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Ausstellungen | Ausstellung

Am Ende des Tages: 100 Jahre Neue Sachlichkeit

Museum der Moderne Salzburg - Mönchsberg

Inmitten der 1920er- und 1930er-Jahre führt uns diese Ausstellung im Stil der neuen Sachlichkeit vom Atelier auf die Straßen der pulsierenden Großstadt, ins Theater und schließlich hinein in die Nacht. Malereien, Grafiken, Fotografien und Plastiken erzählen von gesellschaftlichem Wandel, Identität, Rollenbildern, Krisenerfahrungen und von Fragen, die bis heute nichts von ihrer Dringlichkeit verloren haben. Eine prägende Stilrichtung Mit der neuen Sachlichkeit entstand eine Bildsprache von einzigartiger Präzision. Bis heute – hundert Jahre später – hat sie nichts von ihrer Wirkung verloren. Die in der Ausstellung gezeigten Arbeiten erscheinen verblüffend gegenwärtig. Die Künstler:innen der Neuen Sachlichkeit richteten ihren Blick auf das Sichtbare. Statt expressiver Geste entschieden sie sich für die klare Kontur, scharf beobachtete Details und die Wirklichkeit ihrer Zeit – oft mit beinahe schonungsloser Genauigkeit. Ihre Figuren wurden zu Typen einer Gesellschaft im Wandel. Zeit des Aufbruchs Die 1920er- und 1930er-Jahre waren laut, schillernd und voller Widersprüche. Nach dem Ersten Weltkrieg und dem Ende der alten Ordnung entstand eine neue, ausdifferenzierte Gesellschaft mit bislang ungekannten Freiheiten: Schnellere Züge und Automobile veränderten das Lebenstempo, das Kino brachte Bilder aus Hollywood nach Europa, in Varietés und Nachtclubs wurden neue Formen der Unterhaltung angeboten. Zugleich blieben Armut, politische Gewalt und die Nachwirkungen des Krieges Realität. Aus dieser Spannung zwischen Fortschrittseuphorie und Krisenerfahrung entstand die Bildsprache der Neuen Sachlichkeit. Beteiligte Künstler:innen Ausgehend von der Jan E. Fischer Private Collection und ergänzt durch Leihgaben aus österreichischen Sammlungen zeigen die ausgestellten Werke die Neue Sachlichkeit nicht als einheitlichen Stil, sondern als vielstimmige Bewegung mit unterschiedlichen künstlerischen Positionen und Blickwinkeln. Mit Arbeiten von Albert Birkle, Dodo, Elde Steeg (Elfriede Stegemeyer), Lotte Laserstein, George Grosz, Otto Dix, Christian Schad, Rudolf Schlichter und vielen anderen. Zur Ausstellung erscheint eine Publikation. Kuratorin: Marijana Schneider Kuratorische Assistenz: Magdalena Zilcher Kuratorische Idee und Konzept von Noam Gal für das Tel Aviv Museum of Art (Bild: Dodo (Dörte Clara Wolff), Logenlogik, 1929, Aquarell und Gouache über Bleistift auf Karton, 47 × 34,6 cm, Courtesy: Jan E. Fischer Private Collection, © Bildrecht, Wien 2026)
Ausstellungen | Ausstellung

Neugier im Fluss: Salzburger Kunst zwischen Aufbruch und Erinnerung

Museum der Moderne Salzburg - Mönchsberg

Die Ausstellung vereint Werke von Künslter:innen mit Wurzeln in Salzburg und eröffnet vielfältige Perspektiven auf einen vermeintlich vertrauten Ort. Kulturelle Teilhabe und Neugier stehen im Zentrum des Rahmenprogramms – mit Spezialführungen und Workshops. Malerische Landschaft, barocke Architektur, bewegte Kulturgeschichte Die beteiligten Künstler:innen gehen sehr unterschiedliche Wege und arbeiten mit einer Vielfalt an Medien. Was sie eint: Sie gehen über vertraute Grenzen hinweg und laden zur Spurensuche ein. Assoziationen mit dem Bild der Festspielstadt, dem barocken Weltkulturerbe und die Auseinandersetzung mit Erinnerung und Wahrnehmung fordern Blickgewohnheiten und Perspektiven heraus. Die Schau zeigt Werke von Alexandra Baumgartner, Thomas Baumann, Jakob Buchner, EVA & ADELE, Heinrich Dunst, Günter Edlinger, Monika Fioreschy, Eva Grubinger, Alfred Haberpointner, Theresa Hattinger (Gestaltung), Thomas Hörl, Katrin Huber, Victor Jaschke, Peter Kozek, Thomas Nowotny, Monika Pichler, Sarah Pichlkostner, Lois Renner, Wilhelm Scheruebl, Elisabeth Schmirl, Margherita Spiluttini, Gerold Tusch und Antoinette Zwirchmayr. Mit Arbeiten aus den Sammlungen des Museum der Moderne Salzburg, der Artothek Land Salzburg sowie ausgewählten Leihgaben. Kurator:innen: Harald Krejci, Marijana Schneider, Tina Teufel (Bild: Eva Grubinger, Untitled (Karl Artelt), aus der Werkgruppe „Steam“, 2018, Aluminium, Stahl, Hanf, Polyester, Lack, Artothek Land Salzburg am Museum der Moderne Salzburg, Ankauf 2022, Foto: Eva Grubinger)
Ausstellungen | Ausstellung

