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Ausstellungen | Ausstellung

Konstruierte Natur

Marmorschlössl Bad Ischl

Natur gilt oft als Gegenpol zur Kultur – als ursprünglich und unberührt. Doch diese Trennung greift längst zu kurz: Natur wird heute beobachtet, vermessen, genutzt, geschützt, bedroht. Und inszeniert. Sie erscheint nicht mehr als unmittelbare Gegebenheit, sondern befindet sich vielmehr in einem Zustand ständiger Vermittlung. Hier setzt die Ausstellung Konstruierte Natur an. Die Tierdarstellungen von Dana Meyer, Nelly Schmücking und Matthias Garff zeigen das Tier nicht als bloßes Motiv, sondern als Gegenüber. Es wird zum Spiegel unserer Wahrnehmung und unserer Verantwortung gegenüber dem Lebendigen. Der Ausstellungsort Bad Ischl verstärkt diese Fragestellung. Das landschaftlich idyllische Salzkammergut ist zugleich Natur- und Kulturraum, historisch geprägt durch Nutzung, Ästhetisierung und Aneignung, sichtbar etwa in der Kaiservilla mit ihren Jagdtrophäen. Natur erscheint hier immer auch als gestaltete und interpretierte Wirklichkeit. Die drei künstlerischen Positionen machen diese Konstruktion auf unterschiedliche Weise sichtbar: Meyers Stahlskulpturen verbinden Härte mit lebendiger Spannung, Schmückings Arbeiten verdichten anatomische Präzision zu einem ästhetischen „Äquivalent“ des Tieres, und Garff erschafft aus Fundstücken fragile, eindringliche Kreaturen einer vom Menschen geprägten Umwelt. So entsteht ein Raum, in dem sich die Beziehung zwischen Mensch und Tier neu verhandelt. Konstruierte Natur zeigt: Natur ist keine Gegenwelt außerhalb von uns, sondern immer Teil eines kulturellen Gefüges – und damit auch Ausdruck unserer Verantwortung für die Welt, die wir mitgestalten. Kuratiert von Sara Tröster Klemm Ausstellung kostenlos Eintritt in den Kaiserpark ist zu bezahlen Öffnungszeiten Geöffnet von 01.05. – 31.10.2026 Mai - September Mo-So, Fei: 09:30-17:00 Oktober Mo-So, Fei: 10:00-16:00 Führungen Kuratorinnen­führung Do, 11.06.26, 16:00; Sa, 31.10.26, 16:00 Anmeldung bis 15:00 am Vortag unter kulturvermittlung@ooelkg.at, +43 732 7720 522 22 (Mo–Fr, 09:00–15:00) Treffpunkt Foyer Marmorschlössl 15:45
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Jakob Lena Knebl - Sommer­frische

Marmorschlössl Bad Ischl

Identität im Spannungsfeld von Geschichte, Mode und Mythologie Jakob Lena Knebl setzt sich in ihrem Werk mit Identität in Bezug zu Themen aus den Bereichen Geschichte, Kunstgeschichte, Mode, Religion und Mythologie auseinander. So unterschiedlich, wie ihre Themen selbst, sind auch die Ausdrucksmittel derer sich die transmediale Konzeptkünstlerin für ihre Interpretationen bedient. Ein surreal inszeniertes Paralleluniversum im Marmorschlössl Hierfür wird Knebl das Marmorschlössl zu einer Art Bühne umkonstruieren auf der diverse Protagonistinnen, seien es Figuren oder/ aber auch Objekte, derart inszeniert werden, dass das Publikum den Eindruck haben wird, sich durch eine Art Paralleluniversum zu bewegen. Dass Knebl selbst Bestandteil dieses sein wird, steht außer Frage, handelt es sich letztlich doch um eine Projektion ihrer ständigen Auseinandersetzung mit ihrer eigenen vielschichtigen Persönlichkeit. Im großen Salon des einstigen Rückzugsorts von Kaiserin Elisabeth wird sie eine traumhaft, surreale Installation realisieren, in der sie unter anderem auf Arbeiten des Künstlers Ernst Heinrich Barlach Bezug nimmt. Weiters wird dem Publikum eine persönliche Interpretation der Tänzerin des Impressionisten Edgar Degas begegnen, sowie eine sehr spezielle Inszenierung eines Schwans, da sich einst ein solcher in „Sisis“ Schlafgemach befand. In den Räumen des Obergeschosses wird Knebl neben ihren eigenen, teils aus Stoff gefertigten Arbeiten, auch Werke von Studentinnen präsentieren. Im Außenbereich wird die Künstlerin Interpretationen der Hütte der Waldfrau Baba Jaga (einer mythologischen Figur der slawischen Folklore) umsetzen. Kuratiert von Lucas Cuturi Zur Ausstellung ist eine Sonderedition entstanden: Jakob Lena Knebls Big Little Dancer (2026) als limitierte Keramik in einer Auflage von 125 Stück. Zur Edition und Bestellung Öffnungszeiten: Geöffnet von 01.05. – 31.10.2026 Mai - September Mo-So, Fei: 09:30-17:00 Oktober Mo-So, Fei: 10:00-16:00 Führungen Beginn jeweils 10:30, Treffpunkt Marmorschlössl mit Kurator Lucas Cuturi: Do, 07.05., Do, 21.05., Do, 09.07., Do, 23.07., Do, 06.08., Do, 20.08. mit Austria Guides So, 10.05., Do, 14.05., So, 24.05., Do, 28.05., So, 07.06., Do, 11.06., So, 21.06., Do, 25.06., So, 05.07., So, 19.07., So, 02.08., So, 16.08., So, 30.08., Do, 03.09., So, 13.09., Do, 17.09., So, 27.09. Anmeldung: - bis 15:00 am Vortag unter kulturvermittlung@ooelkg.at, +43 732 7720 522 22 (Mo–Fr, 09:00–15:00) - Für Sonntagsführungen der Austria Guides können Sie sich auch noch Sa, 09:30–15:00 unter marmorschloessl@ooelkg.at, +43 664 60072 522 95 kurzfristig anmelden. - Führungen im Oktober auf Anfrage.
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Ernst Caramelle. Denkfiguren

