicksal eines Spielsüchtigen thematisiert, Hannes Stiegler, dessen Protagonist in „Das Erbe des Schäfers“ in eine Familiengeschichte eintaucht, und Christa Stierl, die in „Grüße von drüben“ über Mona erzählt, die via Dating-App im Internet nach Männern wie nach Mäusen jagt. Veranstalter: 50 plus Center, SAG
Literatur+Sprache | Lesung mit Musik

Raub mir sanft den Atem

Salzburger Kulturvereinigung

AGLAIA SZYSZKOWITZ - Rezitation CHRISTIAN BAKANIC - Akkordeon Die österreichische Theater- und Filmschauspielerin Aglaia Szyszkowitz stimmt uns mit ihrem neuen Programm auf das betörende Lied der Sinnlichkeit ein und präsentiert eine exquisite Liste an Autorinnen, die sich dem Frivolen verschrieben haben. Von Sappho bis Isabel Allende. Begleitet von Christian Bakanics Akkordeon, das einmal schwelgend und einmal leidenschaftlich erschöpft nach Atem ringt. Einzelkarten: € 55 | Für Junge: € 15
Literatur+Sprache | Lesung mit Musik

Wurzeln

Salzburger Kulturvereinigung

RAFAEL FINGERLOS - Gesang MICHAEL DANGL - Rezitation TRIO TSCHEJEFEM SASCHA EL MOUISSI - Klavier „Wurzeln“ bewegt sich auf den (volks)musikalischen Spuren von Anton Bruckner, Gustav und Alma Mahler, Franz Schubert und Johannes Brahms. Ein Weg, der geleitet ist vom Gedanken, musikalische Brücken über Genregräben hinweg zu bauen. Mit dem Ziel, das Volks- und Kunstlied dorthin zu bringen, wo sie hingehören: direkt in die Herzen der Menschen. Einzelkarten: € 59 | 79 Für Junge: € 15
Literatur+Sprache | Lesung mit Musik

Ein Briefwechsel zwischen Friedrich Torberg und Ephraim Kishon

Salzburger Kulturvereinigung

MICHAEL MAERTENS - Rezitation DANIEL KEBERLE - Rezitation KLEZMER RELOADED Zwei Bestseller-Autoren, die als Überlebende des Nationalsozialismus ein ähnliches Schicksal teilten, führten zwei Jahrzehnte lang den vielleicht amüsantesten Briefwechsel der Literaturgeschichte. Beide hatten sich viel zu verdanken, sie zankten, versöhnten sich und schrieben einander köstlich bissige Briefe. Einzelkarten: € 55 | Für Junge: € 15
Literatur+Sprache | Lesung mit Musik

Tausendmal schöner als ihr

Salzburger Kulturvereinigung

KATHARINA STEMBERGER - Rezitation DIE STROTTERN Anna Baar gilt als eine der bedeutendsten Stimmen der österreichischen Gegenwartsliteratur. Als Tochter einer dalmatinischen Mutter und eines österreichischen Vaters wuchs sie zweisprachig zwischen Wien und Kärnten auf. Ihr Schreiben ist geprägt von dieser Vielfalt. Ihre Erzählungen behandeln die Fragen von Identität, Kultur und menschlichen Beziehungen. Katharina Stemberger liest Texte von Anna Baar und kommt dafür mit dem besten Wiener Lied Duo, den Strottern, nach Salzburg. Einzelkarten: € 55 | Für Junge: € 15
Literatur+Sprache | Lesung