Baselitz Manifeste

Museum der Moderne Salzburg - Rupertinum

Der Maler, Bildhauer und Grafiker Georg Baselitz zählte zu den prägendsten Künstlerpersönlichkeiten der Gegenwart. Sein Werk umspannt knapp sieben Jahrzehnte internationaler Ausstellungstätigkeit; für sein künstlerisches Schaffen erhielt er zahlreiche renommierte Auszeichnungen. Seit 1969 unterlief er mit der radikalen Umkehrung seiner Motive die Konventionen des Sehens und verschob die Frage nach dem Bildinhalt hin zur Malerei selbst. Das Museum der Moderne Salzburg vermisst sein Werk vom Heute aus neu – in seiner ganzen ästhetischen und intellektuellen Schärfe. Die Schau wurde noch gemeinsam mit dem Künstler konzipiert. Frühwerk im Rupertinum Baselitz entschied sich Anfang der 1960er-Jahre bewusst für die Figuration – ein Schritt, der in einer Zeit, in der die abstrakte Kunst dominierte, als Provokation empfunden wurde. Damit schlug der Künstler nicht nur neue Wege in der Malerei ein, sondern er schrieb sich als Erneuerer der Nachkriegskunst in die Kunstgeschichte ein. Die Ausstellung im Rupertinum legt den Fokus auf die frühen grafischen Arbeiten, in denen sich der Künstler mit deutscher Geschichte, Identität und dem Künstler-Ich auseinandersetzte. Dabei verknüpfte er klassische Bildtraditionen mit einer kraftvollen, oftmals als roh und verstörend empfundenen Bildsprache. Die thematische Gliederung orientiert sich erstmals an den vier Manifesten, die der Künstler in den 1960er-Jahren verfasste. Die Ausstellung wird mit Leihgaben des Ludwig Forum für Internationale Kunst, Aachen, Leihgaben Peter und Irene Ludwig Stiftung, sowie weiteren aus Privatbesitz unterstützt. Kurator:innen: Barbara Herzog, Harald Krejci, Tina Teufel Kuratorische Assistenz: Eva Wiegert Die Ausstellung und die Publikation zu Georg Baselitz werden durch eine Sonderförderung des Landes Salzburg und eine private Förderung ermöglicht.
Ausstellungen | Ausstellung

Kokoschkas Hintergründe

Museum der Moderne Salzburg - Rupertinum

Mit Kokoschkas Hintergründe zeigt das Museum der Moderne Salzburg an seinem Altstadtstandort eine Schau, die Einblicke in Kokoschkas Kompositionen gibt. Im Fokus steht die Entwicklung seiner Bildhintergründe im Verlauf seines Schaffens. Die Ausstellung präsentiert eine Auswahl früher Gemälde und stellt diesen Werke aus den späten 1930er bis 1970er-Jahren gegenüber. Ergänzt durch Zeichnungen und druckgrafische Blätter aus dem umfangreichen Sammlungsbestand entsteht ein facettenreiches Bild von Kokoschkas künstlerischer Entwicklung. Kokoschkas Bildhintergründe im Wandel In seinen frühen Porträts stand die Erfassung des inneren Zustandes der Dargestellten im Mittelpunkt des Interesses. Mit seinem „Röntgenblick“ versuchte der Künstler hinter die Fassade des äußeren Erscheinungsbildes zu blicken. Eine besondere Rolle kam dabei der Gestaltung der Bildhintergründe zu. Fließend ineinander übergehende Farbflächen betonten die Porträtierten und umgaben diese wie eine sichtbar gewordene Aura. Im weiteren Verlauf seines künstlerischen Schaffens wurden die Bildnisse realistischer. Der Maler fügte verschiedene Attribute und erzählerisches Beiwerk hinzu, wodurch seine Bildhintergründe zu wichtigen Inhaltsträgern wurden. In Kooperation mit der Fondation Oskar Kokoschka, Vevey. Kuratorinnen: Barbara Herzog, Aglaja Kempf (Bild: Oskar Kokoschka, Olda Palkovskà, 1937, Öl auf Leinwand © Fondation Oskar Kokoschka, Vevey, Bilrecht, Wien 2025)
Ausstellungen | Ausstellung

