Ausstellungen / Museum
Museum der Moderne Salzburg
Salzburg, Mönchsberg 32
- Stano Filko. 12 Chakras of Becoming
- Baselitz jetzt
- EveryBody! Was Körper erzählen. Fotografie und Medienkunst von 1945 bis heute
- Im Bann der Zauberflöte. Slevogt – Kokoschka – Hutter – von Huene
- Július Koller. U.F.O.-naut J.K.
- Lese- und Medienlounge
- Kunstvermittlung goes digital
- ARTeens
- Kinder & Familien
- Museum für internationale zeitgenössische Kunst
Ausstellungen / Ausstellung
Mozart-Museen Salzburg
Salzburg, Schwarzstraße 26
- Kinder-Ferienwoche mit Mozart 26 / II
- Kinder-Ferienwoche mit Mozart 26 / I
- Das klingende Museum: Ein Koffer voller Klänge
- Familienführung: Könige, Geigen und Flöhe: Der Alltag eines Wunderkindes
- Familienführung: Mozarts Klavier und die Zauberflöte
- Mozarts Mutter: Führung zum Muttertag
- Bibliotheca Mozartiana
- Bibliotheca Mozartiana - Onlne-Katalog
- Digitale Mozart-Edition
- Mozart Museen digital
- Mozart Ton- und Filmsammlung
- Mozart-Wohnhaus
- Mozarts Geburtshaus
- Museen und Ausstellungsgebäude der Stiftung Mozarteum
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Ausstellungen
| Ausstellungseröffnung
How To Stand Up
Literaturhaus Salzburg
Weltweit sind Menschen, die sich mit Worten wehren, gefährdet. Die Zahl der inhaftierten und getöteten Journalisten erreichte in den letzten Jahren einen Negativ-Rekord. Neben Israel/Gaza und dem Iran zählten China, Myanmar, Sudan, Russland und Mexiko zu den gefährlichsten Orten, auch in der Ukraine wurden Reporter von russischen Soldaten ermordet. Wie ist die Situation für Schriftsteller*innen? Abseits bekannter Namen ist davon wenig zu lesen. Auch nach Österreich flüchten bedrohte Autorinnen – wie Sarita Jenamani. Die indische Dichterin und Übersetzerin (u.a. von Rilke, Kundera, Trakl), engagierte Feministin und Menschenrechtsaktivistin, lebt ebenso in Wien wie die tschetschenische Autorin und Journalistin Maynat Kurbanova. Die ehemalige Korrespondentin der Moskauer Zeitung „Nowaja Gaseta“ musste wegen ihrer kritischen Berichterstattung das Land verlassen. Die beiden Exil-Schriftstellerinnen sprechen mit Gerhard Ruiss, Autor und Kultur-Interessenvertreter, über ihre Situation. Davor gibt der Fotograf und Ausstellungsmacher Rainer Baltschun im Gespräch mit dem Literaturhaus-Leiter Auskunft über sein Engagement.
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Rainer Baltschun:
Rainer Baltschun:
How to stand up. Zur Verfolgung von Autorinnen und Autoren weltweit
Literaturhaus Salzburg
Weltweit werden Menschen, die mit Worten um Meinungsfreiheit kämpfen, verfolgt, inhaftiert und ermordet. Die neue Literaturhaus-Ausstellung beschäftigt sich mit bedrohten Autor:innen und Journalist:innen. Unter dem Titel „How to stand up“ zeigt der deutsche Fotograf Rainer Baltschun in seinem Projekt ausgewählte Bespiele, Bücher und Fotografien auf Bildtafeln mit erklärenden Texten zum jeweiligen Fall – basierend auf PEN-International Case Lists und eigenen Recherchen. Die ausgewählten 42 Schriftstellerinnen und Schriftsteller umspannen einen Zeitraum von 100 Jahren zwischen 1919 und 2021: von Rosa Luxemburg bis Herta Müller, von Walter Benjamin bis Salman Rushdie, von Hannah Arendt bis Angela Davis, von Alexander Solschenizyn bis Wole Soyinka, von Gioconda Belli bis Anna Politkovskaya, von Liu Xiaobo über Hrant Dink bis Julian Assange und Tsitsi Dangaremba. Die Schau thematisiert den Kampf von Autor:innen und Journalist:innen um Meinungsfreiheit – gegen Diktatur und Unterdrückung. Zur Ausstellung gibt es einen Katalog. Rainer Baltschun, geb. 1943 in Kiebitzhörn bei Plön in Schleswig-Holstein, aufgewachsen in Hamburg, lebt in Bremen. Er war Elektromechaniker, Seemann, Uni-Ingenieur und Lehrer, hat Physikalische Technik, Politik- und Sportwissenschaft sowie Elektrotechnik studiert und ist viel gereist. Seit 1966 arbeitet er als freier Fotograf – anfangs mit analoger, ab 2004 mit digitaler Technik. Veranstalter: Verein Literaturhaus
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Museum der Moderne Salzburg - Mönchsberg