Marlen Mairhofer:
Alice

Literaturhaus Salzburg

„Darum gräbt Alice jetzt ein Loch. Das Loch hat schon zwei Nächte überdauert, und es wird immer tiefer. Es wird das tiefste Loch der Welt. So tief, dass Alice als Ganzes hineinpassen wird, […] und wenn Alice fertig ist, kommt sie am anderen Ende der Welt wieder heraus.“ In ihrem Debütroman lässt Marlen Mairhofer ihre Leser*innen in die geheimnisvolle Welt eines Mädchens – aller Mädchen – eintauchen. Dieses Mädchen lebt in einer Welt, die anderen verschlossen ist, und wer dieser entwachsen ist, blickt darauf zurück, als wäre sie ein Traum voller Schrecken und geheimnisvoller Erscheinungen gewesen. Dabei ist es harte Realität, kein Wunderland. Eine Geschichte allerpersönlichster Erlebnisse, die es mit allen anderen Mädchen teilt – ein virtuoses Sprachkunstwerk. Alice erscheint auf der Bühne des Literaturhauses, ein Dialog zwischen Text, Autorin und Puppe: Puppenspielerin Michaela Obermayr erweckt Alice und Kaninchen zum Leben. Marlen Mairhofer, geb. 1991 in Steyr, lebt in Salzburg. Studium der Germanistik, 2025 Veröffentlichung ihrer Dissertation im Sonderzahl Verlag, außerdem Auszeichnung des Manuskripts „Alice“ mit dem Theodor Körner Förderpreis. Ihr Debütroman „Alice“ erschien 2026 im Jung und Jung Verlag. Veranstalter: Literaturforum Leselampe mit freundlicher Unterstützung des Salzburger Marionettentheaters
Literatur+Sprache | Lesung mit Musik

6. Salzburger Literaturquiz „Faszinierend!“

Literaturhaus Salzburg

Bei seinen Fans hat der beliebte Quiz-Abend im Literaturhaus längst Kultstatus. Diesmal konzentriert sich Quizjockey Robert Presslaber auf Fragen aus dem Science-Fiction-Bereich, dazu gibt es passende Musik von DJ & Musiker Gurkenkaiser. Grund für den Schwerpunkt ist das Festival SCIENCE MEETS FICTION, – u.a. mit einer Veranstaltung zu Perry Rhodan am 1. Oktober im Literaturhaus Salzburg. Wie funktioniert das Salzburger Literaturquiz? Die Gäste kommen allein, als Paare oder Gruppen, Teams werden gebildet und Singles integriert, denn Quiz-Spielende sind kommunikative Menschen. Und natürlich gibt es außer einem unterhaltsamen Abend u.a. Lesestoff zu gewinnen – sowie die eine oder andere Erkenntnis. Mitzubringen sind Neugier und gute Laune, der Rest passiert vor Ort. Robert Presslaber führt wieder durch die Veranstaltung und wird die Teams mit einschlägigen Sci-Fi-Fragen aus Literatur, Film und Musik zum Grübeln bringen. In lockerer Atmosphäre wird gelacht und gestaunt, getrunken und gewonnen – und vielleicht eine neue Begeisterung für Science-Fiction hervorgerufen.
Literatur+Sprache | Lesung

Sasha Filipenko:
Die Elefanten

Literaturhaus Salzburg

Lesung & Gespräch (belaruss. /dt.) Immer wieder hat Sasha Filipenko die Politik des Putin-Regimes und des belarussischen Präsidenten Lukaschenko kritisiert. Dafür musste er 2020 aus seiner Heimat flüchten, heute lebt er mit seiner Familie in der Schweiz. Gemeinsam mit der Übersetzerin Ruth Altenhofer stellt der Autor seinen neuen Roman „Die Elefanten“ (Diogenes Verlag, 2026) vor – eine politische Fabel und skurrile Parabel. Michael Kolnberger liest auf Deutsch. Eines Tages sind sie da. Wie aus dem Nichts leben sie plötzlich in der Stadt, stehen auf Straßen und Plätzen, leben mitten unter den Menschen und ziehen in die Häuser ein: die Elefanten. Doch niemand nimmt Anstoß an ihnen. Die Leute gehen weiter ihrer Wege, geben vor, es hätte sich nichts geändert. Allein der Stand-up-Comedian Pawel weigert sich zu schweigen und ruft von der Bühne dazu auf, sich der Realität zu stellen. Er riskiert damit alles: sein Leben, seine Freiheit und vor allem seine Liebe zu Anna. Sie, Tochter eines berühmten Schriftstellers, löst tagein, tagaus Kreuzworträtsel – etwa dieses Romans. Vielleicht verraten die nächsten Wörter etwas über seinen Ausgang? Sasha Filipenko, geb. 1984 in Minsk/Belarus, lebt seit 2020 in der Schweiz. Er arbeitete als erfolgreicher Journalist, Drehbuchautor, TV-Moderator und Gag-Schreiber für eine Satire-Show. Für seine Bücher, die in Belarus 2025 verboten und als „extremistisch“ eingestuft wurden, erhielt er zahlreiche Auszeichnungen. Veranstalter: Verein Literaturhaus
Literatur+Sprache | Lesung