Museum der Moderne Salzburg - Rupertinum

Ernst Caramelle (1952 Hall in Tirol, AT – Frankfurt am Main, DE und New York, US) zählt zu den prägenden Stimmen der österreichischen Konzeptkunst. In seinem vielschichtigen Werk steht nicht das Objekt im Zentrum, sondern die Idee – die sich in unterschiedlichen Medien manifestiert: als Zeichnung, Wandarbeit, Video oder Künstlerbuch. Seit 1973 nutzt Caramelle das Künstlerbuch als eigenständiges künstlerisches Medium: als Raum der Reflexion über Original und Reproduktion, Bild und Text, Idee und Ausführung. Die Studienausstellung konzentriert sich auf diese kontinuierliche Auseinandersetzung mit dem Medium Buch und stellt ihr Caramelles frühe Fotoserie Video-Landschaften (1974) gegenüber. In dieser Serie werden Videobilder so in den Raum integriert, dass sie mit ihrer Umgebung verschmelzen – und die Grenze zwischen medialer Konstruktion und physischer Realität irritieren. Beide Werkgruppen behandeln zentrale Fragestellungen zur Wahrnehmung, Bildproduktion und medialen Repräsentation – im Spannungsfeld von Idee, Medium und Realität. Eine begleitende Lese- und Medienlounge lädt zur vertieften Auseinandersetzung ein. Sie bietet zu allen Ausstellungen am Haus ausgewählte Literatur aus den Bibliotheken des Museums und der Generali Foundation sowie Zugang zur Mediathek mit rund 500 Filmen und Videos. Kurator: Jürgen Tabor Leselounge: Stefanie Grünangerl
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GENERATOR #5: Georgia Gardner Gray. Steine

Museum der Moderne Salzburg - Rupertinum

Georgia Gardner Gray (1988 New York, NY, US) ist eine der spannendsten Malerinnen unserer Zeit. Sie verwandelt das Alltägliche in präzise beobachtete und überraschend irritierende Kompositionen, wobei sie kulturelle Symbole einsetzt, die von der Urzeit bis in den digitalen Raum reichen. Inspiriert von Popkultur und Kunstgeschichte deckt Gray durch die absurde Inszenierung ihrer Bilder die Widersprüche der heutigen Welt auf. Mit subtilem Witz und präzisen Details verdeutlicht sie, wie unterschiedlich unsere Wahrnehmungen von Geschichte, Kunst und Authentizität sein können. In ihrer Ausstellung präsentiert sie eine Reihe neuer Werke, die in prähistorischen Steinkreisen angesiedelt sind und das Konzept des menschlichen und künstlerischen Erbes im großen Maßstab erforschen. Was wir in kulturellen Artefakten erkennen, sagt manchmal mehr über unsere Zeit aus als über ihre Geschichte. Daher erweitert Gray ihre Ausstellung um Werke aus den Sammlungen – von Iris Andraschek, Lovis Corinth und Leo Zogmayer –, die sie aufgrund ihrer mimetischen Eigenschaften so ausgewählt hat, wie man heute Bildmaterial mittels einer Suchmaschine zusammenträgt. In der Begegnung entfaltet sich ein lebendiges Gespräch über die Interpretation von Kunst und die Launenhaftigkeit künstlerischer Inspiration. Wir danken allen privaten Förder:innen und Croy Nielsen, Vienna. Kuratorin: Marijana Schneider
Ausstellungen | Ausstellung