Das Museum der Moderne Salzburg präsentiert ganzjährig an seinen zwei Standorten (Mönchsberg & Rupertinum) Ausstellungen zur Klassischen Moderne, zur Kunst seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs und zur Gegenwart. Das Museum der Moderne Salzburg bespielt zwei Museumsgebäude an spektakulären Standorten, seit 1983 das Rupertinum im Herzen der Salzburger Altstadt und seit 2004 den großzügigen Neubau am Mönchsberg. Seit 2014 verfügt es zudem im Amalie-Redlich-Turm neben dem Mönchsberg-Museum über ein Zentrum für Kunstvermittlung. Mönchsberg Sechzig Meter über der Salzburger Altstadt, mit weitläufigem Panoramablick, steht das Museum der Moderne Salzburg auf dem Mönchsberg. Der prominente Standort wurde zuvor lange von gastronomischen Einrichtungen, darunter das bekannte Café Winkler, und zuletzt das Casino Salzburg geprägt, ehe 1998 ein internationaler Architekturwettbewerb für den Neubau des Museum der Moderne Salzburg auf dem Mönchsberg ausgeschrieben wurde. Von einer Jury unter dem Vorsitz des Schweizers Luigi Snozzi wurde das Projekt des Münchner Architekturbüros Friedrich Hoff Zwink aus zahlreichen Einreichungen ausgewählt. Nach dreieinhalb Jahren Bauzeit wurde der zweite Standort des Museum der Moderne Salzburg im Oktober 2004 eröffnet. Er bietet seither auf 2 300 m², aufgeteilt in drei Ebenen, weiträumige Flächen für Ausstellungen von Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Mit dem MönchsbergAufzug erreicht man zunächst die Bergstation. Das Museum betritt man über ein großflächiges Foyer mit Museumsshop, Kassabereich und angrenzendem Auditorium. Das zentrale, hohe Stiegenhaus mit seiner klar definierten Formensprache und reduzierten Ästhetik der Sichtbeton-Wände wird durch das von oben kommende Tageslicht erhellt. Die Ausstellungsräume bieten gezielte Ausblicke auf den Amalie-Redlich-Turm, die Skulpturenterrasse, die Festung Hohensalzburg und den umliegenden Wald. Das im Museum auf Höhe der Ausstellungsebene 2 befindliche, vom Architekten und Designer Matteo Thun gestaltete Café/Bar/Restaurant m32 bietet mit seiner großzügigen Glasfassade sowie seiner Terrasse einen wunderbaren Ausblick auf die Stadt Salzburg. Die gesamte Fassade des Museum der Moderne Salzburg auf dem Mönchsberg wurde mit feingekörnten Untersberger Marmorplatten verkleidet und durch vertikale Fugen gegliedert. Neben ihrer Funktionalität können diese auch als Reverenz an die Mozartstadt Salzburg verstanden werden. Die rhythmisch gesetzten Lüftungsschlitze folgen den Notenwerten einzelner Arien aus Mozarts Oper Don Giovanni. Amalie-Redlich-Turm Ein markantes, wenn auch ungleiches Paar prägt vom Mönchsberg aus das Salzburger Stadtbild: der mittelalterlich anmutende Wasserturm aus dem Jahr 1892 und daneben seit 2004 das puristische Museum der Moderne Salzburg. Am 30. November 2014 wurde der ehemalige Wasserturm als Amalie-Redlich-Turm feierlich eröffnet. Das Museum der Moderne Salzburg verfügt dort ab sofort über großzügige Räume für die Kunstvermittlung und eine Artist-in-Residence-Studiowohnung.
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Museum der Moderne Salzburg - Rupertinum
Das Museum der Moderne Salzburg präsentiert ganzjährig an seinen zwei Standorten (Mönchsberg & Rupertinum) Ausstellungen zur Klassischen Moderne, zur Kunst seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs und zur Gegenwart. Das Museum der Moderne Salzburg bespielt zwei Museumsgebäude an spektakulären Standorten, seit 1983 das Rupertinum im Herzen der Salzburger Altstadt und seit 2004 den großzügigen Neubau am Mönchsberg. Seit 2014 verfügt es zudem im Amalie-Redlich-Turm neben dem Mönchsberg-Museum über ein Zentrum für Kunstvermittlung. Rupertinum Das in der Salzburger Altstadt gelegene, an den Festspielbezirk angrenzende Gebäude stammt aus dem 17. Jahrhundert. 1653 von Erzbischof Paris Lodron als „Collegium Rupertinum“ gegründet, diente es als Internat und Ausbildungsort für Priesterzöglinge und wurde bis 1974 als Heim für Schüler_innen und Student_innen geführt. Nach dem Erwerb durch das Land Salzburg und den Umbauten durch Architekt Gerhard Garstenauer eröffnete im Februar 1983 die „Moderne Galerie und Graphische Sammlung Rupertinum“. Damals wurden die ebenerdige Arkadenhalle wiederhergestellt und das Atrium mit seinen Bogengängen mit Glasoberlichten überdacht, wodurch es als nunmehriger Teil des Gebäudeinneren nutzbar wurde. Anlässlich der neuen Widmung des Gebäudes gestaltete Friedensreich Hundertwasser die Zungenbärte, keramische Applikationen an der hofseitigen Fassade, die seither das Gebäude prägen. Im Jahre 2016 wurden die Ausstellungsräume und die Bibliothek des Rupertinum nach Plänen von Kuehn Malvezzi Architects (Berlin/Mailand) neugestaltet und saniert. Auf den Ebenen 2 und 3 wurde 2016 das Generali Foundation Studienzentrum mit der Franz-West-Lounge eingerichtet. Im unmittelbaren Umfeld der Ausstellungen werden dort visuelles Erleben und Forschung vereint und Wissen erfahrbar gemacht. 2021–22 wurde nach Plänen des Architekturbüros Maria Flöckner und Herbert Schnöll in Zusammenarbeit mit der ausführenden Architektin Silvia Panek-Kößl ein umfangreiches Sanierungs- und Adaptierungsprojekt im Erdgeschoß umgesetzt. Dabei entstand ein neuer barrierefreier Zugang mit einer Rampe. Außerdem wurde das Eingangsfoyer mit Kassabereich und Schließfächern erneuert und um einen Bereich des Museumsshops erweitert. Am 1. April 2022 wurde das neue Museumscafé 220GRAD RUPERTINUM offiziell eröffnet.
