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Ausstellungen | Ausstellung

Alpine Gothic. Black Saliva

Museum der Moderne Salzburg - Mönchsberg

Die Arbeit Black Saliva wurde ab 3. November 2022 zunächst wie vorgesehen im Rahmen der Reihe „Kunst im Lift“ in den Kabinen des MönchsbergAufzugs gezeigt. Binnen kurzer Zeit erhielten Lift- und Museumspersonal zahlreiche negative Rückmeldungen von Liftbenutzer_innen und Museumsbesucher_innen, wonach die Arbeit aufgrund der räumlichen Enge und mangelnden Ausweichmöglichkeit in der Liftkabine physisch bedrängen und intensive körperliche Reaktionen hervorrufen würde. Daraufhin hat sich das Museum der Moderne Salzburg ­dazu entschlossen, die Arbeit nicht weiterhin im Lift, sondern in Absprache mit den Künstler_innen stattdessen im Auditorium am Standort Mönchsberg zu präsentieren. Das Museum der Moderne Salzburg legt Wert auf die Feststellung, dass die Qualität der Arbeit von Alpine Gothic außer Frage steht. Im MönchsbergAufzug ist bis 30. Jänner erneut das bereits zuvor gezeigte Video Einst war sie Miss Rimini der Künstlerin Manon zu sehen.   Über das Werk: Alpine Gothic Black Saliva, 2011–2012/2022 Video (Farbe, Ton), 4:24 Min., Loop Courtesy of the artists Das Kollektiv Alpine Gothic wurde 2009 von den Salzburger Künstler_innen Christina Breitfuß und Erik Hable sowie dem gebürtigen Tiroler Wolfgang Wirth gegründet. Es richtet den Fokus auf prozesshafte, ortsspezifische und oftmals partizipative Projekte und untersucht mittels Perspektivenwechseln und Kontextverschiebungen Phänomene, Mythen und Rituale des ländlichen Raumes. Das Video Black Saliva entstand in Auseinandersetzung mit einer Technik der prähistorischen Höhlenmalerei, bei der Farbbrei aus zerkauten Holzkohlestücken auf die Höhlenwände gespuckt wurde. Der Speichel (engl. saliva) diente dabei als Bindemittel. Die Künstler_innen selbst verwenden für ihre Aktionen handelsübliche Kohletabletten und anstelle von Felswänden dienen ihnen Stoffbahnen oder breite zerknüllte Papierstreifen, die höhlenartige, klaustrophobe Räume auskleiden, als Spurenträger. Geglättet geben sie grafisch anmutende Bildwerke preis, denen man die physische Anstrengung, die hinter dieser radikalen Arbeitsweise steht, nicht anmerkt. Kuratorin: Tina Teufel
Ausstellungen | Installation

Kunst im Lift: Manon. She Was Once Miss Rimini

Museum der Moderne Salzburg - Mönchsberg

Die Schweizer Performance- und Installationskünstlerin Manon (1940 Bern, CH – Zürich und Glarus, CH) beschäftigt sich in ihrem Werk mit dem ambivalenten Spiel von Identitäten und Selbstentwürfen. In ihren Fotoserien thematisiert sie Geschlechterbilder und Formen von Selbstmythologisierung. In einem ihrem Zürcher Schlafzimmer nachempfundenen Boudoir, das sie unter dem Titel Das lachsfarbene Boudoir erstmals 1974 inszenierte, verknüpft sie Kunst und Leben zu einem Gesamtkunstwerk. Das Video Einst war sie Miss Rimini ist die Reinszenierung einer ursprünglich als Fotoserie und Diashow konzipierten Folge von Selbstporträts der Künstlerin, das sie – als Teil der umfangreicheren Installation des Boudoirs – in wechselnden stereotypen weiblichen Rollen, wie beispielsweise als Fotoreporterin, Patientin der Psychiatrie, Hausfrau oder Vamp, zeigt. Ausgangspunkt ist die fiktive Geschichte einer ehemaligen Schönheitskönigin, die in den 1970er-Jahren durch Zufall während ihres Urlaubs in Italien zur „Miss Rimini“ gekürt worden war. Was ist aus dieser „Miss Rimini“ geworden? Welche Lebenswege könnte sie eingeschlagen, wo ihren Lebensmittelpunkt gefunden haben? Manon dekliniert anhand unterschiedlichster hypothetischer Frauenleben stereotype Vorstellungen von Weiblichkeit durch und demonstriert, wie sehr das Bild weiblicher Identität von gesellschaftlichen Normen beeinflusst ist. Kuratorin: Tina Teufel
Ausstellungen | Ausstellung