Irma Rafaela Toledo. Malerei als Freiheit im Werden

Museum der Moderne Salzburg - Rupertinum

Irma Rafaela Toledo erfüllte sich ihren Wunsch, als Malerin zu arbeiten, erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Aus einer jüdischen Kaufmannsfamilie stammend, versteckte sie sich in den letzten beiden Kriegsjahren in den Bergen nahe Salzburg, wodurch sie überlebte. Ihre ersten Gemälde entstanden ab 1945 mit beschränkten Mitteln. In Anlehnung an einen Spitznamen aus der Jugendzeit nahm sie schließlich den Künstlernamen „Toledo“ an. Geboren wurde sie 1910 als Irma Friedman in Laufen, Deutschland; sie starb 2002 in Salzburg. Wege zur eigenen Bildsprache Schon bald konnte sich Irma Rafaela Toledo als Malerin etablieren und wurde 1952 Mitglied der „Salzburger Gruppe“ – eine Vereinigung lokaler Künstler:innen, der unter anderem auch Herbert Breiter, Trude Engelsberger-Drioli, Agnes Muthspiel und Slavi Soucek angehörten. Besonders in frühen Gemälden ist deutlich erkennbar, wie sich Toledo in diesem Einflussbereich ihren eigenen Stil erarbeitete. Die Malerei verstand sie zeitlebens als Ausdrucksweise und Weg der Erkenntnis. Reisen, etwa nach Italien und Israel, wohin ihr Bruder emigriert war, waren Impulse für ihre Arbeit. Besonders beeindruckten sie Einsamkeit und Stille sowohl am Meer als auch in der Wüste. Ein umfassendes Gesamtwerk Das Museum der Moderne Salzburg präsentiert in dieser Ausstellung erstmals über 20 Gemälde, Grafiken und Druckgrafiken der österreichischen Künstlerin. Die Schau vereint Werke aus den eigenen Sammlungen sowie ausgewählte Leihgaben und zeigt damit die ganze Bandbreite ihres Schaffens von den frühen 1950er- bis in die 1970er-Jahre: Stadtansichten Salzburgs, Landschaftsgemälde und Stillleben ebenso wie Werke, die von ihrer intensiven Beschäftigung mit Spiritualität und Religion inspiriert sind. Kuratorin: Tina Teufel (Bild: Irma Rafaela Toledo, Die weiten Hügel, 1975, Aquarell auf Papier, Artothek Land Salzburg am Museum der Moderne Salzburg, © Museum der Moderne Salzburg, © Nachlass Irma Rafaela Toledo
Ausstellungen | Ausstellung

Why Are You Creative? By Hermann Vaske

Museum der Moderne Salzburg - Rupertinum

Warum sind wir kreativ? Was macht eine Idee zu einer guten Idee? Worin liegt das Talent bei kreativen Menschen? Der Filmemacher und Autor Hermann Vaske stellt diese Fragen seit über dreißig Jahren den bedeutendsten Künstler:innen, Wissenschaftler:innen, Aktivist:innen und Denker:innen unserer Zeit. Mehr als 1000 Menschen haben ihm geantwortet – manche mit Sätzen, viele mit Zeichnungen oder Artefakten, einige knapp, andere ausführlicher, einige sehr persönlich, andere bizarr. Das Rupertinum zeigt in dieser Ausstellung die witzigsten, verblüffendsten und erhellendsten Antworten aus Vaskes Sammlung. Wir erfahren dabei: Was löst Kreativität aus? Was bringt unsere Welt voran? Aber auch: Kreativität hat zwei Seiten. Denn gerade Dinge, die Erfindergeist eigentlich verhindern sollen – wie Zensur, Verbote oder Kompromisse – bringen manchmal die genialsten Ideen hervor. Die Ausstellung stellt deshalb die zentrale Frage: Können wir uns auf unsere Kreativität verlassen? Und können wir hoffnungsvoll bleiben – trotz der großen Krisen unserer Zeit? Filmische Begegnungen mit den kreativsten Köpfen unserer Zeit Im audiovisuellen Teil der Ausstellung spricht Hermann Vaske mit den größten Künstler:innen unserer Zeit: Marina Abramović, Vivienne Westwood, David Hockney, Georg Baselitz, Björk, Lilith Stangenberg, Blixa Bargeld, Jeff Koons, Zaha Hadid, Yoko Ono, Oliviero Toscani, Christo, Damien Hirst, Jim Jarmusch, Dennis Hopper, Harvey Keitel, Shirin Neshat, David Bowie und viele mehr. Er fragt sie: Was macht euch kreativ? Und was bremst eure Kreativität aus? Die Antworten drehen sich um Themen wie Spiritualität, Sex, Geld, Angst, Herkunft und Ehrgeiz – aber auch um Zensur, Selbstzensur, Bürokratie und Kompromisse. Oft sind es gerade diese Blockaden, die Menschen erst richtig antreiben. Gerade heute, in einer Zeit voller Krisen, brauchen wir neue Ideen – und mehr Kreativität denn je. Die Ausstellung zeigt Kreativität in all ihren Formen: künstlerisch, wissenschaftlich und philosophisch. Über Hermann Vaske Hermann Vaske ist Regisseur, Autor und Produzent. Als Regisseur arbeitete er unter anderem mit Dennis Hopper, Harvey Keitel und Marina Abramović. Als Produzent arbeitete er mit Nelson Mandela, Stephen Hawking und dem Dalai Lama zusammen. Seine Filme liefen bei den Festivals in Venedig, Cannes, Toronto und Palm Springs und gewannen mehrere Preise, darunter den Grimme-Preis und den Spezialpreis des Filmfestivals Venedig. Seit über 30 Jahren stellt Hermann Vaske den kreativsten Köpfen der Welt immer dieselbe Frage: „Why Are You Creative?“ Daraus entstand seine gleichnamige Filmreihe, mit bisher folgenden Stationen: 2018 – Premiere von „Why Are We Creative?“ bei den Filmfestspielen Venedig 2021 – „Why Are We Not Creative?“ beim Filmfest München 2023 – Uraufführung von „Can Creativity Save The World?“ beim Filmfest München 2025 – Internationale Premiere von „Creativo Paradiso: A Creative Renaissance“ beim Lichter Filmfest Frankfurt Kurator: Harald Krejci (Bild: © 2022 Museum der Moderne Salzburg Christo et Jeanne-Claude Answer © Why Are You Creative? by Hermann Vaske)
Ausstellungen | Ausstellungseröffnung

Michael Köhlmeier, Konrad Paul Liessmann:
Von Dämonen, von der Kunst & vom privaten Glück