Baselitz Manifeste

Museum der Moderne Salzburg - Rupertinum

Der Maler, Bildhauer und Grafiker Georg Baselitz zählte zu den prägendsten Künstlerpersönlichkeiten der Gegenwart. Sein Werk umspannt knapp sieben Jahrzehnte internationaler Ausstellungstätigkeit; für sein künstlerisches Schaffen erhielt er zahlreiche renommierte Auszeichnungen. Seit 1969 unterlief er mit der radikalen Umkehrung seiner Motive die Konventionen des Sehens und verschob die Frage nach dem Bildinhalt hin zur Malerei selbst. Das Museum der Moderne Salzburg vermisst sein Werk vom Heute aus neu – in seiner ganzen ästhetischen und intellektuellen Schärfe. Die Schau wurde noch gemeinsam mit dem Künstler konzipiert. Frühwerk im Rupertinum Baselitz entschied sich Anfang der 1960er-Jahre bewusst für die Figuration – ein Schritt, der in einer Zeit, in der die abstrakte Kunst dominierte, als Provokation empfunden wurde. Damit schlug der Künstler nicht nur neue Wege in der Malerei ein, sondern er schrieb sich als Erneuerer der Nachkriegskunst in die Kunstgeschichte ein. Die Ausstellung im Rupertinum legt den Fokus auf die frühen grafischen Arbeiten, in denen sich der Künstler mit deutscher Geschichte, Identität und dem Künstler-Ich auseinandersetzte. Dabei verknüpfte er klassische Bildtraditionen mit einer kraftvollen, oftmals als roh und verstörend empfundenen Bildsprache. Die thematische Gliederung orientiert sich erstmals an den vier Manifesten, die der Künstler in den 1960er-Jahren verfasste. Die Ausstellung wird mit Leihgaben des Ludwig Forum für Internationale Kunst, Aachen, Leihgaben Peter und Irene Ludwig Stiftung, sowie weiteren aus Privatbesitz unterstützt. Kurator:innen: Barbara Herzog, Harald Krejci, Tina Teufel Kuratorische Assistenz: Eva Wiegert Die Ausstellung und die Publikation zu Georg Baselitz werden durch eine Sonderförderung des Landes Salzburg und eine private Förderung ermöglicht.
Ausstellungen | Ausstellungseröffnung

Dämonen

Literaturhaus Salzburg

Vernissage mit Bildern des österreichischen Schriftstellers Michael Köhlmeier, der mit dem Philosophen und Publizisten Konrad Paul Liessmann über Kunst diskutiert und aus seinem neuen Roman „Mein privates Glück“ (Hanser Verlag, 2026) liest. Veranstalter: Verein Literaturhaus
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BestOFF Sommerfrische

Salzkammergut Festwochen Gmunden

Die Kunstuni Linz begibt sich erneut auf Sommerfrische und diesmal wird es philosophisch. Die 6. Sommerfrische der Kunstuniversität Linz im Rahmen der Salzkammergut Festwochen Gmunden positioniert sich als zeitgenössisches Ausstellungs- und Forschungsformat an der Schnittstelle von Kunst, Philosophie und öffentlichem Raum. Im Toscanapark Gmunden sowie im angrenzenden ehemaligen Thomas-Bernhard-Archiv (der Villa Stonborough–Wittgenstein) entstehen temporäre künstlerische Arbeiten, die Sprache, Raum und gesellschaftliche Verantwortung reflektieren. Das Format setzt markante kulturelle Landmarks, stärkt Gmunden als lebendigen Ort zeitgenössischer Kunst und wirkt über die Traunsee-Region hinaus in den internationalen Diskurs. Einmal mehr beweisen die Kunstuniversität Linz und die Salzkammergut Festwochen Gmunden ihre Vielfalt und fördern den internationalen Austausch auch in ländlicheren Regionen Oberösterreichs. mehr zum Programm und zu allen Details unter: ausstellungen.ufg.at/bestoffsommerfrische www.skulpturhauptstadt.at Besichtigungszeiten: siehe Website & social media Eintritt frei
Ausstellungen | Ausstellung

grey time – Jeremias Altmann & Andreas Tanzer

Salzkammergut Festwochen Gmunden

Mit der ersten musealen Gesamtschau wird dem Künstlerduo grey time von Jeremias Altmann und Andreas Tanzer eine Ausstellung von eindringlicher Gewichtigkeit gewidmet. Das vielschichtige Werk des seit 2013 arbeitenden Kollektivs, von monumentalen Malereien über Grafiken bis zu Skulpturen, erhält den Raum, den seine inhaltliche und formale Konsequenz verlangt. Neue raumgreifende Arbeiten schreiben Bildwelten von Ruin, Zerfall und fragiler Zukunft in die Ausstellungshalle ein und machen die Dringlichkeit von Kunst und Kultur in Zeiten von Zerstörung und Unsicherheit unmittelbar erfahrbar – eine Einladung, die eigene Position im Spannungsfeld von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft neu zu reflektieren. Öffnungszeiten der Galerie: Montag bis Freitag auf Anfrage (für Gruppen) Samstag 14:00 – 18:00 Uhr Sonntag 10:00 – 18:00 Uhr
Ausstellungen | Ausstellung