Günther Selichar: Schirmherrschaft

Museum der Moderne Salzburg - Mönchsberg

Günther Selichar (1960 Linz, AT – Wien, AT) ist Fotograf, Medienkünstler und -theoretiker und arbeitet seit mehr als 35 Jahren an Themen, die sich mit der Vermittlung, Technik, Wahrnehmung und Präsentation von Bildern befassen. Dabei analysiert Selichar die Wechselwirkung zwischen Mensch und medialer Maschine. Mit einem sowohl wissenschaftlichen als auch philosophischen Blick beobachtet der Künstler die durch Massenmedien gefilterte Wahrnehmung der Wirklichkeit. Eine wesentliche Rolle dabei spielt – als das „Fenster zur Welt“ – der Bildschirm, der unseren Alltag durchdringt und uns nur einen vermeintlich unverstellten und unbegrenzten Blick auf das wahre Geschehen ermöglicht. Neben dem Monitor stehen auch das mediale Licht und der Scanner – als standardisiertes Eingabemedium – im Zentrum der Auseinandersetzung. In der formalen Umsetzung seiner Werke arbeitet Günther Selichar reduziert und minimalistisch. Dabei fügt er der Geschichte der Abstraktion einen wesentlichen medialen Aspekt hinzu, der zahlreiche Bezüge zur Malerei aufweist. Gerade heute, in einer zunehmend durchdigitalisierten Lebenswelt, sind Selichars Werke relevanter denn je. Zur Ausstellung erscheint ein Künstlerbuch. Kuratorinnen: Kerstin Stremmel, Andrea Lehner-Hagwood
Ausstellungen | Ausstellung

Wiebke Siem. Das maximale Minimum

Museum der Moderne Salzburg - Mönchsberg

Wiebke Siem (1954 Kiel, DE – Berlin, DE) wurde in den 1990er-Jahren mit raumgreifenden Installationen bekannt, in denen sie Alltagsdinge wie Kleidungsstücke, Schuhe, Taschen oder Spielzeug verfremdete oder in überdimensionierte Objekte übersetzte. Aus Möbelstücken, häuslich konnotierten Gegenständen und Materialien sowie skurrilen, oft marionettenartigen Figuren entstehen psychologisch aufgeladene, ebenso beklemmende wie humorvolle Installationen, die Fragen nach gesellschaftlichen Rollenbildern aufwerfen. Siem bedient sich in ihrer künstlerischen Arbeit immer wieder einer Formensprache und Präsentationsweise, die auf den Kontext ethnologischer Sammlungen verweisen. Damit kommentiert sie die problematischen Strategien, die in der Moderne bei der Aneignung außereuropäischer Kunst verfolgt wurden. Neben motivischen Anleihen aus der Kunst- und Kulturgeschichte spielt die kritische Auseinandersetzung mit den Mechanismen des männlich dominierten Kunstbetriebs eine wichtige Rolle in Wiebke Siems Schaffen. Die Ausstellung ist die erste österreichische Personale der Künstlerin, die 2014 mit dem renommierten Goslarer Kaiserring ausgezeichnet wurde. Zur Ausstellung erscheint eine Publikation. Kuratoren: Thorsten Sadowsky, Lena Nievers
Ausstellungen | Ausstellung