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Stano Filko. 12 Chakras of Becoming
Museum der Moderne Salzburg - Mönchsberg
Stano Filko war einer der visionärsten und radikalsten Figuren der mitteleuropäischen Neo-Avantgarde. Die Sammlung Generali Foundation – Dauerleihgabe am Museum der Moderne Salzburg widmet dem Künstler eine umfassende Retrospektive. Die Ausstellung zeigt Arbeiten aus allen Lebens- und Schaffensphasen – von frühen Malereien und konzeptuellen Experimenten über begehbare Environments bis hin zu materialreichen Assemblagen und großformatigen Skulpturen. Wer war Stano Filko? Stano Filko wurde 1937 in Veľká Hradná, einem Ort in der damaligen Tschechoslowakei, geboren. Ab den 1960er-Jahren entwickelte er in Bratislava eine progressive künstlerische Praxis, mit der er früh internationale Anerkennung erlangte. Im Zuge seiner Teilnahme an der documenta 7 im Jahr 1982 in Kassel floh er vor der zunehmenden Unterdrückung durch das kommunistische Regime und lebte mehrere Jahre in New York. Nach der Wende von 1989 kehrte er in die Slowakei zurück und führte seine Arbeit in Richtung eines umfassenden Gesamtkunstwerks weiter. 2015 verstarb der Künstler in Bratislava. Das „System SF“ Ab den 1990er-Jahren schuf Filko das „System SF“ (Stano Filko). Dabei handelt es sich um ein Ordnungssystem, in dem Farben, Chakras sowie existenzielle und spirituelle Kategorien miteinander verwoben sind. Es wurde zum Leitprinzip seines gesamten Werks. Auch sein Atelierhaus in Bratislava war von diesem System durchdrungen. Ein besonderes Gesamtwerk Das Werk von Stano Filko hat seine Wurzeln in experimenteller Objektkunst, konzeptueller Grafik und Happenings. Ausgehend von diesen Ansätzen entwickelte er ein radikal offenes Werk, in dem sich Utopie, Wissenschaft und spirituelle Erfahrung verbanden. Seine Kunst folgte einem vielschichtigen Blick auf die Welt und versuchte, diese in einen ästhetischen und existenziellen Einklang zu bringen: Kunst als Ordnung, Theorie, Ritual und sinnliches Erlebnis zugleich. Die Ausstellung basiert auf Leihgaben aus dem Estate of Stano Filko. Koordination in Zusammenarbeit mit Layr, Wien. Die Urheberrechte an den Werken liegen beim Estate of Stano Filko. Kuratoren: Boris Ondreička, Jürgen Tabor (Bild: © 2022 Museum der Moderne Salzburg. Stano Filko, aus der Serie RETROQ System SF, ca. 2000, Courtesy of The Estate of Stano Filko; Layr, Wien, © The Estate of Stano Filko)
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Baselitz jetzt
Museum der Moderne Salzburg - Mönchsberg
Der international renommierte Künstler und Wahl-Salzburger Georg Baselitz feiert 2026 seinen 88. Geburtstag. Aus diesem Anlass widmet ihm das Museum der Moderne Salzburg 2026 zwei Ausstellungen, die den Bogen schlagen von seinen frühen Zeichnungen bis hin zu seinem monumentalen Spätwerk. Die Werkschau im Museum am Mönchsberg stellt den eher kleinformatigen Zeichnungen Baselitz späte großformatige Gemälde gegenüber, die der hochbetagte Künstler unter anderem mithilfe eines Rollators malt, der sichtbare Furchen im Bild hinterlässt. Besonders die beeindruckenden Porträts reflektieren Themen wie Alter und Vergänglichkeit – und nicht zuletzt auch die eigene Biografie des Künstlers. Zu den Ausstellungen erscheint eine Publikation. Die Ausstellung wird unterstützt durch das Land Salzburg sowie durch private Förderer. Kurator:innen: Harald Krejci, Tina Teufel Kuratorische Assistenz: Eva Wiegert (Bild: © 2022 Museum der Moderne Salzburg. Georg Baselitz, Weißes Bett, weiß, 2022, Öl, Dispersionsklebstoff und Stoff auf Leinwand, 200 x 250 cm, © Georg Baselitz 2025, Foto: Jochen Littkemann)
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Nicolas Mahler:
Nicolas Mahler:
Ach die dumme Literatur!