Christian Eisenberger

Salzkammergut Festwochen Gmunden

Mit zwei aufeinanderfolgenden Soloshows lädt die Galerie 422 im Sommer 2026 dazu ein, zeitgenössische Kunst in ihrer Vielfalt und räumlichen Präsenz zu entdecken. Ab Ende Juni präsentiert die Galerie 422 Arbeiten von Christian Eisenberger, die sich zwischen Malerei, Skulptur und Land Art bewegen und aus einer intensiven Auseinandersetzung mit Material, Zufall und experimentellen Verfahren hervorgehen. Seit Jahren zählt Eisenberger zu den prägenden Positionen einer jüngeren Generation österreichischer Gegenwartskunst. Bekannt wurde er zunächst durch gesellschaftskritische Figuren aus Pappkarton, die im öffentlichen Raum auftauchten und dort bewusst Irritation erzeugten. In seinen jüngeren Arbeiten richtet sich der Blick zunehmend auf die Natur: Temporäre Setzungen verhandeln Fragen nach dem Menschsein, nach Raum und nach dem Spannungsverhältnis zwischen Natur und Zivilisation. Begleitprogramm: Samstag, 27. Juni 2026, 11:00 Uhr Artist-Talk im Rahmen der Eröffnung. Prof. Mag. Dr. Alfred Weidinger (Wissenschaftlicher Geschäftsführer der OÖ Landeskultur GmbH) mit Künstler Christian Eisenberger. Freitag, 31. Juli 2026, 17:00 Uhr Symposium Kunst und Schnittlauch Alexander Giese und Christoph Habres zu Gast in der Galerie 422 Veranstaltungen der Galerie 422 – Margund Lössl www.galerie422.at www.instagram.com/galerie422/ www.facebook.com/Galerie422 Öffnungszeiten der Galerie: Mittwoch bis Freitag 12:00 – 18:00 Uhr Samstag 10:00 – 16:00 Uhr Eintritt frei
Ausstellungen | Ausstellung

Alfred Haberpointner

Salzkammergut Festwochen Gmunden

Mit zwei aufeinanderfolgenden Soloshows lädt die Galerie 422 im Sommer 2026 dazu ein, zeitgenössische Kunst in ihrer Vielfalt und räumlichen Präsenz zu entdecken. Ab Anfang August zeigt die Galerie 422 im Rahmen der zweiten Festwochenausstellung eine Soloshow von Alfred Haberpointner. Mit seinen Holzskulpturen zählt der Künstler seit Jahren zu den markantesten Vertretern der zeitgenössischen österreichischen Bildhauerei. In Kopfskulpturen, Wandreliefs und objekthaften Tafelbildern untersucht er grundlegende bildhauerische Parameter wie Volumen, Gewicht und Proportion. Zwischen Abstraktion und Figuration entfalten die Arbeiten eine spannungsreiche Beziehung von Körperlichkeit, Raum und Wahrnehmung. Öffnungszeiten der Galerie: Mittwoch bis Freitag 12:00 – 18:00 Uhr Samstag 10:00 – 16:00 Uhr Begleitprogramm: Samstag, 08. August 2026, 11:00 Uhr Artist-Talk im Rahmen der Eröffnung. Mag. Harald Krejci (Direktor Museum der Moderne Salzburg) mit Künstler Alfred Haberpointner. Veranstaltungen der Galerie 422 – Margund Lössl www.galerie422.at www.instagram.com/galerie422/ www.facebook.com/Galerie422 Eintritt frei
Ausstellungen | Ausstellung

Übergänge – Katharina Acht

Salzkammergut Festwochen Gmunden

Übergänge – Fotografie und Papier – Katharina Acht Die Fotoausstellung Übergänge von Katharina Acht widmet sich Momenten des Dazwischens. Nebel, Weite und atmosphärische Verdichtung eröffnen Bildräume, in denen Orientierung unsicher wird und Gewissheiten verschwimmen. Die Künstlerin hält Situationen fest, in denen sich etwas verändert, ohne dass ein neuer Zustand bereits greifbar ist. In reduzierten, oft entleerten Landschaften lösen sich bestehende Ordnungen auf. Der Mensch erscheint dabei nicht als handelndes Zentrum, sondern als situierte Figur innerhalb eines offenen Raumes. Maßstab, Orientierung und Zeitlichkeit geraten bewusst ins Wanken. Die Fotografien und Papierarbeiten laden dazu ein, innezuhalten und genau hinzusehen. Übergänge werden als eigenständiger Zustand verstanden – als Zeit des Wartens, der Veränderung und der Neuorientierung.
Ausstellungen | Ausstellung