Die Hochsee der Ilse Aichinger

Literaturhaus Salzburg

Diese Ausstellung beschäftigt sich mit der österreichischen Dichterin Ilse Aichinger (1.11.1921-11.11.2016), die fast zwanzig Jahre in Großgmain bei Salzburg lebte und als 
bedeutende Repräsentantin der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur gilt. Ausgehend von Materialien aus dem Nachlass im Deutschen Literaturarchiv Marbach, präsentiert die Aichinger-Ausstellung – kuratiert von Marie Luise Knott und Uljana Wolf und mit freundlicher Unterstützung der S. Fischer Stiftung und von Mirjam Eich – Themen, Arbeitsweise sowie anhaltende Aktualität der großen Schriftstellerin. Ilse Aichingers subversive Poetik zwischen kenternder Geschichte und rettenden Blättern kristallisiert sich in der „Neigung zur Seefahrt“, die sich in allen Spielformen und Genres wie ein roter Faden durch ihr Werk zieht. In die Hochsee der Gegenwart führen zehn zeitgenössische Autor*innen, die für die Ausstellung Originalbeiträge zu Aichinger-
Materialien verfasst haben. Begleitend zur Ausstellung, die 2021 im LCB gezeigt, von dort übernommen wurde und nun erstmals in Österreich präsentiert wird, erschien der Band „Die Hochsee der Ilse Aichinger. Ein unglaubwürdiger Reiseführer zum 100. Geburtstag“ in der Reihe „Zwiesprachen“ der Stiftung Lyrik Kabinett München im Wunderhorn Verlag (2021). Veranstalter: Verein Literaturhaus Eintritt: frei
Ausstellungen | Ausstellungseröffnung

Wir sind immer in Meeresnähe...

Literaturhaus Salzburg

Zum 101. Geburtstag der österreichischen Dichterin Ilse Aichinger wird die Ausstellung „Die Hochsee der Ilse Aichinger“ gezeigt. Zur Eröffnung sprechen die Kuratorinnen Marie Luise Knott und Uljana Wolf, die auch den Begleitband herausgegeben haben. Darin nennen sie die Hochsee als existenzielle Metapher für Aichingers Überlebens-Topografie, in der England und Wien, Meere und Schiffe, Häfen und Matrosen von den frühesten Gedichtentwürfen bis zu späten Prosatexten eine wesentliche Rolle spielen: Es fällt nicht schwer, die thematischen Eisberge des Versinkens in Aichingers Werk auszuloten: Deportation und Ermordung ihrer Angehörigen im Dritten Reich, die Trennung von der Zwillingsschwester Helga, der Verlust von Günter Eich, von Clemens Eich, von ihrem späten Gefährten Richard Reichensberger. Die tiefer reichenden Risse aber, das sind jene paradoxen Gegenbewegungen in der Sprache, die Untergänge sichtbar machen und sie damit dem Verschwinden entziehen. In Aichingers Werk werden die Risse in ihrer sprachlichen, buchstäblichen Materialität rettende Verbindungslinien, wehren sich gegen die Unzumutbarkeiten der Existenz. So entsteht im Werk ein Netz aus Linien, das weiterträgt (...). Veranstalter: Verein Literaturhaus Eintritt: frei
Ausstellungen | Museum

Museum der Moderne Salzburg - Mönchsberg

Das Museum der Moderne Salzburg präsentiert ganzjährig an seinen zwei Standorten (Mönchsberg & Rupertinum) Ausstellungen zur Klassischen Moderne, zur Kunst seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs und zur Gegenwart. Das Museum der Moderne Salzburg bespielt zwei Museumsgebäude an spektakulären Standorten, seit 1983 das Rupertinum im Herzen der Salzburger Altstadt und seit 2004 den großzügigen Neubau am Mönchsberg. Seit 2014 verfügt es zudem im Amalie-Redlich-Turm neben dem Mönchsberg-Museum über ein Zentrum für Kunstvermittlung. Mönchsberg Sechzig Meter über der Salzburger Altstadt, mit weitläufigem Panoramablick, steht das Museum der Moderne Salzburg auf dem Mönchsberg. Der prominente Standort wurde zuvor lange von gastronomischen Einrichtungen, darunter das bekannte Café Winkler, und zuletzt das Casino Salzburg geprägt, ehe 1998 ein internationaler Architekturwettbewerb für den Neubau des Museum der Moderne Salzburg auf dem Mönchsberg ausgeschrieben wurde. Von einer Jury unter dem Vorsitz des Schweizers Luigi Snozzi wurde das Projekt des Münchner Architekturbüros Friedrich Hoff Zwink aus zahlreichen Einreichungen ausgewählt. Nach dreieinhalb Jahren Bauzeit wurde der zweite Standort des Museum der Moderne Salzburg im Oktober 2004 eröffnet. Er bietet seither auf 2 300 m², aufgeteilt in drei Ebenen, weiträumige Flächen für Ausstellungen von Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Mit dem MönchsbergAufzug erreicht man zunächst die Bergstation. Das Museum betritt man über ein großflächiges Foyer mit Museumsshop, Kassabereich und angrenzendem Auditorium. Das zentrale, hohe Stiegenhaus mit seiner klar definierten Formensprache und reduzierten Ästhetik der Sichtbeton-Wände wird durch das von oben kommende Tageslicht erhellt. Die Ausstellungsräume bieten gezielte Ausblicke auf den Amalie-Redlich-Turm, die Skulpturenterrasse, die Festung Hohensalzburg und den umliegenden Wald. Das im Museum auf Höhe der Ausstellungsebene 2 befindliche, vom Architekten und Designer Matteo Thun gestaltete Café/Bar/Restaurant m32 bietet mit seiner großzügigen Glasfassade sowie seiner Terrasse einen wunderbaren Ausblick auf die Stadt Salzburg. Die gesamte Fassade des Museum der Moderne Salzburg auf dem Mönchsberg wurde mit feingekörnten Untersberger Marmorplatten verkleidet und durch vertikale Fugen gegliedert. Neben ihrer Funktionalität können diese auch als Reverenz an die Mozartstadt Salzburg verstanden werden. Die rhythmisch gesetzten Lüftungsschlitze folgen den Notenwerten einzelner Arien aus Mozarts Oper Don Giovanni. Amalie-Redlich-Turm Ein markantes, wenn auch ungleiches Paar prägt vom Mönchsberg aus das Salzburger Stadtbild: der mittelalterlich anmutende Wasserturm aus dem Jahr 1892 und daneben seit 2004 das puristische Museum der Moderne Salzburg. Am 30. November 2014 wurde der ehemalige Wasserturm als Amalie-Redlich-Turm feierlich eröffnet. Das Museum der Moderne Salzburg verfügt dort ab sofort über großzügige Räume für die Kunstvermittlung und eine Artist-in-Residence-Studiowohnung.
Ausstellungen | Museum