Literaturhaus Salzburg
Eröffnung: 15.1.2026 10:00, Eintritt frei „Ach die dumme Literatur!“, beklagte der Dichter und Maler Hermann Hesse in einem Brief 1907 die Schwierigkeit, „was Rechtes“ zu Papier zu bringen. Der österreichische Comic-Künstler Nicolas Mahler hat in Briefen, Tagebüchern und Werken bekannter Autorinnen und Autoren gestöbert und gleichermaßen niederschmetternde wie erheiternde Zeugnisse literarischer Knochenarbeit zu Tage gefördert. Daraus entstand „Ach die dumme Literatur!“ mit Zeichnungen und Originalzitaten von Marguerite Duras über Peter Handke und James Joyce bis Thomas Mann. Und ganz nebenbei wird damit einer der sehnlichsten Wünsche von Hermann Hesse erfüllt: „Ferner möchte ich ein humoristisches Büchlein haben, mit guten Witzen und dergleichen.“ Noch vor Erscheinen des gleichnamigen Suhrkamp-Bandes im April 2026 wird im Literaturhaus Salzburg die Ausstellung „Ach die dumme Literatur!“ von Nicolas Mahler als Österreich-Premiere gezeigt. Veranstalter: Verein Literaturhaus
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Nicolas Mahler - Ach die dumme Literatur!
Literaturhaus Salzburg
„Ach die dumme Literatur!“, beklagte der Dichter und Maler Hermann Hesse in einem Brief 1907 die Schwierigkeit, „was Rechtes“ zu Papier zu bringen. Der österreichische Comic-Künstler Nicolas Mahler hat in Briefen, Tagebüchern und Werken bekannter Autorinnen und Autoren gestöbert und gleichermaßen niederschmetternde wie erheiternde Zeugnisse literarischer Knochenarbeit zu Tage gefördert. Daraus entstand „Ach die dumme Literatur!“ mit Zeichnungen und Originalzitaten von Marguerite Duras über Peter Handke und James Joyce bis Thomas Mann. Und ganz nebenbei wird damit einer der sehnlichsten Wünsche von Hermann Hesse erfüllt: „Ferner möchte ich ein humoristisches Büchlein haben, mit guten Witzen und dergleichen.“ Noch vor Erscheinen des gleichnamigen Suhrkamp-Bandes im April 2026 wird im Literaturhaus Salzburg die Ausstellung „Ach die dumme Literatur!“ von Nicolas Mahler als Österreich-Premiere gezeigt. Veranstalter: Verein Literaturhaus Eintritt frei Die Ausstellung wird bis 27. März 2026 zu sehen sein.
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Im Bann der Zauberflöte. Slevogt – Kokoschka – Hutter – von Huene
Museum der Moderne Salzburg - Rupertinum
Die weltberühmte Oper „Die Zauberflöte“ inspiriert bis heute Künstler:innen auf unterschiedliche Weise. Die Ausstellung Im Bann der Zauberflöte stellt anlässlich Mozarts 270. Geburtstag vier davon in den Mittelpunkt: Oskar Kokoschka, Max Slevogt, Stephan von Huehne und Wolfgang Hutter. Oper trifft auf bildende Kunst Die Zauberflöte zählt heute zu den populärsten und weltweit meistaufgeführten Werken des Musiktheaters. Mozarts Bühnenwerk fordert dabei aber nicht nur Musiker:innen heraus, sondern sorgt auch bei bildenden Künstler:innen für wichtige Impulse. So schuf Max Slevogt mit tiefer Verehrung für Mozart seine meisterhaften Illustrationen zur Zauberflöte. Auch Oskar Kokoschka setzte sich intensiv mit der Oper auseinander: Für die Salzburger Festspiele entwarf er farbgewaltige Bühnenvisionen und expressive Kostüme. Mit einer Vorliebe für farbenprächtige Landschaften übernahm Wolfgang Hutter wiederum die bildnerische Gestaltung des Singspiels an der Grazer Oper. Seine Entwürfe entführen die Betrachter:innen in eine Zauberwelt voller exotischer Pflanzen und Wesen. Wo ist der Zauber? Das fragte sich Stephan von Huene nach seinem Besuch der Salzburger Inszenierung. Als Antwort darauf entwickelte er eine Klangskulptur – diese aktiviert die visuelle, akustische und körperliche Wahrnehmung der Besucher:innen auf überraschende, magische Art. Gemeinsam zeigen die vier Künstler und deren Werke, wie lebendig und vielschichtig die Zauberflöte bis heute wirkt – als visuelles, akustisches und emotionales Erlebnis. Kuratorin: Barbara Herzog
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Lese- und Medienlounge
Museum der Moderne Salzburg - Rupertinum