Beyond Liminal – Leonid Keller

Salzkammergut Festwochen Gmunden

Die Emmanuel Walderdorff Galerie präsentiert in ihrer zehnten Ausstellung im Sägewerk Rumplmayr eine Einzelpräsentation des Künstlerduos Leonid Keller. Julia Ossko und Eugen Schulz hatten 2016 die zündende Idee, dieses inspirierende Bauwerk als Gemeinschaftsatelier zu nutzen, und mit einer ersten gemeinsamen Ausstellung haben sie das Sägewerk aus seinem Dornröschenschlaf geweckt und seither als sommerlichen Ausstellungsort für zeitgenössische Kunst etabliert. Das Künstlerduo Leonid Keller durchforstet Archive, eigene Dokumentationen, Bildbände und Magazine nach Bildmaterialien, die unser Verständnis von kultureller Identität, Ideologie und Machtstrukturen prägen. Im Zentrum steht der Mensch: Körper, Gesten, Bewegungen und die Darstellung seiner Abwesenheit. Aus diesem Material lösen sie Bilddetails, die sie durch Überhöhung oder Reduktion als großformatige Papierarbeiten, Collagen, Videos und Skulpturen zu neuen, fiktionalen Erzählungen kombinieren. Das Resultat sind Zwischenräume – ambivalente, mehrdeutige Bildwelten, die Bedeutungen in der Schwebe halten. Leonid Keller verdichtet das Sägewerk in diesem Sommer zu assoziativen Bildräumen, die vertraute Bildmuster aufrufen und verschieben. Die Ausstellung reflektiert die Fragilität visueller Gewissheiten und beharrt auf der Legitimität unterschiedlicher Deutungen. Julia Ossko und Eugen Schulz arbeiten seit 2013 ausschließlich als Künstlerduo und verfolgen eine langfristig angelegte künstlerische Praxis, die durch verschiedene Stipendien und institutionelle Förderungen begleitet wurde. 2024 erhielten sie das Arbeitsstipendium Culture Moves Europe des Goethe-Instituts für Portugal. 2020 und 2022 wurden sie im Rahmen von Neustart Kultur durch die Stiftung Kunstfonds gefördert. 2021 erhielten sie das Initial-Arbeitsstipendium der Akademie der Künste Berlin sowie von 2018 bis 2019 das Arbeitsstipendium der Hans-Charlotte-Krull-Stiftung. 2017 wurden sie mit dem 1. Preis beim Kunstwettbewerb des Willi-Münzenberg-Forums ausgezeichnet. Öffnungszeiten: täglich, 17:00 bis 19:00 Uhr und auf Vereinbarung unter +491794620105 Eintritt frei
Ausstellungen | Ausstellung

Potentials OÖ‘26

Salzkammergut Festwochen Gmunden

Mit der POTENTIALS hat Oberösterreich eine Kunstmesse, die mehr ist als ein Marktplatz: Bühne, Begegnungsraum und klares Statement für die künstlerische Kraft des Landes. Nach der erfolgreichen Premiere 2024 als assoziiertes Projekt der Kulturhauptstadt Salzkammergut wird sie 2026 als Biennale fortgeführt – mit dem Anspruch, herausragende künstlerische Positionen aus Oberösterreich auf hohem kuratorischem Niveau zu präsentieren. Im Zentrum stehen zeitgenössische Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern, die in oberösterreichischen Kunstvereinen verankert sind. Was oft im Verborgenen entsteht – in Ateliers, Vereinsräumen und kollektiven Prozessen – wird hier sichtbar und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die POTENTIALS OÖ versteht sich als Plattform für Qualität, Vielfalt und künstlerische Haltung. Die Auswahl erfolgt über ein offenes Einreichverfahren mit Juryentscheidung. Unter der künstlerischen Messeleitung von Mag.a Ingeborg Rauss und einer fachkundigen Jury – Dr. Lucas Cuturi, Mag.a Marlene Elvira Steinz und Mag.a Eva-Maria Manner – entsteht ein konzentrierter Querschnitt des aktuellen künstlerischen Schaffens in Oberösterreich. Die Gesamtmesseleitung liegt auch 2026 wieder beim Künstler und Organisator Mag. Matthias Kretschmer, unterstützt von Michael Wittig, verantwortlich für Sponsoring, PR und das Programm an den Messetagen. Die POTENTIALS OÖ ist nicht nur Ausstellung, sondern Ausdruck eines intensiven Austauschs zwischen Kunstvereinen, Künstler:innen, Kurator:innen und Organisator:innen. Atelierbesuche und Porträts im Vorfeld machen künstlerische Prozesse sichtbar und lassen Kunst als lebendigen, gemeinschaftlichen Akt erfahrbar werden – lange bevor sie auf der POTENTIALS OÖ vor den Vorhang tritt. Öffnungszeiten: 11:00 – 18:00 Uhr (Samstag bis 19:00 Uhr) Eintritt: Tagesticket € 9,00 | € 7,00 (ermäßigt) 3-Tagesticket: € 19,00 | € 15,00 (ermäßigt) Für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren ist der Eintritt frei.
Ausstellungen | Ausstellung

Parov Stelar – Leave The Future Behind

Salzkammergut Festwochen Gmunden

Marcus Füreder, weltweit bekannt als Parov Stelar, zählt zu den erfolgreichsten österreichischen Künstlern seiner Generation. Zwischen Atelier und Bühne, Leinwand und Dancefloor erschafft er einen vielschichtigen Kosmos aus Kunst, Klang und Gefühl. Für ihn ist Malen eine spontane Impulsreaktion – ein Dialog mit dem Zufall. Digitale Entwürfe münden in leuchtende Ölkompositionen, die sich im Prozess wandeln, bis ihn ein Bild „anblickt“ und er weiß: Es ist vollendet. Die Malerei bildet seinen Gegenpol zur Musik, das Haptische zur digitalen Welt. „Ich male, also bin ich“, sagt er – Malerei als existenzielles Bekenntnis. Seine Werke spiegeln eine Nähe zur Pop-Art von Warhol bis Lichtenstein, zugleich offenbaren sie innere Kämpfe, Ängste und Sehnsüchte – visuelle Psychogramme eines Suchenden zwischen Klang und Farbe. Der gebürtige Oberösterreicher studierte Malerei in Linz und Berlin, stellte 2021 im Francisco Carolinum großformatige, autobiografisch geprägte Werke aus und zeigt: Parov Stelar erfindet sich immer neu – zwischen Beat und Pinselstrich, Euphorie und Melancholie. Öffnungszeiten K-Hof Kammerhof Museum: Mittwoch bis Sonntag 10:00 bis 15:00 Uhr, Montag & Dienstag geschlossen Eröffnung: 18.6.206 Eröffnungsredner: Prof. Dr. Klaus Albrecht Schröder | Generaldirektor der Albertina em. / Direktor des WIENER AKTIONISMUS MUSEUMS
Ausstellungen | Ausstellung