Museum der Moderne Salzburg - Rupertinum

Das Museum der Moderne Salzburg präsentiert ganzjährig an seinen zwei Standorten (Mönchsberg & Rupertinum) Ausstellungen zur Klassischen Moderne, zur Kunst seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs und zur Gegenwart. Das Museum der Moderne Salzburg bespielt zwei Museumsgebäude an spektakulären Standorten, seit 1983 das Rupertinum im Herzen der Salzburger Altstadt und seit 2004 den großzügigen Neubau am Mönchsberg. Seit 2014 verfügt es zudem im Amalie-Redlich-Turm neben dem Mönchsberg-Museum über ein Zentrum für Kunstvermittlung. Rupertinum Das in der Salzburger Altstadt gelegene, an den Festspielbezirk angrenzende Gebäude stammt aus dem 17. Jahrhundert. 1653 von Erzbischof Paris Lodron als „Collegium Rupertinum“ gegründet, diente es als Internat und Ausbildungsort für Priesterzöglinge und wurde bis 1974 als Heim für Schüler_innen und Student_innen geführt. Nach dem Erwerb durch das Land Salzburg und den Umbauten durch Architekt Gerhard Garstenauer eröffnete im Februar 1983 die „Moderne Galerie und Graphische Sammlung Rupertinum“. Damals wurden die ebenerdige Arkadenhalle wiederhergestellt und das Atrium mit seinen Bogengängen mit Glasoberlichten überdacht, wodurch es als nunmehriger Teil des Gebäudeinneren nutzbar wurde. Anlässlich der neuen Widmung des Gebäudes gestaltete Friedensreich Hundertwasser die Zungenbärte, keramische Applikationen an der hofseitigen Fassade, die seither das Gebäude prägen. Im Jahre 2016 wurden die Ausstellungsräume und die Bibliothek des Rupertinum nach Plänen von Kuehn Malvezzi Architects (Berlin/Mailand) neugestaltet und saniert. Auf den Ebenen 2 und 3 wurde 2016 das Generali Foundation Studienzentrum mit der Franz-West-Lounge eingerichtet. Im unmittelbaren Umfeld der Ausstellungen werden dort visuelles Erleben und Forschung vereint und Wissen erfahrbar gemacht. 2021–22 wurde nach Plänen des Architekturbüros Maria Flöckner und Herbert Schnöll in Zusammenarbeit mit der ausführenden Architektin Silvia Panek-Kößl ein umfangreiches Sanierungs- und Adaptierungsprojekt im Erdgeschoß umgesetzt. Dabei entstand ein neuer barrierefreier Zugang mit einer Rampe. Außerdem wurde das Eingangsfoyer mit Kassabereich und Schließfächern erneuert und um einen Bereich des Museumsshops erweitert. Am 1. April 2022 wurde das neue Museumscafé 220GRAD RUPERTINUM offiziell eröffnet.
Ausstellungen | Ausstellung