Inmitten der Salzburger Altstadt macht die neu gestaltete Lese- und Medienlounge im Rupertinum Lust aufs Lesen, Schauen und Verweilen. Sie bietet ausgewählte Literatur aus den Bibliotheken des Museum der Moderne Salzburg und der Generali Foundation. Besucher:innen haben dort auch Zugang zur Mediathek aus deren Sammlung – mit rund 500 Filmen und Videos. Bibliothek Wenn Bücher nicht mehr im Bibliotheksmagazin stehen, sondern in neuen Zusammenstellungen präsentiert werden, entsteht ein neuer Zugang zu Wissen und Inspiration. Eine Bibliothek wird dadurch offener, lebendiger und zu einem Ort des Entdeckens und Austauschs. Die Lese- und Medienlounge im obersten Stockwerk des Rupertinum greift genau diese Gedanken auf. In einer Landschaft aus bunten Buchinseln macht sie die Bestände der Bibliotheken des Museum der Moderne Salzburg und der Generali Foundation zugänglich. Es warten spannende Hintergrundinformationen zu den Ausstellungen im Haus, Sammlungskataloge und Neuerscheinungen sowie eine wechselnde Auswahl an Büchern zu aktuellen Themen. Die Sitzecke in der Lounge besteht aus einem einladenden Ensemble von Möbel-Skulpturen des Künstlers Franz West, die er gemeinsam mit Marcus Geiger, Peter Kogler und Heimo Zobernig gestaltet hat. West selbst sprach davon, dass seine Sitzskulpturen „erst durch Aufsitzen zu Kunst“ werden. Lust auf mehr?Die hier präsentierte Auswahl an Büchern ist nur die Spitze des Eisberges. Im Generali Foundation Studienzentrum auf Ebene 2 (Zugang über das Atrium) gibt es den kompletten Bestand der beiden Bibliotheken zu entdecken. Mit rund 49.000 Titeln ist er ein Schatz für neugierige Leser:innen und Forscher:innen. Mediathek In der Lese- und Medienlounge bleiben Film- und Videofiles nicht mehr nur in den Medienspeichern von Sammlungen sicher verwahrt – indem sie für eigene Entdeckungsreisen zugänglich gemacht werden, eröffnen sich neue Wege durch die Sammlung und deren Inhalte. Die Mediathek bietet Zugriff auf rund 500 Film- und Videowerke der Sammlung Generali Foundation sowie auf Dokumentationen von Vorträgen, Diskussionen und Performances. Experimente mit den Medien Film und Video, feministische Perspektiven und politische Filme prägen die Sammlung. Von bedeutenden Kunstschaffenden wie VALIE EXPORT, Andrea Fraser, Harun Farocki, Gordon Matta-Clark oder Martha Rosler ist fast das gesamte filmische Werk in der Mediathek vorhanden. Auf einer Videoinsel werden zum Einstieg Arbeiten gezeigt, die beispielhaft für diese Sammlung stehen. So lässt sich in die Anfänge und Entwicklungen der österreichischen und internationalen Videokunst eintauchen. Fokus-Themen in der Lese- & Medienlounge Die Lese- & Medienlounge setzt regelmäßig neue thematische Akzente – von Kunst und Medien bis zu gesellschaftlichen Fragen. Zu jedem Schwerpunkt gibt es passende Buchempfehlungen, Filme, Archivmaterial oder Programmpunkte. Ein Ort zum Durchstöbern, Nachdenken und Inspirieren lassen. Kuratorin: Stefanie Grünangerl
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Július Koller. U.F.O.-naut J.K.
Museum der Moderne Salzburg - Rupertinum
Július Koller erklärte den Alltag zur Kunst – und die Kunst zum Zeichen des Widerstands. Mit Witz und Ironie stellte der Künstler die Regeln des autoritären kommunistischen Regimes in der Tschechoslowakei infrage. Absurde Aktionen, schlichte Gesten, starke Wirkung Die Ausstellung versammelt zentrale Werke Kollers aus der Sammlung Generali Foundation – Dauerleihgabe am Museum der Moderne Salzburg, darunter auch seine legendäre Langzeitarbeit U.F.O.-naut J.K. (U.F.O.). Dafür machte er über mehr als 35 Jahre hinweg jährlich ein symbolisch aufgeladenes Selbstportrait. Bekannt wurde Koller auch durch seine besonderen künstlerischen Aktionen – sogenannte Anti-Happenings. Diese fanden sowohl im privaten als auch im öffentlichen Raum statt und waren meist kurzweilig und nicht selten ironisch. Július Koller wurde 1939 in Piešťany, der heutigen Slowakei geboren. Er starb 2007 in Bratislava. Ab den 1970er-Jahren verwendete er das Kürzel „U.F.O.“. Dies steht unter anderem für: universell-kulturelle futurologische Operationen. Damit wollte der Künstler ein Zeichen gegen die allgemeine gesellschafltiche Lähmung in der Zeit der kommunistischen „Normalisierung“ setzen. Koller zählt zu den bedeutendsten Stimmen der regimekritischen slowakischen Kunstszene der 1960er-Jahre. Kurator: Jürgen Tabor Leselounge: Stefanie Grünangerl