Charlotte Perriand. Moderne leben: Design, Fotografie, Architektur

Museum der Moderne Salzburg - Mönchsberg

Mit der Ausstellung Charlotte Perriand. Moderne leben widmet das Museum der Moderne Salzburg der französischen Architektin und Designerin die erste große Retrospektive in Österreich. Die Ausstellung umfasst sowohl ihr Schaffen auf dem Gebiet der Architektur und des Designs als auch der Fotografie. Im Schatten von Le Corbusier Nach zehn Jahren als junge aufstrebende Architektin und Möbeldesignerin verließ Charlotte Perriand (1903–1999 Paris, FR) 1937 das Studio von Le Corbusier. Dort war sie für zahlreiche Möbel- und Interior-Projekte verantwortlich. Viele davon zählen heute zu den Ikonen des modernen Designs und stehen als begehrte Sammlungsobjekte hoch im Kurs. Gleichzeitig wandte sie sich erfolgreich der Fotografie zu, die ihr sowohl als Inspirationsquelle diente als auch in ausgewählten Möbeldesigns selbst zum gestalterischen Element wurde. Eine Pionierin der Moderne Perriands Denken war von Anfang an ganzheitlich: sie verband Architektur, Design und Fotografie zu einem umfassenden Gestaltungskonzept. Ihre Arbeiten verstanden sich nie als autonome Objekte, sondern als Bestandteile größerer Lebenszusammenhänge. Damit gehört Perriand zu den einflussreichsten Persönlichkeiten der Architektur- und Designgeschichte des 20. Jahrhunderts. Zur Ausstellung gibt es ein begleitendes Audioformat, in dem Charlotte Perriand in einem fiktionalen Interview Einblicke in ihr Denken zu Architektur, Design und Zukunft gibt. Das Audio ist in der Ausstellung an den mit einem Kreis gekennzeichneten Stationen via QR-Code abrufbar. Eine Ausstellungskooperation der Kunstmuseen Krefeld mit dem Museum der Moderne Salzburg und der Fundació Joan Miró, Barcelona. In enger Zusammenarbeit mit dem Nachlass der Künstlerin in Paris (Pernette Perriand-Barsac und Jacques Barsac, Archives Charlotte Perriand). Gefördert von Salzburger Tourismus Förderungs Fonds und Institut français d‘Autriche. Dank cassina, Premium-Partner der Ausstellung, ist eine originalgetreue Rekonstruktion des Équipement intérieur d’une habitation (1929) zu sehen, das Charlotte Perriand gemeinsam mit Le Corbusier und Pierre Jeanneret für den Salon d’Automne in Paris entwarf. Zur Ausstellung erscheint eine Publikation. Kurator:innen: Katharina Ehrl und Barbara Herzog
Ausstellungen | Ausstellung

Rainer Baltschun: How to stand up. Zur Verfolgung von Autorinnen und Autoren weltweit

Literaturhaus Salzburg

Weltweit werden Menschen, die mit Worten um Meinungsfreiheit kämpfen, verfolgt, inhaftiert und ermordet. Die neue Literaturhaus-Ausstellung beschäftigt sich mit bedrohten Autor:innen und Journalist:innen. Unter dem Titel „How to stand up“ zeigt der deutsche Fotograf Rainer Baltschun in seinem Projekt ausgewählte Bespiele, Bücher und Fotografien auf Bildtafeln mit erklärenden Texten zum jeweiligen Fall – basierend auf PEN-International Case Lists und eigenen Recherchen. Die ausgewählten 42 Schriftstellerinnen und Schriftsteller umspannen einen Zeitraum von 100 Jahren zwischen 1919 und 2021: von Rosa Luxemburg bis Herta Müller, von Walter Benjamin bis Salman Rushdie, von Hannah Arendt bis Angela Davis, von Alexander Solschenizyn bis Wole Soyinka, von Gioconda Belli bis Anna Politkovskaya, von Liu Xiaobo über Hrant Dink bis Julian Assange und Tsitsi Dangaremba. Die Schau thematisiert den Kampf von Autor:innen und Journalist:innen um Meinungsfreiheit – gegen Diktatur und Unterdrückung. Zur Ausstellung gibt es einen Katalog. Rainer Baltschun, geb. 1943 in Kiebitzhörn bei Plön in Schleswig-Holstein, aufgewachsen in Hamburg, lebt in Bremen. Er war Elektromechaniker, Seemann, Uni-Ingenieur und Lehrer, hat Physikalische Technik, Politik- und Sportwissenschaft sowie Elektrotechnik studiert und ist viel gereist. Seit 1966 arbeitet er als freier Fotograf – anfangs mit analoger, ab 2004 mit digitaler Technik.
Ausstellungen | Ausstellungseröffnung