Medieninterventionen

Museum der Moderne Salzburg - Rupertinum

Massenmedien in Form von Print-, Rundfunk und Onlinemedien sind zentrale Mittel der gesellschaftlichen Kommunikation. Seit den 1960er-Jahren erforschen Künstler_innen, wie Medien unterschiedliche soziale Systeme formen und unser Verständnis von Realität konstruieren. Ein faszinierendes Instrument, das Künstler_ innen dabei einsetzen, sind Interventionen, die sie – offen oder verdeckt – direkt in diesen Medien wirksam werden lassen. Sie spielen mit den Mechanismen der Massenmedien, um sie zu entlarven und Rezeptionsgewohnheiten zu irritieren, um ein breiteres Publikum anzusprechen oder um politische und soziale Fragen direkt an die Öffentlichkeit zu stellen. Das Spektrum dieser Medieninterventionen reicht von Zeitungsinseraten über TV-Experimente bis hin zu Aktionen im öffentlichen Medienraum – gemeinsam ist ihnen ihr Aktionsradius außerhalb des klassischen Kunstbetriebs. Die Ausstellung wirft einen Blick auf eine Auswahl historischer und aktueller Medieninterventionen, um das Potenzial dieser Kunstform auszuloten. Mit Werken von Gottfried Bechtold, Marcel Broodthaers, Katharina Cibulka, VALIE EXPORT, Sanja Iveković, Richard Kriesche, Nam June Paik, Adrian Piper, Günther Selichar, Peter Weibel, WGBH-TV Kuratoren: Stefanie Grünangerl, Jürgen Tabor
Ausstellungen | Ausstellung

Cameron Jamie. Shaking Traces

Museum der Moderne Salzburg - Rupertinum

In Arbeiten auf Papier, Künstlerbüchern, Skulpturen, Fotografien, Performances und Filmen beschäftigt sich Cameron Jamie (1969 Los Angeles, CA, US – Paris, FR) seit etwa dreißig Jahren mit Identität, psychischen wie physischen Transformationen des Selbst, sowie mit der Wechselwirkung zwischen Mensch und Natur. In seinem Werk verschwimmen die Grenzen zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion. Jamies freier Zeichnungsprozess und sein unermüdliches Arbeiten mit dem Stift bilden den Grundstock seines gesamten Schaffens, gemeinsam mit seiner Beschäftigung mit Intuition, Zufall, Schichtungen, Zerstörung und Wiederaufbau der Bilder in seiner Arbeit mit der Linie. Die Ausstellung fokussiert daher erstmals auf die Werkgruppen Zeichnung, Monotypie, Lithografie und Zeichnung in Keramik sowie auf seine im Eigenverlag erscheinenden Künstlerbücher. Sie wird seine Methode des schichtweisen Arbeitens zeigen, bei der er Tinte, Bleistift, Öl- und Pastellfarben, Waschungen, Glasur und sogar Kaffee als Materialien verwendet, sowie auf Jamies Offenheit für den Zufall in seiner engen Zusammenarbeit mit dem Material selbst fokussieren. Zur Ausstellung erscheint eine Publikation als Hybrid zwischen Ausstellungskatalog und Künstlerbuch in deutscher und englischer Sprache. Kuratorin: Tina Teufel
Ausstellungen | Ausstellung