Mia Couto:
Der blinde Fluss

Literaturhaus Salzburg

Lesung & Gespräch (port./dt.) Mia Couto ist der bekannteste Schriftsteller von Mosambik und einer der bedeutendsten Autoren portugiesischer Sprache. 30 Jahre nach seinem Literaturhaus-Auftritt kommt er wieder nach Salzburg, um gemeinsam mit der Übersetzerin Barbara Mesquita seinen neuen Roman „Der blinde Fluss“ (Unionsverlag 2026; orig. „A Cegueira do Rio“) – ein bildgewaltiges Buch über die Narben der Kolonialherrschaft – vorzustellen. Peter Arp liest auf Deutsch. Lautlos gleitet das Boot mit deutschen Soldaten aufs Ufer des Rovuma zu und bringt eine neue Zeitrechnung mit sich: Der Überfall auf den portugiesischen Militärposten markiert den Beginn des 1. Weltkriegs in Ostafrika. Und noch immer liegt der Schatten des Maji-Maji-Aufstands auf der Region, niedergeschlagen von den Kolonialtruppen. Der afrikanische Hilfssoldat Nataniel versucht gemeinsam mit seinem Bruder, in den Untiefen zwischen den Kolonialmächten zu navigieren, wo Ungeheuer aller Art lauern. Beinahe unbemerkt geht etwas Seltsames vor sich: Aus Berichten, Karten und Büchern verschwinden Buchstaben – und die Macht der Europäer scheint sich zu verflüchtigen. Mia Couto, geb. 1955 als Sohn portugiesischer Einwanderer in Beira/Mosambik, lebt als Autor und Biologe in Maputo, wo er auch Journalist war. Seit 1983 veröffentlicht er Romane, Erzählungen und Gedichte und erhielt für sein z.T. verfilmtes Werk zahlreiche Auszeichnungen. Veranstalter: Afro-Asiatisches Institut Salzburg, Verein Literaturhaus
Literatur+Sprache | Lesung

Brita Steinwendtner:
Am Weiher

Literaturhaus Salzburg

„Wellen ändern ihre Geschwindigkeit, ihr Spiel und ihr Ziel. Menschen sind so. Erinnerungen und Zukunftsbilder kommen und treiben vorüber wie Glaubenssätze, Wünsche und Wahrheiten.“ Arthur, seit seiner Kindheit am Weiher verwurzelt, kennt jede der drei Frauen, deren Geschichten er verbindet – Vivien, die Jüngste, Luisa, ihre Mutter, und Margarethe, die Großmutter. Für sie bildet der Weiher über Generationen hinweg einen Ankerpunkt. Arthur kennt ihre Schicksale und bewahrt, was lange unausgesprochen blieb. Da ist aber noch eine vierte, zunächst namenlose Frau, nur eine Erinnerung aus Kindertagen, deren Spur zu einer Familie zurück ins Jahr 1945 führt und zu einer Wahrheit, die endlich ans Licht will. Brita Steinwendtners neuer Roman erzählt von Brüchen und Kontinuitäten, vom Werden und Vergehen, von der Suche nach Liebe, Glück und Zusammenhalt. Die Schriftstellerin ist „eine glänzende Beobachterin und präzise Nachforscherin, vor allem aber eine feinsinnige Geschichtenerzählerin.“ (Ilma Rakusa) Veranstalter: Literaturforum Leselampe
Literatur+Sprache | Lesung

¡lesen lassen!

Literaturhaus Salzburg

Schreiber:innen aller Altersgruppen haben die Möglichkeit, außerhalb ihres Freundeskreises unterschiedliche Reaktionen und konstruktive Kritik zu erhalten. erostepost lädt nach Feierabend zu dieser freundlich erdnahen Runde ein! ¡lesen lassen! ist seit über 30 Jahren eine Salzburger Veranstaltungs-Serie des Literaturvereins erostepost. Teammitglieder sowie Neuankömmlinge werden dazu angeregt, ihren Gedanken Form zu geben. Kurze Ideen, kleine Geschichten und Verdichtung sind Herangehensweisen an das Schreiben, die das weite Feld der Kreativität öffnen. Dazu wird angeregt: Wofür steht Literatur? Was bewegt uns? Die Lesenden melden sich eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn mit 2 vorbereiteten Texten von jeweils 5 & 10 Minuten Lesezeit im Café des Literaturhauses an. In der ersten Runde lesen die Autor:innen den kurzen Text. Danach stimmen alle Anwesenden darüber ab, wer in die zweite Runde kommen soll. Nach einer Diskussion wird mittels Stimmzettel ein:e Sieger:in ermittelt. Hinein ins Vergnügen: ¡Lesen und lesen lassen! Veranstalter: erostepost
Literatur+Sprache | Lesung