Literaturhaus Salzburg

Der bekannte Autor und Musiker Michael Köhlmeier ist als bildender Künstler und Maler praktisch unbekannt. Jetzt zeigt er in der Ausstellung „Dämonen“ erstmals in Salzburg seine Gemälde und spricht mit dem Philosophen und Kulturpublizisten Konrad Paul Liessmann über (seine) Kunst. Außerdem liest er aus seinem neuen Roman „Mein privates Glück“. Wie wird man der Mensch, der man ist? Michael Köhlmeier hat mit „Mein privates Glück“ (Hanser Verlag, 2026) sein Lebensbuch geschrieben, den großen Roman seiner Familie. Er erzählt von den Traumata der Weltkriege, die bis in die Gegenwart nachwirken, und vom Alltag in einer erzählsüchtigen Verwandtschaft. Schonungslos ehrlich und mit der ganzen Kraft der Fiktion dringt er in die Tiefe der menschlichen Existenz … Alles beginnt mit einem vierjährigen Buben aus Coburg, der nicht weiß, dass er Eltern hat – bis er eines Tages mit der Eisenbahn in Lindau ankommt. Ein fremder Mann holt ihn ab und begleitet ihn in ein Haus ans Bett einer gelähmten Frau. Er ist sein Vater, sie seine Mutter … „Alles wird sich irgendwann irgendwie zurechtschütteln, darin liegt die Zuversicht meines Lebens.“ Michael Köhlmeier, geb. 1949 in Hard am Bodensee, lebt als Autor, Künstler und Musiker in Hohenems/Vorarlberg und Wien. Für sein umfangreiches Werk aus Romanen, Erzählungen, Gedichten, Drehbüchern, Hörspielen usw. wurde er vielfach ausgezeichnet, zuletzt für sein publizistisches Gesamtwerk mit dem Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch 2025 und mit dem Max-Frisch-Preis 2026. Veranstalter: Verein Literaturhaus Eintritt € 14/12/10
Ausstellungen | Ausstellung

Michael Köhlmeier: Dämonen

Literaturhaus Salzburg

Schreiben ist Denken in Sprache. Musik ist Denken in Tönen. Malen ist Denken in Farben, Flächen und Linien. Manche Dämonen lassen sich mit Worten herauslocken, andere mit Gitarre, Bass und Schlagzeug, wieder andere mit Acryl und Ölkreide. Es gibt eine Zeit für dieses, eine Zeit für jenes und die Zeit, in der im Kopf nur Bilder sind. (Michael Köhlmeier) Der bekannte, hochproduktive und vielfach ausgezeichnete österreichische Schriftsteller und Musiker Michael Köhlmeier zeigt seine kaum bekannte Seite als Maler. Nach Einzel-Ausstellungen in Galerien in Bregenz und Wien präsentiert der Künstler im Literaturhaus seine faszinierend-bunten Gemälde in Mischtechniken auf Leinwand. Köhlmeier thematisiert traumhafte Wesen zwischen Mensch, Tier und Mythos, malt fantastische Wesen, groteske Figuren und maskenhafte Gesichter – und lässt Worte in die Bilder einfließen. Die expressionistischen Kunstwerke erinnern an Art Brut, an spontan-ausdrucksstarke Malereien, die Geschichten erzählen. In seinen „Dämonen“ geht es nicht um die Darstellung des Bösen, sondern um die Visualisierung innerer Kräfte und Mächte. Öffnungszeiten: Mo bis Do von 10 bis 16 Uhr & bei Abendveranstaltungen (eingeschränkter Besuch bei Kinder- und Jugendveranstaltungen vormittags & geschlossen während Schulferien / Feiertagen)
Ausstellungen | Ausstellung

Konstruierte Natur

Marmorschlössl Bad Ischl

Natur gilt oft als Gegenpol zur Kultur – als ursprünglich und unberührt. Doch diese Trennung greift längst zu kurz: Natur wird heute beobachtet, vermessen, genutzt, geschützt, bedroht. Und inszeniert. Sie erscheint nicht mehr als unmittelbare Gegebenheit, sondern befindet sich vielmehr in einem Zustand ständiger Vermittlung. Hier setzt die Ausstellung Konstruierte Natur an. Die Tierdarstellungen von Dana Meyer, Nelly Schmücking und Matthias Garff zeigen das Tier nicht als bloßes Motiv, sondern als Gegenüber. Es wird zum Spiegel unserer Wahrnehmung und unserer Verantwortung gegenüber dem Lebendigen. Der Ausstellungsort Bad Ischl verstärkt diese Fragestellung. Das landschaftlich idyllische Salzkammergut ist zugleich Natur- und Kulturraum, historisch geprägt durch Nutzung, Ästhetisierung und Aneignung, sichtbar etwa in der Kaiservilla mit ihren Jagdtrophäen. Natur erscheint hier immer auch als gestaltete und interpretierte Wirklichkeit. Die drei künstlerischen Positionen machen diese Konstruktion auf unterschiedliche Weise sichtbar: Meyers Stahlskulpturen verbinden Härte mit lebendiger Spannung, Schmückings Arbeiten verdichten anatomische Präzision zu einem ästhetischen „Äquivalent“ des Tieres, und Garff erschafft aus Fundstücken fragile, eindringliche Kreaturen einer vom Menschen geprägten Umwelt. So entsteht ein Raum, in dem sich die Beziehung zwischen Mensch und Tier neu verhandelt. Konstruierte Natur zeigt: Natur ist keine Gegenwelt außerhalb von uns, sondern immer Teil eines kulturellen Gefüges – und damit auch Ausdruck unserer Verantwortung für die Welt, die wir mitgestalten. Kuratiert von Sara Tröster Klemm Ausstellung kostenlos Eintritt in den Kaiserpark ist zu bezahlen Öffnungszeiten Geöffnet von 01.05. – 31.10.2026 Mai - September Mo-So, Fei: 09:30-17:00 Oktober Mo-So, Fei: 10:00-16:00 Führungen Kuratorinnen­führung Do, 11.06.26, 16:00; Sa, 31.10.26, 16:00 Anmeldung bis 15:00 am Vortag unter kulturvermittlung@ooelkg.at, +43 732 7720 522 22 (Mo–Fr, 09:00–15:00) Treffpunkt Foyer Marmorschlössl 15:45
Ausstellungen | Ausstellung