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EveryBody! Was Körper erzählen. Fotografie und Medienkunst von 1945 bis heute
Museum der Moderne Salzburg - Rupertinum
Was erzählen Körper über uns und über die Gesellschaft, in der wir leben? Die Ausstellung EveryBody! spürt genau diesen Fragen nach. Mit Werken von VALIE EXPORT, Cindy Sherman, Nobuyoshi Araki und vielen mehr. Zwischen Selbstbestimmung, Erwartungen und sozialen Normen Täglich kommuniziert unser Körper – nicht nur mit Worten, sondern auch durch Gestik, Mimik und andere körperliche Ausdrucksformen. Bewusst und unbewusst transportiert er unzählige Botschaften, die in soziale und politische Kontexte eingebettet sind: Er zeigt, was wir ausdrücken wollen und ermöglicht freie, individuelle Selbstdarstellung. Doch gleichzeitig wird unser Körper von außen wahrgenommen und bewertet. Die Ausstellung vereint Kunstschaffende, die sich mit den sozialen Normen und Idealen in unserer Gesellschaft kritisch beschäftigen. In den gezeigten Werken werden Körperdarstellungen zum Spiegel und zentralen Schauplatz gesellschaftlicher Auseinandersetzungen. Die Künstler:innen zeigen auf ganz unterschiedliche Weise, wie sie dem Wunsch und dem Recht nach Freiheit und Selbstbestimmung über den eigenen Körper Gehör verschaffen wollen. EveryBody! lädt dazu ein, den Blick auf den Körper und die Rolle der Gesellschaft in diesem Austausch zu schärfen. Beteiligte Künstler:innen: Ruth Bayer | Rosa Brueckl/Gregor Schmoll | Heinz Cibulka | Walter Ebenhofer | VALIE EXPORT | Julia Fuchs | Seiichi Furuya | Nan Goldin | G.R.A.M. | Lena Rosa Händle | Ernst Haas | Ilse Haider | Ana Hoffner ex-Prvulovic* | Jere Ikongio | Sanja Iveković | Gülsün Karamustafa | Elisabeth Kraus | Friedl Kubelka | Tatiana Lecomte | Urs Lüthi | Laszlo Maholy-Nagy | Vivian Maier | Alex McQuilkin | Lisette Model | Araki Nobuyoshi | Omoregie Osakpolor | Margot Pilz | Anahita Razmi | Cindy Sherman | Hoda Tawakol | Aria Watson | Gilian Wearing | Charles Wilp | George S. Zimbel Kuratorin: Katharina Ehrl Kuratorische Assistenz: Eva Wiegert
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Daumenkino. Mikrogeschichten: Blatt für Blatt
Literaturhaus Salzburg
Beteiligte: Jaromir 99, Lena Seeberger, Lika Nüssli, Lorenz Helfer, Lukas Kummer, Martin Panchaud, Matthias Gnehm, Nicolas Mahler, Raffaela Schöbitz, Sarah Rinderer In der neuen Literaturhaus-Ausstellung geht es um grafisch-poetische Daumenkinos. Neun Zeichner*innen und Illustrator*innen erzählen in Bildersequenzen – manchmal auch mit Buchstaben – individuelle Mikrogeschichten. Daraus entstand eine wundervolle Daumenkino-Kollektion: großes kleines Kino. Die Mini-Bände werden ebenso ausgestellt wie Bilder der beteiligten Künstler*innen: Matthias Gnehm (CH), Lorenz Helfer (A), Jaromír 99 (CZ), Lukas Kummer (A), Lika Nüssli (CH), Martin Panchaud (CH), Sarah Rinderer (A), Raffaela Schöbitz (A) und Lena Seeberger (A). Bei allen Unterschieden schafft jede/r Räume für Geschichten, die zum Nachdenken und Schmunzeln anregen und beim Abblättern stets neue Wirkung erzeugen. Bereichert wird die erstmals in Österreich gezeigte Schau um Video-Statements der Künstler:innen sowie um das hypnotisierende Daumenkino des Comic-Künstlers Nicolas Mahler – gerade erschienen im Notizbuch „Writer’s Block“ (Suhrkamp, 2025). Entstanden ist die Ausstellung in Stuttgart nach einer Idee des Literaturhauses Vorarlberg. Ein Daumenkino ist ein „Abblätterbuch“, das sich die Bewegung zunutze macht und den Betrachtern ermöglicht, eine Sequenz von Einzelbildern (selten Textteile) als fortlaufende Bildfolge zu erleben: wie Kino. Vermutlich ist das „Taschenkino“ um 1600 entstanden – und damit genauso alt wie der Eizenbergerhof, in dem seit 1991 das Literaturhaus Salzburg beheimatet ist. Veranstalter: Verein Literaturhaus Salzburg in Kooperation mit Literaturhaus Stuttgart und Literaturhaus Vorarlberg Öffnungszeiten: Mo bis Do von 10 bis 17 Uhr & bei Abendveranstaltungen (Während Vormittagsveranstaltungen eingeschränkter Besuch möglich.)