Literatur im Museum „Welch ein Beruf…!“

Salzkammergut Festwochen Gmunden

Petra Morzé | Lesung Claudia Kaufmann-Freßner | Zusammenstellung „Welch ein Beruf…!“ – Ein pikant-intimes Theater-ABC von A wie Anmaßung bis Z wie Zweifel Petra Morzé, eine der bekanntesten österreichischen Schauspielerinnen, jahrzehntelang Ensemblemitglied des Theaters in der Josefstadt und des Burgtheaters, präsentiert in ihrer humorvollen Lesung Anekdoten, Interna, Schnurren, Pikanterien und „Hoppalas“ von berühmten Kollegen und Kolleginnen wie Raoul Aslan, Charlotte Wolter, Adele Sandrock, Albin Skoda, Karl Paryla, Josef Meinrad, Käthe Dorsch, Alexander Girardi u.v.a. Es geht um Premieren-Angst und um Texthänger, um Eitelkeit und Hybris, um Ohrfeigen und um Sein oder Nicht-Sein … Eintritt Museum: € 14,00 | € 12,00 (ermäßigt) | € 6,00 (Schüler:innen ab 10 J., Lehrlinge) Der Eintritt zur Lesung ist frei
Literatur+Sprache | Lesung

Monolog des Fürsten Saurau aus Thomas Bernhards „Verstörung“

Salzkammergut Festwochen Gmunden

Martin Schwab | Lesung Eva-Maria Voigtländer | Fassung „Die Kälte ist in mir, also ist es egal, wohin ich gehe …“ (Thomas Bernhard) Ein fiktiver Ort in Oberösterreich, die verwunschen-verwünschte Burg Hochgobernitz, ist Schauplatz des zweiten Teils des Romans „Verstörung“, des manischen Monologs des Burgherren, Fürst Saurau. Der 1967 erschienene Roman sollte ursprünglich „Das Hirn“ heißen. Das Kernstück, der Monolog des Fürsten, hätte diesen Titel gerechtfertigt. Auf seiner Burg, wo er sich radikal von der im politischen und geistigen Verfallszustand befindlichen Umgebung abgrenzt, reflektiert er über sein Dasein. Martin Schwab, seit vielen Jahren als kongenialer Bernhard-Interpret auf der Bühne des Wiener Burgtheaters und bei den Salzkammergut Festwochen Gmunden bekannt, nimmt sich dieses wuchernden, wahrhaft verstörenden Textes an, monologisiert, rezitiert, liest. Veranstaltungshinweis: Freitag 07/08 | 17:30, Thomas Bernhard Haus Ohlsdorf Anny Fabjan präsentiert ihr Essay über Thomas Bernhards Großmutter Anna Bernhard „Die rebellische Großmutter“. Sie wird auch über Nora Joyce und Jenny Marx sprechen, die ein ähnliches selbstgewähltes Schicksal wie Anna Bernhard hatten. Bei dieser Präsentation wird sie von Kompositionen vom Wiener Musiker und Komponisten Georg Breinschmid begleitet. Der Eintritt ist frei.
Literatur+Sprache | Lesung