Jakob Lena Knebl - Sommer­frische

Marmorschlössl Bad Ischl

Identität im Spannungsfeld von Geschichte, Mode und Mythologie Jakob Lena Knebl setzt sich in ihrem Werk mit Identität in Bezug zu Themen aus den Bereichen Geschichte, Kunstgeschichte, Mode, Religion und Mythologie auseinander. So unterschiedlich, wie ihre Themen selbst, sind auch die Ausdrucksmittel derer sich die transmediale Konzeptkünstlerin für ihre Interpretationen bedient. Ein surreal inszeniertes Paralleluniversum im Marmorschlössl Hierfür wird Knebl das Marmorschlössl zu einer Art Bühne umkonstruieren auf der diverse Protagonistinnen, seien es Figuren oder/ aber auch Objekte, derart inszeniert werden, dass das Publikum den Eindruck haben wird, sich durch eine Art Paralleluniversum zu bewegen. Dass Knebl selbst Bestandteil dieses sein wird, steht außer Frage, handelt es sich letztlich doch um eine Projektion ihrer ständigen Auseinandersetzung mit ihrer eigenen vielschichtigen Persönlichkeit. Im großen Salon des einstigen Rückzugsorts von Kaiserin Elisabeth wird sie eine traumhaft, surreale Installation realisieren, in der sie unter anderem auf Arbeiten des Künstlers Ernst Heinrich Barlach Bezug nimmt. Weiters wird dem Publikum eine persönliche Interpretation der Tänzerin des Impressionisten Edgar Degas begegnen, sowie eine sehr spezielle Inszenierung eines Schwans, da sich einst ein solcher in „Sisis“ Schlafgemach befand. In den Räumen des Obergeschosses wird Knebl neben ihren eigenen, teils aus Stoff gefertigten Arbeiten, auch Werke von Studentinnen präsentieren. Im Außenbereich wird die Künstlerin Interpretationen der Hütte der Waldfrau Baba Jaga (einer mythologischen Figur der slawischen Folklore) umsetzen. Kuratiert von Lucas Cuturi Zur Ausstellung ist eine Sonderedition entstanden: Jakob Lena Knebls Big Little Dancer (2026) als limitierte Keramik in einer Auflage von 125 Stück. Zur Edition und Bestellung Öffnungszeiten: Geöffnet von 01.05. – 31.10.2026 Mai - September Mo-So, Fei: 09:30-17:00 Oktober Mo-So, Fei: 10:00-16:00 Führungen Beginn jeweils 10:30, Treffpunkt Marmorschlössl mit Kurator Lucas Cuturi: Do, 07.05., Do, 21.05., Do, 09.07., Do, 23.07., Do, 06.08., Do, 20.08. mit Austria Guides So, 10.05., Do, 14.05., So, 24.05., Do, 28.05., So, 07.06., Do, 11.06., So, 21.06., Do, 25.06., So, 05.07., So, 19.07., So, 02.08., So, 16.08., So, 30.08., Do, 03.09., So, 13.09., Do, 17.09., So, 27.09. Anmeldung: - bis 15:00 am Vortag unter kulturvermittlung@ooelkg.at, +43 732 7720 522 22 (Mo–Fr, 09:00–15:00) - Für Sonntagsführungen der Austria Guides können Sie sich auch noch Sa, 09:30–15:00 unter marmorschloessl@ooelkg.at, +43 664 60072 522 95 kurzfristig anmelden. - Führungen im Oktober auf Anfrage.
Ausstellungen | Ausstellung

Ernst Caramelle. Denkfiguren

Museum der Moderne Salzburg - Rupertinum

Ernst Caramelle (1952 Hall in Tirol, AT – Frankfurt am Main, DE und New York, US) zählt zu den prägenden Stimmen der österreichischen Konzeptkunst. In seinem vielschichtigen Werk steht nicht das Objekt im Zentrum, sondern die Idee – die sich in unterschiedlichen Medien manifestiert: als Zeichnung, Wandarbeit, Video oder Künstlerbuch. Seit 1973 nutzt Caramelle das Künstlerbuch als eigenständiges künstlerisches Medium: als Raum der Reflexion über Original und Reproduktion, Bild und Text, Idee und Ausführung. Die Studienausstellung konzentriert sich auf diese kontinuierliche Auseinandersetzung mit dem Medium Buch und stellt ihr Caramelles frühe Fotoserie Video-Landschaften (1974) gegenüber. In dieser Serie werden Videobilder so in den Raum integriert, dass sie mit ihrer Umgebung verschmelzen – und die Grenze zwischen medialer Konstruktion und physischer Realität irritieren. Beide Werkgruppen behandeln zentrale Fragestellungen zur Wahrnehmung, Bildproduktion und medialen Repräsentation – im Spannungsfeld von Idee, Medium und Realität. Eine begleitende Lese- und Medienlounge lädt zur vertieften Auseinandersetzung ein. Sie bietet zu allen Ausstellungen am Haus ausgewählte Literatur aus den Bibliotheken des Museums und der Generali Foundation sowie Zugang zur Mediathek mit rund 500 Filmen und Videos. Kurator: Jürgen Tabor Leselounge: Stefanie Grünangerl
Ausstellungen | Ausstellung