How To Stand Up

Literaturhaus Salzburg

Weltweit sind Menschen, die sich mit Worten wehren, gefährdet. Die Zahl der inhaftierten und getöteten Journalisten erreichte in den letzten Jahren einen Negativ-Rekord. Neben Israel/Gaza und dem Iran zählten China, Myanmar, Sudan, Russland und Mexiko zu den gefährlichsten Orten, auch in der Ukraine wurden Reporter von russischen Soldaten ermordet. Wie ist die Situation für Schriftsteller*innen? Abseits bekannter Namen ist davon wenig zu lesen. Auch nach Österreich flüchten bedrohte Autorinnen – wie Sarita Jenamani. Die indische Dichterin und Übersetzerin (u.a. von Rilke, Kundera, Trakl), engagierte Feministin und Menschenrechtsaktivistin, lebt ebenso in Wien wie die tschetschenische Autorin und Journalistin Maynat Kurbanova. Die ehemalige Korrespondentin der Moskauer Zeitung „Nowaja Gaseta“ musste wegen ihrer kritischen Berichterstattung das Land verlassen. Die beiden Exil-Schriftstellerinnen sprechen mit Gerhard Ruiss, Autor und Kultur-Interessenvertreter, über ihre Situation. Davor gibt der Fotograf und Ausstellungsmacher Rainer Baltschun im Gespräch mit dem Literaturhaus-Leiter Auskunft über sein Engagement.
Ausstellungen | Ausstellung

Rainer Baltschun:
How to stand up. Zur Verfolgung von Autorinnen und Autoren weltweit

Literaturhaus Salzburg

Weltweit werden Menschen, die mit Worten um Meinungsfreiheit kämpfen, verfolgt, inhaftiert und ermordet. Die neue Literaturhaus-Ausstellung beschäftigt sich mit bedrohten Autor:innen und Journalist:innen. Unter dem Titel „How to stand up“ zeigt der deutsche Fotograf Rainer Baltschun in seinem Projekt ausgewählte Bespiele, Bücher und Fotografien auf Bildtafeln mit erklärenden Texten zum jeweiligen Fall – basierend auf PEN-International Case Lists und eigenen Recherchen. Die ausgewählten 42 Schriftstellerinnen und Schriftsteller umspannen einen Zeitraum von 100 Jahren zwischen 1919 und 2021: von Rosa Luxemburg bis Herta Müller, von Walter Benjamin bis Salman Rushdie, von Hannah Arendt bis Angela Davis, von Alexander Solschenizyn bis Wole Soyinka, von Gioconda Belli bis Anna Politkovskaya, von Liu Xiaobo über Hrant Dink bis Julian Assange und Tsitsi Dangaremba. Die Schau thematisiert den Kampf von Autor:innen und Journalist:innen um Meinungsfreiheit – gegen Diktatur und Unterdrückung. Zur Ausstellung gibt es einen Katalog. Rainer Baltschun, geb. 1943 in Kiebitzhörn bei Plön in Schleswig-Holstein, aufgewachsen in Hamburg, lebt in Bremen. Er war Elektromechaniker, Seemann, Uni-Ingenieur und Lehrer, hat Physikalische Technik, Politik- und Sportwissenschaft sowie Elektrotechnik studiert und ist viel gereist. Seit 1966 arbeitet er als freier Fotograf – anfangs mit analoger, ab 2004 mit digitaler Technik. Veranstalter: Verein Literaturhaus
Ausstellungen | Museum