Ein Wildermuth von Ingeborg Bachmann

Salzkammergut Festwochen Gmunden

Lesung mit Michael Maertens Claudia Kaufmann-Freßner | Fassung „Ich fing an, die noch wahrere Wahrheit zu sagen.“ (Ingeborg Bachmann) Oberlandesgerichtsrat Anton Wildermuth hofft auf einen einfachen Fall, eine kurze Verhandlung: Der Landarbeiter Josef Wildermuth hat seinen Vater augenscheinlich im Affekt getötet und die Tat gestanden. Doch nicht nur der zufällig gleiche Nachname verbindet Richter und Angeklagten, auch die besessene Suche nach der Wahrheit, die umso unfassbarer wird, je genauer man sie fassen will. Der „einfache Fall“ stürzt Anton Wildermuth in eine tiefe Krise, in der er schließlich sein eigenes Leben zu verhandeln hat. Michael Maertens liest Ingeborg Bachmanns 1961 erschienene Erzählung, die vom Gerichtsreport zum dramatischen Monolog wird, der alle Überzeugungen von Wahrheit und Wirklichkeit, Recht und Gerechtigkeit auf den Prüfstand stellt: damit nicht länger nur „die Wahrheit ans Licht kommt, die wir brauchen können.“
Literatur+Sprache | Lesung

Herzzeit

Salzkammergut Festwochen Gmunden

Eine Auswahl aus dem Briefwechsel Ingeborg Bachmann – Paul Celan Lesung mit Johanna Wokalek und Markus Meyer „Erklär mir, Liebe, was ich nicht erklären kann …“ (Ingeborg Bachmann) Im Mai 1948 begegnen einander in Wien zwei Menschen, ein junger Dichter und eine junge Dichterin – Paul Celan und Ingeborg Bachmann. Er ist 27, die Studentin 21 Jahre alt. Sie verbringen einen intensiven sechs Wochen dauernden Frühling zu zweit, dann reist Celan nach Paris ab. „Der surrealistische Lyriker Paul Celan“ habe sich „herrlicherweise“ in sie verliebt, schreibt Bachmann an ihre Eltern. Bis 1953 verbindet die beiden ein Liebesverhältnis, das von Oktober 1957 bis Frühling 1958 wieder aufgenommen wurde. Celan ist inzwischen bereits mit Gisele Lestrange verheiratet und hat mit ihr einen gemeinsamen Sohn. Bachmann lernt in dieser Zeit Max Frisch kennen und zieht mit ihm im Oktober 1958 zusammen. Der Briefwechsel ist das bewegende Zeugnis zweier Menschen, die sich lieben und sich doch verletzen, die ohneeinander nicht können, aber nicht miteinander leben können.
Literatur+Sprache | Lesung

Thomas Bernhard – der Junge Journalist

Salzkammergut Festwochen Gmunden

Lesung mit Hermann Beil Frühe journalistische Arbeiten, Gerichtssaalberichte, Leserbriefe „Zwei Jahre habe ich Gerichtsreportagen geschrieben. Ein unschätzbares Kapitel. Ich glaube, da liegen die Wurzeln.“ (Thomas Bernhard) Der junge zwanzigjährige Thomas Bernhard begann 1951/52 als Journalist. Über 250 Zeitungsartikel schrieb er bis 1954 für Salzburger Zeitungen und die Wiener „Furche“. Viele seiner Texte wirken wie kleine, pointierte Theaterszenen; aus vielen Alltagsberichten spricht politisches oder sozialkritisches Engagement. Jahrzehnte später bekannte Thomas Bernhard: „Zwei Jahre habe ich Gerichtsreportagen geschrieben. Die sind mir später beim Prosaschreiben wieder gegenwärtig geworden. Ein unschätzbares Kapitel. Ich glaube da liegen die Wurzeln.“ – Die Wurzeln seiner Theaterstücke und Romane. Hermann Beil, über ein Jahrzehnt eng mit den Salzkammergut Festwochen Gmunden verbunden, verbindet noch eine jahrzehntelange Zusammenarbeit mit Thomas Bernhard persönlich. Zahlreiche Uraufführungen am Staatstheater Stuttgart, am Schauspielhaus Bochum, bei den Salzburger Festspielen und am Burgtheater Wien hat er dramaturgisch verantwortet. Im Rahmen der Salzkammergut Festwochen Gmunden liest er regelmäßig im Bernhaus-Haus in Ohlsdorf, und er richtet seit einigen Jahren die szenischen Bernhard-Abende ein, die sich zu Publikumsmagneten im Stadttheater Gmunden entwickelt haben.
Literatur+Sprache | Lesung