GENERATOR #5: Georgia Gardner Gray. Steine

Museum der Moderne Salzburg - Rupertinum

Georgia Gardner Gray (1988 New York, NY, US) ist eine der spannendsten Malerinnen unserer Zeit. Sie verwandelt das Alltägliche in präzise beobachtete und überraschend irritierende Kompositionen, wobei sie kulturelle Symbole einsetzt, die von der Urzeit bis in den digitalen Raum reichen. Inspiriert von Popkultur und Kunstgeschichte deckt Gray durch die absurde Inszenierung ihrer Bilder die Widersprüche der heutigen Welt auf. Mit subtilem Witz und präzisen Details verdeutlicht sie, wie unterschiedlich unsere Wahrnehmungen von Geschichte, Kunst und Authentizität sein können. In ihrer Ausstellung präsentiert sie eine Reihe neuer Werke, die in prähistorischen Steinkreisen angesiedelt sind und das Konzept des menschlichen und künstlerischen Erbes im großen Maßstab erforschen. Was wir in kulturellen Artefakten erkennen, sagt manchmal mehr über unsere Zeit aus als über ihre Geschichte. Daher erweitert Gray ihre Ausstellung um Werke aus den Sammlungen – von Iris Andraschek, Lovis Corinth und Leo Zogmayer –, die sie aufgrund ihrer mimetischen Eigenschaften so ausgewählt hat, wie man heute Bildmaterial mittels einer Suchmaschine zusammenträgt. In der Begegnung entfaltet sich ein lebendiges Gespräch über die Interpretation von Kunst und die Launenhaftigkeit künstlerischer Inspiration. Wir danken allen privaten Förder:innen und Croy Nielsen, Vienna. Kuratorin: Marijana Schneider
Ausstellungen | Ausstellung

BestOFF Sommerfrische

Salzkammergut Festwochen Gmunden

Die Kunstuni Linz begibt sich erneut auf Sommerfrische und diesmal wird es philosophisch. Die 6. Sommerfrische der Kunstuniversität Linz im Rahmen der Salzkammergut Festwochen Gmunden positioniert sich als zeitgenössisches Ausstellungs- und Forschungsformat an der Schnittstelle von Kunst, Philosophie und öffentlichem Raum. Im Toscanapark Gmunden sowie im angrenzenden ehemaligen Thomas-Bernhard-Archiv (der Villa Stonborough–Wittgenstein) entstehen temporäre künstlerische Arbeiten, die Sprache, Raum und gesellschaftliche Verantwortung reflektieren. Das Format setzt markante kulturelle Landmarks, stärkt Gmunden als lebendigen Ort zeitgenössischer Kunst und wirkt über die Traunsee-Region hinaus in den internationalen Diskurs. Einmal mehr beweisen die Kunstuniversität Linz und die Salzkammergut Festwochen Gmunden ihre Vielfalt und fördern den internationalen Austausch auch in ländlicheren Regionen Oberösterreichs. mehr zum Programm und zu allen Details unter: ausstellungen.ufg.at/bestoffsommerfrische www.skulpturhauptstadt.at Besichtigungszeiten: siehe Website & social media Eintritt frei
Ausstellungen | Ausstellung

grey time – Jeremias Altmann & Andreas Tanzer

Salzkammergut Festwochen Gmunden

Mit der ersten musealen Gesamtschau wird dem Künstlerduo grey time von Jeremias Altmann und Andreas Tanzer eine Ausstellung von eindringlicher Gewichtigkeit gewidmet. Das vielschichtige Werk des seit 2013 arbeitenden Kollektivs, von monumentalen Malereien über Grafiken bis zu Skulpturen, erhält den Raum, den seine inhaltliche und formale Konsequenz verlangt. Neue raumgreifende Arbeiten schreiben Bildwelten von Ruin, Zerfall und fragiler Zukunft in die Ausstellungshalle ein und machen die Dringlichkeit von Kunst und Kultur in Zeiten von Zerstörung und Unsicherheit unmittelbar erfahrbar – eine Einladung, die eigene Position im Spannungsfeld von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft neu zu reflektieren. Öffnungszeiten der Galerie: Montag bis Freitag auf Anfrage (für Gruppen) Samstag 14:00 – 18:00 Uhr Sonntag 10:00 – 18:00 Uhr
Ausstellungen | Ausstellung