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Bilderwende. Zeitenwende
Museum der Moderne Salzburg - Rupertinum
Als Ergebnis eines mehrjährigen Forschungsprojekts liefert die Ausstellung Bilderwende. Zeitenwende umfangreiche Einblicke in die Geschichte der frühen Fotografie in Salzburg. Zeitlich spannt die Ausstellung einen Bogen von den Anfängen des neuen Mediums in den 1840er-Jahren bis zu seiner breiten Durchdringung von Gesellschaft, Kultur und Alltag in den 1870er-Jahren. Damit umschließt das Gesamtprojekt auch einen für die Geschichte Salzburg hochbedeutsamen Zeitraum der Neudefinition der fürsterzbischöflichen Residenzstadt als urbanen Raum bürgerlicher Kultur. Die frühe Fotografie begleitete diesen Wandel und war gleichzeitig sein symptomatischer Ausdruck: Vor der Kamera wird die Zeitenwende in der Geschichte Salzburgs durch Fotografien von Menschen, Bauten, Stadt- und Naturlandschaften sichtbar; hinter der Kamera wird die Bilderwende durch Fotograf:innen in Stadt und Land Salzburg getragen und mit immer neuen technischen Möglichkeiten vorangetrieben. Im Sinne ihres programmatischen Titels widmet sich die Ausstellung beiden Aspekten – vor und hinter der Kamera – und kann somit viele neue Erkenntnisse zu fotografischen Bildern und ihren Urheber:innen präsentieren. Das Konzept referenziert auf die Erfindung eines Mediums aus Salzburger Sicht und zeigt mit frühesten Bilddokumenten, wie dieses auch in Salzburg Bildmotive, Blickweisen und Darstellungen revolutioniert hat. Die Fotografie etabliert sich als Medium des Bürgertums, das Repräsentationsweise und Schaulust auf neue Art bedient. Kuratoren: Werner Friepesz, Erich Wandaller Zur Ausstellung erscheint eine Publikation.
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Slice of Life. Von Beckmann bis Jungwirth
Museum der Moderne Salzburg - Rupertinum
Das Zeichnen schützt ihn vor Tod und Gefahr – dank dieser Überzeugung kann der Sanitätsoffizier Max Beckmann den Schrecken des Krieges trotzen und nach seiner Entlassung aus dem Militärdienst rasch in einer gewandelten Welt wieder Fuß zu fassen. Kunst dient als Zufluchtsort in Zeiten existentieller Krisen: Die Konkretisierung ihrer inneren Konflikte und Erschütterungen offeriert den Künstler:innen ein Ventil zur psychischen Entlastung und damit zur Überwindung der erlittenen seelischen Verletzungen. Die Auseinandersetzung mit der eigenen Existenz trägt darüber hinaus das Potential der Veränderung und Neuorientierung in sich und ermöglicht einen hoffnungsvolleren Blick in die Zukunft. Prominente Werke aus den Sammlungen des Museum der Moderne Salzburg entstanden als Reaktion auf innere und äußere Ausnahmesituationen und aus dem Bestreben, diese Krisenerfahrung mit einem Gegenentwurf zu überwinden. In den präsentierten Gemälden, Grafiken, Fotografien und Objekten spiegeln sich nicht nur die persönlichen, gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse zur Zeit ihrer Entstehung wider. Vielmehr verhandeln diese Werke Themen, die in unserer – aufgrund der Kriegsereignisse, den Folgen des Klimawandels und der zunehmenden Polarisierung der Gesellschaft – scheinbar aus den Fugen geratenen Welt – aktueller denn je sind. Mit Werken von Max Beckmann, Margret Bilger, Lyonel Feininger, Greta Freist, Adolf Frohner, Richard Gerstl, Friedensreich Hundertwasser, Martha Jungwirth, Ernst Ludwig Kirchner, Oskar Kokoschka, Alfred Kubin, Elsa Lasker-Schüler, Maria Lassnig, Marino Marini, Max Oppenheimer, Madame d’Ora, Florentina Pakosta, Arnulf Rainer, Rudolf Schönwald, Zbyněk Sekal, Sophia Süßmilch, Wilhelm Thöny Kuratorin: Barbara Herzog (Bild: © 2022 Museum der Moderne Salzburg Slice of Life. Von Beckmann bis Jungwirth, Ausstellungsansicht, Museum der Moderne Salzburg, 2025 © Museum der Moderne Salzburg, Foto: wildbild, Herbert Rohrer)
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Schaulust. Judith Barry - Martha Rosler
Museum der Moderne Salzburg - Rupertinum