Über allen Gipfeln ist Ruh – Ein deutscher Dichtertag um 1980

Salzkammergut Festwochen Gmunden

Szenische Lesung mit Sven-Eric Bechtolf | Moritz Meister, Verfasser einer Tetralogie Sona MacDonald | Anne, seine Frau Clara Wolfram | Fräulein Werdenfels, Doktorandin, Brillenträgerin Tilman Tuppy | Herr von Wegener, Journalist, Brillenträger Martin Schwab | Der Verleger Erich J. Langwiesner | Herr Smirnoff, Briefträger Hermann Beil | Szenische Einrichtung „Wenn das Werk lacht / weint der Dichter / und umgekehrt“ (Thomas Bernhard) Thomas Bernhards 1982 uraufgeführte Komödie mit dem Schriftsteller Moritz Meister, der sich so gern als deutscher Dichterfürst gibt, im Mittelpunkt, ist im deutschen Feuilleton einst ziemlich kritisch, aber vom Publikum beifällig aufgenommen worden. Ironisch notierte Hellmuth Karasek im „Spiegel“, „manche Kritiker hätten griesgrämig vermerkt, dass das Publikum gelacht habe.“ Tatsächlich ist „Über allen Gipfeln ist Ruh“ eine federleicht hintersinnige Komödie voll von Anspielungen auf eitlen Dichterkult und sinnlos rotierenden Kulturbetrieb: Tiefsinnig, komödiantisch – und selbstironisch zugleich. Mit freundlicher Unterstützung von Marcus Meier
Literatur+Sprache | Lesung

Die Billigesser

Salzkammergut Festwochen Gmunden

Die Billigesser – von Thomas Bernhard „… Ehrlich gesagt, so Koller, sind die WÖKmenschen noch die charakterfestesten …“ (Thomas Bernhard) Diese 1980 von Bernhard veröffentlichte Geschichte erzählt aus dem Leben des Privatgelehrten Koller, der seit dem Verlust seines linken Beines durch einen Hundebiss, an einer Studie über Physiognomik arbeitet. Die Erzählung verarbeitet mehrere bei Bernhard immer wiederkehrende Themen, unter anderem das Scheitern einer wissenschaftlichen Arbeit, weil der Forscher den Anspruch auf die komplette Erfassung des Weltganzen erhebt. Genie und Wahnsinn sind auch in dieser Bernhard-Figur untrennbar vereint. Jens Harzer, seit zweieinhalb Jahrzehnten vielfach ausgezeichneter Schauspieler, ist Träger des Iffland-Ringes, die renommierteste Ehrung, die ein deutschsprachiger Schauspieler erhalten kann. Der Ring wird an den jeweils „bedeutendsten und würdigsten Bühnenkünstler“ vom Träger weitergegeben. 2019 erhielt Jens Harzer, der zuletzt vor zehn Jahren bei den Salzkammergut Festwochen Gmunden zu Gast war, ihn von Bruno Ganz.
Literatur+Sprache | Lesung

Szenen einer Ehe

Salzkammergut Festwochen Gmunden

„Eine glückliche Ehe ist eine, in der sie ein bisschen blind und er ein bisschen taub ist.“ (Loriot) Szenen einer Ehe von Loriot – Lesung mit Senta Berger & Friedrich von Thun „Männer und Frauen passen einfach nicht zusammen…“ – und müssen doch täglich miteinander auskommen. Wenn bereits morgens das Frühstücksei zu lang gekocht hat und abends die Meinungen über die Feierabendgestaltung auseinandergehen, wird es kritisch. Genau dies hat Loriot in seinen legendären, 1983 veröffentlichten Szenen einer Ehe auf den Punkt gebracht. Sein Gespür für das Zwischenmenschliche und die Komik der alltäglichen Kommunikation zeigen Loriot als einen scharfsinnigen Kenner der nur allzu menschlichen Komödien. Als Hommage an den humoristischen Großmeister finden sich mit Senta Berger und Friedrich von Thun zwei Bühnen- und Filmgrößen zusammen, um diesen Szenen Leben und Lachen einzuhauchen. Gemeinsam und gegeneinander kämpfen sie mit Stolpersteinen, die einem der Alltag in den Weg legt, und natürlich mit den unüberwindbaren Tücken der Paarbeziehung. Denn wie sagte noch Loriot? „Eine glückliche Ehe ist eine, in der sie ein bisschen blind und er ein bisschen taub ist.“ - AUSVERKAUFT! -

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