Samuel Fosso

Museum der Moderne Salzburg - Mönchsberg

Samuel Fosso (1962 Kumba, CM – Bangui, CF, und Paris, FR) zählt zu den renommiertesten zeitgenössischen Fotokünstlern Afrikas. Er gab der langen Tradition der Studiofotografie in Westafrika eine neue Wendung, indem er seit Mitte der 1970er- Jahre eine eigenständige Form eines explizit theatralischen Selbstporträts entwickelte und sukzessive verfeinerte. Die Selbstporträts basieren auf dem Spiel mit Rollen, Identitäten und medialen Bildern, auf Verkörperungen ausgewählter heterogener Charaktere, die von persönlicher ebenso wie von politischer Bedeutung sind. Mit seinen Arbeiten legt Fosso auf virtuose Weise gesellschaftliche Codierungen von Körper, Kleidung, Accessoires, Pose und Mimik offen und durchkreuzt spielerisch Zuschreibungen von Gender, ethnischer Herkunft und sozialer Klasse. Ein zentrales Thema mehrerer Werkgruppen sind die vielschichtigen – von Postkolonialismus und Globalisierung geprägten – Beziehungen Afrikas zum Osten und zum Westen seit der Mitte des 20. Jahrhunderts.Die von der Generali Foundation am Museum der Moderne Salzburg organisierte Personale beleuchtet unter anderem diese politischen Aspekte in Fossos Werk. Kurator: Jürgen Tabor
Ausstellungen | Ausstellung

Sammlungspolitik. Neuzugänge im Museum der Moderne Salzburg

Museum der Moderne Salzburg - Mönchsberg

Das Museum der Moderne betreut neben der eigenen umfangreichen Sammlung auch die Fotosammlung des Bundes, die Sammlung Generali Foundation sowie die Kunstsammlung des Landes Salzburg. Die Aufgabe des Museums besteht darin, die ihm anvertrauen Sammlungen nach konservatorischen Standards zu bewahren, ihre Bestände zu erweitern, wissenschaftlich zu erschließen und der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Erweiterung der Bestände ist immer von strategischen Überlegungen geleitet, die sich beispielsweise darauf beziehen, auf sinnvolle Weise Sammlungslücken zu schließen, bestehende Konvolute zu erweitern oder neue Sammlungsschwerpunkte aufzubauen. Die Sammlungspolitik eines Museums wird selten in der Öffentlichkeit diskutiert. Die richtungsweisenden Entscheidungen werden gleichsam hinter den Kulissen getroffen. Das Museum der Moderne Salzburg präsentiert deshalb dem Publikum eine Auswahl der Neuzugänge der letzten sieben Jahre in einer großen Sammlungsausstellung. Die Ausstellung gibt Einblicke in die Sammlungspolitik des Museums und zeichnet auf transparente Weise nach, nach welchen Kriterien Werke Eingang in die Sammlungen gefunden haben.
Ausstellungen | Ausstellung

Bill Viola

Museum der Moderne Salzburg - Mönchsberg

Das Museum der Moderne Salzburg widmet Bill Viola (1951 New York, NY, US – Long Beach, CA, US), der international zu den renommiertesten Videokünstlern der Gegenwart zählt, eine umfassende Ausstellung über sein mittlerweile fünfzigjähriges Schaffen. In seinen bildgewaltigen Werken verhandelt er wesentliche existenzielle Themen des Menschseins wie Leben, Verwandlung, Tod und Wiedergeburt. Viola versteht Kunst als einen humanistischen Dialog mit den Betrachtenden und als Reflexion über das In-der-Welt-Sein, die das Potenzial hat, den menschlichen Geist zu erneuern. Auf diese Weise erschafft er Werke visionärer Poetik, die das Geistige mit dem Ästhetischen verbinden. Gerade jetzt, in einer Zeit der Ungewissheiten und des Wandels, haben seine Werke, die sich um die Frage drehen, wer wir in der Welt sind und wer wir füreinander sind, eine hohe Relevanz. Die in enger Zusammenarbeit mit dem Bill Viola Studio entstehende Personale ist die erste museale Präsentation von Violas eindrücklichem Werk in Österreich. Zur Ausstellung erscheint eine begleitende Publikation in deutscher und englischer Sprache. Kuratoren: Christina Penetsdorfer, Thorsten Sadowsky In Zusammenarbeit mit Bill Viola Studio Mit freundlicher Unterstützung von: Austrian-American Partnership Fund Galerie Thaddaeus Ropac Helga und Michael Conrad Elisabeth und Hans Werner Scheicher
Ausstellungen | Ausstellung