Christian Eisenberger

Salzkammergut Festwochen Gmunden

Mit zwei aufeinanderfolgenden Soloshows lädt die Galerie 422 im Sommer 2026 dazu ein, zeitgenössische Kunst in ihrer Vielfalt und räumlichen Präsenz zu entdecken. Ab Ende Juni präsentiert die Galerie 422 Arbeiten von Christian Eisenberger, die sich zwischen Malerei, Skulptur und Land Art bewegen und aus einer intensiven Auseinandersetzung mit Material, Zufall und experimentellen Verfahren hervorgehen. Seit Jahren zählt Eisenberger zu den prägenden Positionen einer jüngeren Generation österreichischer Gegenwartskunst. Bekannt wurde er zunächst durch gesellschaftskritische Figuren aus Pappkarton, die im öffentlichen Raum auftauchten und dort bewusst Irritation erzeugten. In seinen jüngeren Arbeiten richtet sich der Blick zunehmend auf die Natur: Temporäre Setzungen verhandeln Fragen nach dem Menschsein, nach Raum und nach dem Spannungsverhältnis zwischen Natur und Zivilisation. Begleitprogramm: Samstag, 27. Juni 2026, 11:00 Uhr Artist-Talk im Rahmen der Eröffnung. Prof. Mag. Dr. Alfred Weidinger (Wissenschaftlicher Geschäftsführer der OÖ Landeskultur GmbH) mit Künstler Christian Eisenberger. Freitag, 31. Juli 2026, 17:00 Uhr Symposium Kunst und Schnittlauch Alexander Giese und Christoph Habres zu Gast in der Galerie 422 Veranstaltungen der Galerie 422 – Margund Lössl www.galerie422.at www.instagram.com/galerie422/ www.facebook.com/Galerie422 Öffnungszeiten der Galerie: Mittwoch bis Freitag 12:00 – 18:00 Uhr Samstag 10:00 – 16:00 Uhr Eintritt frei
Ausstellungen | Ausstellung

Alfred Haberpointner

Salzkammergut Festwochen Gmunden

Mit zwei aufeinanderfolgenden Soloshows lädt die Galerie 422 im Sommer 2026 dazu ein, zeitgenössische Kunst in ihrer Vielfalt und räumlichen Präsenz zu entdecken. Ab Anfang August zeigt die Galerie 422 im Rahmen der zweiten Festwochenausstellung eine Soloshow von Alfred Haberpointner. Mit seinen Holzskulpturen zählt der Künstler seit Jahren zu den markantesten Vertretern der zeitgenössischen österreichischen Bildhauerei. In Kopfskulpturen, Wandreliefs und objekthaften Tafelbildern untersucht er grundlegende bildhauerische Parameter wie Volumen, Gewicht und Proportion. Zwischen Abstraktion und Figuration entfalten die Arbeiten eine spannungsreiche Beziehung von Körperlichkeit, Raum und Wahrnehmung. Öffnungszeiten der Galerie: Mittwoch bis Freitag 12:00 – 18:00 Uhr Samstag 10:00 – 16:00 Uhr Begleitprogramm: Samstag, 08. August 2026, 11:00 Uhr Artist-Talk im Rahmen der Eröffnung. Mag. Harald Krejci (Direktor Museum der Moderne Salzburg) mit Künstler Alfred Haberpointner. Veranstaltungen der Galerie 422 – Margund Lössl www.galerie422.at www.instagram.com/galerie422/ www.facebook.com/Galerie422 Eintritt frei
Ausstellungen | Ausstellung

Übergänge – Katharina Acht

Salzkammergut Festwochen Gmunden

Übergänge – Fotografie und Papier – Katharina Acht Die Fotoausstellung Übergänge von Katharina Acht widmet sich Momenten des Dazwischens. Nebel, Weite und atmosphärische Verdichtung eröffnen Bildräume, in denen Orientierung unsicher wird und Gewissheiten verschwimmen. Die Künstlerin hält Situationen fest, in denen sich etwas verändert, ohne dass ein neuer Zustand bereits greifbar ist. In reduzierten, oft entleerten Landschaften lösen sich bestehende Ordnungen auf. Der Mensch erscheint dabei nicht als handelndes Zentrum, sondern als situierte Figur innerhalb eines offenen Raumes. Maßstab, Orientierung und Zeitlichkeit geraten bewusst ins Wanken. Die Fotografien und Papierarbeiten laden dazu ein, innezuhalten und genau hinzusehen. Übergänge werden als eigenständiger Zustand verstanden – als Zeit des Wartens, der Veränderung und der Neuorientierung.
Ausstellungen | Ausstellung

Beyond Liminal – Leonid Keller

Salzkammergut Festwochen Gmunden

Die Emmanuel Walderdorff Galerie präsentiert in ihrer zehnten Ausstellung im Sägewerk Rumplmayr eine Einzelpräsentation des Künstlerduos Leonid Keller. Julia Ossko und Eugen Schulz hatten 2016 die zündende Idee, dieses inspirierende Bauwerk als Gemeinschaftsatelier zu nutzen, und mit einer ersten gemeinsamen Ausstellung haben sie das Sägewerk aus seinem Dornröschenschlaf geweckt und seither als sommerlichen Ausstellungsort für zeitgenössische Kunst etabliert. Das Künstlerduo Leonid Keller durchforstet Archive, eigene Dokumentationen, Bildbände und Magazine nach Bildmaterialien, die unser Verständnis von kultureller Identität, Ideologie und Machtstrukturen prägen. Im Zentrum steht der Mensch: Körper, Gesten, Bewegungen und die Darstellung seiner Abwesenheit. Aus diesem Material lösen sie Bilddetails, die sie durch Überhöhung oder Reduktion als großformatige Papierarbeiten, Collagen, Videos und Skulpturen zu neuen, fiktionalen Erzählungen kombinieren. Das Resultat sind Zwischenräume – ambivalente, mehrdeutige Bildwelten, die Bedeutungen in der Schwebe halten. Leonid Keller verdichtet das Sägewerk in diesem Sommer zu assoziativen Bildräumen, die vertraute Bildmuster aufrufen und verschieben. Die Ausstellung reflektiert die Fragilität visueller Gewissheiten und beharrt auf der Legitimität unterschiedlicher Deutungen. Julia Ossko und Eugen Schulz arbeiten seit 2013 ausschließlich als Künstlerduo und verfolgen eine langfristig angelegte künstlerische Praxis, die durch verschiedene Stipendien und institutionelle Förderungen begleitet wurde. 2024 erhielten sie das Arbeitsstipendium Culture Moves Europe des Goethe-Instituts für Portugal. 2020 und 2022 wurden sie im Rahmen von Neustart Kultur durch die Stiftung Kunstfonds gefördert. 2021 erhielten sie das Initial-Arbeitsstipendium der Akademie der Künste Berlin sowie von 2018 bis 2019 das Arbeitsstipendium der Hans-Charlotte-Krull-Stiftung. 2017 wurden sie mit dem 1. Preis beim Kunstwettbewerb des Willi-Münzenberg-Forums ausgezeichnet. Öffnungszeiten: täglich, 17:00 bis 19:00 Uhr und auf Vereinbarung unter +491794620105 Eintritt frei
Ausstellungen | Ausstellung