Die scheinbar nie stillstehende Waren- und Konsumwelt gilt als Motor unseres Wirtschaftssystems und als zentraler Ankerpunkt unserer Gesellschaftsordnung. Zugleich ist sie Ursache für globale Ungleichheiten, soziale Verwerfungen und Umweltzerstörung. Die beiden US-amerikanischen Künstlerinnen Judith Barry und Martha Rosler haben diese prekären Verhältnisse früh erkannt und in ihren Arbeiten thematisiert. Die Präsentation im Studienzentrum zeigt zwei Videoarbeiten aus der Sammlung Generali Foundation: Casual Shopper (1980–81) von Judith Barry und Martha Rosler Reads Vogue (1982) von Martha Rosler. Beide Werke hinterfragen die Rolle von Konsum, Begehren und Geschlechterbildern in einer durchinszenierten Warenwelt. In Casual Shopper begegnen sich zwei Menschen im Einkaufszentrum – einem Ort, an dem Wünsche entstehen, aber nie erfüllt werden. Judith Barry zeigt den Akt des Betrachtens als Form des Konsums, der sich selbst genügt. Martha Rosler nimmt in ihrer Arbeit Reads Vogue das Modemagazin als Sinnbild einer globalen Konsumkultur auseinander. Mit kritischem Blick macht sie die Verbindung zwischen inszenierter Warenästhetik, stereotypen Frauenbildern und Ausbeutung sichtbar. Die zwei Künstlerinnen gehören zu den prägenden Stimmen feministischer Konzept- und Medienkunst. Ihre Arbeiten machen gesellschaftliche Strukturen sichtbar – analytisch, politisch und visuell präzise. (Bild: Martha Rosler, Martha Rosler Reads Vogue, 1982, Videoperformance (Farbe, Ton), 30 Min., Sammlung Generali Foundation – Dauerleihgabe am Museum der Moderne Salzburg, © Martha Rosler)
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Sylvie Fleury
Museum der Moderne Salzburg - Mönchsberg
Provokant, glänzend, irritierend: Während der Sommermonate wird die Ausstellung Cascade durch eine Pop-up Intervention der Schweizer Künstlerin Sylvie Fleury ergänzt. Mit elf gezeigten Werken entstehen für die Besucher:innen neue, überraschende Perspektiven. Mehr als nur Glanz Ob es nun der Abguss von Jane Fondas Stepper aus den 1970er-Jahren ist, in Bronze gegossene Stilettos oder ein überdimensionales rosa Popcorn – Sylvie Fleurys Werke ziehen Blicke auf sich. Doch hinter dem Glanz steckt weit mehr: Die Künstlerin beschäftigt sich intensiv mit unserer Konsumkultur und mit der Frage, wie Gegenstände zu Objekten der Begierde – ja sogar zu Fetischen – werden. Mit Humor und Übertreibung hinterfragt sie kritisch, wie wir mit Konsumgütern umgehen. Gleichzeitig zeigen ihre Arbeiten einen tief verwurzelten menschlichen Wunsch: uns selbst über Dinge zu identifizieren – und ihnen dabei eine übermäßige, fetischartige Bedeutung zuzuschreiben. Spuren einer Zukunft In der Begegnung mit der Ausstellung Cascade entsteht ein neues Spannungsfeld: Fleurys Kunstwerke treten in einen subtilen Dialog mit den umliegenden Arbeiten – es geht dabei um Zeit sowie um das Kommen und Gehen ästhetischer Phänomene. Ausgehend von Nika Neelovas Vorstellung einer möglichen Zukunft können Fleurys Werke als Prophezeiung einer Welt ohne Menschheit gelesen werden. Durch ihre übergroße und schrille Darstellung wirken die Gegenstände fast wie skurrile Relikte aus einer anderen Zeit. Kurator: Harald Krejci
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Visual Echoes - Gegenbilder im Bilderstrom. Video, Film, Fotografie, Dia
Museum der Moderne Salzburg - Mönchsberg
5 Räume, 5 Werke, 5 Künstler:innen: Die Ausstellung Visual Echoes präsentiert großformatige Installationen von Susan Hiller, Luis Jacob, Arthur Jafa, Mathias Poledna / Karthik Pandian und Ana Torfs. Jede davon in einem eigenen Raum und jede ein visuelles Erlebnis. Mit Video, Film, Fotografie und Dia nehmen die Arbeiten die Bilderströme unserer Zeit unter die Lupe. Mächtige Bilderwelten Täglich sind wir von unzähligen Bildern umgeben. Für ihre Werke greifen die Künstler:innen auf genau diesen nahezu unerschöpflichen visuellen Fundus unserer Zeit zurück: Fernsehen, Kino, Internet, Werbung, soziale Medien oder politische und künstlerische Archive. Sie beziehen sich aber nicht nur auf vorhandenes Material, sondern kreieren auch neue, fiktionale Bilder. Dafür schöpfen sie aus dem kollektiven Gedächtnis und verändern es zugleich. So unterschiedlich die heutigen Bilderwelten auch sind, sie alle wirken auf uns. Doch was macht sie so mächtig? Wie beeinflussen sie unsere Wahrnehmung, unsere Emotionen, unser Gedächtnis? Und welche Ideologien sind in ihnen enthalten? Kritische visuelle Echos Vor dem Hintergrund dieser Fragen greifen die Künstler:innen in die aktuellen Bilderströme ein: Indem sie neu ordnen, auslassen, wiederholen oder überlagern schaffen sie andere visuelle Ordnungen – mit eigenen Rhythmen, poetischen Brüchen und politischer Schärfe. Was daraus entsteht sind kraftvolle Gegenbilder – kritische visuelle Echos, die sich den gängigen Sehgewohnheiten widersetzen. Sie sprechen nicht nur unseren Verstand an, sondern berühren uns auch körperlich und emotional. Und sie regen dazu an, genauer hinzusehen: Welche Bilder prägen uns und wie schauen wir eigentlich? Kurator: Jürgen Tabor (Bild: Mathias Poledna/Karthik Pandian, 1991, 2010; Ausstellungsansicht unExhibit, © Generali Foundation, Foto: Margeritha Spiluttini)
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