Richard Kriesche. a solo exhibition : a solo presence

Museum der Moderne Salzburg - Mönchsberg

Die Ausstellung würdigt Richard Kriesche (1940 Wien, AT – Graz, AT) als internationalen Pionier der Medienkunst in Österreich. Sein Werk bietet eine künstlerische Sicht auf die Medien-, Informations-und Digitalisierungsrevolutionen von den 1960er-Jahren bis in die Gegenwart.Die Ausstellung geht von der Auseinandersetzung des Künstlers mit aktuellen Digitalisierungsphänomenen aus und blickt zurück zu deren Wurzeln und Ursprüngen – zu den Prinzipien der Dematerialisierung, Elektronisierung und Informatisierung. Die neu entwickelte interaktive Installation eines Self-Space wird zu zentralen Werkgruppen des Künstlers in Bezug gesetzt. Die Ausstellung präsentiert eine Auswahl von Kriesches frühen konzeptuellen Malereien, seine Video- und Medienprojekte seit den 1970er-Jahren, seine Beschäftigung mit Genetik, mit der Ästhetik des Kapitals und dem Verhältnis zwischen Digitalisierung und Spiritualität. Die in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler entwickelte Schau basiert auf Beständen der Sammlung Generali Foundation und wird durch Leihgaben des Künstlers und weiteren Sammlungen komplettiert. Kurator: Jürgen Tabor Presented by Generali Foundation Mit Unterstützung der Joanneum Research
Ausstellungen

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Museum der Moderne Salzburg - Mönchsberg

Ausstellungen | Ausstellung

Nervös und böse. „Schmutz und Schund“ aus der Sammlung des Museum der Moderne Salzburg

Museum der Moderne Salzburg - Rupertinum

Mit dem Aufkommen der Massenkultur an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert ging der Kampf gegen „Schmutz und Schund“ in den populären Medien einher. Als „Schund“ wurden sogenannte Groschenhefte und als „Schmutz“ vermeintlich Pornografisches bezeichnet. Gewaltverbrechen, die Laster der Großstadt, Monster und Dämonen sind nicht nur bevorzugte Inhalte dieser billigen Hefte, sondern auch erprobte Motive in der Kunst. Die Ausstellung versammelt Gemälde und Grafiken von rund 30 Künstler_ innen, darunter George Grosz, William Hogarth, Alfred Hrdlicka, Oskar Kokoschka, Käthe Kollwitz und Walter Navratil. Augenfällig wird, dass sich die Künstler_innen von realen Verbrechen inspirieren ließen und in der Folge Serienmörder_innen wie der „Werwolf von Hannover“ oder die „Lonely Hearts Killers“ Eingang in die Kunstgeschichte fanden. Der zweite Blick ist ein Projekt der Kunstvermittlung und greift aktuelle Themen innerhalb der Ausstellung auf.
Ausstellungen | Ausstellung

Die Damen

Museum der Moderne Salzburg - Rupertinum

Einladungen, Postkarten, Briefmarken, Drucksachen und Editionen aller Art – für die Praxis des Künstler_innenkollektivs DIE DAMEN waren sie sowohl zentraler Bestandteil von Aktionen als auch deren Ausgangspunkt. Von der ersten Postkarte 1988, mit der sich DIE DAMEN als „Die vier neuen Mitglieder des Ersten Wiener Männergesangvereins“ präsentierten, bis hin zu Bierdeckel – der bislang letzten Zusammenarbeit 2013 – sind es alltagserprobte Formen der Kommunikation, die in einer Verbindung aus selbstinszenatorischer Performance und Fotografie sowie mit viel Witz und Ironie die Mechanismen des Kunstbetriebs persiflieren und als kritisch-feministischer Kommentar zu Kunst, Politik und Gesellschaft gelesen werden können. Die Ausstellung beleuchtet dieses Ineinandergreifen von Performance, inszenierter Fotografie und Drucksorte und macht die künstlerische Strategie von DIE DAMEN an der Schnittstelle zwischen bildender Kunst, Mode, Kommunikationsdesign und Werbung sichtbar. Grundlage ist ein von der Sammlung Generali Foundation erworbenes Konvolut an Ephemera und Multiples, ergänzt um Werke aus der Fotosammlung des Bundes und der Sammlung des Museum der Moderne Salzburg. Ausstellung im Generali Foundation Studienzentrum Kuratoren: Stefanie Grünangerl und Jürgen Tabor Presented by Generali Foundation
Ausstellungen | Ausstellungseröffnung