Potentials OÖ‘26

Salzkammergut Festwochen Gmunden

Mit der POTENTIALS hat Oberösterreich eine Kunstmesse, die mehr ist als ein Marktplatz: Bühne, Begegnungsraum und klares Statement für die künstlerische Kraft des Landes. Nach der erfolgreichen Premiere 2024 als assoziiertes Projekt der Kulturhauptstadt Salzkammergut wird sie 2026 als Biennale fortgeführt – mit dem Anspruch, herausragende künstlerische Positionen aus Oberösterreich auf hohem kuratorischem Niveau zu präsentieren. Im Zentrum stehen zeitgenössische Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern, die in oberösterreichischen Kunstvereinen verankert sind. Was oft im Verborgenen entsteht – in Ateliers, Vereinsräumen und kollektiven Prozessen – wird hier sichtbar und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die POTENTIALS OÖ versteht sich als Plattform für Qualität, Vielfalt und künstlerische Haltung. Die Auswahl erfolgt über ein offenes Einreichverfahren mit Juryentscheidung. Unter der künstlerischen Messeleitung von Mag.a Ingeborg Rauss und einer fachkundigen Jury – Dr. Lucas Cuturi, Mag.a Marlene Elvira Steinz und Mag.a Eva-Maria Manner – entsteht ein konzentrierter Querschnitt des aktuellen künstlerischen Schaffens in Oberösterreich. Die Gesamtmesseleitung liegt auch 2026 wieder beim Künstler und Organisator Mag. Matthias Kretschmer, unterstützt von Michael Wittig, verantwortlich für Sponsoring, PR und das Programm an den Messetagen. Die POTENTIALS OÖ ist nicht nur Ausstellung, sondern Ausdruck eines intensiven Austauschs zwischen Kunstvereinen, Künstler:innen, Kurator:innen und Organisator:innen. Atelierbesuche und Porträts im Vorfeld machen künstlerische Prozesse sichtbar und lassen Kunst als lebendigen, gemeinschaftlichen Akt erfahrbar werden – lange bevor sie auf der POTENTIALS OÖ vor den Vorhang tritt. Öffnungszeiten: 11:00 – 18:00 Uhr (Samstag bis 19:00 Uhr) Eintritt: Tagesticket € 9,00 | € 7,00 (ermäßigt) 3-Tagesticket: € 19,00 | € 15,00 (ermäßigt) Für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren ist der Eintritt frei.
Ausstellungen | Ausstellung

Parov Stelar – Leave The Future Behind

Salzkammergut Festwochen Gmunden

Marcus Füreder, weltweit bekannt als Parov Stelar, zählt zu den erfolgreichsten österreichischen Künstlern seiner Generation. Zwischen Atelier und Bühne, Leinwand und Dancefloor erschafft er einen vielschichtigen Kosmos aus Kunst, Klang und Gefühl. Für ihn ist Malen eine spontane Impulsreaktion – ein Dialog mit dem Zufall. Digitale Entwürfe münden in leuchtende Ölkompositionen, die sich im Prozess wandeln, bis ihn ein Bild „anblickt“ und er weiß: Es ist vollendet. Die Malerei bildet seinen Gegenpol zur Musik, das Haptische zur digitalen Welt. „Ich male, also bin ich“, sagt er – Malerei als existenzielles Bekenntnis. Seine Werke spiegeln eine Nähe zur Pop-Art von Warhol bis Lichtenstein, zugleich offenbaren sie innere Kämpfe, Ängste und Sehnsüchte – visuelle Psychogramme eines Suchenden zwischen Klang und Farbe. Der gebürtige Oberösterreicher studierte Malerei in Linz und Berlin, stellte 2021 im Francisco Carolinum großformatige, autobiografisch geprägte Werke aus und zeigt: Parov Stelar erfindet sich immer neu – zwischen Beat und Pinselstrich, Euphorie und Melancholie. Öffnungszeiten K-Hof Kammerhof Museum: Mittwoch bis Sonntag 10:00 bis 15:00 Uhr, Montag & Dienstag geschlossen Eröffnung: 18.6.206 Eröffnungsredner: Prof. Dr. Klaus Albrecht Schröder | Generaldirektor der Albertina em. / Direktor des WIENER AKTIONISMUS MUSEUMS

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