Museum der Moderne Salzburg - Mönchsberg

Das Museum der Moderne Salzburg präsentiert ganzjährig an seinen zwei Standorten (Mönchsberg & Rupertinum) Ausstellungen zur Klassischen Moderne, zur Kunst seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs und zur Gegenwart. Das Museum der Moderne Salzburg bespielt zwei Museumsgebäude an spektakulären Standorten, seit 1983 das Rupertinum im Herzen der Salzburger Altstadt und seit 2004 den großzügigen Neubau am Mönchsberg. Seit 2014 verfügt es zudem im Amalie-Redlich-Turm neben dem Mönchsberg-Museum über ein Zentrum für Kunstvermittlung. Mönchsberg Sechzig Meter über der Salzburger Altstadt, mit weitläufigem Panoramablick, steht das Museum der Moderne Salzburg auf dem Mönchsberg. Der prominente Standort wurde zuvor lange von gastronomischen Einrichtungen, darunter das bekannte Café Winkler, und zuletzt das Casino Salzburg geprägt, ehe 1998 ein internationaler Architekturwettbewerb für den Neubau des Museum der Moderne Salzburg auf dem Mönchsberg ausgeschrieben wurde. Von einer Jury unter dem Vorsitz des Schweizers Luigi Snozzi wurde das Projekt des Münchner Architekturbüros Friedrich Hoff Zwink aus zahlreichen Einreichungen ausgewählt. Nach dreieinhalb Jahren Bauzeit wurde der zweite Standort des Museum der Moderne Salzburg im Oktober 2004 eröffnet. Er bietet seither auf 2 300 m², aufgeteilt in drei Ebenen, weiträumige Flächen für Ausstellungen von Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Mit dem MönchsbergAufzug erreicht man zunächst die Bergstation. Das Museum betritt man über ein großflächiges Foyer mit Museumsshop, Kassabereich und angrenzendem Auditorium. Das zentrale, hohe Stiegenhaus mit seiner klar definierten Formensprache und reduzierten Ästhetik der Sichtbeton-Wände wird durch das von oben kommende Tageslicht erhellt. Die Ausstellungsräume bieten gezielte Ausblicke auf den Amalie-Redlich-Turm, die Skulpturenterrasse, die Festung Hohensalzburg und den umliegenden Wald. Das im Museum auf Höhe der Ausstellungsebene 2 befindliche, vom Architekten und Designer Matteo Thun gestaltete Café/Bar/Restaurant m32 bietet mit seiner großzügigen Glasfassade sowie seiner Terrasse einen wunderbaren Ausblick auf die Stadt Salzburg. Die gesamte Fassade des Museum der Moderne Salzburg auf dem Mönchsberg wurde mit feingekörnten Untersberger Marmorplatten verkleidet und durch vertikale Fugen gegliedert. Neben ihrer Funktionalität können diese auch als Reverenz an die Mozartstadt Salzburg verstanden werden. Die rhythmisch gesetzten Lüftungsschlitze folgen den Notenwerten einzelner Arien aus Mozarts Oper Don Giovanni. Amalie-Redlich-Turm Ein markantes, wenn auch ungleiches Paar prägt vom Mönchsberg aus das Salzburger Stadtbild: der mittelalterlich anmutende Wasserturm aus dem Jahr 1892 und daneben seit 2004 das puristische Museum der Moderne Salzburg. Am 30. November 2014 wurde der ehemalige Wasserturm als Amalie-Redlich-Turm feierlich eröffnet. Das Museum der Moderne Salzburg verfügt dort ab sofort über großzügige Räume für die Kunstvermittlung und eine Artist-in-Residence-Studiowohnung.
Ausstellungen | Museum

Museum der Moderne Salzburg - Rupertinum

Das Museum der Moderne Salzburg präsentiert ganzjährig an seinen zwei Standorten (Mönchsberg & Rupertinum) Ausstellungen zur Klassischen Moderne, zur Kunst seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs und zur Gegenwart. Das Museum der Moderne Salzburg bespielt zwei Museumsgebäude an spektakulären Standorten, seit 1983 das Rupertinum im Herzen der Salzburger Altstadt und seit 2004 den großzügigen Neubau am Mönchsberg. Seit 2014 verfügt es zudem im Amalie-Redlich-Turm neben dem Mönchsberg-Museum über ein Zentrum für Kunstvermittlung. Rupertinum Das in der Salzburger Altstadt gelegene, an den Festspielbezirk angrenzende Gebäude stammt aus dem 17. Jahrhundert. 1653 von Erzbischof Paris Lodron als „Collegium Rupertinum“ gegründet, diente es als Internat und Ausbildungsort für Priesterzöglinge und wurde bis 1974 als Heim für Schüler_innen und Student_innen geführt. Nach dem Erwerb durch das Land Salzburg und den Umbauten durch Architekt Gerhard Garstenauer eröffnete im Februar 1983 die „Moderne Galerie und Graphische Sammlung Rupertinum“. Damals wurden die ebenerdige Arkadenhalle wiederhergestellt und das Atrium mit seinen Bogengängen mit Glasoberlichten überdacht, wodurch es als nunmehriger Teil des Gebäudeinneren nutzbar wurde. Anlässlich der neuen Widmung des Gebäudes gestaltete Friedensreich Hundertwasser die Zungenbärte, keramische Applikationen an der hofseitigen Fassade, die seither das Gebäude prägen. Im Jahre 2016 wurden die Ausstellungsräume und die Bibliothek des Rupertinum nach Plänen von Kuehn Malvezzi Architects (Berlin/Mailand) neugestaltet und saniert. Auf den Ebenen 2 und 3 wurde 2016 das Generali Foundation Studienzentrum mit der Franz-West-Lounge eingerichtet. Im unmittelbaren Umfeld der Ausstellungen werden dort visuelles Erleben und Forschung vereint und Wissen erfahrbar gemacht. 2021–22 wurde nach Plänen des Architekturbüros Maria Flöckner und Herbert Schnöll in Zusammenarbeit mit der ausführenden Architektin Silvia Panek-Kößl ein umfangreiches Sanierungs- und Adaptierungsprojekt im Erdgeschoß umgesetzt. Dabei entstand ein neuer barrierefreier Zugang mit einer Rampe. Außerdem wurde das Eingangsfoyer mit Kassabereich und Schließfächern erneuert und um einen Bereich des Museumsshops erweitert. Am 1. April 2022 wurde das neue Museumscafé 220GRAD RUPERTINUM offiziell eröffnet.

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