Emmanuel Walderdorff Galerie

Salzkammergut Festwochen Gmunden

Künstler: Svätopluk Mikyta Svätopluk Mikyta war 2016 bei der Initiativ-Ausstellung des Sägewerks mit seinen Rost-Bildern beteiligt, die er im Wasserlauf unter der alten Säge hat entstehen lassen. Sechs Jahre später kehrt der slowakische Ausnahmekünstler an diesen Ort zurück und bekommt die Gelegenheit diesen Raum alleine zu bespielen. Dabei wird er auf aktuelle Arbeiten zurückgreifen, diese aber gleichzeitig mit seinem früheren Werk in Bezug bringen. Mikyta hat seine Kunst in den letzten 20 Jahren konsequent weiterentwickelt und dabei eine sehenswerte Vielfalt entstehen lassen, innerhalb derer alles durch einen roten Faden entlang des Objet trouvé und dem Upcycling verbunden blieb. Von 2000 bis 2014 überzeichnete Mikyta Seiten aus ausgewählten alten Büchern und arrangierte diese teilweise zu großen Installationen. 2011 wurde er dafür mit dem Strabag Art Award in Wien ausgezeichnet. In der Folgezeit entstanden unter anderem aus einem abgetretenen Küchenboden, einen ornamentaler Metallzaun und selbst aus den Fehldrucken seines Künstlerbuches neue selbständige Arbeiten. Zuletzt fand Glas als beherrschendes Material Einzug in sein Schaffen. Bei der in dieser Ausstellung gezeigten Arbeit „Stalaktos unitas“ von 2021 hat der Künstler Lampenhalterungen des zentralen Busbahnhofs von Bratislava vor dem Abriss bewahrt und diese mit Glasobjekten zu neuen Lichtkunstwerken werden lassen. Im stillgelegten Sägewerk, eingebettet in das Idyll des Salzkammerguts findet Mikytas Werk, das sich besonders durch seine Sensibilität sowohl für die spezifische Historie von Dingen und Orten als auch allgemein für seine natürliche Umgebung auszeichnet, die ideale Bühne. Eintritt frei
Ausstellungen | Ausstellungseröffnung

Parallel Skulpturenpark

Salzkammergut Festwochen Gmunden

PARALLEL VIENNA präsentiert zum zehnjährigen Jubiläum der Kunstmesse erstmalig den PARALLEL SKULPTURENPARK. Dieser findet im Rahmen der Salzkammergut Festwochen Gmunden von Juli bis Ende August im Toscana-Park in Gmunden statt. Es wird eine Auswahl von bis zu zehn zeitgenössischen Skulpturen von international agierenden Künstler*innen gezeigt. Die genaue Auswahl der Künstler*innen wird im Rahmen einer Pressekonferenz veröffentlicht. Der Skulpturenpark wird während der gesamten Zeit frei zugänglich sein und Besucher*innen einladen, auf der Insel zu verweilen. Der Toscanapark bietet wunderschöne Spazierwege entlang des Sees und rund um die Villa Toscana, die durch die Skulpturen neu erlebt werden können. PARALLEL VIENNA ist es ein Anliegen gemeinsam mit den Festwochen die Gmundner-Kulturszene zu fördern und im Hinblick auf 2024 das Programm jährlich zu vergrößern.
Ausstellungen | Ausstellungseröffnung

Kunstuniversität Linz

Salzkammergut Festwochen Gmunden

Kunstuniversität Linz zeigt Kunst von Studierenden in Gmunden Ein Höhepunkt des Kultursommers im Salzkammergut wird auch heuer wieder die BestOFF Sommerfrische am Traunsee sein. Die schroffe Bergkulisse im Hintergrund, daneben das Nordufer des gut 25 km2 großen Traunsees: Gmunden bietet auch heuer wieder die ideale, natürliche Bühne für eine Schau von künstlerischen Arbeiten der Kunstuniversität Linz. Eine interne Jury wählt ca. 15 Arbeiten von Studierenden aus und lässt sich dabei nicht nur von der Auswahl der traditionellen, jährlichen Ausstellung BestOFF im zentralen Gebäudekomplex der Kunstuniversität am Linzer Hauptplatz beeinflussen. BestOFF Sommerfrische will das Wirken von Bildender Kunst im Stadtraum der 13.000-Einwohner-Stadt Gmunden erweitern. Die Stadt wird dabei zum Ausstellungsraum: Leerstände werden genützt, Räume und Menschen werden vernetzt. Dabei entstehen beeindruckende Perspektiven auf die Kunst und von der Kunst wieder auf die Naturkulisse im Umfeld. Kuratiert von der Gmundner Künstlerin und Kuratorin Simone Barlian

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